Nutzt Russland Elon Musks Starlink-Satelliten für Drohnen-Angriffe gegen die Ukraine? Das behauptet Polens Vizeregierungschef Radoslaw Sikorski – und bekommt eine Antwort, die sich gewaschen hat. Wie Musk die Woken und Irren immer wieder auf die Palme bringt, lesen Sie in der grandiosen Musk-Biografie von Walter Isaacson. Hier mehr erfahren.

Nutzt Russlands Armee zunehmend Starlink-Satelliten von Elon Musks Weltraumunternehmen Space X zur Steuerung von Drohnenangriffen gegen die Ukraine? Das beklagte Polens Außenminister Radoslaw Sikorski nun auf der Plattform X und verwies dabei auf einen Bericht des US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW), nach dem russische Streitkräfte ihre Drohnen – darunter die Modelle BM-35, Shahed und Molniya – mit Starlink-Systemen ausrüstet, um deren Reichweite und Genauigkeit zu erhöhen.
Fragwürdiger Bericht
In dem ISW-Bericht heißt es weiter: Mit Starlink ausgestattete Drohnen könnten, wenn sie von russisch kontrolliertem Gebiet aus gestartet werden, nicht nur den größten Teil der Ukraine, sondern auch Teile Moldawiens, Polens, Rumäniens und Litauens erreichen. Die Reichweite läge mit Satellitenunterstützung bei circa 500 Kilometern.
Dem ISW lägen Berichte über den Einsatz von mit Starlink ausgestatteten Shahed-Langstrecken-Kampfdrohnen ab September 2024 und über die Ausrüstung von Molniya-Kampfdrohnen mit Starlink-Systemen durch Rubikon ab Dezember 2025 vor. Das US-Institut geht weiterhin davon aus, dass russische Mittelstreckenangriffe, insbesondere jene der Rubikon-Einheiten, die Schwächen der ukrainischen Luftverteidigungssysteme ausnutzen.
Auf X schreiben die Autoren: „Die Bedrohung durch russische Mittelstreckenangriffe unterstreicht den dringenden Bedarf der Ukraine an Nahbereichs-Luftverteidigungssystemen zur Drohnenabwehr, da Systeme der elektronischen Kampfführung wahrscheinlich nicht ausreichen, um die kritische Infrastruktur der Ukraine vor einer derart flächendeckenden Bedrohung zu schützen.“
Sikorski pöbelt, Musk schlägt zurück
Der Bericht erzürnte Polens Vizeregierungschef Außenminister Radoslaw Sikorski (ja, genau der, der die Nord-Stream-Sprengung mit „Thank you, USA!“ bejubelte) offenbar so sehr, dass er sich gleich an seinen Rechner setzte und eine wilde Suada gegen SpaceX-Boss Elon Musk in seine Tastatur hämmerte.
Auf der Plattform X pöbelte der Pole:
„Hey, du Großer, @elonmusk, warum hinderst du die Russen nicht daran, Starlinks zu nutzen, um ukrainische Städte anzugreifen? Mit Kriegsverbrechen Geld zu verdienen, könnte deinem Image schaden.“
Das wollte der Tech-Unternehmer nicht auf sich sitzen lassen und reagierte scharf auf die Vorwürfe Sikorskis. Musks Replik:
„Dieser sabbernde Idiot begreift nicht einmal, dass Starlink das Rückgrat der militärischen Kommunikation der Ukraine ist.“
In einem weiteren Post bestritt Musk die Angaben aus dem ISW-Bericht, die Sikorski kolportiert hatte: „Hinweis: Starlink-Terminals können für die Kommunikation kritischer Infrastruktur wie Verteidigungseinrichtungen, Schulen, Krankenhäusern, für private Zwecke usw. genutzt werden, aber die Nutzungsbedingungen erlauben keinen offensiven militärischen Einsatz, da es sich um ein ziviles kommerzielles System handelt.“
„Sei still, du kleiner Mann“
Elon Musk und Radoslaw Sikorski werden in diesem Leben sicherlich keine Freunde mehr. Der reichste Mann der Welt und der polnische Pöbel-Minister waren schon in der Vergangenheit mehrfach wegen Starlink aneinandergeraten.
Im Oktober 2025 warnte Musk auf X: „Mein Starlink-System ist das Rückgrat der ukrainischen Armee. Ihre gesamte Frontlinie würde zusammenbrechen, wenn ich es abschalten würde.“ Sikorski antwortete damals: „Sollte sich SpaceX als unzuverlässiger Anbieter erweisen, werden wir [Polen] gezwungen sein, uns nach anderen Lieferanten umzusehen.“
Der polnische Außenminister merkte an, dass Polen jährlich 50 Millionen Dollar für den ukrainischen Starlink-Dienst zahle. Daraufhin Musk:
„Sei still, du kleiner Mann. Du zahlst nur einen Bruchteil der Kosten. Und es gibt keinen Ersatz für Starlink.“
Auch US-Außenminister Marco Rubio meldete sich zu Wort und sagte: „Niemand hat gedroht, die Ukraine von Starlink abzuschneiden“, und kritisierte Sikorski für die Verbreitung von Fehlinformationen. Rubio fügte hinzu, dass ohne Starlink „die Ukraine diesen Krieg längst verloren hätte und die Russen jetzt an der Grenze zu Polen stünden“.
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