Sprachwissenschaftler: Eliten betreiben Sprachwaschmaschine

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Die ständige Tabuisierung von Wörtern, deren Ersetzen durch monströse Sprachkonstrukte, die verbalen Zwänge der Political Correctness haben für Sprachwissenschaftler Jürgen Trabant ihren Ursprung in früher Neuzeit: Philosophen wie Francis Bacon versuchten, ein wissenschaftliches Denken zu etablieren. Das beinhaltete auch eine Klärung der Sprache, denn Wörter – so glaubt(e) man – transportieren Denkmuster.

Dabei entdeckten die Philosophen, dass die Sprache der Bevölkerungen, der unteren Schichten, sich nicht auf neuestem Wissenstand befand – und dringend der Korrektur bedurfte. Mit anderen Worten: Sprachregulation begann als Klassenkampf. Geführt von Upper-Class-Philosophen zur Erziehung der niedrigen Stände, weil deren Weltbild überholt schien.

Vor allem die Französische Revolution hat versucht, durch neue Wörter und Redeweisen das Denken des Volkes zu beeinflussen. Als Mittel zur „Tugend-Erziehung“ erscheint Sprache als so bedeutungsvoll, dass keine Diktatur auf ihre Manipulation verzichten mag. George Orwell hatte dies in seinem Roman 1984 anhand des „Neusprechs“ demonstriert. Aber nicht nur Diktatoren, auch westliche Demokratien versuchen politische Lenkung durch Weißwaschen der Sprache. Jürgen Trabant sagte im Interview mit dem Deutschlandfunk: „Die Sprachwaschmaschine ist ein gesellschaftliches Spiel, wenn Sie so wollen, in dem Sprache, die nicht gefällig ist, korrigiert wird.“

Trabant zeigt dabei die Problematik dieses Waschspielchens auf: Habe man sich einst mit dem Begriff Neger für dunkelhäutige Menschen nicht mehr wohl gefühlt und dessen Austausch gegen ein besseres Wort versucht, so sei die aktuelle Verwerfung des Begriffs „Flüchtling“ keineswegs auf allgemeines Unbehagen zurückzuführen. Hier „hat eine Gruppe von Rechthabenden beschlossen, dass das Wort Flüchtling einen negativen Beigeschmack hätte, was es, glaube ich, im normalen Deutschen nicht hat. Damit wird dann dieses Wort gleichsam geächtet und es wird allen wohlmeinenden Menschen, die die Wahrheit möchten und die gut sein wollen, nahegelegt, dass sie doch Geflüchtete sagen und nicht mehr Flüchtlinge.“

Daran zeigt sich deutlich: „Die Sprachwaschmaschine wird von den Eliten betrieben, wird von den Wissenschaftlern betrieben, wird von Leuten betrieben, die die Wahrheit haben.“ Trabants Einwand gegen das elitäre Waschspielchen: Die Sprache determiniere das Denken keineswegs so sehr, wie oft geglaubt wird. Auch wenn wir sagen, dass die Sonne untergeht, so wisse doch jeder, dass sich die Erde um die Sonne dreht, dass es sich nur um eine alte Redewendung handelt.

US-Präsident Donald Trump sei dagegen „die Maschine gegen die Sprachreinigung. Trump und die ganze populistische Bewegung ist ja eine Bewegung gegen diejenigen, die die Sprachwaschmaschine betreiben“. Ein Aufstand, eine Revolte gegen übermäßige Regulierungswut.

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(1) http://www.deutschlandfunk.de/politisch-korrekte-sprache-die-eliten-betreiben-eine.691.de.html?dram:article_id=381780

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Über den Autor

35 Kommentare

  1. Dialektik bezeichnet in der allgemeinsten und meines Erachtens verständlichsten Definition die "Wissenslehre". Man kann sich mit Definitionen nämlich auch ein Bein brechen.

