Krise in Brandenburg, Giga-Blackout in Berlin – und die politisch Verantwortlichen produzieren Schlagzeilen, weil sie derweil in den Urlaub fahren (Woidke) oder Tennisspielen (Wegner). Die Altparteien haben fertig, die Zeit der Opposition kommt. Sichern Sie sich jetzt die Alice-Kanzlermedaille in Silber. Hier mehr erfahren.

    „Ich war den ganzen Tag zu Hause, weil ich telefonieren musste. Ich habe mich in meinem Büro eingesperrt“, behauptete Berlins Regierender Bürgermeister kurz nach dem verheerenden Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin. Eine dreiste Lüge! In Wahrheit hat er sich mit seiner Gattin, selbst CDU-Politikerin und Schulsenatorin in der deutschen Hauptstadt, beim Tennisspielen vergnügt, während Bürger an Kälte und mangelhafter Notversorgung verzweifelten.

    Wegner mit Satzball, während Bürger frieren

    Mittlerweile hat die Staatskanzlei bestätigt, dass der Merz-Parteifreund auf dem Tennisplatz seine Freizeit verbrachte. Mindestens eine Stunde trieb er dort Sport. Er sei „stets erreichbar“ gewesen, beteuert er jetzt. Es geht weniger um die Stunde Bewegung, es geht um seine Verlogenheit in politischer Verantwortung.

    Besonders entlarvend ist bei Wegner der zeitliche Widerspruch. Noch einen Tag zuvor hatte er behauptet, er habe den gesamten Tag über zu Hause verbracht, eingeschlossen im Büro, versunken in Telefonate und Krisengespräche. Kein Wort von Tennis, kein Wort von Pause, kein Wort von Ablenkung. Trotz Nachfrage.

    Dabei waren zeitweise 45.000 Haushalte mit mindestens 100.000 Menschen und 2.500 Firmen sowie Krankenhäuser, Seniorenheime und Schulen in seiner Stadt ohne Strom. Eine 83-Jährige verstarb unterkühlt in ihrer Wohnung, während Wegner möglicherweise Satzball hatte.

    Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen Während zehntausende Berliner in dunklen Wohnungen saßen, während Heizungen ausfielen, medizinische Geräte stillstanden und Notrufnummern überlastet waren, gönnte sich der Regierende Bürgermeister eine lustige Auszeit.

    Ein Offenbarungseid

    Dass in einer solchen Lage der Regierungschef zur Rechtfertigung nunmehr angibt, er habe „den Kopf freibekommen“ müssen, ist mehr als nur unsensibel. Es ist ein Offenbarungseid. Wer sich in der größten Krise reflexhaft selbst in den Mittelpunkt stellt – seine Belastung, sein Stress, sein Bedürfnis nach Ausgleich – der hat das Amt nicht verstanden.

    Die AfD-Fraktionschefin im Abgeordnetenhaus, Kristin Brinker, fordert den sofortigen den Rücktritt des Regierenden Bürgermeisters. Sie sagt: „Wer soll diesem Mann je wieder vertrauen? Berlin kann sich einen derart unzuverlässigen Lügenbold an der Spitze nicht leisten.“ Doch längst kommt der Unmut nicht mehr nur aus den Reihen der Opposition. Auch in sozialen Medien, bei Einsatzkräften und in der Zivilgesellschaft wächst die Wut, weil Wegner den Ernst der Lage verkennt. Die CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus kam eigens zu einer virtuellen Sondersitzung zusammen, diskutierte die Lage – und stärkte ihrem Landesvorsitzenden den Rücken. Ein Fraktionsmitglied wird in der Welt wie folgt zitiert: „Er hat die Krise gut gemanagt.“

    Wegner entschuldigte sich bislang öffentlich nicht etwa für seine Falschangaben, sondern verteidigt sich frech. Man stelle sich vor, Helmut Schmidt hätte einst während der Sturmflut in Hamburg eine Stunde Skat geklopft, um sich mal abzulenken. Fragen Sie sich selbst: Trauen Sie eine solche Dreistigkeit auch anderen hochrangigen BRD-Politikern zu? Die Antwort ist vermutlich Ja! Und da liegt das Problem. Wegner ist typisch für diese Republik.

    Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Manuel Ostermann, schrieb auf X: „In einer Notlage ‚zum Kopf-frei-kriegen‘ Tennis zu spielen und später sich damit rühmen, man sei ‚erreichbar‘ gewesen und habe ‚sofort danach‘ weitergearbeitet, ist ein Schlag ins Gesicht der Menschen in Not.“

    Merkwürdigkeiten rund um den Anschlag

    Währenddessen laufen die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe in Sachen des kriminellen Anschlags an. Es geht um schwerwiegende Vorwürfe: verfassungsfeindliche Sabotage, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Brandstiftung, Störung öffentlicher Betriebe.

    Der ganze Fall ist heute am Abend auch Thema im Brennpunt des Tages bei COMPACT-TV. Dabei geht es nicht allein um Kai Wegner, sondern um zahleiche Merkwürdigkeiten, die sich um diesen Blackout in Berlin mehren. Zuletzt hatte sich die tatverdächtige Vulkangruppe quasi von sich selbst distanziert:

    „Die Texte und Aktionen der letzten Jahre stammen nicht von uns. Sie widersprechen dem, wofür wir standen und warum wir überhaupt gehandelt haben. Wir waren die Vulkangruppe 2011. Unser Bezugspunkt war klar und begrenzt. Unser Ziel waren Bundeswehreinsätze, deutsche Kriegsbeteiligung und Waffenexporte (…) Unsere Interventionen richteten sich gegen Kriegspolitik, nicht gegen gesellschaftliche Grundversorgung, nicht gegen Menschen im Alltag.“

    Wer aber zog dann die Fäden? Wir befragen hierzu in unserer Sendung Investigativjournalist Gerhard Wisnewski. Erfahren Sie, was Ihnen über den Berlin-Blackout verschwiegen wird. Und nein: Der Russe war es nicht!

    Das Versagen von Politikern ist allgegenwärtig. Es kann so nicht mehr weitergehen. Die Altparteien haben fertig. Sichern Sie sich jetzt die Alice-Weidel-Kanzlermedaille in Silber. Hier  bestellen.

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