Die ganze Welt und im Alleingang das Klima retten, zu blöd, einen Flughafen zu bauen, zu doof, einen irdischen Bahnhof oder funktionierendes Internet auf die Reihe zu kriegen, aber sich in Höhenflüge versteigen. Die Hybris deutscher Politiker ist so grenzenlos wie dieses Land. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier begeistert sich für den Wunsch der deutschen Industrie nach einem Weltraumbahnhof in Deutschland.

    Zwar dürfte sich kaum einem Bürger dieser Republik, der angesichts der anrollenden nächsten Wohlstandsforderer-Lawine vom Balkan samt drohender weiterer Destablisierung des Landes, der milliardenteuren Alimentierung der bereits hier eingereisten, der Aushebelung von Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit sowie der Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahre, Altersarmut und Wohnungsnot um seine Existenz wenn nicht gar Leben fürchtet, die Sinnhaftigkeit des Unterfangens erschließen.

    Doch der dicke Peter setzt auf Zustimmung und altmaiert zu dem Projekt: „Raumfahrt begeistert viele Menschen“, so der CDUler gegenüber BILD. Na, wenn das so ist… Überdies sichere sie Tausende Arbeitsplätze. Schließlich sei Deutschland in der Satellitentechnik führend. Deshalb werde er den Vorschlag des BDI für einen Weltraumbahnhof sowie für Anfang 2020 die Vorlage von Eckpunkten für ein „Weltraumgesetz“ gerne prüfen. Der Rest der Welt ganz bestimmt auch…

    Voraussetzungen für einen Start in äquatoriale oder polare Umlaufbahnen müssen üblicherweise angesichts drohender Gefahren durch herabstürzende oder planmäßig abgetrennte Teile der Raketen sowie der ungeheuren Mengen Treibstoffs äußerst dünn besiedelte Standorte sein. Über die Deutschland (trotz des demographischen Wandels) indes in Kürze zunehmend weniger verfügen dürfte. Anders als Frankreich etwa, das seinen Weltraumbahnhof in Kourou im Übersee-Département Französisch-Guayana nahe am Äquator baute. Wie verträgt sich überdies solch ein Vorhaben mit den grünen Träumen von CO2 auf Null? Und: Hat man da schon Greta gefragt?

    Foto: Screenshot Twitter

    Für Deutschland hat der BDI die Flughäfen Rostock-Laage in Mecklenburg-Vorpommern oder Nordholz in Niedersachsen anvisiert, von wo kleine Raketen, sogenannte Micro-Launcher, mit Satelliten ins All starten sollen.

    Dabei haben wir doch schon seit vielen Jahren einen, um genau zu sein, seit 1936: die Heeresversuchsstelle Peenemünde. Unter Walter Dornberger, Chef der Raketenabteilung im Heereswaffenamt, sowie Wernher von Braun wurde in dem militärischen Sperrgebiet im Norden der Insel Usedom die erste funktionsfähige Großrakete Aggregat 4, die sogenannte Vergeltungswaffe V2, entwickelt und getestet. Mit ihrem ersten erfolgreichen Flug am 3. Oktober 1942 war sie das erste Objekt, das in den Grenzbereich zum Weltraum eindrang. Von daher gilt Peenemünde als „Wiege der Raumfahrt“.

    Foto: Screenshot Twitter

    Dorten könnte man doch wirken, wenn der Standort angesichts der deutschen Geschichte nicht zu vorbelastet wäre, anstatt wie vom BDI auf seinem „Weltraumkongress“ gefordert, entsprechende Voraussetzungen zu schaffen. Doch was zählt schon deutsche Geschichte – auch im Hinblick auf Antisemitismus –, da die Bundesregierung nicht „roth“ sieht, wenn eine grüne Bundestagsvizepräsidentin notorische Judenhasser herzt…

    „Die Stärke des Hightech-Standorts Deutschland spiegelt sich nicht in den staatlichen Raumfahrtinvestitionen wider“, moniert BDI-Präsident Dieter Kempf. „Raumfahrt ist für Deutschland und seine Industrie im digitalen Zeitalter von zentraler Bedeutung.“ Dann läute man doch bitte dieses digitale Zeitalter schon mal damit ein, indem man das Internet jenseits von 50 Kilometern um Berlin herum ausbaut…

    Weltraumbahnhof in Deutschland? Wie verträgt sich das mit der Klimahysterie? Die Klimabewegung wird immer radikaler, und die Medien berichteten entzückt. Lesen Sie, welche Milliardäre die grünen Extremisten unterstützen. Im Dossier „30 Jahre Mauerfall“ decken wir auf, wie Betonkommunisten die friedliche Revolution in Blut ertränken wollten – und warum das Vorhaben scheiterte. Frisch aus der Druckerpresse: Das Heft ist noch nicht am Kiosk, kann aber hier bereits bezogen werden.

    Kabarett vom Feinsten in der Tradition des Hofnarren der Industrie. Es tut weh, ansehen zu müssen, wie sehr die Deutschen verdummt und belogen und betrogen werden, wenn dieser Minister zugleich darüber lamentiert, dass kein Geld mehr für die Renten da sei in diesem absurden wie unersättlichen Steuerstaat, dessen inländerfeindlichste Regierung der Welt seine Bürger knechtet, deren Geld bevorzugt für fremde Interessen verprasst und sie dafür mit noch mehr Meinungsterror, Enteignungen und Diktatur entlohnt.

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