    Sokrates sagte bei angespannter Gelegenheit: "Ich weiß, daß ich nicht weiß." Auch über den Sinn dieses Ausspruchs wird viel gerätselt, womit wir schon bei der Dialekt wären. Packen wir all unser persönliches Wissen in eine Kiste, dann ist das, was nicht in der Kiste liegt, das, was Sokrates nicht weiß.

    Daß die Sprache von Autokraten vereinnahmt wird, ist nicht schön, aber ihr erstes Ziel bleibt, die Realität (Dinglichkeit) umzudeuten. Wirklichkeit ist noch etwas anderes und nur ein im Deutschen gebräuchliches Wort.
    Nehmen wir die neue Erkenntnis, daß alle Menschen von den Afrikanern abstammen. Die Theorie beruft sich auf ein paar Knochenfunde, also der älteste Menschenknochen bedeutet den Wissenschafltern hier die Herkunft aller. Daß die Knochen just nach Maastricht entdeckt worden sind und wenige Jahre später eine sog. Flüchtlingswelle aus Afrika hereingerollt kam, macht sie zumindest anrüchig.
    Zudem fällt auf, daß sie wie fast alle Wissenschaft den singulären Ursprung postuliert und damit enorme Ähnlichkeit zur christlichen Theorie der Vertreibung aus dem Paradies aufweist, also zu Adam und Eva. Die Urknalltheorie gehört hier ebenfalls her – das Universum ist angeblich aus dem Nichts entstanden.
    Wissenschaftliche Theorien entsprechen sehr häufig dem Geschmack der Zeit.

    Darwin behauptete, und schockierte, mit der Behauptung, der Mensch stamme vom Affen ab. Womit der Mensch auf die Stufe des Hundes heruntergerutscht ist, denn:
    Eine Makroevolution wie die zum Menschen ist aus technischer Sicht unmöglich. Die Russen unter Lenin wollten Affen mit Menschen kreuzen, bis sie bemerkten, die sind nicht kompatibel. Echsen, obwohl sie Eier legen, sind auch nicht kompatibel mit den Vögeln.
    Die Hunderassen sind alle kompatibel, es sind Züchtungen und sie alle haben als Urvater den Wolf. Wölfe und Füchse dagegen lassen sich nicht kreuzen. Menschen sind untereinander kompatibel, aber das ist im Gegensatz zur darwinistischen Markoevolution eine Mikroevolution. Aus einem Affen kann nach Sachlage kein Mensch entstehen.
    Die Römische Union ist also bevölkert von vielen Hunderassen.
    Was ich aufzeigen wollte, daß viele wissenschaftliche Deutungen der Realität – die übrigens vor allem in den Köpfen der Intellektuellen einen fruchtbaren Nährboden finden! – nur im dialektischen Disput stattfinden, aber nicht in der Wirklichkeit. Denn die Wirklichkeit ist das, was auf uns "wirkt".

    Die Natur ist rassistisch, sie läßt Seitensprünge in der Tier-, Planzen-, Menschenwelt nicht zu, womit wir an dem Punkt angekommen sind, den Sokrates oben bezeichnet: wir wissen viel, sollten daher einsehen, daß es dazu Dinge gibt, die wir nicht wissen.

    Die Afrikaner-These hakt an vielen Punkten. Angeblich werden Afrikaner, die lange genug in Norwegen leben, blond und blauäugig, kriegen andere Kopfformen, Nasen, Haare und die Gesäße werden schlank. Das macht die Umwelt. Tja, wer’s glaubt, wird selig.

