Am Nelson-Mandela-Platz beim Nürnberger Hauptbahnhof haben Männer aus Syrien, Pakistan und Nordafrika mehrere minderjährige Mädchen mit Drogen in die Abhängigkeit getrieben und zur Prostitution gezwungen. Das jüngste bekannte Opfer ist erst 13 Jahre jung. In unserem COMPACT-Spezial „Mädchen. Messer. Morde.“ haben wir eine verheerende Bilanz der Einwanderungspolitik aus den letzten zehn Jahren gezogen. Hier mehr erfahren.
Am Nürnberger Nelson-Mandela-Platz, seit Jahren bekannt als Drogen-Hotspot hinter dem Hauptbahnhof, wiederholt sich offenbar ein Horror, der bislang vor allem britische Städte wie Rotherham und Rochdale erschütterte.
Erst Geschenke, dann Crystal Meth
Mindestens zehn Tatverdächtige hat die Polizei bislang identifiziert: Männer aus Syrien, Pakistan und Nordafrika, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen waren. Ihr Treffpunkt: der Nelson-Mandela-Platz und der angrenzende Celtispark, seit Jahren Umschlagplätze für Drogen. Nach der Cannabis-Teillegalisierung hat sich das Gebiet südlich des Hauptbahnhofs zum Hotspot auch für harte Drogen entwickelt.
Ausländische Männer umwerben gezielt junge Mädchen aus prekären Verhältnissen, zunächst mit Geschenken wie Kleidung und Kosmetika, dann mit harten Drogen wie Crystal Meth. Am Ende erhalten die Abhängigen die Drogen nur noch gegen Sex. Das Nürnberger Jugendamt nennt die Dimension der Fälle «neu». Die Polizei hat am 18. Mai die Ermittlungskommission «EKO Kajal» eingerichtet und prüft neben Haftbefehlen auch «aufenthaltsbeendende Maßnahmen» gegen die Tatverdächtigen.
«Männer, die sich gezielt Opfer suchen, die sie ausbeuten können. Es geht immer um Machtmissbrauch, und da ist die Verabreichung von Drogen oft ein wirksames Mittel», sagt Daniela Dahm, Geschäftsführerin der Drogenhilfe Lilith.
Täter noch frei
Gegen vier Tatverdächtige laufen bereits Verfahren wegen Drogenhandels an Minderjährige sowie Sexualdelikten. Ein 23-Jähriger befindet sich in Untersuchungshaft, zwei Männer sind auf der Flucht und werden per Haftbefehl gesucht. Gegen einen 18-Jährigen wird ebenfalls ermittelt. Andreas Gramlich, Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken, bestätigt den Verdacht auf Vergewaltigung:
«Es besteht der Verdacht, dass sich in diesem Zusammenhang auch sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen zugetragen haben.»
Die Taten ereigneten sich überwiegend in Privatwohnungen, der Mandela-Platz diente als Treffpunkt. «Teils sind die Geschädigten wohl freiwillig in die Wohnungen mitgegangen», so Gramlich, eine klar organisierte Struktur auf Täterseite erkennt die Polizei bislang noch nicht, betont aber Verbindungen zwischen einigen Beteiligten.
Systemversagen
Das Nürnberger Jugendamt schlägt Alarm: «Problemlagen an den großen Bahnhöfen gibt es überall in Deutschland, das ist kein Nürnberg-Spezifikum», sagt der stellvertretende Leiter Frank Schmidt. Dass junge Mädchen ihren Körper aber so offen im Tausch gegen Drogen anbieten, sei jedoch neu:
«Das mag es in der Vergangenheit im Dunkelfeld schon gegeben haben — aber nicht so.»
Zwei Betroffene wurden bereits in Einrichtungen außerhalb Bayerns gebracht. Schmidt mahnt zudem ein strukturelles Defizit an: «Wir haben ein Versorgungsdefizit bei riskant konsumierenden Jugendlichen. Die Wartelisten sind zu lang, die Angebote zu wenig.»
Daniela Dahm warnt: «Junge Mädchen sind eine ganz vulnerable Gruppe, weil sie empfänglich für alle Einflüsse von außen sind und kein realistisches Risikobewusstsein haben.»
Die etablierten Parteien haben diesen Zuständen, die wir jetzt mitten in Deutschland erleben, den Nährboden bereitet. In unserem neuen COMPACT-Spezial „Mädchen. Messer. Morde.“ haben wir diese Gewalt analysiert und eine verheerende Bilanz der letzten zehn Jahre gezogen. Hier bestellen!





