Mega-Krise befürchtet – Aufstand der Ex-Notenbanker gegen EZB-Chef Mario Draghi

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Die Amtszeit von EZB-Chef Mario Draghi befindet sich in ihrem letzten Monat, doch ein versöhnliches Ende dürfte es für den umstrittenen Notenbankchef nicht mehr geben. Die Kritik an ihm erreichte nochmals neue Höhepunkte, nachdem der Italiener auch noch auf der letzten EZB-Sitzung am 12. September geradezu extreme geldpolitische Entscheidungen durchboxte, obwohl es dagegen heftigen Widerstand gab.

Der Kurs der ohnehin schon ultralockeren Geldpolitik wurde nochmals verschärft, obwohl das eigentlich kaum noch möglich erscheint. Die ohnehin schon bestehenden Negativzinsen für Banken, die ihr Geld auf Konten der EZB zwischenparken, wurde von 0,4 auf 0,5 Prozent erhöht. Auch das Anleihekaufprogramm wurde wieder aufgenommen.

Verdeckte Staatsfinanzierung durch Anleihekäufe

Ab dem 1. November sollen jeden Monat 20 Milliarden Euro in den Kauf neuer Staats- und Firmenanleihen gesteckt werden, obwohl die Bilanzsumme der EZB schon auf 4,7 Billionen Euro ausgeweitet wurde, was schon mehr als 40 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der Eurozone entspricht. „Die EZB kehrt in den Krisenmodus zurück“, schlagzeilte die Neue Zürcher Zeitung, doch treffender wäre die Feststellung, dass die EZB sich schon seit elf Jahren in diesem befindet, ohne dass wirklich eindeutig positive Resultate erreicht worden wären.

International sorgt Draghi mit seiner Geldpolitik für Fassungslosigkeit und Verärgerung. US-Präsident Donald Trump meldete sich schon kurz nach der Zinsentscheidung via Twitter zu Wort und monierte, dass die EZB erneut den Euro gegenüber einem ohnehin schon „sehr starken Dollar“ abwerte und dies den amerikanischen Exporteuren schade.

Die in Basel ansässige Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die als „Bank der Zentralbanken“ gilt und auch als „Wachhund mit Sitz in der Schweiz“ bezeichnet wird, da sie auf Risiken für die internationale Finanzmarktstabilität aufmerksam machen soll, warnt schon seit längerem vor der Geldschwemme, ohne dass ihre Bedenken bei Draghi Gehör finden würden.

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Erst Ende Juni stellte die BIZ erneut fest, dass die „niedrigen Zinsen den Verschuldungsaufbau begünstigt“ hätten und das Volumen an riskanten Krediten inzwischen auf rund 3 Billionen Dollar gestiegen sei.

Zwei Ex-EZB-Chefvolkswirte reden Klartext

In die Riege der Kritiker reihten sich nun auch noch frühere Führungspersönlichkeiten der EZB ein. In einem Memorandum betonten sie nun, die „anhaltende Krisenpolitik der EZB mit wachsender Sorge“ zu beobachten. Die Liste der Unterzeichner liest sich wie ein Who’s Who der europäischen Notenbankpolitik und enthält unter anderem die Namen der beiden früheren deutschen EZB-Chefvolkswirte Jürgen Stark und Otmar Issing, des früheren Bundesbankchefs Helmut Schlesinger und von Ex-Gouverneuren der österreichischen und niederländischen Notenbank.

Dem Vernehmen nach sollen auch zwei Ex-Chefs der französischen Notenbank, nämlich Christian Noyer und Jaques de Larosière, die Draghi-kritische Haltung teilen, aber noch von einer Unterschrift abgesehen haben.

Zu den jüngsten geldpolitischen Entscheidungen Draghis schreiben die Ex-Notenbanker, dass diese den Verdacht begründe, „dass hinter der Maßnahme die Absicht steht, hochverschuldete Regierungen vor einem Zinsanstieg zu schützen.“ Aus ökonomischer Sicht habe „die EZB die Grenze zur Finanzierung von Staatsausgaben schon überschritten.“

Je länger die EZB an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalte, desto größer sei die Gefahr eines Rückschlags. Sollte es eine schwere Krise geben, werde diese „eine ganz andere Dimension haben“ als in der Vergangenheit.