  2. Andy Poppenberg am

    "Mit anderen Worten: Sprachregulation begann als Klassenkampf. Geführt von Upper-Class-Philosophen zur Erziehung der niedrigen Stände, weil deren Weltbild überholt schien … Als Mittel zur „Tugend-Erziehung“ …"

    Also ganz so platt kann man das nicht sehen. Natürlich gibt es eine berechtigte Sprachkorrektur, die auf wissenschaftliche Erkenntnisse und die Realität gestützt sind, und unberechtigte, die ideologisch motiviert sind. Im Zuge der Aufklärung und des wissenschaftlichen Fortschritts müssen neue Erkenntnisse selbstverständlich nicht nur alte und falsche Vorstellungen korrigieren, sondern auch die mit ihnen verbundenen Begriffe. So wurde ein großer Teil des Aberglaubens und mystischer Vorstellungen oder einfach falscher Annahmen beseitigt, z.B. was das verhältnis zwischen Körper und Geist und die Zirbeldrüse angeht, in bezug auf die Evolution des Menschen und der Erde, in bezug auf gesellschaftliche Strukturen und Umgangsweisen , ob z.B. die Obrigkeit gottgewollt und -eingesetzt ist usw.

    Daß Wissenschaft immer in der Revision alter Vorstellungen besteht ist ja gerade der Vorwurf gegen so manchen Strafrechtsparagraphen in Deutschland.

    Mit falschen Vorstellungen gehen immer falsche Begriffe einher, die sich viel länger in Gebrauch halten, als es nach der wissenschaftlichen Erkenntnis nötig wäre, z.B. sprechen alle von Erkältungen, während die damit gemeinten Infekte wenig mit Kälte, aber viel mit Krankheitserregern, Vitaminmangel und Immunsystem zu tun haben. Wenn Wissenschaftler dafür plädieren, anstatt von Erkältungen von Infekten zu sprechen, ist das keine Tugend-Erziehung, kein Neusprech und keine Ideologie. Sollte es in Zukunft dazu neue Erkenntnisse geben, so müssen auch die heute aktuellsten Vorstellungen und Begriffe revidiert werden.

    Ideologisch motivierte Neuerungen, die einfach ein bestimmtes Weltbild durchsetzen wollen und eben überhaupt nicht objektiv oder wissenschaftlich begründet werden können, sind etwas ganz anderes. Auf sie trifft zu, was der Autor des Artikels hier für jede Begriffsveränderung behauptet.

  3. PC in der jetzigen Ausprägung entstand in kalifornischen Irrenhäusern.
    Man wollte die Insassen nicht durch gebräuchliche Sprache beunruhigen.
    Vollidioten wurden nicht als das bezeichnet was sie sind, sondern z. B. als anders begabte gelobt.

    • Graf von Stauffenberg am

      Das Irrenhaus wird "Kanzleramt" genannt, die Insassen "Eliten" und die unterschiedlichen Verhaltensstörungen werden unterteilt in CDU (mit Hoffnung auf Genesung), SPD (hoffnungslos, aber nicht gemeingefählich) und Grün (nicht therapierbar).

    • Florian Geyer am

      Das größte Irrenhaus in Ca. steht in Berkley.
      Schneeflöckchenzuchtanstalt.

  4. Wather Dachs am

    Ja und? Natürlich ist es bequemer einfach nur daher zu faseln ohne über die exakte Bedeutung der Wörter nachzudenken,siehe z.B. den in Mode gekommenen deplazierten Gebrauch des Begriffs "Elite".Unordentlicher Gebrauch der Sprache zeugt von unordentlichem Denken,und unordentliches Denken führt in den Untergang.

    • Florian Geyer am

      Elite kommt von eligere, auswählen.
      Nur haben die Tauben in der westlichen Aschenputtelwelt die Schlechten ins Töpfchen getan und die Guten gefressen.
      Oder sie haben alle gefressen und ins Töpfchen geschissen…

