In einer Woche wollen antiimperialistische Linke der Leipziger Antifa-Ikone Juliane Nagel einen Hausbesuch abstatten. Die Szene ist in Aufregung, beide Seiten machen mobil, die Polizei bereitet einen Großeinsatz vor. Jetzt kam es zu einer ersten Straßenschlacht. Hauptstreitpunkt: Die Haltung zur Ukraine und Israel. In unserer Ausgabe mit dem Titelthema „Der Brandstifter – Wie Netanjahu die Welt anzündet“ liefern wir alle wichtigen Hintergründe zum Nahost-Konflikt. Hier mehr erfahren.
Sie mobilisieren zum Hausbesuch bei der Linkspartei-Politikerin Juliane Nagel und ihrem Zentrum „Linxxnet“, machen gegen „Antideutsche“ Stimmung – in Leipzig haben die Streitigkeiten zwischen verschiedenen linksextremen Stoßrichtungen einen neuen Höhepunkt erreicht. Schon in den vergangenen Monaten kam es mehrfach zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern, immer wieder griff die Connewitzer Szene Objekte der sog. Antiimperialisten an. Diese wollen jetzt zum Gegenschlag ausholen und den Antideutschen, die vor allem mit ihrer bedingungslosen Solidarität zu Israel provozieren in ihrer Hochburg entgegen treten – mit einer Demonstration am 17. Januar 2026.
Wie üblich, reagiert die Connewitzer Antifa-Szene mit Gewaltdrohungen und macht gegen die „Antisemiten“ mobil, weit über den Stadtteil hinaus wird zum Angriff auf die Demonstration aufgerufen. In der Lokalpresse wird bereits von einer „Schlacht um Gaza“ gesprochen, die zwischen den beiden verfeindeten Strömungen mitten in Leipzig ausgetragen werden soll. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor und wird ordentlich zu tun haben, die verfeindeten Lager, die mitunter optisch kaum erkennbar sind, auseinander zu halten. Denn schon jetzt fliegen Fäuste und Pfefferspray liegt in der Luft.
Straßenschlacht mit dutzenden Beteiligten
Zu einer ersten Gewalteskalation kam es bereits am Donnerstagabend: Etwa 20 Anhänger der antiimperialistischen Linken zogen am Donnerstagabend gegen 22.30 Uhr durch Connewitz, als sie an der Ecke Meusdorfer Straße / Wolfgang-Heinze-Straße von einer ungefähr ebenso großen Gruppe der Antifa angegriffen wurden. Unter Rufen wie „Drecks Faschos“ setzten die Linksautonomen u.a. Pfefferspray ein und raubten mehrere Gegenstände, u.a. das Mobiltelefon eines Überfallenen.
Einschüchtern lassen wollen sich die linken Antiimperialisten jedoch nicht:
„Erstmal haben die Zionisten bewiesen, wie notwendig unsere Demonstration ist.Andererseits zerstört dieser Angriff nun endgültig die Illusionen davon, dass die Staatsräsonler:innen auf eine friedliche Koexistenz aus sind. Es ist auch nicht das erste Mal, dass sie derartig gewalttätig geworden sind.“
Leipzig steht ein spannendes Wochenende bevor, zumal auch eher rechtsgerichtete Initiativen angekündigt haben, vor Ort zu sein bzw. die Demonstration nach Connewitz zu unterstützen. Ein weiterer Grund, weshalb die örtliche Antifa schäumt.
Streitpunkt Gaza: Israel setzt den Nahen Osten in Flammen. In unserer Ausgabe mit dem Titelthema „Der Brandstifter – Wie Netanjahu die Welt anzündet“ liefern wir die Fakten zum Thema. Hier mehr erfahren.





