Auch Wochen nach der tödlichen Messerattacke auf den Trierer Studenten lassen die erschütterten Eltern nicht locker und fordern eine Wende in der Migrationspolitik. Wie wichtig eine solche ist, wird deutlich durch Lektüre des COMPACT-Spezialheftes „Mädchen. Messer. Morde“. Wir vergessen nicht! Hier mehr erfahren.

    Nach der tödlichen Messerattacke auf den Trierer Studenten Marius Dick durch einen Afghanen haben dessen Eltern mit deutlicher Kritik an der deutschen Migrationspolitik und dem politischen Umgang mit der AfD für Aufmerksamkeit gesorgt. In einem Interview mit der Welt von gestern forderten sie einen offeneren Umgang mit der stärksten bundesdeutschen Oppositionspartei und drängten auf grundlegende politische Veränderungen, um weitere Gewalttaten zu verhindern.

    AfD endlich einbinden!

    Thomas Dick, der Vater des getöteten 22-Jährigen, sprach sich ausdrücklich dafür aus, die sogenannte Brandmauer zur AfD zu überdenken. Um politische Mehrheiten für notwendige Reformen zu erreichen, müsse man auch bereit sein, mit der Partei über gemeinsame Positionen zu sprechen. Es gehe darum, Lösungen zu finden, statt bestimmte Akteure grundsätzlich auszuschließen. Seine Ehefrau Elke ergänzte, demokratisch legitimierte Parteien, die von einem erheblichen Teil der Wähler unterstützt würden, könnten nicht dauerhaft von politischen Gesprächen ausgeschlossen werden.

    Nach Ansicht des Vaters wächst in Deutschland der öffentliche Druck auf die Bundesregierung, insbesondere in der Migrationspolitik endlich wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Er beklagte, dass viele Bürger den Eindruck hätten, über bestimmte Probleme nicht mehr offen sprechen zu können, ohne sofort politisch eingeordnet oder stigmatisiert zu werden. Zugleich kritisierte er, dass sich aus seiner Sicht ausreisepflichtige oder straffällig gewordene Migranten weiterhin in Deutschland aufhielten. Wer das Gastrecht schwer missbrauche, dürfe dauerhaft weder in Deutschland noch innerhalb der Europäischen Union bleiben. Gerade seit der Flüchtlingskrise des Jahres 2015 seien erhebliche Defizite bei Rückführungen und der Kontrolle von Ausreisepflichtigen entstanden.

    Die Eltern sehen im Tod ihres Sohnes keinen Einzelfall, sondern verweisen auf eine Reihe schwerer Gewalttaten der vergangenen Jahre. Ihre anklagende Forderung: Die Politik muss endlich Konsequenzen ziehen, um weitere Opfer zu verhindern! Als mögliche Orientierung nannten sie die Migrationspolitik skandinavischer Staaten wie Dänemark und Schweden, die aus ihrer Sicht parteiübergreifend strengere Regelungen entwickelt hätten.

    Zugleich berichtete Elke Dick von persönlichen Anfeindungen, die sie nach dem Tod ihres Sohnes erhalten habe. Hintergrund ist ihre kommunalpolitische Tätigkeit für die CDU. In zahlreichen Nachrichten sei ihr eine Mitverantwortung für die Migrationspolitik vorgeworfen worden. Sie wies diese Vorwürfe zurück und betonte, dass Kommunalpolitiker keinen Einfluss auf die Entscheidungen der Bundespartei hätten. Stattdessen seien Städte und Gemeinden selbst stark belastet, weil sie die Unterbringung zugewiesener Flüchtlinge organisieren müssten, während gleichzeitig finanzielle Mittel fehlten.

    Die Horrortat

    Ihr Sohn war „aus bisher nicht bekannten Gründen“ am 15. Juli von einem Afghanen mit einem Küchenmesser angegriffen und, so die Polizei, „mit Stichen in den Oberkörperbereich“ ermordet worden. Am helllichten Tag! Der mutmaßliche Täter konnte gefasst werden. Der Afghane war als Minderjähriger nach Deutschland gekommen, sein Asylantrag bereits 2017 abgelehnt worden. Dennoch blieb er aufgrund einer Duldung im Bundesgebiet. Im Zuge der Ermittlungen wurde der Tatverdächtige in einer forensischen psychiatrischen Einrichtung untergebracht, wo nun seine Schuldfähigkeit geprüft wird. Wir ahnen, wie das ausgeht…

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