  5. Volker Spielmann am

    Von der Wichtigkeit der Sprache beim Kampf gegen die VSA

    So wie es in der Franzosenzeit geboten war dem Gebrauch der französischen Sprache überall entgegenzutreten und diesen gänzlich zu vermeiden, so ist es auch in der heutigen VS-Amerikanerzeit unerläßlich den Gebrauch der englischen Sprache zu unterlassen und zu unterbinden. Denn die gemeinsame Sprache erachtete schon Aristoteles als Grundlage des Staates und hierin ist ihm auch Fichte gefolgt, dessen berühmte Reden an die deutsche Nation auch heute, beim Kampf gegen die VS-amerikanische Fremdherrschaft eine große Hilfe sind. Solange das Deutsche zumindest als Volkssprache oder gar als Kultursprache überlebt, besteht also Hoffnung auf eine Wiederherstellung des deutschen Staates; zwar zeigt das Beispiel Irlands (und vielleicht demnächst auch Schottlands), daß eine Nation auch nach dem Verlust ihrer Sprache sich von der Fremdherrschaft zu befreien vermag, aber es ist doch arg, wenn man die eigene Sprache lernen muß wie hierzulande die Kinder Latein und Altgriechisch an den Schulen.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

    • Nonkonformer am

      Genau, Kollege, nie mehr "USA", sondern immer VSA wie die Franzosen mit ihrer Übersetzung
      le etats uni oder so ähnlich!
      Zweitens: Tschechei anstatt "Tschien", das es in der deutschen Sprache garnicht gibt, wird seit 1984 klammheimlich eingeführt wegen der sog. "Resttschechei" Hitlers!
      Tschechien ist völlig unstatthaft!
      "Migration" anstatt IMmigration, seit 2004 wegen des Prof.-Sinn-Buches, wo von "Einwanderung in unser Sozialsystem" die Schreibe war, erschien 2000, Sinn war nicht bereit, dies zu ändern, Neonazi konnte man ihn nicht schimpfen, also wurde 2004 verschwörerisch auf der Bundespressekonferenz "Migration" als neue Sprachregelung ausgewiesen!

      • Nonkonformer am

        Fehlerberechtigung: es muß heißen "Tschechien" anstelle fälschlich "Tschien"!

  6. Diese sprachlichen Verbiegungen wirken lächerlich. Mitunter wirken gewisse sprachliche Formulierungen verharmlosend. wie z. B. "Abtreibung"! Dieses Wort macht keinerlei Aussage, was bei einer "Abtreibung" wirklich geschieht: Es wird ein winziger, schon lebender Mensch dabei auf grausame Art in Stücke zerrissen, bestialisch ermordet! Es ist eher richtig hier vom "Kleinstkindmord" zu sprechen! Da es keine Einzelfälle sind, sondern in die Millionen geht, ist hier der Begriff "Völkermord" richtig.
    Wären all diese so bestialisch ermordeten Kleinstkinder noch am leben, wäre das schon so oft gebrauchte Wort: wir brauchen unbedingt "Zuwanderung", ein Fremdwort!

  7. Ohne saubere Definitionen und eindeutige Sprachregelungen verkommt die Wissenschaft zur Religion. Dann sind Streit und Chaos vorprogrammiert. Schon wegen der Kinder:
    http://www.youtube.com/watch?v=n_wkCUxOuiM

    Deswegen sind viele meiner Freundinnen auf dem Sprung!
    http://www.welt.de/regionales/nrw/article163063898/Salafisten-rekrutieren-immer-mehr-Frauen.html

    • heidi heidegger am

      ziemlich goile episode, GABI, aber ich hab‘ kaum zeit für sowatt, denn ich kuck wie hund: Sofia Vergara (stars on the ABC series Modern Family as Gloria Delgado-Pritchett, for which she has been nominated for four Golden Globe Awards, ..) mit "ÄÄLLBundy"-darsteller als Glorias ehemann aus d. oberschicht (lol), ist zwar bissi schrottich-grottich und *uuuaaah* RTL, aber hallloo: Mockumentary=>ist ein geläufiges filmisches Genremittel für Parodie und Satire und setzt sich somit oft dafür ein, ein stärkeres medienkritisches Bewusstsein beim Publikum zu schaffen. *gähn*

      *duckunwech*

  8. brokendriver am

    Political Correctness ist nichts weiter als der Maulkorb fürs Volk in der CDU-SPD-Diktatur.

