Widerständige Bürger: Bargeld und Gold so populär wie nie zuvor

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Freiheitsliebende Bürger sind wirklich eine Plage: Da will der Staat das Bargeld abschaffen, die Banken jeden Sparer mit Negativzinsen belasten, – aber die bösen Bürger wagen Widerstand, indem sie ihr Geld vom Konto nehmen, im eigenen Wohnraum horten oder gar Gold kaufen. How dare you, Untertan?

Die Bürger, so vertraute FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler der Bild-Zeitung an, hätten Angst vor Enteignung durch Negativzinsen, nähmen ihr Geld vom Konto, horteten es im eigenen Wohnraum. Ohne wirkliche Zinswende, warnt Schäffler, sei dies erst der Anfang. Er zieht damit das Fazit aus einem Bericht des Bundesfinanzministeriums, der sich wiederum auf eine Auskunft der Deutschen Bundesbank stützt: Insgesamt horten Deutsche ganze 234,8 Milliarden Euro im trauten Heim. Damit sind laut Bild die Sparstrümpfe mehr als doppelt so prall gefüllt wie vor zehn Jahren. Damals lag die Gesamtsumme noch bei gut 101,9 Milliarden Euro.

Aber aufgrund von Inflation, Negativzins und drohender Altersarmut scheint selbst das Bargeld nicht mehr vertrauenswürdig. Gold hingegen gilt als sichere Anlage; der Kauf des Edelmetalls wird immer populärer. Laut einer Studie der Steinbeis-Hochschule befinden sich  8.918 Tonnen Gold in den Händen deutscher Privatbürger. Ein absoluter Rekord. Wie Focus Money Online berichtet, hat der Internationale Währungsfonds (IWF) bereits Lunte gerochen. Laut der „Diskussionspapiere“ des Volkswirts Johannes Wiegand gilt Goldkauf dem IWF als Krisenbeschleuniger. Deshalb fürchtet Ökonom Daniel Stelter fiese Konsequenzen: „Wenn man Gold als so kritisch sieht, dürfte es auch nicht schwer sein, den privaten Besitz einzuschränken. Wäre nicht das erste Mal in der Geschichte.“ Wer Bargeld verbieten wolle, werde auch bei Gold nicht zögern. Denn Gold ist ein Zahlungsmittel.

Auch in Deutschland deutet einiges auf ein kommendes Goldverbot: Ab 2020 liegt die Grenze des anonymen Goldkaufs nicht mehr bei 9999,99 Euro in bar, sondern nur noch bei 2000 Euro! Der Bundesrat fordert sogar eine Ausweispflicht ab 1000 Euro. Klar, nur zum Besten der Untertanen, um die Hortung von Schwarzgeld zu unterbinden.

Aber diese Grenzsenkung könnte sich bald von selbst erledigt haben. Denn ist erst das Bargeld eingedämmt oder gar abgeschafft, läuft stattdessen jeder Kauf über Kartenzahlung, wird auch keine anonyme Anlage in Edelmetallen (wie Gold oder Silber) mehr möglich sein. Auch dies dürfte ein Grund sein, weshalb zahlreiche Mainstream-Medien unermüdlich Propaganda für Kartenzahlung machen.

So beklagte Claus Kleber, Hardcore-Propagandist des ZDF, den Rückstand der Deutschen beim bargeldlosen Bezahlen (COMPACT berichtete). Da sei man nicht nur in Schweden weiter. Nein, „zahlen mit dem Handy ist in Kenia und in manchen Gegenden von Indien gang und gäbe. Sowas gibt’s bei uns bisher noch nicht. Entwicklungsländer halt“. Soll heißen: Sogar arme Länder seien „weiter“ als Deutschland. Dass besagte Staaten beim bargeldlosen Bezahlen „weiter“ sind, hat einen traurigen Grund: Die Regierungen von Entwicklungsländern lassen sich meist leichter „überreden“, entsprechende Maßnahmen einzuleiten. VISA-Card hingegen möchte Restaurants belohnen, die Bargeld ablehnen (COMPACT berichtete). Da kommt garantiert noch mehr…

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11 Kommentare

  1. Avatar

    Der Goldpreis ist schon seit Jahren durch Horter u. Spekulanten so überhöht,daß jeder,der jetzt noch einsteigt,sein Geld niemals im Fall einer Krise wiederbekommen wird.Da wird der Goldpreis nämlich gewaltig fallen,da niemand mehr den jetzigen Wahwitzpreis zahlen können wird.Pech gehabt.

