Zum ersten Mal seit Jahren trifft die Marburger Sprachwache ins Schwarze: „Sondervermögen“ verschleiert Milliarden-Schulden als harmloses Sonderangebot. Im COMPACT-Spezial „Die Altparteien – Wie sie uns belügen und betrügen“ zeigen wir auf, weshalb es höchste Zeit für einen Politikwechsel wird. Hier mehr erfahren.
Wenn Politiker ein neues Milliardenloch in die Staatskasse reißen wollen, nennen sie es nicht „Schuldenberg“ oder „Kreditorgie“. Seit gestern steht fest: Der Euphemismus des Jahres 2025 ist offiziell gekürt. Das Unwort des Jahres lautet Sondervermögen. Ein Wort, das so harmlos klingt wie „Sonderangebot“ und doch nichts anderes als eine genehmigte Staatspleite sprachlich vertuschen soll.
In der Begründung hieß es, dass die Jury den Gebrauch dieses Wortes kritisiere, weil dadurch Tatsachen verschleiert würden und es „wegen seiner manipulativen Wirkung“ ausgewählt wurde.
Zum ersten Mal seit Jahren
Die Aktion, das Unwort des Jahres zu küren, erregt seit 1991 bundesweit große Aufmerksamkeit. Sie zeichnet jährlich Begriffe aus, die nach Einschätzung der Jury unmenschlich, unangemessen oder menschenverachtend wirken, Negatives irreführend beschönigen, die Menschenwürde verletzen oder diskriminierend sind.
Irreführend und negativ beschönigend ist das „Sondervermögen“ auf alle Fälle. Man könnte meinen, die Jury hat zum ersten Mal seit Jahren die richtige Entscheidung getroffen und endlich nicht nur Migrationsthemen gejagt, sondern den wahren Staatsbankrott-Verkäufern auf die Finger gehauen. Immerhin lauteten die Unwörter der vergangenen drei Jahre: „biodeutsch“ (2024), „Remigration“ (2023) und „Klimaterroristen“ (2022). Das waren allesamt Begriffe, die vor allem rechte Kritik am Mainstream diskreditieren sollten.
Oder doch nicht? Denn während sie hier die Schulden-Maskerade entlarvt, landet auf Platz 2 das „Zustrombegrenzungsgesetz“, vermutlich wegen der bösen Wassermetapher, die Migranten als Flut darstellt.
Schulden-Euphemismen dürfen also kritisiert werden, aber wehe jemand legt Hand an die heiligen Kühe „Klimaschutz“ oder „offene Grenzen“. Vielleicht ist das Unwort gekürt worden, weil der Begriff des Sondervermögens von Friedrich Merz geprägt wurde. Der CDU kann man schließlich hin und wieder auf die Füße treten.
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