Mit spektakulären Aktionen machte die Schweizer Gruppe Junge Tat, vergleichbar mit der Identitären Bewegung in der Bundesrepublik, von sich Reden. Jetzt wurden die Patrioten in einem umstrittenen Polit-Prozess verurteilt. Die Kritik ist groß, denn für friedlichen Widerstand gegen die aktuelle Politik gehören keine jungen Aktivisten auf die Anklagebank, sondern die verantwortlichen Politiker. In „Edition 12: Sellner. Geheimplan – Was ich wirklich will“ lesen Sie, was die Mainstream-Medien verschweigen und informieren sich aus erster Hand. Hier mehr erfahren.

    Urteil im monatelangen Prozess gegen die Aktivisten der Jungen Tat: Am Freitag (30. Oktober 2026) wurden die beiden Leiter der Gruppe, Manuel Corchia und Tobias Lingg, zu Haftstrafen von 12 Monaten auf Bewährung verurteilt, dazu Geldstrafen von mehreren tausend Franken. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar eine unbedingte Haft gefordert. Auch weitere Angeklagte müssen teils hohe Summen bezahlen, lediglich eine junge Patriotin wurde freigesprochen.

    Unmittelbar im Anschluss an die Urteilsverkündigung teilten die Betroffenen jedoch mit, Berufung einzulegen und den Schuldspruch anzufechten.

    ⚖️ WIR AKZEPTIEREN DIE URTEILE NICHT!

    ▶️ Heute wurden unsere Aktivisten vom Bezirksgericht fast vollständig verurteilt.

    ⛓ Manuel Corchia und Tobias Lingg erhielten 12 Monate Gefängnis auf Bewährung!
    Auch die anderen Aktivisten und Mitstreiter wurden zu empfindlichen… pic.twitter.com/472vESpkas

    — Junge Tat (@Junge_Tat) October 30, 2026

    Doch worum geht es bei der Jungen Tat überhaupt? Und was wurde den Patrioten vorgeworfen?

    Friedliche, aber dafür umso kreativere Protestaktionen im Stil der Identitären Bewegung – damit macht die „Junge Tat“ weit übe die Schweiz hinaus seit mehreren Jahren auf sich aufmerksam. Mit professionell gestalteten Videos erreichen die Aktivisten hunderttausende Menschen im Internet, liefern anziehende Bilder für die patriotische Jugend. Eine Gruppe, die zeigt, wie Impulse gesetzt werden können, um eigene Themen auf die politische Tagesordnung zu setzen.

    Besonders im Visier der Behörden: Manuel Corchia, Leiter der „Jungen Tat“ und ihr bekanntestes Gesicht. Foto: Junge Tat

    Doch dieser Erfolg und die Anziehungskraft, die von der „Jungen Tat“ ausgeht, gefällt freilich nicht jedem. Mainstream-Medien bezeichnen die Initiative regelmäßig als „Rechtsextremisten“, während die Schweizer Justiz in dem Prozess, der nun zur Verurteilung führte, zum großen Rundumschlag ausholte. Besonders im Fokus: Manuel Corchia, Leiter der Gruppe und ihr charismatisches Aushängeschild.

    Um die größtmögliche Einschüchterungswirkung zu erzielen, setzen die Schweizer Justizbehörden auf einen alten Trick: Über mehrere Jahre hinweg wurden geringfügige Ermittlungsverfahren, etwa Vorwürfe wie Hausfriedensbruch, die im Rahmen politischer Protestaktionen als möglicher Kollateralschaden in Kauf genommen werden mussten, gesammelt, um schließlich mehrere Fälle in einem großen Prozess vor Gericht zu bringen. Und somit das Strafmaß zu erhöhen.

    Politisch motivierte Vorwürfe sollen Patrioten einschüchtern

    Doch was wird den Aktivisten eigentlich vorgeworfen? Bereits ein Blick auf die drei „Hauptvorfälle“ zeigt, dass es sich um ein politisch motiviertes Vorgehen handelt, welches unter anderen ideologischen Vorzeichen sicherlich niemals verhandelt worden wäre.

    I. Ein klares Bekenntnis zur Familie
    Bei einer Banneraktion, die 2022 in Zürich anlässlich einer „Drag Queen Story Hour“ stattfand, wo als Frauen verkleidete Männer kleinen Kindern Geschichten vorlesen, zeigte die Gruppe Banner mit der Aufschrift „Es gibt nur zwei Geschlechter“, sowie „Familie statt Gender-Ideologie“. Strafrechtlich soll dieser friedlich Protest u.a. ein „Verbreiten von Pamphleten mit herabwürdigendem lnhalt“, sein, vorgeworfen wird etwa Hausfriedensbruch und Nötigung.

    Die Losung „Familie statt Gender-Ideologie“ werten die Behörden als Hetze. Foto: Junge Tat


    II. Protestaktion bei „Pride-Gottesdienst“

    Anlässlich einer eines „Pride-Gottesdienstes“ der LGBTQ-Community, der 2022 in einer Züricher Kirche stattfand, errichteten Mitstreiter der „Jungen Tag“ ein Kreuz mit der Aufschrift „#nopridemonth“ als Bekenntnis gegen die queere Provokation. Obwohl die Anhänger der Pride-Veranstaltungen die durchweg gewaltfrei agierenden Patrioten mit Schlägen attackierten, wird nur gegen eine Seite ermittelt, gegen die „Junge Tat“. Ihr werfen die Strafverfolgungsbehörden einen Hausfriedensbruch, aber auch eine „Störung der Glaubens- und Kunstfreiheit“ vor.

    III. Notwehr gegen militante Linksextremisten

    Ebenfalls im Jahr 2022 kam es während Demonstrationen gegen die Corona-Zwangsmaßnahmen in Zürich zum Angriff einer bis zu 400 Personen starken Gruppe vermummter Linksextremisten auf rund ein Dutzend Anhänger der „Jungen Tat“. Statt die Beine in die Hand zu nehmen, standen die Patrioten in deutlicher Unterzahl ihren Mann und wehrten die Attacke ab – was ihnen auch als Notwehrrecht zusteht. In einer Täter-Opfer-Verdrehung wird jedoch nicht etwa gegen die Antifa-Anhänger ermittelt, sondern den patriotischen Aktivisten Landfriedensbruch vorgeworfen.

    Angriff auf das gesamte patriotische Lager

    Diese drei Beispiele zeigen, wie mit Kanonen auf Spatzen geschossen werden soll. Nicht der Widerstand ist kriminell, sondern diejenigen, die mit gesetzeswidrigen Mitteln oppositionelle Bekämpfen und dabei auch vor gewalttätigen Attacken nicht zurückschrecken. Der Versuch der Schweizer Behörden, die „Junge Tat“ zum Schweigen zu bringen, muss deshalb als klarer Angriff auf das patriotische Lager begriffen werden. Um ihn zurückzuschlagen, braucht es Solidarität und Öffentlichkeit – denn betroffen sind zwar nur wenige Aktivisten, doch gemeint sind alle Patrioten.

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