Risse in der Lufthoheit: Binnen Minuten fallen mehrere amerikanische Kampfflugzeuge vom Himmel. Ein Video zeigt eine F-15 im rauchenden Sturzflug über der Wüste. Der Glaube an einen schnellen Sieg gerät ins Wanken. Unsere brandneue Spezial-Ausgabe „Kriegsverbrechen – US-Außenpolitik von Truman bis Trump“ zum Thema erscheint in Kürze! Hier mehr erfahren.
Nahe der Luftwaffenbasis Ali al-Salem in Kuwait sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums des Emirats mehrere amerikanische Militärflugzeuge abgestürzt. Alle Besatzungsmitglieder hätten sich per Schleudersitz retten können und seien medizinisch versorgt worden. Ihr Zustand soll stabil sein.
Washington hingegen schweigt. Das Pentagon ließ auf Anfrage lediglich mitteilen, man ,,prüfe die Lage“. In iranischen Staatsmedien ist von einem „erfolgreichen Gegenschlag“ die Rede. Seit dem Wochenende fliegen die USA gemeinsam mit Israel Angriffe auf Ziele im Iran. Teheran wiederum beschoss israelisches Gebiet sowie Regionen mit US-Militärpräsenz in mehreren arabischen Staaten.
Crash-Video geht viral
Während offizielle Informationen spärlich bleiben, verbreiten sich in sozialen Netzwerken Bilder mit enormer Geschwindigkeit. Auf X und Telegram kursieren Aufnahmen eines Kampfjets im Sinkflug, Fallschirme am Himmel, Szenen mit mutmaßlichen Piloten am Boden. Millionen sehen die Sequenzen binnen Stunden.
Kuwait's defense ministry says "several" US military aircraft have crashed https://t.co/Tvaq4zFrEY pic.twitter.com/SLaSYWwZep
— CNN (@CNN) March 2, 2026
Unabhängig verifizieren lassen sich diese Videos bislang nicht. Erste Berichte sprechen von einer F-15, andere halten eine F/A-18 für möglich. Beide Typen bilden das Rückgrat der amerikanischen Luftmacht in der Region. Auch die Absturzgründe sind bislang unklar: Neben Abschuss- und Eigenbeschuss-Theorien (friendly fire) wird auch ein technisches Versagen diskutiert.
Drehscheibe der US-Machtprojektion
Kuwait gilt seit dem Golfkrieg als einer der wichtigsten Vorposten amerikanischer Militärpräsenz im Nahen Osten. Von hier aus werden Einsätze im Irak unterstützt, Luftoperationen koordiniert und logistische Strukturen für die gesamte Golfregion betrieben. Die Basis Ali Al Salem fungiert als Drehkreuz für Aufklärung, Luftbetankung und Kampfeinsätze. Ein Zwischenfall in diesem Umfeld bleibt daher nicht lokal. Er berührt die Glaubwürdigkeit amerikanischer Abschreckung.
Sollte sich ein Abschuss bestätigen, wäre dies eine neue Eskalationsstufe. Selbst ein technisches Versagen hätte Signalwirkung. Die Gewissheit unangefochtener Lufthoheit wirkt brüchiger – und mit ihr die Erwartung eines raschen Durchmarschs.
Unruhe im Pentagon
Wie Insidern berichten, wächst im Pentagon und in Teilen der Trump-Administration die Sorge, der Konflikt mit dem Iran könne außer Kontrolle geraten. So soll die Stimmung „intensiv“ gewesen sein, teils von Paranoia geprägt. Hinter verschlossenen Türen fürchten ranghohe Entscheidungsträger offenbar, dass sich die Kämpfe über Wochen hinziehen könnten.
Besonders die Luftverteidigungsbestände bereiten demnach Sorgen. Mehrere Abfangraketen seien oft nötig, um ein einzelnes Ziel zuverlässig zu stoppen. Die Reserven schneller würden schneller schrumpfen als öffentlich eingeräumt. Kurz darauf erklärte Präsident Donald Trump, der Konflikt könne „bis zu vier Wochen“ dauern. Eine bemerkenswerte Einordnung. Noch zu Beginn war von begrenzten, präzisen Schlägen die Rede.
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