Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke bekommt beim Podcast Ben Ungeskriptet viereinhalb Stunden unzensierte Redezeit. Das Marathon-Gespräch geht viral und kratzt auf Youtube an der Vier-Millionen-Marke. Die ehemalige SPD-Vorsitzende Saskia Esken will dem Format nun den Werbegeldhahn abzudrehen. Für Patrioten gibt es den Höcke-Taler aus feinstem Silber. Sie haben das gute Stück noch nicht? Hier mehr erfahren.

    Drei Millionen Aufrufe in vier Tagen! Das Gespräch zwischen Podcast-Host Ben Berndt und Björn Höcke schlug ein wie eine Bombe, mehr Reichweite als die meisten Mainstreammedien in Wochen. Podcasts wie Ben Ungeskriptet finanzieren sich über Werbeeinnahmen: Unternehmen buchen Plätze, die direkt im Format eingespielt werden. Diese Einkommensquelle will Saskia Esken jetzt stoppen. In einem Instagram-Video vom Mittwoch forderte die SPD-Politikerin Firmen auf, ihre Werbebuchungen zu stornieren:

    «Faschisten wie Björn Höcke vier Stunden lang eine Bühne zu bieten, ungeskripted und unwidersprochen — damit kann man im Netz in kurzer Zeit Millionen von Aufrufen und ziemlich gute Werbeeinnahmen machen.»

    Weiter poltert sie: Unternehmen, deren Werbung in dem Podcast ausgespielt werde, «sollten mal schauen, wie sich das abstellen lässt». Ihr Rat: «Blacklisting [Kanäle auf schwarze Liste setzen] hilft.» Inhaltlich setzte sie sich mit dem Gespräch nicht auseinander.

    Ben Berndt: Schweiz der Podcasts

    Benjamin Berndt, aufgewachsen in Hagen, ist Unternehmer, führt nebenbei ein E-Commerce-Unternehmen mit 14 Mitarbeitern und startete seinen Podcast im Mai 2022, ohne Sender, Gebühren oder Redaktion im Rücken. Das Konzept ist für die deutsche Medienlandschaft schlicht revolutionär: keine Schnitte und keine vorformulierten Fragen. Politische Vorverurteilung kommt für ihn nicht infrage:

    «Mir ist egal, ob jemand links oder rechts steht.»

    Und weiter: «Ich möchte verstehen, was ich von diesem Menschen lernen kann.» Die Gästeliste spiegelt das wider: Linken-Politiker Jan van Aken, BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht, Linken-Urgestein Gregor Gysi und der frühere FDP-Vorsitzende Christian Lindner saßen ebenso am Tisch wie Bordellbetreiber Bert Wollersheim, ein Hells-Angels-Mitglied oder sogar ein Salafist. Diese Vielfalt macht das Format zur Bedrohung für jene, die den Zugang zur Öffentlichkeit bisher kontrollierten.

    Die Mär von der NS-Rhetorik

    Stattdessen zog Esken eine Linie von Höcke zu Alexander Eichwald, jenem kurzzeitigen AfD-Mitglied, das auf dem Gründungstreffen der Parteijugend Generation Deutschland mit einer schrägen Rede im NS-Habitus aufgefallen war und inzwischen aus der Partei ausgeschlossen ist.

    Höcke dagegen müsse keinen Parteiausschluss befürchten, so Esken weiter, «selbst wenn er die NS-Rhetorik wortwörtlich im Munde führt». Sie verwies auf seine Verurteilung wegen der angeblichen SA-Parole «*lles für Deutschland» sowie darauf, dass er der AfD-Jugend das Leitmotiv der Hitlerjugend empfohlen habe. Firmen müssten es nicht ertragen, wenn «ein Faschist» unwidersprochen vom «Mord am deutschen Volk fabulieren» dürfe und das durch den eigenen Werbeetat finanziert werde.

    Brisant: Eichwald, 30 Jahre alt, Politikwissenschaftler und Russlanddeutscher, trat früher als Musiker unter dem Pseudonym «Alex Oak» auf, hat einen Eintrag bei der Schauspieldatenbank IMDb und soll laut kursierenden Berichten Praktika bei Grünen und SPD absolviert haben.

    Kollektive Hyperventilation

    Esken steht mit ihrer Empörung nicht allein. Der Spiegel klagte, Höcke habe «stundenlang seine radikalen Ansichten vortragen» dürfen «ohne kritische Nachfragen». Kabarettist Florian Schroeder, langjähriger ÖRR-Autor, rechnete auf Youtube mit dem Format ab: «Hofberichterstattung und Speichelleckerei von Autokraten.»

    Berndts Gesprächsführung nannte er «Harmlosigkeit als Strategie», ein Vorwurf, den Millionen Zuschauer offenbar anders sehen. Bemerkenswert: Der Vorwurf der Systemmedien ist nicht eine konkrete Aussage Höckes, sondern dass ein offiziell geächteter Politiker überhaupt länger reden darf.

    Wieder einmal wird Björn Höcke von Linken attackiert. Solidarität ist geboten, daher haben wir den Höcke-Taler aus feinstem Silber aufgelegt. Eine Ehrung für den Thüringer Patrioten und zugleich ein Schmuckstück für jede Sammlung. Jetzt bestellen!

     

     

     

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