Sie zeigen mit moralischen Zeigefingern auf die AfD, leisten sich selbst aber seit Jahrzehnten Fehltritt auf Fehltritt. Jetzt kommt ein neuerlicher Klops hinzu. Die herkömmlichen Politkräfte haben fertig! Das geht auch aus der COMPACT-Spezialausgabe „Die Altparteien“ hervor. Sehr entlarvend! Hier mehr erfahren.

    Zu dem unübersichtlichen Gestrüpp an handfesten Skandalen gesellt sich jetzt ein pikanter Fall aus Baden-Württemberg, ausgelöst durch Andreas Stoch, aussichtsloser SPD-Spitzenkandidat für anstehende Landtagswahl. Er besuchte sozial Benachteiligte, kümmerte sich dann aber um Luxus-Fraß für sich selbst.

    Das falsche Spiel

    Doch der Reihe nach: Besuche bei der örtlichen Tafel für Bedürftige gelten für SPD-Politiker als Pflichtübung, können Sozis hier doch die Nähe zum sprichwörtlichen kleinen Mann demonstrieren, sich volksnah und sozial engagiert präsentieren; also eben so, wie die Truppe früher einmal wahrgenommen wurde.

    Stoch, 56 Jahre alt, nutzte einen solchen Termin in Bühl, um in laufende Kameras des SWR zu grinsen. Begleitet von einem Fernsehteam, das den Auftrag hatte, ihn mit GEZ-Kohle möglichst gut in Szene zu setzen, positionierte er sich als unerschrockener Verteidiger der Schwachen in der Gesellschaft.

    „Wir kennen alle die Debatten gerade, die über das Bürgergeld geführt werden“, erklärte er in der Doku bedeutungsschwanger den ehrenamtlichen Helfern der Tafel, die überschüssige Lebensmittel an Bedürftige verteilen. Dabei attackierte er, etwas im Weg stehend, die Kritiker von Sozialleistungen: Diejenigen, die nun forderten, den Gürtel enger zu schnallen, seien genau die, „deren Gürtel noch ein paar Löcher hat“. Dabei freut er sich sichtlich über sein Wortspiel.

    Die Inszenierung scheitert

    Stoch setzte sich selbstlos persönlich an die Kasse der Tafel, um symbolisch mitzuarbeiten; quasi der Gipfel an Empathie. Der angebliche Mann aus dem Volk: „Ich habe als Student auch nicht im Rewe eingekauft, da bin ich halt auch zum Aldi gegangen. Da war der Wagen halt voller mit dem gleichen Geld.“

    Doch diese Inszenierung dieser angeblichen Bodenständigkeit hielt nicht lange an. Kaum war der Tafel-Termin beendet, saß Stoch wieder in seinem Dienstwagen auf dem Weg zum nächsten Wahlkampfauftritt in Baden-Baden. Vor laufenden Kameras entblätterte sich dann noch eine andere Seite des Politikers, geprägt von Abgehobenheit und Doppelmoral.

    Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel erleben seit Beginn der Asylkrise das große Hauen und Stechen. Foto: Tafel Deutschland e.V. / Dagmar Schwelle

    Ziemlich ungeniert gab er seinem Fahrer einen unmissverständlichen Auftrag: „Dann schickst du mir ein Bild von der Auslage, und ich sage dir, was du mir bringst.“ Der Sozi-Chauffeur sollte während Stochs nächstem Termin die Zeit nutzen, um über die nahe Grenze Richtung Frankreich zu fahren, um dort Delikatessen einzukaufen.

    Auf Nachfrage gab Stoch freimütig zu, dass er solche Gelegenheiten regelmäßig nutze: „Ich nutze manchmal die Situation, wenn wir hier sind, im schönen Baden-Baden, um im angrenzenden Metzger in Frankreich gut einzukaufen.“

    Dabei schwärmte detailliert von den französischen Delikatessen: „Ich finde zum Beispiel die französischen Pasteten – pâté de campagne oder eine schöne Enten-Pastete – sind was Herrliches. Das kriegen Sie leider auf der anderen Seite der Grenze nicht in der Qualität und zu dem Preis. Deshalb nutzen wir das gerne, um ein frisches Baguette zu holen und auch gute Wurstwaren.“

    Entenpastete, die pro Kilo locker 40 Euro kostet, als Luxusgut per Fahrer holen lassen, während man selbst Wahlkampf in der Tafel macht? Wie abgehoben kann man sein?! Das ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die Mühe haben, über die Runden zu kommen.

    Dieser Kontrast zwischen dem mitfühlenden Sozialdemokraten und dem Bonzen-Feinschmecker, der deutsche Produkte als nicht gut genug abtut, unterstreicht exemplarisch, wie verlogen viele Politiker der etablierten Parteien agieren, ohne es zu begreifen. Stoch, der sich Minuten zuvor noch als ehemaliger Aldi-Käufer inszenierte, schaltet nahtlos um auf den Modus des Gourmets und bemerkt die entlarvende Peinlichkeit nicht einmal.

    „Bedaure es sehr“

    Erst nachdem Medien wie die Stuttgarter Zeitung, Youtube-Kanäle und Alternativmedien den Vorfall aufgegriffen haben, scheint Stoch zu dämmern, wie unglücklich diese Szene für einen Vertreter der angeblichen Arbeiterpartei wirken muss.

    Gegenüber der DPA erklärte er kleinlaut: „Das bedauere ich sehr. Bei dem Besuch bei der Tafel ging es mir um die vielen Menschen, die Unterstützung brauchen.“ Zu spät! Der Shitstorm war schon losgetreten und ergoss sich wohlverdient über dem schrägen Sozi.

    Politisch kann dies alles dem Pasteten-Mann und der SPD kaum noch schaden. Die Roten liegen bereits am Boden, haben laut Umfragen Mühe, in Baden-Württemberg überhaupt den zweistelligen Bereich zu erreichen.

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