Überall, wo AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in diesen Tagen in Sachsen-Anhalt auftritt, empfangen ihn Menschenmassen. Eine solche Euphorie hat es für einen patriotischen Politiker in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben. „Alles ist möglich“ – das ist längst mehr als eine Wahlkampf-Floskel. Passend dazu: Die brandneu erschienene COMPACT-Ausgabe 9/2026 mit der Titelgeschichte „Die Entscheidung“, die den Zweikampf zwischen Uli und Friedrich Merz, mitsamt seinem BRD-Establishment, beleuchtet. Hier mehr erfahren.

    Samstagmittag in Merseburg, 34.500 Einwohner – Stadt und Verwaltungssitz des Saalekreises, der traditionellen AfD-Hochburg in Sachsen-Anhalt: Etwa 6 bis 7000 Menschen, einzelne AfD-Politiker (wie der Bundestagsabgeordnete Matthias Moosdorf) sprechen sogar von 10.000 Besuchern, haben sich eingefunden, um den Mann in Empfang zu nehmen, auf den das ganze Land blickt. Und der jüngst sogar von Tech-Milliardär Elon Musk Unterstützung erhielt.

    Siegmund-Wahnsinn in Merseburg: Zigtausende strömten zum AfD-Familienfest. Foto: Utopia TV

    Als Ulrich Siegmund schließlich erscheint, kennt die Menge kein Halten mehr. Minutenlange „Uli, Uli“ – Rufe hallen dem sympathischen Spitzenkandidaten, der die AfD möglicherweise zu einem Ergebnis weit über 40 % führen kann, entgegen. Riesige Schlangen bilden sich, um ein Selfie-Foto mit dem möglicherweise zukünftigen Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts anzufertigen, dessen erklärtes Ziel die absolute Mehrheit und eine Alleinregierung der blauen Partei ist. Wer in diesen Tagen seinen Blick auf die Marktplätze Sachsen-Anhalts wirft, dürfte das Gefühl haben, dass sich die Frage nach einer einfachen oder absoluten Mehrheit der Parlamentssitze nicht mehr stellt, der Wahlsieg zum Selbstläufer werden dürfte. Doch Vorsicht: Linke NGOs, wie etwa das Campact-Netzwerk, mobilisieren, um ihre Anhänger an die Wahlurnen zu bringen. Die Wahlbeteiligung dürfte hoch wie noch nie werden, auch die Zahl der Briefwähler einen neuen Rekord erreichen. Am Ende kommt es tatsächlich, auf jede einzelne Stimme an.

    Eine nie dagewesene Aufbruchstimmung

    Ortswechsel, Sonntagnachmittag in Quedlinburg, einer jener malerischen Städte, die dem Harz seine Schönheit verleihen: Wieder sind es über 5000 Menschen, die erschienen sind, um gemeinsam mit ihrem Uli die letzte Simson-Ausfahrt im laufenden Landtagswahlkampf abzuhalten. Es sind hunderte Motorräder und Mopeds, alte DDR-Modelle, aber auch neuere Maschinen, dazu zahlreiche historische Oldtimer. Ganz vorne natürlich dabei: Der Trabant. Bereits Björn Höcke setzte in seinem Thüringer Landtagswahlkampf auf das Erfolgskonzept der Simson-Ausfahrten, die das Gefühl von Freiheit mit der einzigartigen Ost-Identität, die heute stärker denn je ist, verknüpfen. Siegmund hat die Idee kopiert und in eine ganz neue Dimension gehoben.

    Wer die Bilder aus dem Harz sieht, reagiert emotional. Eine kleine Minderheit linksextremer Gegendemonstranten, die auch beim Simson-Korso nicht fehlen durfte, wird in der friedlichen Zusammenkunft der Bürger, die sich nichts sehnlicher wünschen, als endlich die politische Wende zu erleben, die Wiedergeburt des Faschismus sehen. Die große Mehrheit, die längst die metapolitische Hoheit im Osten übernommen hat, überkommt jedoch ein Gefühl von Hoffnung und einer Aufbruchsstimmung, wie sie die Älteren zuletzt wohl in den Wendejahren um 1989 erlebt haben dürften, die Jüngeren niemals zuvor in ihrem Leben.

    Wahnsinn: Auch in Quedlinburg kamen tausende Bürger, um Ulrich Siegmund zu sehen. Foto: COMPACT

    Das, was jetzt passiert und am 6. September 2026 seinen vorläufigen Höhepunkt findet, ist ein historischer Umbruch der politischen Landschaft. Angeführt vom neuen Superstar der deutschen Rechten, der mit seiner grundsympathischen, offenen und wortgewandten Art jeden Angriff des Establishments pariert. Der „gefährlichste Mann Deutschlands“ ist längst zur Hoffnung von vielen Millionen geworden, weit außerhalb der Grenzen Sachsen-Anhalts. Und: Stürzt das Kartell in de gerade einmal 2,1 Millionen Einwohner umfassenden Bundesland, dürfte eine Kettenreaktion folgen, die nicht nur Noch-Kanzler Merz aus seinem Amt befördert, sondern dem linksliberalen Zeitgeist, der sich in den letzten Jahrzehnten festgesetzt hat, empfindlich zurückstutzen wird.

    Wir erleben historische Vorgänge. Passend dazu: Die brandneu erschienene COMPACT-Ausgabe 9/2026 mit der Titelgeschichte „Die Entscheidung“, die den Zweikampf zwischen Uli und Friedrich Merz, mitsamt seinem BRD-Establishment, beleuchtet. Erfahren Sie alle Hintergründe zur Wahl in Sachsen-Anhalt und was jetzt passieren wird! Hier mehr erfahren.

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