Die Menschen werden feinfühliger und lassen sich längst nicht mehr alles bieten. Beispiel: Ein ADAC-Statement für höhe Benzinpreisen im Zuge der Energiewende sorgt derzeit für einen Shitstorm. Setzen auch Sie auf Widerstand und sichern Sie sich zum 15. Jubiläum unseres Magazins den faszinierenden Schmuckband „Fackel der Freiheit“ mit allen COMPACT-Covern seit 2010. Hier mehr erfahren.

    Der Jahreswechsel hat für viele Autofahrer einen bitteren Beigeschmack. Mit dem 1. Januar ist die CO₂-Abgabe erneut gestiegen und verteuert Benzin um rund 3,5 Cent, Diesel sogar um etwa vier Cent pro Liter.

    Weitere Erhöhungen gelten als absehbar. Für Millionen Berufspendler, Familien im ländlichen Raum und Gewerbetreibende bedeutet das eine reale Mehrbelastung – nicht theoretisch, sondern an der Zapfsäule. Umso größer ist der Unmut, wenn ausgerechnet der größte deutsche Automobilclub diese Entwicklung ausdrücklich begrüßt.

    ADAC setzt auf Benzinpreiserhöhungen

    Der ADAC, jahrzehntelang als Interessenvertretung der Autofahrer verstanden, stellte sich öffentlich hinter die CO₂-Bepreisung und bezeichnete sie als „richtiges Instrument“, um den Umstieg auf alternative Antriebe zu erzwingen. Diese Aussage traf viele Mitglieder ins Mark. Denn sie empfinden steigende Spritpreise nicht als „Anreiz“, sondern als Zwang – und als Ausdruck einer Politik, die ihre Lebensrealität ignoriert.

    In der Folge kündigten zahlreiche Mitglieder ihre Mitgliedschaft, teils aus Protest, teils aus Enttäuschung darüber, dass ihr eigener Club nicht mehr ihre Interessen zu vertreten scheint.

    Von dieser Entwicklung profitiert nun beispielsweise der Verein Mobil in Deutschland. Über die Feiertage wechselten rund 2.000 frühere ADAC-Mitglieder dorthin. Der Verein positioniert sich ausdrücklich als Anwalt der Autofahrer und betont, Mobilität sichern, statt verteuern zu wollen.

    Der starke Zulauf ist weniger als Triumph zu verstehen, sondern eher als Signal: Viele Autofahrer suchen eine glaubwürdige Interessenvertretung, die ihre Sorgen ernst nimmt und sie nicht moralisch belehrt. Dass dafür sogar über Feiertage hinweg Zusatzschichten nötig waren, unterstreicht die Dynamik dieses Mitgliederwechsels.

    Verlorene Identität

    Der Vorgang steht exemplarisch für ein größeres Muster. Immer häufiger wenden sich Kunden von Organisationen und Marken ab, wenn diese ihre Kernklientel zugunsten politischer Positionierungen vernachlässigen.

    Der Schlagwortsatz „Go woke, go broke“ beschreibt dieses Phänomen: Wer seine Identität verliert und langjährige Kunden vor den Kopf stößt, riskiert Vertrauen, Marktanteile und wirtschaftlichen Erfolg. Beispiele aus Konsumgüterindustrie, Automobilbranche und Handel zeigen, dass solche Kurswechsel selten folgenlos bleiben.

    Im Fall des ADAC geht es dabei nicht um Klimaschutz als solchen, sondern um die Frage der Rolle. Ein Automobilclub wird von seinen Mitgliedern nicht als Erziehungsinstanz erwartet, sondern als Interessenvertreter gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Die Wut vieler Mitglieder ist daher kein irrationaler Reflex, sondern Ausdruck eines Vertrauensbruchs.

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