„Ich habe ihn ausgewählt, weil er groß war.“ Mit diesen Worten erklärte der Mörder, warum er Rio erschoss. Eine Verwechslung – doch das Opfer war völlig unschuldig. Der Täter war trotz rechtskräftigem Ausweisungsbeschluss immer noch in Schweden. Auch in Deutschland gibt es dutzende dieser Fälle. In COMPACT-Spezial 45: „Mädchen. Messer. Morde“ geben wir den Opfern ein Gesicht. Hier mehr erfahren.
Am Abend des 2. März 2025 war der 16-jährige Rio Berg Aygün gerade mit seinen Freunden auf dem Heimweg vom Fitnessstudio, als die Gruppe von einem jungen Mann verfolgt wurde. In einem Fußgängertunnel zog er eine Pistole und schoss mindestens neun Mal.
Einer der Jungen traf ein Schuss ins Bein, während Rio unter anderem am Kopf und am Arm verletzt wurde. Er starb einige Tage später im Krankenhaus an seinen tödlichen Verletzungen. Der Täter stand während der Tat in telefonischem Kontakt mit Auftraggebern und erhielt trotz Zweifeln den Befehl zu schießen.
Der Täter war bereits ausweisungspflichtig
Zusätzlich wird er außerdem wegen der Vorbereitung eines Mordes an einer anderen Person – der sich einige Tage zuvor ereignet hatte – sowie wegen schweren Waffenbesitzes verurteilt.
„Die Schüsse wurden mit einer sehr starken Waffe aus nur wenigen Metern Entfernung abgefeuert, und es handelte sich um eine regelrechte Hinrichtung, bei der die Absicht offensichtlich war, Rio Berg Aygün zu töten“, erklärte das Amtsgericht in seinem Urteil. „Ich habe ihn ausgewählt, weil er groß war“, erklärte der Mörder in seinem Verhör.
Nur wenige Tage vor der Tat wurde der Täter bei einer Routinekontrolle von der Polizei angehalten. Er hatte einen rechtskräftigen Ausweisungsbeschluss und trug eine Waffe bei sich – dennoch wurde er wieder freigelassen. Kurz darauf beging er den Mord.
Weitere Verurteilte
Das Bezirksgericht hat den 17-jährigen Täter zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren und zehn Monaten verurteilt. Der peruanische Staatsbürger wird zusätzlich aus Schweden ausgewiesen und erhält ein Rückkehrverbot von zehn Jahren.
Neben dem 17-jährigen Haupttäter wurden drei weitere Personen verurteilt, weil sie versucht hatten, den Schützen nach der Tat zu schützen. Zwei junge Frauen (18 und 19 Jahre): Die 19-Jährige erhielt vier Monate Haft, die 18-Jährige sechs Monate.
Ein 15-jähriger Junge: Er wurde zusätzlich wegen Anstiftung zur Mordvorbereitung und Vorbereitung einer schweren gemeingefährlichen Zerstörung (aus einem anderen Fall) verurteilt und erhält acht Monate geschlossene Jugendbetreuung.
Zusätzlich zur Haftstrafe werden der 15-jährige Junge und die 19-jährige Frau – beide mit peruanischer Staatsangehörigkeit – aus Schweden ausgewiesen und erhalten ein Rückkehrverbot von zehn Jahren.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Tat, die hätte verhindert werden können, wäre der Täter rechtzeitig ausgewiesen wurden.
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