US-Thinktank: Polen soll Russland mit Cyberattacken provozieren

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Als ob man den Krieg nicht abwarten könne. Den Startschuss dafür sollen natürlich andere geben – so scheint der US-Thinktank Atlantic Council zu kalkulieren.

_von Michael Richter

Der nämlich empfahl Polen, Russland doch mal eben anzugreifen. Ein Schreiben mit dem Titel „Alarmiert für Abschreckung: Wie Polen und die Nato einem wiedererstarkenden Russland begegnen sollten“ spart nicht mit konkreten Vorschlägen. Schließlich könne Russland jederzeit angreifen. Dagegen seien ein paar Warnschüsse hilfreich: „Polen sollte bekannt geben, dass es ein Recht darauf habe, offensive Cyber-Operationen (und nicht notwendigerweise nur als Reaktion auf Cyber-Attacken) auszuführen. Die Behörden könnten auch potenzielle Ziele vorschlagen, die die Moskauer Metro, das Stromwerk von St. Petersburg oder die russischen staatlichen Medien wie RT umfassen.“ (1)

Außerdem müsse Polen sich das Recht vorbehalten, Militär in die russsiche Enklave Kaliningrad zu senden, um dort jene Raketen-Systeme zu zerstören, die durch Störsender nicht zu eliminieren sind. Polen wird geradezu eine Beweispflicht seiner Militärkompetenz abverlangt: „Polen sollte seine Fähigkeit unter Beweise stellen, unabhängig Waffen ins Visier zu nehmen und seine Truppen und Kapazitäten in Gang zu bringen. Es muss auch seine Fähigkeit zeigen, Truppen in das Baltikum und möglicherweise nach Rumänien zu bewegen.“ Ob irgendwer im Thinktank glaubt, dass solche Provokationen unbeantwortet blieben? Kaum. Hier wird zum Krieg gedrängt und Polen soll den Auslöser spielen.

Die Autoren dieses Kriegsaufrufs, Gen. Sir Richard Shirreff, Ex-Nato-General und Waffenhändler sowie der polnische Unternehmensberater Maciej Olex-Szczytowski hatten bereits vor einem Jahr, also im Sommer 2015, eine Werbebroschüre mit dem Titel „Bewaffnung zur Abschreckung“ publiziert (2) In ihr verrieten sie, dass Russland nur „Zeichen der Stärke respektieren“ respektieren würde und empfahlen Polen, sich für den Transport taktischer Nuklearwaffen fit zu machen.

(1) http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/08/17/us-denkfabrik-empfiehlt-polen-cyber-angriff-auf-russland/

(2) http://www.atlanticcouncil.org/images/publications/Arming_for_Deterrence_web_0719.pdf

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14 Kommentare

  1. Die Polen haben auch den ersten und den zweiten Weltkrieg ausgelöst, nachdem man ihnen von britischer Seite alles mögliche zugesagt und natürlich nicht eingehalten hat..

    "1939 – Der Krieg der viele Väter hatte" Gerd Schultle-Rhonhof
    Wichtiges Buch, gut recherchiert und stichhaltig

  2. Zitat:
    "Ich darf noch einmal feststellen,
    dass ich erstens keinen Krieg geführt habe,
    dass ich zweitens seit Jahren meinen Abscheu vor einem Krieg und
    allerdings auch meinen Abscheu vor einer Kriegshetze Ausdruck verleihe, und
    dass ich drittens nicht wüsste, für welchen Zweck ich überhaupt einen Krieg führen sollte."

    Adolf Hitler aus einer Rede vor dem Reichstag, 28. April 1939
    Eine Überprüfung steht jedem frei.
    http://de.metapedia.org/wiki/Rede_vom_28._April_1939_%28Adolf_Hitler%29

  3. Das Schlimme ist, dass man nicht daran zweifelt, dass Sie das eventuell tun, obwohl sie dadurch einen ungleich größeren unmittelbaren Nachbarn angreifen würden. Das sind aber nicht "die Polen", genauso wenig, wie es "die Deutschen" sind, die idiotische Embargos verhängen. Das sind jeweils auf Zeit tätige Beamte, die sich erlauben, auf Steuerkosten "Risiko" zu spielen und kein Volk schafft es, diese Idioten einfach in die Tonne zu treten. Wieso eigentlich nicht?

  4. Volker Spielmann am

    In letzter Zeit scheinen die VSA bei der Wahl ihrer Handpuppen kein Glück mehr zu haben

    Wählten die VSA nach dem Sechsjährigen Krieg mit großem Geschick ihre Handpuppen für Europa und Südostasien aus und beherrschen mit deren Hilfe die dortigen Länder noch immer, so scheinen sie in letzter Zeit kein sonderlich glückliches Händchen mehr zu haben. Am deutlichsten kann man dies an Vietnam sehen, wo die VSA die Handpuppen der Welschen in ihre Dienste genommen haben, diese es aber nicht vermochten, trotz wahren Unsummen, einen lebensfähigen Staat und ein schlagkräftiges Heer aufzubauen und die VSA somit den Kampf um den Süden Vietnams verloren haben. Ebenso wenig waren die VSA im Stande im Zweistromland fähige Handpuppen zu finden und so herrscht dort nun die persische Partei und auch in Baktrien zeigen sich die Handpuppen der VSA gänzlich unfähig, weshalb diese das Land über kurz oder lang wieder an die Caliban verlieren werden. Einzig in Osteuropa scheint es den VSA gelungen zu sein, halbwegs fähige Handpuppe über die ehemaligen Vasallenstaaten Rußlands einzusetzen.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  5. Jürg Rückert am

    Der US-Thinktank Atlantic Council wie die US-Regierung wissen, dass der russisch-chinesische Block nur abwarten muss: Das amerikanische Imperium zerfällt in sich. Je früher die noch überlegene Militärmacht des Westens zuschlagen kann, desto günstiger und die Zeit drängt. Wer Krieg will, findet Mittel und Wege. Die Hauptlast wird Zentraleuropa zu tragen haben.
    Es geht mir nicht darum, Putin als Lichtgestalt zu deuten. Aber unter Putin hätten wir keine Genderseuche und keine Flüchtlingsflut. Das Volk würde überleben.
    So wählen wir zwischen dem "Strohtod" und dem Krematorium – man sieht, wie pessimistisch ich bin.

