Man kann es kaum glauben: Mehr als eine halbe Milliarde Euro drehen allein drauf für fest angestellte WDR-Mitarbeiter und deren Altersversorgung! Der Sender lässt sich seinen gewaltigen Personalapparat also Unsummen kosten. Julia Ruhs ist eine der wenigen Mainstream-Journalisten, die sich traut, auch solche Zahlen anzusprechen. Ihr Buch „Links-grüne Meinungsmacht“ verdient Verbreitung. Hier mehr erfahren.

    Wie aus dem veröffentlichten Jahresabschluss für 2025 hervorgeht, beliefen sich die entsprechenden Aufwendungen für das WDR-Personal auf rund 545 Millionen Euro. Damit entfiel etwa ein Drittel der gesamten Ausgaben des öffentlich-rechtlichen Senders auf Gehälter und Pensionsverpflichtungen. Angesichts solcher Summen darf die Frage erlaubt sein, ob die Kostenstrukturen noch in einem angemessenen Verhältnis zum öffentlich-rechtlichen Auftrag stehen.

    Insgesamt nahm der WDR im Geschäftsjahr rund 1,6 Milliarden Euro ein. Dem standen Aufwendungen von etwa 1,5 Milliarden Euro gegenüber. Unter dem Strich blieb ein positives Ergebnis von 54,5 Millionen Euro. Die wichtigste Einnahmequelle waren erneut die Rundfunkbeiträge: Sie spülten rund 1,2 Milliarden Euro in die Kassen.

    WDR-Wasserkopf

    Ein Blick auf die Personalstruktur macht die Dimension des Apparats deutlich. Im Jahresdurchschnitt waren rund 3.740 Planstellen besetzt. Davon entfielen 1.441 auf Produktion und Technik, während 688 Stellen der Verwaltung zugeordnet waren. Im Bereich NRW, Wissen und Kultur arbeiteten 922 Beschäftigte, weitere 502 Stellen entfielen auf Information, Fiktion und Unterhaltung. Zahlen, die angesichts der ohnehin hohen Gesamtkosten Fragen nach Effizienz, Verwaltungsaufwand und Einsparmöglichkeiten aufwerfen.

    Doch mit den Personalkosten ist die Rechnung längst nicht beglichen. Weitere 354,5 Millionen Euro gab der WDR für Urheber- und Leistungsschutzvergütungen aus. Hinzu kamen rund 203 Millionen Euro für Gemeinschaftsaufgaben und Koproduktionen innerhalb von ARD und ZDF. Darunter fallen unter anderem Filmproduktionen über die ARD-Tochter Degeto, Sportrechte und der Kinderkanal. Zusammengenommen handelt es sich um weitere gewaltige Ausgabenblöcke, die aus dem öffentlich-rechtlichen Finanzierungssystem bestritten werden.

    Intransparentes Vorgehen

    WDR jongliert mit Millionen und nennt das dann Beitragsstabilität. In der Finanzrechnung steht ein satter Überschuss: 139,5 Millionen Euro liquide Mittel. Auf dem Papier klingt das solide. In Wirklichkeit ist es das Ergebnis einer fragwürdigen und intransparenten Sammelwut. Der WDR hat jahrelang mehr Rundfunkbeiträge eingenommen als er brauchte, das Geld in einer Rücklage geparkt und löst diese jetzt auf. Den so entstehenden Überschuss verkauft man als Erfolg und schiebt ihn in die nächste Rücklage und zwar angeblich, um den Beitrag von 2025 bis 2028 stabil zu halten.

    Dazu kommt das Spiel mit zwei Rechnungen. Die Betriebshaushaltsrechnung rechnet Abschreibungen und andere nicht zahlungswirksame Posten mit ein, die Finanzrechnung nicht. Je nachdem, welche Zahl gerade besser passt, wird die eine oder die andere in den Vordergrund gestellt. Für Beitragszahler bleibt das System undurchsichtig. 139,5 Millionen Euro Überschuss sind kein Zeichen von Sparsamkeit. Sie sind der Beleg dafür, dass der Beitrag zu hoch bemessen ist.

    Hunderte Millionen Euro für Gehälter und Pensionen, dreistellige Millionenbeträge für Rechte und Gemeinschaftsproduktionen und ein Milliardenhaushalt, der maßgeblich durch verpflichtende Rundfunkbeiträge finanziert wird. Dass die Beitragszahler solche Summen finanzieren müssen, ohne den Ausgabenapparat unmittelbar beeinflussen zu können, ist höchst problematisch. Eine Abwicklung dieses Systems ist zwingend geboten.

    Julia Ruhs ist eine der wenigen Mainstream-Journalisten, die sich traut, auch solche Zahlen anzusprechen. Ihr Buch „Links-grüne Meinungsmacht“ verdient Verbreitung. Hier bestellen.

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