Optimismus auf Parteitagsbefehl. In Stuttgart inszeniert sich die Union als Zukunftspartei mit Führungsanspruch. Während der Applaus der Unions-Jubelperser den Kanzler durch die Arena trägt, ringt draußen eine Industrie mit massenhaftem Stellenabbau. Warum der Kanzler absolut untauglich ist, zeigen wir in unserer COMPACT-Ausgabe „Der Totengräber“. So geht es nicht mehr weiter. Hier mehr erfahren.
Auf dem heutigen CDU-Parteitag liegt die Mischung aus kaltem Filterkaffee, schlecht sitzender Krawatten und jener geklonten Funktionärssteife in der Luft, die selbst junge Delegierte aussehen lässt, als hätten sie bereits drei Legislaturperioden im Finanzausschuss hinter sich. Hinter langen Tischreihen wird in Antragsmappen geblättert, mit ernster Miene genickt und so konzentriert protokolliert, als ginge es um die Änderung einer Friedhofssatzung.
Als Friedrich Merz schließlich ans Pult tritt und ruft: „Wir sind die Partei der Optimisten“, hebt sich der Applaus diszipliniert und pflichtbewusst. Stolz ruft er den Parteigenossen zu: „Wir sind die Zukunftspartei. Wir sind die Macherpartei. Wir sind die Partei der Zuversicht für Deutschland.“
Möchtegern-Führer und Schicksalsgemeinschaft
In der Außen- und Sicherheitspolitik wählt der Kanzler eine noch dramatischere Sprache. „Die Bedrohung unserer Freiheit, sie ist mit Händen zu greifen“, warnt er und zeichnet ein Bild wachsender Gefahren. Mit einer weiteren Zuspitzung beschreibt er die weltpolitische Lage als Zwischenzustand: „Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden.“
Zur Ukraine bekennt sich Merz eindeutig: „Wir stehen an der Seite des ukrainischen Volkes, ohne Wenn und Aber.“ Besonders klar wird er in der Abgrenzung gegenüber pazifistischen Positionen:
„Wer heute einen naiven Pazifismus verfolgt, der fördert die Kriege von morgen.“
Mit Blick auf die internationale Rolle Europas ergänzt er: „Wir müssen unser Schicksal selbst in die Hand nehmen.“
Auch wirtschaftspolitisch bleibt der Kanzler bei großen Linien. Er spricht von Wettbewerbsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und einem notwendigen Mentalitätswandel. Bereits im Vorfeld hatte er einen „Mentalitätswechsel“ gefordert und damit signalisiert, dass es ihm nicht nur um Detailkorrekturen geht, sondern um eine neue Haltung im Land. Auf dem Parteitag verbindet er diesen Anspruch mit der Selbstbeschreibung als „Macherpartei“.
In unserer COMPACT-Ausgabe „Der Totengräber“ zerlegen wir Merz‘ Unfähigkeit bis ins Letzte: Von gebrochenen Versprechen bis hin zu seiner Totalrückzugshaltung. Lesen Sie nach, warum dieser Kanzler das Land in den Abgrund führt – und wie Alternativen aussehen könnten. Hier gleich bestellen.





