Die selbsternannten Bringer der Demokratie, die sich selber stets damit rühmen, Frauenrechte zu verteidigen, brachten mindestens 148 Mädchen bei einem Luftschlag den Tod. Sie starben in ihrem Schulgebäude, ohne Vorwarnung und ohne Chance, den mörderischen Bomben zu entkommen. Es ist nicht das einzige Massaker. Warum Washington immer wieder so handelt, lesen Sie in Daniele Gansers „Imperium USA: Die skrupellose Weltmach – ein Blick ins Machtzentrum“. Hier mehr erfahren.

    Einer der häufigsten Vorwände, wenn es darum geht, westliche Sympathien für die Destabilisierung des Irans zu gewinnen, ist der Verweis auf den Kampf für Frauenrechte. Ganz abgesehen davon, dass sich der Umgang mit Frauen im Iran nur wenig von anderen muslimischen Ländern unterscheidet, die aber – weil ihre Staatsführungen sich dem westlichen Machtstreben unterworfen haben und als lokale Verbündete der USA agieren – medial nicht thematisiert werden, zeigt der Angriff auf eine Mädchenschule, wie wenig das Leben von Frauen für die vermeintlichen Freiheitsbringer wirklich zählt. Ausgerechnet eine Mädchenschule – ein schlechteres Ziel hätte es für die US-Bomben wahrlich nicht geben können.

    Parallel zur Ermordung von Ajatollah Chomenei flogen amerikanische Bomber Angriffe auf militärische Stellungen. Angeblich befand sich auch in der Stadt Minab im Süden des Irans eine Basis der Revolutionsgarden, in deren Nähe sich die Mädchenschule befand. Doch während US-Raketen, wie im Juni 2025 unter Beweis gestellt, selbst einzelne Wohnungen in Hochhäusern metergenau treffen konnten, wurde jetzt ein völlig unbeteiligtes Gebäude, die Shajaba Tayyiba Schule, getroffen. Mitten zur Unterrichtszeit, ein regelrechtes Massaker. Mindestens 148 Mädchen und junge Frauen starben, die Opferzahl erhöht sich noch. 95 weitere wurden verletzt, zum Teil schwer.

    20 tote Sportlerinnen bei Luftangriff

    Es ist nicht das einzige Massaker an Zivilisten, was im Rahmen der jüngsten Angriffe verübt wurde. Wie der US-Journalist Jackson Hinkle mitteilt, wurde auch eine Sporthalle in Lamerd (Provinz Fars im Süden des Irans) attackiert, in der gerade ein Volleyballspiel stattfand. Die traurige Bilanz: Mindestens 20 Tote. Auch hier sind die Opfer ausnahmslos Frauen, was einmal mehr die Doppelmoral des Westens unterstreicht, sich vorgeblich für deren Rechte einzusetzen.

    🚨🇮🇷🇮🇱🇺🇸 BREAKING: ISRAEL BOMBED 20 volleyball players in a sports hall in Iran. pic.twitter.com/rpRljG1cWu

    — Jackson Hinkle 🇺🇸 (@jacksonhinklle) February 28, 2026

    Sie unterhalten die meisten Militärstützpunkte, exportieren die meisten Waffen und haben den höchsten Rüstungsetat der Welt. Daniele Ganser beschreibt eindrücklich in „Imperium USA: Die skrupellose Weltmacht“, wie Amerika Politik betreiben, in der Gewalt ein zentrales Element darstellt. Hier bestellen. 

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