Die Bombardierung der Mädchenschule im iranischen Minab war das größte Kriegsverbrechen der jüngsten Aggression gegen den Iran. Jetzt erhebt ein neuer UN-Report schwere Vorwürfe gegen KI-Datenkrake Palantir. Alle Hintergründe zum Iran-Krieg liefert die COMPACT-Spezialausgabe „Schurkenstaat. Geschichte und Gegenwart Israels“, die keine Tabu-Themen scheut. Hier mehr erfahren.

    Am 28. Februar 2026 trifft ein Raketenangriff die Shajareh-Tayyebeh-Mädchenschule in der südiranischen Stadt Minab. Von den 123 Opfern sind die meisten zwischen sieben und zwölf Jahre alt. Viele kommen durch das anschließend zusammenbrechende Gebäude ums Leben. Am 1. März äußert sich Donald Trump erstmals zu dem Angriff. Man könne nicht sagen, wer «hinter der Attacke stehe». Gleichzeitig bringt er eine andere Möglichkeit ins Spiel: «Meiner Meinung nach wurde das vom Iran getan.»

    Während Rettungskräfte noch versuchen, Kinder aus den Trümmern zu bergen, beginnt bereits die technische Rekonstruktion des Angriffs. Videos aus der Umgebung zeigen zwei Detonationen im Abstand weniger Minuten. Kurz darauf werden Satellitenbilder ausgewertet. Erste Aufnahmen von Trümmern und Kraterstrukturen zirkulieren.

    Veraltete KI-Daten waren nicht gekennzeichnet

    Ein neuer UN-Report, über den u.a. die amerikanische Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet und der auch auf Informationen aus dem US-Verteidigungsministerium zurückgreift, macht jetzt den KI-Riesen Palantir mitverantwortlich. „Eine Untersuchung des Pentagons ergab, dass der US-Raketenangriff vom 28. Februar auf eine iranische Grundschule in Minab – bei dem 123 Kinder ums Leben kamen – auf eine Kette von Fehlern zurückzuführen war.“

    Die US-Aggression zieht eine blutige Spur über den Globus. Foto: Compact / KI

    Demnach seien uralte Geheimdienstinformationen, in denen die Mädchenschule als Einrichtung der Iranischen Revolutionsgarden markiert worden war, nicht als solche gekennzeichnet gewesen (obwohl die Schule seit über einem Jahrzehnt im Betrieb war und es eine reguläre Internetseite gab) und „im Eifer des Gefechtes“ bei der Planung von 1000 Angriffen innerhalb der ersten 24 Stunden wohl übersehen worden, dass auf dem Gelände mittlerweile ganz regulärer Schulbetrieb stattfindet. Verantwortlich dafür soll das KI-System „Maven“ von Palantir sein. Eine weitere Rolle soll zudem US-Kriegsminister Pete Hegseth gespielt haben, der die Personalressourcen einer Abteilung, die zivile Opfer bei den Angriffen reduzieren sollte, um 90 % einsparte.

    Hegseth: USA greifen keine Schulen an

    Kriegsminister Pete Hegseth erklärte indes Anfang März 2026, die Vereinigten Staaten „greifen keine Schulen an“. In der gleichen Ansprache aber verweist Hegseth im Gegensatz zu Trump auf mögliche militärische Infrastruktur in der Nähe des oder direkt auf dem Gelände: „Der Iran nutzt häufig zivile Gebäude als Deckung für militärische Anlagen“, führt er aus. Außenminister Marco Rubio argumentiert ähnlich. Der Iran habe eine lange Geschichte darin, „militärische Positionen in zivilen Bereichen zu verbergen“, erklärt er. Also doch Angriffe auf Schulen. Der nunmehr erschienene UN-Report belegt nun jedoch, dass es keinerlei Anhaltspunkte für militärische Einrichtungen auf dem Schulgelände gegeben hat. Besonders Brisant: Der Bericht kommt zum Fazit, dass die Vorwürfe über Fahrlässigkeit hinausgehen sollen und ein Kriegsverbrechen darstellen könnten.


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