Seit Jahrzehnten versucht der Westen, allen voran Briten und Amerikaner, den Iran in die Knie zu zwingen. Eines der Schlüsselereignisse, mit dem Teheran den Zorn der Imperialisten auf sich zog, liegt heute genau 75 Jahre zurück – die Parlamentsentscheidung aus dem Jahr 1951. Im neuen Spezial-Ausgabe „Kriegsverbrechen – US-Außenpolitik von Truman bis Trump“ liefern wir nicht nur einen ausführlichen Artikel zum damaligen Putsch, sondern eine gnadenlose Abrechnung mit den US-Aggressionen der vergangenen Jahrzehnte. Dieses Heft müssen Sie gelesen haben. Hier mehr erfahren.
Teheran am 19. August des Jahres 1953: Mitten in der Sommerhitze rollen schwere Bedford-Lastwagen durch die breiten Schneisen rund um den Baharestan-Platz. Transporttrucks voller Männer mit Knüppeln und Gewehren fahren in Richtung Regierungsviertel. Zwischen den Fassaden der Pahlavi-Ära hallt wieder die alte Parole: «Lang lebe der Schah!» Panzerketten kratzen über den Asphalt. Der Putsch hat begonnen. Unter dem Codenamen Operation Ajax koordinierten die Geheimdienste der Vereinigten Staaten und des Britischen Empires den Sturz einer demokratisch gewählten Regierung.

Was bis heute weitgehend unbekannt ist: Der Grundstein für diesen Putsch wurde am 15. März 1951 mit der Entscheidung des iranischen Parlamentes, die Ölindustrie des Landes der Ausplünderung durch fremde Mächte, namentlich vor allem Briten und Amerikaner, zu entziehen.
Iran verstaatliche sein Öl
Konkret wurde ein Gesetz über die Verstaatlichung der britischen Anglo-Iranian Oil Company (AIOC) beschlossen, welches die – auch nach dem 2. Weltkrieg in Kooperation mit Saudi-Arbien anhaltende – Ausplünderung von Rohstoffen im Nahen Osten abrupt beenden sollte. Und dem Iran seine eigenen Rohstoffvorhaben sicherte.
Die britische Reaktion folgte auf dem Fuß: Britische Kriegsschiffe blockierten Ölhäfen und setzten diverse Sanktionen in Brand – schon damals ein beliebtes Mittel, um missliebige Regierungen zu schwächen. Sogar der Export von iranischem Öl, etwa 1952 durch einen italienischen Tanker, wurde gestoppt und das Schiff entführt. Nach dem Amtsantritt von Eisenhower in den USA wurde der Kurs weiter verschärft. Bis hin zu jenem Putsch im August 1953, welcher mit der Rückkehr des kurz zuvor geflohenen Schahs Mohammad Pahlavi den westlichen Einfluss auf den Iran – und den Zugriff auf dessen Öl – sicherte. Ein Zustand, der erst 1979, mit der islamischen Revolution, beendet wurde.
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