Sind es Anbiederungsversuche für kommende Subventionen oder ist der Konformismus in der Kulturlandschaft derart groß, dass sich Medien, Theater oder Museen so eifrig am Widerstands-Bashing beteiligen?

    Vor wenigen Monaten eröffnete das NS-Dokumentationszentrum München, das sich selbst als „Lern- und Erinnerungsort zur Geschichte des Nationalsozialismus“ bezeichnet, eine Ausstellung unter dem Titel „Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945“. Darunter finden sich tatsächlich Exponate, bei denen es dem Besucher schummrig wird: Etwa ein Flugblatt, auf dem eine Neonazi-Gruppe 1980 die Wiedereinführung der Todesstrafe forderte.

    Zugleich aber wurde diese Präsentation missbraucht, weil man unter die Publikationen realer Neonazis auch die des heutigen Widerstands streute. Damit konnte man Gegner der Merkel-Politik rein assoziativ nazifizieren.

    COMPACT 10/2016-Cover an der Ausstellungswand
    COMPACT 10/2016-Cover an der Ausstellungswand. Darunter der Kuratoren-Kommentar.

    Unter dem Oberbegriff „Rassismus“ befand sich dann auch das COMPACT-Cover vom Oktober 2016. Das zeigt zur Überschrift „Invasion aus Afrika – 20 Millionen auf dem Weg nach Europa“ das Gesicht eines junge Farbigen. Der Kommentar der Kuartoren lautet lediglich: „Rassistisches Cover des rechtspopulistisches und verschwörungstheoretischen Magazins ,COMPACT’, 2016“. Darunter noch der Hinweis, dass es AfD- und Pegida-nah gelte. Die üblichen Zuschreibungen also. Nichts weiter. Was für eine erbärmliche Recherche für eine geschichtswissenschaftliche Ausstellung.

    Zum Inhalt: Ja, das Foto wirkt bedrohlich. Aber schon die Überschrift – die auf das Quantitätsproblem (20 Millionen“) verweist, und erst recht die Artikel machen klar: Es geht nicht um Bewertung afrikanischer Menschen, sondern um Merkels Migrationspolitik, um unkontrollierte Masseneinwanderung. Und die ist immer bedrohlich, besonders für den sozialen Frieden.

    Denn wer Auswahlkriterien in der Migrationspolitik aufgibt, holt auch Verbrercher ins Land (die im Falle ihrer Abschiebung von ihren Heimatländern oft nicht einmal mehr zurück genommen werden). Es ist die große Zahl, die Integrationsbemühung unmöglich macht. Die Artikel, so konnten Leser feststellen, beschrieben politische Probleme (Merkels Migrationspolitik, Hillary Clintons Beteiligung an Kriegen in Afrika, Ursachen der Massenmigration, usw.), enthielten aber keine Urteile über „Rasse“ oder Hautfarbe.

    Wer dennoch skeptisch blieb, konnte in dem Artikel „Patrioten aus Afrika – Schwarz und schwarz-rot-gold“ positive Beispiele von integrierten Afrikanern lesen, die Deutschland als ihre Heimat anerkennen und sie oft – etwa durch AfD-Mitgliedschaft – mutiger verteidigen als mancher Bionade-Hipster, von der rotlackierten SA (Antifa) und grünen Arschgesichtern ganz zu schweigen.

    Genau diese Haltung, die COMPACT durch positive Berichterstattung etwa über Patrioten wie Xavier Neidoo regelmäßig demonstriert, hat unserem Magazin übrigens Schelte von wirklicher Rasssisten und Neonazis eingebracht. Weil die nämlich kapierten, dass COMPACT ihren Rassen-Quatsch nicht teilt.

    Dass aber die Warnung aus COMPACT 10/2016 vor der Migrationspolitik sich bestätigt hat, dürfte in diesen Tagen, spätestens seit Ellwangen, auch manchem Kritiker aufgegangen sein.

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