Es steht zu befürchten, dass auch diese deutlichen Worte einmal mehr in den Wind gesprochen sind und die Lerneffekte erst dann eintreten, wenn die prophezeite Katastrophe eingetreten ist.

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16 Kommentare

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    Eine Experimentalwährung wie der Euro, welcher rund 20 "Demokratien, Parlamente, Volksgesinnungen, Charaktere in einer Währung zusammenschliesst, kann nicht anders wirken. Egal wie dumm der EZB Chef ist, er findet immer neue Wege, diese Währung der "Grossen" weiter abwärts zu führen, Banken um ihr klassisches Geschäft zu bringen und die Mitgliedsstaaten zur exorbitanten Verschuldung zu treiben, um die Bankrotte hinauszuzögern. Die fehlenden Devisenkurse sind der Untergang südlicher Wirtschaften. Kofferäträger Schäuble hat die ganzen Verbrecher politisch immunisieren lassen, damit sie ihre Straftaten ungehindert begehen können.

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      Bachmann Klaus _Peter am

      Sollten die mein Geld vernichten brennt die Luft, dann Gnade Gott,den Verbrechern. Der Dragie will doch nur auf unsere Kosten sei Italien unterstützen, Merkel will oder wollns nicht begreifen was gespielt wird, die machen keine Reformen wie in Deutschland im Gegenteil die erpressen die EU wenn ihr nicht zahlt lassen wir die EU auflaufen.

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    “Wir brauchen eine weltweite Krise, dann werden die Völker jede noch so krude Idee die wir ihnen als Rettung anbieten dankbar annehmen" So oder so ähnlich sagte das mal ein bedeutender Mensch. Draghi und Schäuble. Das Duo Infernale.

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    Jeder hasst die Antifa am

    Drahgi ist nichts anderes als ein Mafiosi in Nadelstreifen der die Menschen um ihr Geld betrügt

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    Ein Abschiedsgeschenk, das den Michel erneut bluten lässt, wie wiederholt in der Vergangenheit.

    Und was passiert?
    Nichts.

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      DerSchnitter_Maxx am

      Die Deutschen werden … abgezockt, ausgenommen, niedergemetzelt, ausgeschlachtet und abgeschafft – das … passiert – und es geschieht in Echtzeit !

      Sozusagen, ein ziemlich offenkundiger … aber für viele dummerzogene Blindgänger eben, nicht sichtbarer Genozid 😉

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        Na und? Die Deutschen, genauso wie die Ösis wollen es ja selbst so! 75,6% der wahlberechtigten Ösis sind gerade in die Wahlzellen geeilt und haben mit Blankovollmacht Wahlkreuz schriftlich angeordnet: "JA, Weitermachen!"
        Obwohl ausschließlich Kommunistische Parteien zur Wahl standen. Denn alle Parteien sorgten sich um das Weltklima. Diese Propaganda ist schon in den 1950ern von den Kommunisten in Moskau als Langzeitstrategie zur Erreichung des weltweiten Kommunismus erarbeitet worden. Nachzulesen in dem Buch: "Rote Lügen in grünem Gewand".

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        Als Kinder haben wir schon gesagt: Dummheit muss bestraft werden! Das es allerdings heute mit Erwachsenen und Wählern gemacht wird, ist mir schleierhaft!

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    Geld wird durch Zinsen giriert. Auch dieses Schneebalsystem wird scheitern, so wie jedes Schneeballsystem irgendwann implodiert. Infaltion, Hyperinflation und/oder Krieg.

    Zinsen abschaffen könnte das verhindern, aber ob die Sparer dabei mitmachen? Sie wollen schließlich auch Geld für’s Nichtstun "verdienen".