  9. die schon immer hier sind am

    Genderscheiße und Kanak-Sprak sind durch sie auf dem Vormarsch, dank der Hilfe verkorkster sogenannter Sprachwissenschaftler,sie verunstalten die Werke großer Deutscher Dichter und Literaten, diese kleingeistigen linken und Grünen Sprachfaschisten.

  10. Flüchtling steht in der Nähe von Feigling und das ist eben nicht gerade positiv besetzt; daran ändert aber auch Geflüchteter, bzw. Gefohener nichts; denn wer immer abhaut, anstatt sich den Problemen / Widrigkeiten (in seiner Heimat) zu stellen, gilt als feige – und das zählt (noch?) nicht als positive Eigenschaft.

    Mir ist aufgefallen, daß in Kochrezepten zunehmend das französische Lehnwort Pürree durch Stampf ersetzt wird – als hätte man da noch etwas Vergessenes aus der Abschaffung des Frankophilen in der späten Kaiserzeit nachzuholen, da man französisch als "Vornehm" im 18. und 19 Jh. anstrebte, war das Deutsche damit etwas überfrachtet – während man auf der anderen Seite nichts ausläßt um das Deutsche möglichst durch das (D)Englische zu ersetzen! (Vielleicht muß noch das Pürree weg, weil sich Engländer und Franzosen seit dem 100jhrg. Krieg noch nie leiden konnten.)

    Das geht sogar so weit, daß nicht nur Reklametafeln in Deutschland ganz auf Deutsch verzichten, sondern auch bei genügend Netzseitenbetreiberkollegen die Kenntnis der engtlischen Schriftsprache als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt wird, sodaß solche Texte im Original eingestellt werden, ohne eine Übersetzung mitzugeben, was bei allen anderen Fremdsprachen gemacht wird. Das benachteiligt vor allem die Älteren, die das nicht unbedingt können müssen. Selbst Abiturienten mit (altsprachlichem) Abitur plus Französisch (z.B. im Saarland noch recht lange möglich) können es nicht, von Volksschulabgängern ganz zu schweigen – die können aber noch vernünftig Deutsch und Rechnen! – Selbst daß die heutigen Hauptschulabgänger es beherrschen, wage ich zu bezweifeln; denn einige von ihnen sind ohnehin praktische Analphabeten.
    Wenn Obrigkeiten deutsche Begriffe in andere verschieben ist das zwar – oft sogar ungewollt komisch – aber noch lange nicht so übel wie das Ersetzen durch englische Worte und besonders verwerflich ist das "Erfinden" von Begriffen, die englisch klingen sollen und im Englischen etwas ganz Anderes bedeuten.

    Also lieber Capri – Sonne als Handy – das Teil heißt besser entweder: "Persönliches Überwachungsgerät" oder "Freiwillige Fußfessel"- in Anlehnung an die alte Praxis freigelassene Sklaven als Freigelassene zu bezeichnen, könnte man das Mistding ja "Freiwilliges" nennen.

  11. Karlfriedrich am

    Natürlich beinhalten Wörter, Aussagen usw. Denkmuster, nur eben nicht identische! Solange die Kommunikation nicht nur aus einer Inflation von Geschwätz bestand (endloses vor sich hin quatschen oder endlose Einweg-Kommunikation aus den Medien), nahmen sich wenigstens gebildete Menschen die Zeit, ihre Sprache und Denkmuster durch das klärende Gespräch auf Übereinstimmung zu bringen. Und darauf aufbauend konnte der weitere Diskurs erfolgen.

    Das ist vorbei. Sprache ist zu einem Wegwerfprodukt verkommen, das zwar viel Zeit bindet, aber im wesentlichen Verwirrung stiftet, statt Verständnis. Es sollte wohl so kommen, um Menschen als Verbraucher und Staatsbürger leichter ausbeuten zu können. Es geht um mehr als political correctness.

