Viktor Timtschenkos großer Wurf: Feldzug gegen die Nation

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COMPACT-Autor Viktor Timtschenko hat jetzt ein Werk vorgelegt, das sich sehen lassen kann. Über 700 Seiten dick, steckt es voller Fakten, Ansichten und neuen Perspektiven. Es geht um nicht weniger als einen neuen modernen Nationalismus. Denn der Feldzug gegen die Nation hat längst begonnen.

Zugegeben, bei unseren knappen Ressourcen schaffen es nicht wenige Werke soweit, dass sie bei uns extra vorgestellt werden. Aber ein solch grandioses Werk wird vielleicht nur einmal pro Jahrzehnt geschrieben. Man könnte es auch als sein Lebenswerk bezeichnen: „Der Feldzug gegen die Nation”. Die Rede ist von Viktor Timtschenko. COMPACT-Autor. Deutsch-Ukrainer. Philosoph. Deren Titel könnte man noch zahlreich aneinander reihen. Sie werden ihm alle gerecht und doch genügen sie nicht.

Früher sagten wir scherzhaft, das sei unser Mann bei Beckmann. Weil er es einmal tatsächlich in dessen Talkshow geschafft hat. Warum, das können wir nur mutmaßen. Denn er ist ein Querdenker, ein Perspektivwechsler. Oder wie Gabriele Krone-Schmalz einmal so treffend formulierte: „Er stellt einfache Fragen und hütet sich vor einfachen Antworten. Und überrascht mit seinem Fazit.“ Auf dem Höhepunkt der Russlandkrise war Viktor Timtschenko zur Stelle und landete so bei Beckmann.

Der Leser wird sich auf Überraschungen und Perspektivwechsel einstellen müssen. Quasi von Beginn an. Wo andere bereits zu werten beginnen, lässt Timtschenko den Satz einfach stehen. Sein Motto: An allem ist zu zweifeln. Ja, man solle nicht einmal den „Fakten“ trauen, auch die könnten verfälscht sein. Einzig ein Kriterium solle gelte, dem man folgen könne: der Logik, der vom Autor geäußerten Gedanken, die man mit eigenem Wissen und dem gesunden Menschenverstand „gegenchecken“ könne.

In seiner ausdrucksstarken Sprache versteht es der Autor, auch die kompliziertesten Zusammenhänge anschaulich und nachvollziehbar zu beschreiben. So wird das Werk eines, das man in „einem Ritt“ verschlingt oder aber auch eines, das man von Zeit immer wieder mal zur Hand nimmt. Oder beides.

Es zeichnet große Autoren aus, dass sie auch dorthin gehen, wo es weh tut, wo man mit Anfeindungen wie rechtsradikal oder Nazi rechnen muss. Timtschenko nimmt es in Kauf. Sein Ziel ist ein höheres. Er will das Europa von heute vor dem Aussterben bewahren. Dazu gehört Selbstbewusstsein, ein tiefes und genaues Wissen, vielleicht sogar ein neues Verständnis über solche Begriffe wie Rasse, Patriotismus und Nation oder auch Kultur und das Überschreiten von Grenzen. Ohne Tabus.

Es sei Zeit für einen neuen Nationalismus, einen modernen Nationalismus. Timtschenko will den Leser mitnehmen auf diese Reise. Beides ist dem Autor grandios und auf einzigartige Weise gelungen. Den „Feldzug gegen die Nation“ kann man hier bestellen.

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