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      Der gescheite Sparer geht längst raus aus Buchgeld und Papiergeld. Wer nur am Automaten abhebt und noch Ersparnisse auf Girokonten oder Tagesgeldkonten in größerer Menge >10000€ hat, tut gut daran, sich mehrere Karten ausstellen oder ein hohes Tages- und Wochenlimit einzurichten, um bis zum Jahresende soviel wie möglich abzuhebeln und in Gold umzurubeln. Silbermünzen (man sollte aus verschiedenen Gründen nicht mehr als 1000 € davon haben) sind schon in den gängigen Stückelungen (1/2 und 1 Unze) rar. Gold ist in den letzten 3 Monaten um 11% gestiegen, im letzten Jahr um 33% gegenüber dem Euro (27% ggü. US-$ und SFr). Braut sich was zusammen? Wer jetzt noch anonym dabei sein will, nur noch bis zum Jahresende mit Tageslimit 9999€, ab 1.1.2020 nur noch ein Fünftel, also 1999€ in Tafelgeschäften tauschbar. Das Regime wird wohl bald zupacken. Aktueller Goldpreis 4400€/100g-Barren bzw. 1380€ für 1 Unze (31,1g) Barren oder Münzen. Ein oder zwei noch kleinere Münzen für den Notfall gut zu haben, aber Händlermargen sind unter 1oz größer.

      Die Zinsen sind unter Inflationsrate, wieso lassen Millionen ihre Ersparnisse bei der Bank vergammeln, ich werde das nie verstehen.

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        Völlig richtig. Dazu kommt noch eine Einlagensicherung von EINEM Prozent! Hattest du vorher noch 10.000 auf der Bank, sind es nach einem "Ereignis", wie es die Griechen und Zyprioten schon hatten, nur noch 100 Teuronen. Viel Spaß beim Sparen, vielleicht spendiert die Bank noch einen Kugelschreiber dazu!

        Raus aus dem Papiergeld und rein in Edelmetalle!

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        Noch eine Korrektur, ich war ungenau: Die Edelmetalle müssen physisch außerhalb der Bank gelagert werden!

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        Sicher ist sicher am

        Willi 2: Vollkommen richtig, im eigenen Zugriff. Aber Obacht: Merkels Gäste sind nicht nur als Vergewaltiger, sondern auch als Einbrecher unterwegs. Einmauern oder einkacheln, unauffällig. Rechnungen unter Schränke. Mit niemandem drüber reden. Und die Verpackungen nicht beim Einbauen beschädigen, sonst 10% Wertverlust auf LBMA-Barren.

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        Sicher ist sicher am

        übrigens deutet der Anstieg auch gegenüber $ und SFr. an, daß eine Flucht in Dollar- oder Franken-Bargeld derzeit keine gute Idee ist. Dollar ist auch schuldenbelastet und die Schweiz wird u.U. von der EU mit in den Abgrund gerissen ebenso wie Norwegen. Muß nicht passieren. Aber wenn’s passiert ist das eigene Geld weg. Klar, Gold kann auch mal 20% verlieren. Aber besser 80% des eigenen Geldes gerettet als nur 10% oder alles verloren.

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      HERBERT WEISS am

      Letzteres kann man so sehen. Andererseits fördert ein gewisser Anreiz zur Sparsamkeit das bewusste Konsumieren. Im Übrigen fängt auch bei den Zinsen der Blödsinn bei der Übertreibung an. Man sollte sich bewusst sein, dass ein überdurchschnittlicher Zins nur durch eine besonderes innovative Idee erwirtschaftet werden kann. Andererseits sind auch Risikozuschläge für Kreditnehmer pure Zockerei, denn entweder ist jemand kreditwürdig – oder er ist es nicht.

      Es gibt da eine interessante Gleichung:
      Geldmenge x Umlaufgeschwindigkeit = Inflation x Wirtschaftswachstum

      Die Geldmenge wächst rapide, Inflation und Wirtschaftswachstum sind eher mäßig – finde den Fehler!

      Der ganze Schotter wird von irgendwelchen Akteuren gehortet, die es sich leisten können. Und hängt über uns, wie das von einem Pferdehaar gehaltene Schwert über einem gewissen Damokles.

      2019 standen wir vor dem Abgrund, doch dann haben wir einen großen Schritt vorwärts gemacht!

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    DerSchnitter_Maxx am

    "In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf dieser Weise geplant war." (F. D. Roosevelt)

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