    Mir kommt die Entwicklung von Sprache und Sprachgebrauch weniger wie ein geordneter Waschvorgang vor als vielmehr wie ein hochtouriges Schleudern.

  12. Zu der "Umsprachung" fällt mir ein, das da ein "hoher Herr" das Wort "Aperitiv" be-
    mängelte – ach "Vorsuppe" meinen Sie? sagte!

    Merkwürdig, wie sich die Zeiten UND die erneuten Vergehen gegen das eigene Volk
    ähnlicher werden!

    Wird höchste Zeit, daß wir solch üble Auswüchse UND ihre Erschaffer(!) bei den Wah-
    len erst im Saarland am kommenden Wochenende, in NRW im Mai und im Bund im
    September unmißverständlich beenden!

  13. Graf von Stauffenberg am

    Auffallend ist, dass Begriffe vom Establishment umgedeutet, teilweise sogar ins Gegenteilt verkehrt werden. Eine "buntes" Europa bedeutet, dass die kulturellen Besonderheiten der einzelnen Nationen platt getrampelt werden. Ein "buntes Europa" ist ein Einheitsstaat mit Einheitsmenschen, die sich der Einheitsreligion (welche wohl?) unterzuordnen haben.

    "Offenheit" bedeutet, dass jede noch so kleine Abweichung von der vorgegebenen Meinung bekämpft werden muss. Offen sind die Eliten nur für die eigenen Gesetzesbrüche und für Gewalt ihrer Schlägertruppe Antifa gegen Andersdenkende.

    Sprechen die Eliten von "Demokratie", so meinen sie deren Abschaffung. Sprechen sie von Antifaschismus, so meinen sie den neuen Faschismus. Sprechen sie von "innerer Sicherheit", so meinen sie damit, dass die Grenzen sperrangelweit offen sein müssen, damit sie zeigen können, wie hart sie gegen Attentäter vorgehen, nachdem sie ihren Anschlag verübt haben.

    Auffallend ist aber auch, dass eine Wortkombination aus dem Wortschatz der "Eliten" vollständig verschwunden ist, nämlich "rückhaltlose Aufklärung". Warum nur?

  14. Harald Kaufmann am

    Das ist leider so, dass unsere Muttersprache verhunst und verschandelt wird.

    Aus einem Strassenfeger, ist heute ein Halbkreisingenieur geworden. Eine Putzfrau wird heute Raumpflegerin genannt. Einen deutschen Polizisten nennt man heute Cop und der vor der Pension stehend Dorfpolizist wird gern als Dorfsherif benannt.

    Merkel ist Angie, Mutti und weiss Gott was.

    Deutschland hat sogar einen Kaiser, der vom 1. FC Bayern München und unsere Tennisprinzessin geht bald in Rente.

    Aus Scheisse wird dann Shit und einen Einkaufsbummel machen wir schon längst nicht mehr, man geht jetzt shoppen.

    Lieber Graf von Stauffenberg, die französische Sprache und deren Lehnwörter mag ich. Diese Sprache ist auch heute noch Diplomatensprache, sie klingt phonetisch vornehm und etwas musikalisch im Gegensatz zu dem kaugummihaft klingenden Kauderwelch der Angelsachsen.

    So een Bullshit aber och.

    • Natur Freundin am

      @Harald Kaufmann

      Ich möchte nicht Ihren ganzen Kommentar kommentieren, sondern lediglich den letzten Satz: "… im Gegensatz zu dem kaugummihaft klingenden Kauderwelch der Angelsachsen."

      Ich glaube, da verwechseln Sie Englisch mit Amerikanisch. Das Englische klingt nicht als kaute man gleichzeitig Kaugummi. Hören Sie einmal Theresa May zu. Sie spricht ein einwandfreies Englisch.

