„Nicht Sie! Sie sind Fake News!“ Trump weist Lügenpresse in die Schranken

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Trumps erste Konfrontation mit der Presse seit sechs Monaten geriet zu einer Lehrstunde für Vertreter der US-Konzernmedien.

„Nächste Frage? Nein, Sie nicht! Ihre Organisation ist furchtbar. Sie sind Fake News!” Für Trumps Zurechtweisung eines CNN-Reporters während seiner Pressekonferenz am Mittwoch gab es spontanen Applaus von weiteren Pressevertretern. „Noch so einer“, stöhnte er beim Sichten eines BBC-Vertreters. „Manche Medien mit denen ich zu tun habe betreiben Fake News“, erklärte Trump. „Manche sind in diesem Raum.“ Wer beim Fragestellen nicht aufstand, der wurde vom nächsten US-Präsidenten aufgefordert, dies zu tun.

Trump wiederholte, was er von der aktuellen Hysterie halte, die Russen hätten belastendes Material über ihn in der Hand: Dies sei „nonsens!“ Falls ein am Dienstag zuerst von der Nachrichtenseite Buzzfeed veröffentlichtes Dossier wirklich auf Geheimdienste zurückgehen sollte, so der 70-Jährige, dann sei das für die Betroffenen ein „erheblicher Schandfleck“. Wie der Kreml zuvor, bezeichnete Trump die Anschuldigungen als „Fake News“. Die Veröffentlichung seitens der Medien sei eine „Schande“.

Er selbst denke, dass die Russen hinter dem Hack auf das Democratic National Committee und Hillary Clintons Wahlkampfleiter stünden – „Ich glaube es war Russland“ – doch Amerika würde rund um die Uhr Opfer von Hackerangriffen sein, vor allem aus China: „Vorher haben sie daraus keine große Sache gemacht.“ Er werde Amerikas Verteidigung vor Cyberangriffen verstärken.

Die Demokraten seien dafür verantwortlich, dass sie ihr System nicht besser geschützt hätten. Die zu Tage getretenen Erkenntnisse hätten es in sich gehabt. Auch hier gab es Nachhilfe für die Medienmeute: „Schauen Sie sich an, was wir herausgefunden haben. Hillary kannte die Fragen für die TV-Duelle. Niemand hat darüber gesprochen.“

Trump bekräftigte seinen Wunsch, ein verträgliches Verhältnis mit Wladimir Putin aufzubauen und baute gleichzeitig Sorgen ab, er könne sich von Moskau unterbuttern lassen: „Ich hoffe wir kommen klar. Doch es gibt eine große Chance, dass wir nicht klar kommen werden. Glaubt irgendwer, Hillary würde taffer mit Putin umgehen als ich?“ Wenn er erst vereidigt sei, werde Russland mehr Respekt vor den USA haben als jetzt. Zu den Hacks fügte er hinzu: „[Putin] sollte das nicht tun. Er wird es nicht [mehr]tun.“

Trump bekräftigte Pläne, Obamas Gesundheitsreform auseinander nehmen zu wollen und eine Mauer nach Mexiko zu bauen. Auch zwischen ihm und seinem Unternehmensimperium werde eine Mauer entstehen. Er werde Geschäftliches fortan erst aus der Zeitung erfahren. Ein Ethikberater werde bei zukünftigen Geschäftsfragen konsultiert. Auch Tochter Ivanka werde vom Management separiert. Einnahmen seiner Hotels von ausländischen Regierungen werde er an das US-Schatzamt weiterleiten.

Veränderungen kündigte er auch für die Pharmaindustrie an. Die käme „mit Mord davon“. Amerika sei der größte Abnehmer von Pharmazeutika weltweit. Doch ein Mitspracherecht bei den Preisen gebe es nicht.

The Donald bedankte sich bei Autoherstellern wie Ford, Chrysler und Fiat dafür, Werke in den USA zu behalten. Flucht ins Ausland werde es wie bislang nicht mehr geben: „Dafür wird ein sehr hoher Grenzzoll fällig.“ Es gebe „eine Menge Bundesstaaten, viel Wettbewerb. Mir egal, wo sie bauen, solange es in den USA ist.“ Trump würde der „größte Jobproduzent werden, den Gott je erschaffen hat“. Er erlebe eine Stimmung wie nie zuvor. „Wir sind eine Bewegung, wie sie die Welt noch nie gesehen hat.“

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