Clankriminalität jetzt auch in Sachsen: Bis zu 1.000 syrische Clanmitglieder treiben in Leipzig ihr Unwesen. Das LKA spricht von Parallelgesellschaften und ungezählten Einsätzen der entsprechenden Task Force. Das COMPACT-Spezialheft «Mädchen. Messer. Morde» zeigt schonungslos auf, was in diesem Lande los ist. Hier mehr erfahren.
Die Clankriminalität in deutschen Großstädten explodiert immer mehr. Auch in Sachsen machen sich derartige Großfamilien breit und belasten die öffentliche Sicherheit. Die Bürger erleben hautnah die Folgen des Wahnsinns von 2015. Nach Angaben des Landeskriminalamts Sachsen sollen im Freistaat mittlerweile bis zu 1.000 syrische Clanmitglieder leben, der Großteil davon im Raum Leipzig.
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COMPACT unterstützen«Parallelgesellschaft ohne jedes Integrationsbemühen»
Im Kern handelt es sich dort um vier Familienverbände. Nach Angaben des Leiters des Dezernats Organisierte Kriminalität und der «Task Force Clan» beim Landeskriinalamt Sachsen, Raiko Märtins, sind rund 130 Personen aus diesem Umfeld bereits wegen Straftaten polizeilich aktenkundig.
Mit Straftaten aller Art – von Geldwäsche über die Erschleichung von Sozialleistungen bis hin zu Rohheitsdelikten – müssen sich die Beamten herumschlagen. Die Clans finanzieren laut Märtins ihr gesamtes Leben über illegale Geschäfte. «Die akzeptieren unsere Justiz nicht, die setzen auf eigene Friedensrichter, die regeln alles intern. Im Grunde genommen verachten sie unseren Staat, unser gesamtes System. Die Abschottung innerhalb der Familienverbünde ist enorm.»
Ein Beispiel ist besonders erschreckend. Raiko Märtins erklärte, man habe im Raum Leipzig eine syrische Großfamilie dem Phänomen Clankriminalität zuordnen können, die mehr als 60 Personen umfasse. Hierzu zähle ein Mann, der mit mindestens drei Frauen nach islamischem Recht verheiratet sei.
Mit diesen Frauen habe er mindestens 32 Kinder, die teilweise bereits selbst erwachsen sind. Außerdem seien ihnen mindestens 25 Enkelkinder in Sachsen zuzurechnen. Fast zwei Drittel der Familienangehörigen der Kernfamilie seien in der Vergangenheit mit Straftaten aufgefallen, teils mehrfach. Die Anzahl der registrierten Straftaten liege im dreistelligen Bereich.
Ein Leipziger Richter sprach in einem Gerichtsverfahren von einer «Parallelgesellschaft ohne jedes Integrationsbemühen».
Die Behörden reagieren eher hilflos: Seit Oktober 2023 arbeitet die interbehördliche «Task Force Clan». Bis August 2026 gab es rund 40 größere Einsätze, bei denen Verdächtige festgenommen und in einzelnen Fällen rechtskräftig verurteilt wurden. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Die Clankriminalität ist längst kein rein westdeutsches Phänomen mehr, sondern mitten im Osten angekommen.
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