Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner ist nach seinem Tennismatch während des Stromanschlags in der Hauptstadt noch immer im Amt. Jetzt fliegen weitere seiner Lügen auf. Wann ist Schluss? Setzen Sie auf frische Kräfte und fordern Sie die Alice-Weidel-Kanzlermedaille an. Gibt’s nur bei COMPACT! Hier mehr erfahren.
Der Skandal um Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) erhält ein halbes Jahr vor der entscheidenden Wahl zum Abgeordnetenhaus neue Nahrung. Nach dem großen Stromausfall im Südwesten Berlins Anfang Januar als Folge eines linksautonomen Anschlags, der zeitweise bis zu 100.000 Menschen ohne Strom und Heizung zurückließ, steht Wegner erneut im Zentrum unangenehmer Fragen zu seinem Krisenmanagement.
Bürger unter Schock, Wegner beim Tennis
Wir erinnern uns: Der linke Brandanschlag auf kritische Infrastruktur, der am 3. Januar einen der größten Blackouts der Nachkriegsgeschichte auslöste, war ein Schock für ungezählte Bürger. Fünf Tage lang kämpften Betroffene mit Kälte, ausgefallenen Aufzügen, fehlendem Warmwasser und gestörter Versorgung, Kranke konnten zeitweise kaum ausreichend vertraut werden.
In dieser akuten Notlage wurde bekannt, dass Wegner am ersten Tag der Krise nicht vor Ort im betroffenen Bezirk Steglitz-Zehlendorf erschien, sondern stattdessen Tennis spielte. Zunächst hatte Wegner in einer Pressekonferenz am 4. Januar betont, er habe sich „den ganzen Tag am Telefon“ befunden und in seinem „Büro zu Hause eingeschlossen“, um die Lage zu koordinieren.
Erst nach Recherchen des RBB hatte er am 7. Januar das Tennismatch eingeräumt und später damit begründet, er habe „den Kopf freikriegen“ wollen. Dabei schilderte er seinen Arbeitstag: „Ich habe in der Tat um 8.08 Uhr begonnen, die Telefonate zu führen.“ Er habe mit Krisenstäben, Stromnetz Berlin und „vor allem auch mit der Bundesregierung“ gesprochen – konkret mit dem Bundeskanzleramt und dem Bundesinnenminister. Direkt „danach“ sei es für ihn zwischen 13 und 14 Uhr zum Tennisplatz gegangen.
Fake News
Nun legen aktuelle Recherchen des Tagesspiegels – basierend auf Informationen der Senatskanzlei, die nach einem Eilantrag vor dem Berliner Verwaltungsgericht freigegeben werden mussten – einen anderen Ablauf nahe:
• Am Vormittag des 3. Januar gab es keine Telefonate mit dem Kanzleramt oder dem Bundesinnenministerium.
• Auch mit Stromnetz Berlin bestand vor dem Tennis kein direkter telefonischer Kontakt.
• Stattdessen beschränkte sich der „Austausch“ weitgehend auf kurze Textnachrichten mit Innensenatorin Iris Spranger zwischen 8:07 und 8:10 Uhr, einen Kontakt zur Senatskanzlei ab 8:50 Uhr sowie ein Telefonat mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey erst gegen 12:45 Uhr.
Die Bundesregierung bestätigte zwar später, dass es am 3. Januar mehrere Gespräche Wegners mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Kanzleramtsminister Thorsten Frei gab, nannte aber keinen genauen Zeitpunkt. Ob diese tatsächlich erst nach dem Tennis stattfanden, bleibt damit offen, doch die Senatsangaben widersprechen der von Wegner suggerierten frühen und umfassenden Telefonwelle ab 8:08 Uhr deutlich.
Eindeutige Faktenlage
Wegner selbst weist die Interpretation zurück: Die Darstellung entbehre „jeder Grundlage“, er lasse rechtliche Schritte prüfen. Die Opposition fordert nun Aufklärung: Verschweigen und ungenaue Angaben müssten ein Ende haben. Kritiker sehen in der Abfolge – erst die Behauptung vom „ganzen Tag am Telefon“, dann das eingeräumte Tennis und nun Zweifel an der Intensität der Vormittagsarbeit – ein Lügenmuster, das Vertrauen in Wegners Krisenführung nachhaltig beschädigt.
Während 100.000 Berliner im Winter bibberten, ohne dass der Regierende Bürgermeister persönlich präsent war oder sofort den Eindruck maximaler Aktivität vermitteln konnte, wirken die Erklärungen im Rückblick umso distanzierter. Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Die Krise war real, die Betroffenheit enorm – und die Darstellung des eigenen Einsatzes geschönt. Im anstehenden Berliner Wahlkampf dürften die Wähler nicht vergessen, wer in der Stunde der Not wo war – und wer stattdessen den Schläger schwang. Ein Rücktritt Wegners ist eigentlich zwingend geboten.
Setzen Sie auf frische Kräfte und fordern Sie die Alice-Weidel-Kanzlermedaille an. Gibt’s nur bei COMPACT! Hier mehr erfahren.





