Entzündungen sind kein Randphänomen – sie sind der stille Motor vieler chronischer Erkrankungen. Wer dauerhaft erschöpft ist, unter Gelenkproblemen leidet oder immer wieder Infekte bekommt, hat oft kein „Altersproblem“, sondern ein entzündetes System. Rund 1,5 Milliarden Menschen weltweit sind betroffen – meist ohne klare Diagnose. Wer Entzündungen nur mit Schmerzmitteln überdeckt, bekämpft Symptome. Wer sie versteht, kann das Immunsystem gezielt entlasten.

    Zugegeben, es ist ein echter Zungenbrecher: Astaxanthin. Der Name leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet sinngemäß „gelblicher Hummer“. Gemeint ist ein rötlich-violetter Farbstoff, der vor allem von Mikroalgen produziert wird. Krebstiere, die diese Algen fressen, bekommen davon ihre rötliche Färbung – und auch Lachse verdanken ihr Rot genau diesem Stoff.

    Astaxanthin gehört zur Gruppe der Carotinoide – jenen Pflanzenstoffen, die vielen Obst- und Gemüsesorten ihre kräftigen Farben verleihen. Uns interessiert dabei das Astaxanthin, das aus der Alge Haematococcus pluvialis gewonnen wird – auch Blutregenalge genannt. Unter Stress bildet diese Alge Astaxanthin als Schutzschild: gegen UV-Strahlung, Trockenheit, Hitze – aber auch gegen plötzliche Kälte. Wenn solche Algen massenhaft auftreten und das Wasser rötlich färben, spricht man vom „Blutregen“.

    Inzwischen gibt es zahlreiche Studien zu Astaxanthin. Was lange nur aus Labor- oder Tierstudien bekannt war, konnte in mehreren Untersuchungen auch beim Menschen bestätigt werden.

    Zwar gibt es bei pflanzlichen Nahrungsergänzern oft keine einheitlichen Verzehrempfehlungen, doch in Studien wurden häufig 6 bis 12 mg pro Tag eingesetzt. Viele Erfahrungsberichte und Untersuchungen zeigen: Zu niedrige Dosierungen (z. B. 4 mg) bleiben bei vielen Menschen hinter den Erwartungen zurück.

    Hilfe in Extremsituationen – und was das mit uns zu tun hat

    Algen leben oft in Tümpeln oder Gewässern, die plötzlich austrocknen oder zufrieren. Wenn diese Situation kippt, geht es ums Überleben. Dann wird auf „Notprogramm“ umgestellt: Photosynthese wird heruntergefahren – und Astaxanthin wird auf Hochtouren produziert.

    Mit diesem Energiespeicher gelingt das Überleben über viele Monate – ohne Wasser, ohne Nahrung, unter extremen Bedingungen.

    Dieser Mechanismus ist auch für uns interessant. Denn Astaxanthin ist nicht „nur“ ein Farbstoff, sondern ein sehr starkes Antioxidans – und damit ein potenter Schutz gegen oxidativen Stress, der häufig mit Entzündungsprozessen verbunden ist.

    Astaxanthin kann beispielsweise die Blut-Hirn-Schranke überwinden und Gehirn sowie Nerven direkt vor freien Radikalen und entzündlichen Reizen schützen.

    Es kann zudem die Blut-Retina-Schranke überwinden und in der Netzhaut antioxidativ wirken – und es entfaltet seine Schutzwirkung im gesamten Körper: in Organen, Geweben, Gelenken und auch in der Haut.

    Oxidativer Stress: Wenn freie Radikale das Immunsystem dauernd reizen

    Freie Radikale sind nicht grundsätzlich „böse“ – der Körper nutzt sie u. a. zur Abwehr. Problematisch wird es, wenn unsere Lebensweise für einen Überschuss sorgt: Stress, Schlafmangel, Umweltbelastungen, falsche Ernährung, Rauchen, zu wenig Bewegung. Dann kippt das Gleichgewicht: Zellen geraten unter oxidativen Stress, es entstehen Kettenreaktionen – und genau dabei werden Entzündungsprozesse angefeuert.

    Jede Entzündung – eigentlich ein sinnvoller Reparaturmechanismus – wird durch freie Radikale begleitet und verstärkt. Gelingt es, den oxidativen Stress zu reduzieren, kann sich auch die Entzündungsreaktion abschwächen. Genau hier kommen Antioxidantien ins Spiel: Sie helfen, die Zellen zu schützen, Entzündungsreize zu dämpfen und das Immunsystem zu entlasten.

    Den Überschuss an freien Radikalen mit starken Antioxidantien zu bekämpfen, ist Teil aktiver Gesundheitsvorsorge – über die normale Ernährung nehmen viele davon zu wenig auf.

    Daher greifen viele Menschen ergänzend zu Nahrungsergänzern. Astaxanthin gilt dabei als besonders stark: Als Antioxidans wird es in verschiedenen Vergleichen deutlich höher eingestuft als Vitamin E oder Beta-Carotin.

