Im ARD-Studio gerät der Vizekanzler bei Bürgerfragen ins Schwitzen. Auf Kritik an der Ukraine-Politik kontert er mit: «Da muss ich hart widersprechen». Und bei der Zuwanderung redet er totalen Unsinn. SPD am Tiefpunkt, wie COMPACT-Spezial «Die Altparteien – Wie sie uns belügen und betrügen» beweist. Hier mehr erfahren.
Die Luft im Studio war brühend heiß, die Stimmung angespannt. Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) stellte sich am Montagabend in der ARD-Sendung Arena den Fragen von rund 120 Bürgern. Der direkte Kontakt mit dem Volk brachte den Sozi-Chef sichtlich ins Schwitzen, was nicht nur am ohnehin schon überhitzten Studio lag. Klingbeil, im dunklen Anzug, wischte sich mehrmals über die Stirn, während die Kamera immer wieder auf sein schweißnasses Gesicht zoomte.
Keine überzeugenden Antworten
Die Fragen waren quer durchs Gemüsebeet: Bundeswehr, Rechtsextremismus, Migration, natürlich soziale Gerechtigkeit und die obligatorische Russland-Frage. Besonders spannungsgeladen wurde es, als ein Zuschauer den Ukraine-Krieg und die deutsche Unterstützung kritisierte.
Klingbeil erklärte, es gebe sehr wohl einen Mann, der diesen Krieg jeden einzelnen Tag sofort beenden könnte:
«Das ist Wladimir Putin. Da muss ich hart widersprechen. Dem ist es egal, was mit seinen eigenen Leuten passiert.»
Der Bürger gibt sich damit nicht zufrieden, antwortet: Die Strategie der Bundesregierung sei dennoch «bescheuert», weil sie schlicht nichts bringe. Moderator Louis Klamroth (aka Luisa Neubauers Lover) beendet den Schlagabtausch mit einem trockenen Satz: «Da kommen wir wohl nicht zusammen.» So sieht öffentlich-rechtliche Diskussionskultur aus…
Totalausfall bei Migration
Doch es kam noch schlimmer. Auf die Probleme mit der Zuwanderung angesprochen, behauptete Klingbeil:
«Wir sehen, dass Migration dieses Land reicher macht – an kultureller Vielfalt, aber auch ökonomisch.»
Deutschland brauche sowohl Asylanten als auch Fachkräfte. «Wir brauchen beides. Wenn wir nicht lernen, dass wir ein Land sein müssen, das Integration lebt und wir hier Menschen herzlich willkommen heißen, dann verspielen wir unsere Zukunft», so der Vizekanzler im Berliner Polit-Sprech.
Am Ende des Abends wirkte Klingbeil sichtlich erleichtert, dass die Sendung vorbei war. Doch die Bilder vom schwitzenden Obersozi sprechen Bände. Die Ampel-Nachfolger haben keine überzeugenden Antworten mehr auf die drängenden Probleme des Landes. Ein peinlicher Auftritt, von einem abgehobenen SPD-Mann, der auf einmal mit der Realität konfrontiert wird.
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