    Ein Häuptling der Shawnee, genannt Lederlippe, weigerte sich an einem Aufstand gegen die US-Siedler teilzunehmen und wurde von Tecumseh, Partei der Briten, dafür erschlagen. Lederlippe sagte: Die USA einerseits und die Briten in Kanada andererseits sind wie die Schenkel zweier Scheren, die uns zerschneiden.
    Die Rolle des Roten Mannes ist nun unsere.

  6. Volker Spielmann am

    Von den Vor- und Nachteilen der Verwendung von Handpuppen am Beispiel der VSA

    Grundsätzlich bedienen sich die VSA der Handpuppen mit sehr großem Erfolg und beherrschen mit diesen ein Vielfaches ihrer eigenen Bevölkerung: Fast ganz Europa, Japan, Taiwan und Südkorea und dazu die englischen Pflanzstaaten Australien, Neuseeland und Kanada. Allen gebieten die VSA mittels ihrer liberalen Handpuppen. Wie kaum eine andere Macht verstehen es auch die VSA mittels der Handpuppen über fremde Länder zu herrschen und groß sind die Vorteile einer solchen verdeckten Fremdherrschaft. Man spart sich die Kosten für Besatzungstruppen und muß auch keine eigene Verwaltung aufbauen, die naturgemäß weitaus mehr Hass auf sich zieht. Daher stehen seltener Widersacher wie Hermann der Cherusker, die Johanna von Orleans oder William Wallace gegen die VSA auf. Aber so groß die Vorteile sind, so gibt es auch Nachteile: Die Handpuppen der VSA sind bisweilen unbotmäßig, wohl wissend, daß sie von den VSA nicht einfach so gestürzt werden können, ohne deren Fremdherrschaft damit zu entlarven…

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  7. Die armen Polen sollten doch gebrannte Kinder sein! Sie haben sich doch schon einmal von den Angelsachsen als Kriegsauslöser mißbrauchen lassen!

  8. Noch ist Polen nicht verloren.

    Aber erneut wird versucht, mit windigen Bündniszusagen, Polen als Provokateur zu engagieren. Frühjahr 1939 gab es eine Veröffentlichung, die die polnische Grenze an die Elbe gezeichnet hatte. In diesem Wahn und mit britischer und französischer Zusicherung des Beistands wurden dreiste Übergriffe in das deutsche Reich veranstaltet. Als dieses am 1. September zuschlug, erklärten Briten und Franzosen zwar zwei Tage später dem Reich den Krieg, aber nicht um Polen zu unterstützen. Die haben seelenruhig mitangesehen, wie Hitler und Stalin es unter sich aufgeteilt haben.
    Auch diesmal würde es fur Polen nicht anders ausgehen. Polen würde erneut das Bauernopfer spielen.
    Ich hoffe, dass die Polen aus der Geschichte gelernt haben.

    • Dorothea Ridder am

      Europa sollte aus der Geschichte gelernt haben.VSA ab nach Amerika und Europa den Europäern mit Ihren Vaterländern und ihrer langen Geschichte,dazu gehört ganz sicher Rußland.

  9. Volker Spielmann am

    Als Hilfsvolk der VSA sind die Polen uns Deutschen besonders lästig

    „Die Hand am Schwerte, schauen sie sich drohend von beiden Ufern an, sei tausend Jahren. Kein Feind bedränget Engelland, dem nicht der Schotte sich zum Helfer zugesellte; kein Bürgerkrieg entzündet Schottlands Städte, zu dem der Brite nicht den Zunder trug.“ (Friedrich Schiller, Maria Stuart) Wenn die Schotten glauben, daß sie mit den Engländern als Nachbarn übel dran sind, so sollten sie es einmal mit den Polen versuchen. Diese sind zwar militärisch keine sonderliche Bedrohung und entsprechend schnell verarztet, aber politisch derart einfältig und verworren, daß sie sich selbst schon mal ins Verderben stürzen, um anderen zu schaden. Die Folge des Sechsjährigen Krieges war für Polen nämlich, daß es von einer selbstständigen Macht zu einem Nebenland Rußlands herabsank. Beim Streit der VSA mit Rußland könnten sich jetzt aber die Polen selbst übertreffen: Unter Umständen reizen sie den russischen Bären derart, daß es zum Schlagabtausch kommt, der rasch atomar werden dürfte.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

      • Volker Spielmann am

        @Dorothea Ridder: Die katholische Kirche war halt in den zwei Jahrhunderten der russischen Fremdherrschaft für die Polen so eine Art Staatsersatz, vergleich bar mit der Rolle des Katholizismus bei den Iren zu Zeiten der englischen Fremdherrschaft.

    • Genauso wie Deutschland
      Freundschaft vorspielen und dann mal ein Land 150 Jahre Versklaven etc.
      Das wahr wohl die Quittung fuer die Befreiung Wiens im Jahre 1683
      Wenigstens haben die Oesterreicher die Polen, nach den polnischen Teilungen nicht wie Menschen zweiter Klasse behandelt.

      • Verzeihen Sie wollte hier keinen beleidigen,oder ein anderes Volk schlecht reden, jedoch gehen mir einige Kommentare hier ebenfalls auf die Substanz!

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