Die Jesidin Aschwak hätte wirklich Schutz in Deutschland gebraucht. Für Menschen wie sie wurde das Asylrecht erfunden. Ausgerechnet sie aber hat diesen Schutz NICHT gefunden. Warum? Weil auch ihr Peiniger ins grenzenlose Merkel-Deutschland einreisen durfte und sie hier weiter terrorisierte. Poliziei konnte “leider nichts tun”.

    Nachdem der IS in den Irak eingefallen war, begann der Terror gegen die dortigen Jesiden: Die Männer wurden zu tausenden ermordet, die Frauen als Sklaven verkauft. Die junge Jesidin Aschwak Hadschi Hamid Talo war eine von ihnen. Auf dem IS-Sklavenmarkt in Mossel verschacherte man die 15jährige für 100 Dollar an einen Gotteskrieger, der sich Abu Humam nannte.

    Ab sofort galt Aschwak als sein Eigentum! Sie wurde geschlagen, missbraucht, zu täglichen Putz- und Aufräumarbeiten gezwungen: Arbeits- und Sexsklavin in einem. 2015 gelang ihr die Flucht nach Deutschland. Drei Jahre lang wohnte sie in Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg). Nach medizinischer Betreuung besuchte sie erfolgreich die Schule. Die deutsche Sprache beherrscht sie fließend. Perfekte Integration. Ein neues Leben schien sich aufzutun.

    Eines Tages aber fühlte Aschwak sich von einem Mann verfolgt. Ihre Mutter tröstete sie zunächst: „Mach Dir keine Sorgen, es gibt in Deutschland keine solchen Menschen.” Als sie im Febrauar zum Einkaufen ging, stand der Ex-Pein9iger plötzlich vor ihr: „Du bist Aschwak!“ sagt er ihr ins Gesicht. Sie brauche nicht zu lügen. Er wisse alles. Die junge Frau rannte weg.

    Auch ihre Freundinnen hätten ähnliche Erlebnisse gehabt, aber niemand habe ihnen geglaubt, erzählte Aschwak. Die Stadt bot ihr eine anonymistierte, neue Wohnung, aber das hätte ihre Angst nicht gelöst. Die Polizei hingegen konnte nach eigenen Angaben „gar nichts machen“. Denn aufgrund von Aschwaks Beschreibungen ließ sich kein Verdächtiger aufspüren. Und das, obwohl bereits mehrere Jesiden in Deutschland besagten Abu Humam erkannt haben wollen.

    Man darf wohl vermuten, dass der IS-Kämpfer unter falschem Namen eingereist ist, bei Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung auführliche Recherchen zur Klärung seiner Identität unterlassen, so dass er seine ehemaligen Opfer hier weiter terrorisieren darf.

    Aschwak ließ wissen, sie sei den Deutschland unglaublich dankbar für alles, aber sie ziehe ins nordirakische Kurdengebiet. Sie hoffe, Abu Humamm dort nicht mehr begegnen zu müssen: „Ich will nicht mehr nach Deutschland gehen, ich habe zu viel Angst.” – Im heutigen Merkel-Deutschland kann man Schutzsuchenden keine Sicherheit mehr bieten.

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    Screenshot Twitter

    Inzwischen wohnt Aschwak wieder in Nordirak. Das Landeskriminalamt erklärte jetzt, dass man aufgrund des Wohnortwechsels von Aschwak die Ermittlungen derzeit nicht fortgeführt würden… Darüber widerum ist die Jesidin verwundert: Die Polizei besitze ihre Kontaktdaten, meldet sich aber nicht mehr bei ihr: „Warum rufen die mich nicht an?”

    Hier stellt sich die Frage: Kann oder will man da nichts tun?

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