Am Mittag demonstrierten die Schüler, am Abend Friedensinitiativen – die sächsische Landeshauptstadt war bei den Protesten gegen die Wehrpflicht wieder ganz vorne dabei. Warum es auch weiter Massenproteste braucht, greifen wir in unserer Ausgabe „Der Totengräber. Wie Merz Deutschland das Grab schaufelt“ auf und liefern alle Hintergründe zur Debatte zur Wiedereinführung der Wehrpflicht auf. Hier mehr erfahren.

    Bis zu 2000 Schüler gingen am Freitagmittag im Rahmen des bundesweiten Aktionstages gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Dresden auf die Straße. Zwar waren diverse Fahnen linksgerichteter Jugendorganisationen zu sehen, doch der Protest war breiter aufgestellt – viele junge Menschen trieb die Sorge an, für einen Krieg, der nicht im deutschen Interesse ist, verheizt zu werden. Von der Musterungspflicht über den Zwangswehrdienst bis zum Marschbefehl an die Ostfront ist es, so dämmert nicht wenigen Betroffenen, kein allzu weiter Weg mehr. Die Kriegspropaganda der Regierung läuft schließlich ununterbrochen weiter.

    Statt sich am grünen Klima-Irrsinn abzuarbeiten und Weltuntergangsszenarien hinterher zu eilen, stehen Jugendliche endlich gegen ein reales Problem auf, das nicht nur ihre körperliche Unversehrtheit bedroht, sondern die Zukunft des ganzen Landes. Die Einführung der Wehrpflicht durch einen nicht-souveränen Staat kommt dem Verheizen der eigenen Bürger gleich. Trotz allen patriotischen Floskeln, die derzeit ausgerechnet von denjenigen propagiert werden, die in der Vergangenheit wenig mit unserem Land anfangen konnten.

    Rege Beteiligung: Dresdens Schüler streikten am Freitag gegen die Wehrpflicht. Foto: privat

    Abendlicher Protestzug mit hunderten Bürgern

    Nach den Schülerprotesten folgten die – mehrheitlich – Erwachsenen, die am Freitagabend in einem langen Demonstrationszug durch die Dresdner Altstadt zogen. Mit Botschaften wie „Unsere Kinder kriegt Ihr nicht: Nein zur Wehrpflicht!“ wurde auch hier unmissverständlich deutlich gemacht, dass die Kriegsmobilisierung der Regierung und ihrer Eliten auf Widerstand stößt. Sicherlich, teilnehmermäßig ist bei einem solch aktuellen Thema noch viel Potenzial nach oben, doch die breiten Proteste lassen hoffen, der Anfang ist gemacht. Und für Anfang 2026 laufen die Vorbereitungen zum nächsten bundesweiten Aktionstag gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht bereits auf Hochtouren. Dann bleibt zu hoffen, dass auch andere Städte dem Dresdner Beispiel folgen, denn um den Wahnsinn zu stoppen, braucht es den Druck von alt und jung. Gemeinsam.

    Die Regierung will unsere Kinder verheizen, doch wir werden nicht tatenlos zusehen – es braucht jetzt breiten Widerstand dagegen. In unserer COMPACT-Ausgabe „Der Totengräber. Wie Merz Deutschland das Grab schaufelt“ liefern wir alle Hintergründe zur Debatte. Perfekt auch, wenn Sie sich noch keine abschließende Meinung gebildet haben. Jetzt das Heft bestellen!

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