      Die Engländer stehen uns tatsächlich sprachlich ziemlich nahe. Falls Sie Niederdeutsch ("Platt") können oder zumindest verstehen, wissen Sie es. 🙂

  15. Irrtum, las los! Neuzeit, Demokratie, Professor.

    Jeder Mensch ist von anderen abhängig. Zur Verständigung und Klärung
    von Sachverhalten dient die Sprache. Wie das funktionieren solle,
    darüber hatte sich schon der Elite-Philosoph Wittgenstein um den
    Verstand gebracht. Seine gegenwärtigen steuerfinaanzierten Trabanten
    verschaffen sich via GEZ-Anstalten ein wenig Aufmerksamkeit.

    Wir können die Sache gleich auf den Punkt bringen und feststellen, daß
    diese Sprachwaschmaschine nur dazu da ist, nicht-gefällige
    Zeitgenossen auszugrenzen und die Lemminge auf Linie zu halten.

  16. Andreas Walter am

    Was nur in einer offenen (offensichtlichen) oder aber verstecken, unsichtbaren, geheimen, heimlichen Diktatur möglich ist.

    Ergo haben wir jetzt: Eine gelenkte Demokratie.

    https://www.youtube.com/watch?v=Cs2gYsEaMJM

    Glanzleistung.

    „Wenn Du wissen willst, wer dich beherrscht, musst Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst.“ (François-Marie Arouet, "Voltaire", 1694-1778)

  17. fleckenzwerg am

    "Hier „hat eine Gruppe von Rechthabenden beschlossen, dass das Wort Flüchtling einen negativen Beigeschmack hätte…"

    Ich schätze eher, solche Wörter (wie hier das Beispiel Flüchtling) werden von den Politikern und Medien so lange falsch bzw. euphemistisch benützt, bis sie aufgrund der Realitäten, für die normal denkenden Bürger einen negativen Beigeschmack bekommen. Wenn sich dann eine wertende Bedeutung, im allgemeinen umgangsprachlichen Gebrauch, im Sinne dieses negativen Beigeschmacks einstellt ist unsere angebliche Elite, früher oder später, gezwungen die Waschmaschine anzuwerfen, um das jeweilige Narrativ beibehalten zu können.
    Insofern sehe ich diese Sprachwaschmaschine als systemimmanenten Bestandteil unserer Lügenpresse bzw. -politiker mit Volkserziehungauftrag an.
    Schöne Beispiele hierfür sind auch Aussagen à la "kulturelle Bereicherung" und "wertvoller als Gold".

  18. Schwachsinnige die es mit ihrer Schwester und Mutter treiben wollen mir erzählen wie zu sprechen haben?
    Lächerlich, sonst nichts

  19. Jürg Rückert am

    Der Krüppel wurde zum Behinderten, der Behinderte wird derzeit zum „anders Begabten“. Was danach kommt weiß ich noch nicht, aber es kommt sicher anders. Nur wer wahres Selbstbewusstsein hat bleibt sich selbst. Deshalb sind die Juden heute noch Juden.
    „Defizite in Siege verwandeln!“
    In Gutachten für Sozialämter sollen die positiven Leistungen der Behinderten dargestellt werden. Das hört sich dann z.B. so an:
    Max hüpfte durch das Zimmer, kletterte an der Sprossenwand, dann ging`s zu Tische, wo er kräftig futterte. Über Pfingsten flog er nach Rom zur Audienz beim Papst etc.
    In der alten, diskriminierenden Form wäre er so beschrieben worden:
    Max wurde in der Liegeschale zart schaukelnd zur Sprossenwand getragen. Dort fassten seine Finger kurz an die Sprossen. Am Tisch schluckte er weiche Speisen etc.
    Die Verlogenheit unserer Bestimmer wächst wie Gras im Sommer.
    Der letzte Ming Kaiser hörte noch Siegesmeldungen, als die Mongolen bereits in der Vorstadt plünderten – Defizite in Siege verwandeln! Aber am Ende bleibt nur die seidene Schnur.
    Im behördlichen Verkehr wird der Sprach-Knigge jährlich komplizierter und gefährlicher.
    Früher hieß ich Adolf Regen und wohnte in der Mohrenstraße 8 in Neubreslau. Jetzt geht es mir wie dem Adeligen vor dem Jakobinerkommittee anno 1794. Er hieß Duc de St. Cyr. und von seinem Namen blieb nichts übrig.
    Tipp: Regen verkehrt herum gelesen … geht gar nicht.

