Quentin wollte nichts anderes, als die Frauen von Collectif Némésis schützen und bezahlte dafür mit seinem Leben. Was sich gestern in Lyon abspielte, ist ein politischer Skandal ersten Ranges.

    Bei einer Demonstration rund um eine Konferenz über die Beziehungen zwischen der Europäische Union und Palästina protestierte die rechte Frauengruppe friedlich. Doch Anhänger der radikalen Palästinenserin und französischen Europaabgeordneten Rima Hassan reagierten wie so oft nicht mit Argumenten, sondern mit Gewalt.

    Eine junge Aktivistin wurde gewürgt, ihr Kopf brutal auf den Asphalt geschlagen. Danach litt sie unter starken Kopfschmerzen und Übelkeit. Das allein wäre schon erschütternd genug. Doch es war erst der Anfang.

    Isoliert, gejagt, totgeschlagen

    Der Anfang 20-jährige Quentin, Teil des Sicherheitsteams der Frauen, wurde laut Zeugenaussagen in eine Seitenstraße gedrängt und von seiner Gruppe getrennt. Dort soll ein Antifa-Trupp mit Metallhandschuhen auf ihn eingeprügelt haben. Von Hieben und sogenannte „Freistößen“ in denen der Kopf des Opfers wie ein auf der Straße liegender Fußball getreten wird ist laut Zeugenaussagen die Rede. Als der Rettungswagen eintraf, war er bereits nicht mehr ansprechbar.

    Im Krankenhaus kämpften Ärzte um sein Leben. Er wurde in ein künstliches Koma versetzt. Wenige Stunden später folgte die schockierende Nachricht: Hirntod. Quentin erhielt die letzte Ölung. Ein junger Mann, der nur schützen wollte – Frauen und seine Heimat.

    Politische Verbindungen

    Laut diverser Zeugenaussagen soll Jacques-Élie Favrot zu den mutmaßlichen Tätern gehören. Er ist parlamentarischer Mitarbeiter von Raphaël Arnault, einem Abgeordneten der Linkspartei La France Insoumise. Auch Arnault selbst sorgte für Empörung: In einem Video drohte er vor zwei Jahren Alice Cordier, der Chefin von Némésis, sinngemäß eine Kugel in den Kopf zu jagen.

    Jacques-Élie Favrot soll zu der Bande dazugehören. Foto: Screenshot X

    Favrot wird zudem der linksradikalen Gruppe La Jeune Garde zugerechnet, die sein Chef Arnault mitbegründet haben soll. Die Organisation wurde im Juni 2025 vom Ministerrat aufgelöst, unter anderem wegen massiver Gewaltvorwürfe. Bereits im Juni 2024 war Favrot in eine brutale Attacke am Bahnhof Lyon-Perrache verwickelt, bei der ein rechter Aktivist zusammengeschlagen wurde.

    Rot eingekreist Jacques-Élie Favrot und rechts von ihm der linksextreme Abgeordnete Raphaël Arnault. Foto: X La Cocarde Étudiante

    Eine unbequeme Frage

    Wie konnte es so weit kommen? Wie kann politische Radikalisierung in offene Gewalt gegen Andersdenkende umschlagen? Und warum scheint es immer wieder dieselbe Richtung zu sein, aus der diese Eskalationen kommen? Erst Ende Januar fielen in Turin mehrere Polizisten den brutalen Lynchmobs der Antifa zum Opfer.
    Quentin ist tot. Zurück bleibt nicht nur Trauer, sondern die Forderung, dem tagtäglichen linken Terror auf unseren Straßen endlich einen Riegel vorzuschieben und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

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