Kaliforniens Gouverneur fordert „totale Gehirnwäsche“, um Erderwärmung zu stoppen

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Wenigstens sind Amerikas Ultra-Liberale mal ehrlich. Wenn die eigene Ideologie von der Wissenschaft nicht getragen wird, dann hau den Menschen einfach lange genug auf die Mütze…

Jerry Brown, demokratischer Gouverneur des Bundesstaats Kalifornien, ist ein ganz Progressiver und Amerikas strahlender Anführer im Kampf gegen den Klimawandel.

Am Samstag sprach der 79-Jährige vor der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften im Vatikan. Die Bedeutung des Wortes Klimareligion hob er dabei auf ganz neue Ebenen. „Der Trump-Faktor ist sehr gering“, so Jesuit Brown. Das sei jedoch kein Grund zum Jubeln, denn der Kohlefreund im Weißen Haus sei nicht das einzige Hindernis auf dem Weg zur Grünen Neuen Weltordnung.

„Das Problem sind wir“, zitiert ihn die Sacramento Bee. „Unsere gesamte Art zu Leben. Unser Komfort. Die Gier. Unsere Schwäche. Unsere Schwerfälligkeit.“

Brown, der sich zurzeit bei der Weltklimakonferenz in Bonn aufhält, forderte, die Macht des Glaubens mit Technik, Wissenschaft und Politik zu kombinieren. Dafür brauche es eine Massenmobiliserung der religiösen, theologischen sowie der prophetischen Sphäre. „Die Macht liegt in der Prophezeiung“, so Brown. Um die Auswirkungen des Klimawandels zu verlangsamen, könne die Gesellschaft sich nicht nur auf Wissenschaft und Technologie verlassen. Sie müsse endlich anfangen, die Notwendigkeit sogenannter transformationaler Ansätze zu akzeptieren.

Brown erklärte, die Umgestaltung würde nicht einfach sein. Unter Verweis auf seinen kürzlichen Besuch des Eastern Economic Forum in Russland sagte er: „Selbst in den höchsten Zirkeln haben die Leute das noch immer nicht kapiert. Man braucht nicht nur eine leichte Berieselung. Wir brauchen eine totale, man könnte sagen, Gehirnwäsche.“ Er fügte hinzu: „Wir müssen unsere Gehirne auswaschen und eine sehr andere Welt erkennen.“ (O-Ton: “We need to wash our brains out and see a very different kind of world.”)

Wikipedia beschreibt Transformationale Führung als „ein Konzept für einen Führungsstil, bei dem durch das Transformieren (lat.: transformare – umformen, umgestalten) von Werten und Einstellungen der Geführten – hinweg von egoistischen, individuellen Zielen, in Richtung langfristiger, übergeordneter Ziele – eine Leistungssteigerung stattfinden soll“.

Auf die Klima-Ideologie bezogen, bedeutet das wohl die totale Umerziehung des Menschen als freies Wesen und Gottes Geschöpf (für die religiösen) hin zu einem sich selbst verachtenden, weil Klima killenden, Untergebenen eines allmächtigen Superstaats, der von der Glühbirne bis zur erlaubten Zahl der Kinder einmal alles bestimmen will. Fast selbsterklärend, dass auch Brown zu jenen „Umweltschützern“ zählt, welche die Volksrepublik China als Vorbild sehen.

In Bonn trifft Brown am Dienstag auf Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, um eine Zusammenarbeit ihrer Länder zu forcieren.

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Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

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