  20. Dabei entdeckten die Philosophen………….

    naja wenn man mit dummen Sprüchen und Wörtern die Menschheit verarschen will dann muss die Unterschicht ja ganz bescheuert sein. (Weltanschauung)
    Egal was die nehmen die nehmen zuviel davon.
    Merkst selber.

  21. Graf von Stauffenberg am

    Die letzte Sprachbereinigung liegt etwa 80 Jahre zurück. Damals wurde die deutsche Sprache von Fremdwörtern – hauptsächlich französischen – bereinigt, zum Beispiel "cremfarben" statt "beige". Jetzt sind wir wieder so weit. Das Establishment will uns vorschreiben, wie wir zu reden haben. Da gibt es Biebelübersetzer*innen, die von "Gottes Tochter und der heiligen Kraft" faseln. Anderes Beispiel: Frauen werden "tausendfach" von ihren deutschen Ehemännern "vergewaltigt", während sie vom notleidenden und traumatisierten Einzeltäter eine "sexuelles Erlebnis" erfährt.

    • Orwell lässt grüßen ! Kaiser Wilhelm II ist gegen
      Fremdworte vorgegangen, denn vorallem die
      Sprachkultur macht den Deutschen aus.
      Das die Pöbelherrschaft die Sprache verwässert
      ist ein Zeichen dafür, daß man erkannt hat, daß
      eine vielseitige Sprache auch die geistige Leistungsfähigkeit erhöht.
      Bekannt dürfte sein, daß bei Fertigstellung eines
      BRD Bahnhofes es anzuraten ist, vor dessen Nutzung
      sicherzustellen, daß auch die Schienen verlegt sind.
      Ob dies nun an der allgemeinen Verblödung liegt,
      oder an der Sprache ist im Grunde egal, weg mit dem
      Pöbel und es kann nur besser werden.
      Die Sprachbereinigung des BRD Pöbels ist einfach nur
      lächerlich.

      Mit besten Empfehlungen, Raubautz 4

    • Mir fallen noch andere Beispiele bestimmter Medien ein:

      Invasoren statt Flüchtling/Geflüchteter
      SA statt Antifa
      linksfaschistisch statt einfach nicht rechts genug

      Sie wissen bestimmt was ich meine. Wenn die gleichen Medien alles tun um die sog. Mainstream Medien zu diffamieren, damit man sich bloß keine zweite Meinung einholt, dann ist dies auch nichts anderes als das was die "Eliten" betreiben.

      • Graf von Stauffenberg am

        Es geht nicht um die eine oder andere Meinung, sondern um Recht und Unrecht. Wenn bei mir jemand einbricht, dann ist das kein notleidender Flüchtling, sondern ein Einbrecher. Wenn zum Beispiel tausende von Deutschen in Frankreich ungebeten einmarschieren, dann sind diese Deutschen keine Flüchtlinge, sondern Invasoren. Stimmen Sie dem zu? Wenn ja, dann ersetzten Sie bitte "Deutsche" durch "Nordafrikaner" und "Frankreich" durch "Deutschland". Damit kein Missverständnis entsteht: Ich hab nichts gegen andere Völker. Ich hab nur was gegen eine Regierung, die die Grenzen nicht schützt und das Land langfristig in eine Bürgerkriegregion verwandelt.

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