Die Bundesregierung hat eine Wiedereinführung der Wehrpflicht auf den Weg gebracht. Auch innerhalb der AfD gibt es Unterstützer solch brandgefährlicher Bestrebungen. Jetzt hat sich der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke mit einer klaren Ansage in die Debatte eingemischt. Passend dazu: In unserer brandneuen COMPACT-Septemberausgabe „Der Totengräber. Wie Merz Deutschland das Grab schaufelt“ diskutieren die beiden AfD-Politiker Rüdiger Lucassen und Hans-Thomas Tillschneider zum Thema „AfD für Wehrpflicht – echt jetzt?“. Dieses Gespräch sollten Sie nicht verpassen. Hier mehr erfahren.
Bernd Baumann, erster parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, kritisierte den Wehrpflicht-Vorstoß der Bundesregierung gegenüber der WELT. Doch nicht etwa, weil die neuerliche Aufrüstungswelle der westlichen Staaten die Konfrontation mit Russland weiter verschärfen wird, sondern weil der Vorstoß von Friedrich Merz nicht weit genug gehe, es bräuchte nicht nur Pflicht-Musterungen sondern schon jetzt – diesen Schritt hebt sich die Regierung noch auf – auch eine verpflichtende Einziehung zur Bundeswehr. Immerhin: Baumann betont, dass Wehrdienstleistende nicht für Auslandseinsätze herangezogen werden dürfen. Dennoch ist eine Wehrpflicht zum jetzigen Zeitpunkt, in dem die Bundesrepublik für fremde Interessen in einen Krieg mit Russland gedrängt werden soll, ein fatales Signal.

Björn Höcke positioniert sich gegen Wehrpflicht
Während es vor allem in den Westverbänden der AfD zahlreiche Befürworter eine Wehrpflicht gibt, kommt aus dem Osten der Republik Gegenwind. Auch die beiden Diskutanten im COMPACT-Streitgespräch, Hans-Thomas Tillschneider (Sachsen-Anhalt) und Rüdiger Lucassen (NRW) belegen diesen politischen und gesellschaftlichen Sozialisierungskonflikt. Einer, dessen politischer Kompass immer richtig schlägt, ist der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke, der sich jetzt im sozialen Netzwerk X mit einer klaren Absage an die Wehrpflicht zu Wort meldet und davor warnt, unsere Jugend für Kriege fremder Staaten zu verheizen.
Die Höcke-Ansage im Wortlaut:
Die deutsche Regierung ist nicht willens, die eigenen Grenzen vor einer Invasion in Permanenz zu schützen, möchte aber mittels der Wehrpflicht hunderttausende junge Männer für die Kriege fremder Staaten ausheben.
Das dürfte ein welthistorisches Novum sein. Ich kann den wenigen jungen deutschen Männern, die es noch gibt, nur raten, diese Farce mit einer sofortigen Kriegsdienstverweigerung zu quittieren.
#Wehrpflicht

Kriegsdienst für einen nicht-souveränen Staat?
Höcke spricht dabei das patriotische Kernproblem an: Kann ein heimatbewusster Mensch einen Staat mit seinem Leben verteidigen, von dem er bekämpft wird, der morgens mit Sondereinheiten in die Wohnungen von Dissidenten eindringt, unser Steuergeld auf der gesamten Welt verprasst, gesellschaftliche Konflikte durch die Einwanderung Millionen Fremder schürt und gleichzeitig keinen Hehl daraus macht, militärisch in einen fremden Konflikt eintreten zu wollen?
Wer zu feige ist, sein Volk und seine Heimat im Kriegsfall gegen einen äußeren Feind zu verteidigen, ist kein Patriot. Wer sich aber von seinem inneren Feind (!) ablenken lässt, um gegen einen herbeiphantasierten äußeren Gegner ins Felde zu ziehen und sich dafür verheizen lässt, obwohl sein Volk und seine Heimat so wenig souverän sind, wie Kolonien im 19. und 20. Jahrhundert, ist lediglich Söldner in einem Krieg, der nicht unserer ist.
Diese Diskussion dürfen Sie nicht verpassen: In unserer brandneuen COMPACT-Septemberausgabe „Der Totengräber. Wie Merz Deutschland das Grab schaufelt“ diskutieren die beiden AfD-Politiker Rüdiger Lucassen und Hans-Thomas Tillschneider zum Thema „AfD für Wehrpflicht – echt jetzt?“. Jetzt das Heft bestellen!