    Warum Astaxanthin das Immunsystem unterstützt

    Der entscheidende Punkt ist: Chronische Entzündungen sind oft nicht „akut sichtbar“, sondern laufen unterschwellig. Diese „stillen Entzündungen“ belasten das Immunsystem dauerhaft. Es befindet sich gewissermaßen im Daueralarm – mit Folgen für Energiehaushalt, Regeneration und langfristige Gesundheit.

    Astaxanthin wird im Zusammenhang mit entzündlichen Prozessen vor allem deshalb diskutiert, weil es mehrere Entzündungsbotenstoffe gleichzeitig beeinflussen kann. Genau das unterscheidet es von vielen synthetischen Entzündungshemmern, die oft nur an einem Zielmolekül ansetzen.

    Studien zeigen, dass Astaxanthin bei chronisch entzündlichen Beschwerden (z. B. Arthritis, Tennisarm oder Darmentzündungen) Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern kann – bei guter Verträglichkeit.

    In Untersuchungen wurden häufig 12 mg täglich eingesetzt. Erste Effekte zeigten sich teils nach mehreren Wochen, spürbare Verbesserungen oft nach rund zwei Monaten.

    Q10 und Astaxanthin – das Dreamteam für Zellschutz

    Während Astaxanthin die Zellen besonders stark gegen oxidativen Stress von außen schützt, sorgt Q10 dafür, dass die Zellen von innen „laufen“. Denn ohne Q10 funktioniert die Energieproduktion in den Mitochondrien nicht zuverlässig.

    Unser Körper kann Q10 selbst herstellen – aber diese Fähigkeit nimmt mit dem Alter ab. Bis zum 20. Lebensjahr läuft die Produktion meist auf vollen Touren, mit 40 kann sie bereits deutlich sinken.

    Experten sprechen dann davon, dass Coenzym Q10 „essentiell“ wird – weil der Körper es nicht mehr ausreichend selbst produzieren kann.

    Q10 lässt sich über die Nahrung zuführen – oder über geeignete Präparate. Tritt ein Q10-Mangel auf, altern Zellen schneller, Regeneration wird schwächer, und freie Radikale können leichter Schaden anrichten. Genau deshalb ergänzen sich Q10 und Astaxanthin sinnvoll: Energie von innen, Schutz von außen.

    Dass Q10 sowohl in der Herzgesundheit als auch im Bereich Energie/Leistung eine Rolle spielt, hatten wir bereits hier ausführlich erläutert.

    OPC als dritter Baustein: Schutz für Gefäße und Zellversorgung

    Ein dritter Stoff wird häufig als Ergänzung empfohlen: OPC aus Traubenkernextrakt.

    OPC kann nicht nur antioxidativ wirken, sondern auch Faserproteine wie Kollagen und Elastin unterstützen – wichtig für Bindegewebe und Gefäßstruktur.

    Das wiederum verbessert die Mikroversorgung im Gewebe: Nährstoffe und Sauerstoff gelangen besser dorthin, wo Reparatur und Regeneration stattfinden. Ausführlicher zu OPC gibt es hier zu lesen.

    Unsere moderne Lebensweise: Entzündungsfördernd – aber beeinflussbar

    Viele Entzündungsprozesse entstehen nicht „über Nacht“. Sie kommen schleichend. Und sie werden durch Faktoren verstärkt, die wir oft unterschätzen: Dauerstress, zu wenig Schlaf, zu wenig Bewegung, vitalstoffarme Ernährung.

    Stress, der zum Dauerstress wird, erhöht den Cortisolspiegel – und steigert zugleich den Verbrauch wichtiger Mineralstoffe, insbesondere von Magnesium. Ein Mangel kann das gesamte System zusätzlich destabilisieren.

    Fehlt Magnesium, funktionieren viele Stoffwechselprozesse schlechter. Unter anderem wird Vitamin D schlechter aktiviert. Zudem beeinflusst Magnesium den Kalziumhaushalt – wichtig für Muskeln und Knochen.

    Gerade bei Stress kann auch Ashwagandha unterstützen. Dass Ashwagandha weit mehr kann, steht hier.

    Zusammenfassung

    Entzündungen sind zunächst eine sinnvolle Immunreaktion – doch wenn sie chronisch werden, ist das ein Warnsignal.

    Werden Entzündungen dauerhaft, sollten die Alarmglocken schellen. Denn dann drohen langfristige Schäden – und ernsthafte Erkrankungen können begünstigt werden.

    Eine zentrale Ursache chronischer Entzündungen ist oxidativer Stress: ein Überschuss an freien Radikalen, der Kettenreaktionen auslöst. Häufig kommt ein Q10-Mangel hinzu, der Zellen zusätzlich anfällig macht.

    Während die Schulmedizin häufig Symptome dämpft, setzen starke Antioxidantien wie Astaxanthin und OPC bei den Ursachen an: Sie helfen, freie Radikale zu reduzieren, Entzündungsreize zu dämpfen und das Immunsystem zu entlasten.


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