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    Hm,hätte Ich fast vergessen.Zusammen mit der Enteignung der Enteigner ,Währungsreform u. Verstaatlichung von Grund u.Boden muß natürlich auch der Besitz von Gold ab 100 g. bei Todesstrafe verboten werden. Prinzip: "Verliere dein Gold oder deinen Kopf".

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      Hallo, Sokrates,
      so einen Dünnsch…. kann nur einer schreiben,
      der nichts besitzt und wahrscheinlich auch
      nichts hat, ausser ein grün-rot ideologisch
      (es lebe der Sozialismus, dann sind wir
      alle gleich) verblendetes Gehirn.

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    Anonymer Goldkäufer am

    Schon wegen der Überschuldung der Eurostaaten habe ich im Bewußtsein dessen, daß ein Crash wie 1923 (Hyperinflation) oder 1929 (Wirtschaftszusammenbruch) seit 2016 alle 2-3 Monate überschüssiges Geld abgehoben und in Gold (Barren 1 Unze bis 250g und Münzen) investiert, selbstverständlich anonym gekauft und sicher im eigenen Zugriff gehalten. Denn bei Nullzinsen und langfristig steigenden Goldpreisen eine Lebensversicherung für die Krise. Auf den US-Dollar würde ich nicht setzen (ebenfalls hochverschuldet) und auch die Schweiz und Norwegen haben strukturell ähnliche Probleme wie Deutschland und sind zudem zu eng an die EU gekoppelt, jede Krise schwappt auch dorthin. Zudem: Selbst wenn die Krise erst in 20 Jahren kommt verliert mein Gold ja nicht an Wert.

    Daß das Regime jetzt den anonymen Golderwerb massiv angreift, zeigt mir, daß sie an mein und unser Geld (Gold) kommen möchten und wenn im nächsten Jahr die Bargrenze auf 2000 Euro gesenkt wird, werde ich auf Goldmünzen zu 1 Unze (31,1g) statt Barren setzen (Wert etwa 1400€) und dafür öfter kaufen.

    Wenn eine 1000-Euro-Registrierungsgrenze eingeführt werden soll wie es sie jetzt schon in Portugal gibt wird es Zeit, die Goldkäufe ins Ausland zu verlagern und zwar dorthin, wo dies noch anonym möglich ist!

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      Anonymer Goldkäufer am

      investiert: 112000, Kurswert derzeit: 128000

      Das Gute an Gold ist seine hohe physikalische Dichte von 19,3g/cm³ (fast doppelt so schwer wie Blei) und seine hohe Wertdichte von ca. 860€/cm³ und ein cm³ läßt sich immer gut verstecken, wenn man mal auf dem Landweg eine Grenze überschreiten muß, jedenfalls im Auto oder Bus oder Zug, im Zweifelsfall am Körper. Auf dem Luftweg könnte es bei den Durchleuchtungen am Flughafen hingegen schwer werden.

      Und für den Zusammenbruch ist es auch wichtig, eine begrenzte Menge in kleineren Einheiten zu haben, also Gold in 1/10-Unze-Münzen oder Silbermünzen, jedoch nicht zu viel, denn bei kleinen Stückelungen Gold wächst die Händlermarge erheblich und Silber ist nicht steuerfrei und Silber ist wesentlich schwerer vor dem Zoll bei der Ein- oder Ausreise zu verstecken.

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      mein ""Gold"" habe ich im Keller eingelagert.Alles Büchsen Lebensmittel mit langer Haltbarkeit ,denn Gold nützt mir absolut nichts.Und warum,Gold kann man nicht essen,aber du kannst dann bei mir dein Gold gegen Lebensmittel ""eintauschen"".Den Preis bestimme ich aber dann,denke immer daran HUNGER TUT WEH—Haben das nach 1945 schon einmal durchgeführt,,die Bauern waren da die Gewinner oder etwa nicht…???!!!!

  4. Avatar

    Der eigentliche Skandal ist, daß der Staat sich aufgrund der Nullzinspolitik in den letzten Jahren um bis zu 460 Milliarden Euro zu Lasten des Sparers bereichert hat und nur so die Schwarze Null im Haushalt erreicht hat.

    Das was dem Sparer an Zinsen genommen wurde, braucht der Staat bei der Kreditaufnahme weniger an Zinsen zu zahlen.

    Letztendlich ist das eine verdeckte Steuerbelastung und Enteignung der Sparer durch die Hintertür.

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    Heinrich Wilhelm am

    "Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
    Halt du sie dumm, – ich halt‘ sie arm!
    Sei wachsam…"
    Reinhard Mey, 1996

    Nein, kein "Rechter". Aber diese Aussage stimmt.

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