Sie zog ihr schönstes Kleid an, verabschiedete sich von ihrer Familie und bekam dann die Todesspritze. Die Geschichte von Noelia Castillo ist tragisch. Sie wollte einfach nur aufhören zu leiden. Die jungen Frauen in Europa werden vom Staat nicht geschützt. COMPACT-Spezial 45: „Mädchen. Messer. Morde“ dokumentiert die blutige Spur der Gewalt. Hier mehr erfahren.

    Gestern ging die 25 Jahre alte Noelia Castillo in einem Krankenhaus in Barcelona in den Freitod. Ihre Geschichte ist so herzzerreißend und macht zugleich so wütend, dass sie einem den Atem raubt. Der Staat versagte auf katastrophale Art und Weise und dieses Versagen wurde schließlich mit dem Tod gelöst.

    Noelia Castillo Ramos hat ihrem Leben viel zu früh ein Ende setzen lassen. Foto: Screenshot X

    Als Minderjährige landete sie nach der Scheidung ihrer Eltern in einem staatlichen Betreuungsheim und wurde dort 2022 von ihrem Ex-Freund und drei weiteren Männern vergewaltigt, woher sie kamen ist unbekannt. Der Staat Spanien hat ihre Nationalitäten nicht bekannt gegeben. Kurz nach dieser unvorstellbaren Gewalttat wollte die damals noch junge Noelia nicht mehr weiterleben und sprang aus dem fünften Stock. Der Selbstmord misslang, sie endete querschnittsgelähmt im Rollstuhl. Seither kämpfte Noelia Castillo mit chronischen Nervenschmerzen, Inkontinenz, einer schweren Depression, einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und einer Zwangsstörung. Ihr Leben wurde zur täglichen Qual.

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    2024 hielt sie es nicht mehr aus und beantragte Sterbehilfe, die ihr bewilligt wurde. Seit 2021 ist in Spanien Sterbehilfe bei mit unheilbarem oder unerträglichem Leiden legal. Eine Voraussetzung, die die junge Frau tragischerweise in den Augen der Justiz erfüllte. In einem Interview eines spanischen Fernsehsenders sagte sie, sie wolle „endlich gehen, aufhören zu leiden“ und sich „endlich ausruhen“. Mit nur 25 Jahren wurde sie zur jüngsten Spanierin, die seit der Legalisierung diesen Weg ging.

    „Unerträgliche Schmerzen“

    Um 18.30 Uhr bekam die junge Frau das Medikament, das sie von ihren „unerträglichen Schmerzen“ erlösen sollte. Zuvor verabschiedete sie sich noch von ihrer Familie – ihrer Mutter, ihren Schwestern ihrer Großmutter und ihrem Vater. Er hatte lange für das Leben seiner Tochter gekämpft und schließlich verloren. Mit Hilfe der Gruppe „Christliche Anwälten“ versuchte er bis zum Schluss, die Sterbehilfe aussetzen zu lassen. Trotz aller Bemühungen wiesen der Oberste Gerichtshof, das Verfassungsgericht Spaniens und auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) seine Einsprüche zurück.

    Noelia hatte ihren Abschied genau geplant. Sie zog ihr schönstes Kleid an, schminkte sich sorgfältig und wollte noch einmal gut aussehen. Eine junge Frau, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatte, bereitete sich darauf vor, es zu beenden.

    Vor dem Krankenhaus versammelten sich dutzende Menschen. Sie beteten, weinten und riefen, dass es andere Auswege gäbe. Aber es half nichts. Nach der Verabschiedung von ihren Angehörigen wurde Noelia Castillo schließlich eingeschläfert. Ein viel zu früher Tod.

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