Hilfe: Die Grünen übernehmen Bayern. Wie konnte es so weit kommen?

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Neueste Umfragen lassen eine Linkskoalition unter Führung der Grünen befürchten – ohne CSU.

Die CSU im freien Fall: Die Umfragen geben ihr jede Woche einen Prozentpunkt weniger. Zuletzt wurden noch 33 Prozent gemessen (2013: über 47 Prozent). „Söder hat fertig“ titelt die neue COMPACT mit dem Foto des Ministerpräsidenten-Punk: „Schluss mit lustig“. Mittlerweile fallen Söder und Seehofer übereinander her und geben sich gegenseitig die Schuld am Absturz. Der Wahlabend wird zur „Nacht der langen Messer“ werden – mindestens einer muss dran glauben.

Das Erschreckende an der Sache ist nicht der Suizid der CSU – sondern dass der Aderlass ganz offensichtlich nicht der AfD zugute kommt, sondern den Grünen. Selbst wenn bei Umfragen notorisch geschummelt wird – der Abstand zwischen zehn Prozent (AfD) und 18 Prozent (Grüne) ist zu groß, als dass man sich das mit demoskopischen Tricksereien erklären könnte. Nach neuesten Umfragen wäre in Bayern künftig eine Regierung aus Grünen, SPD, Freien Wählern und FDP möglich, die mehr Sitze im Landtag hätten als CSU und AfD. Die Grünen würden dann als stärkste Partei dieser Koalition den Ministerpräsidenten stellen – eine Horrorvision. Nach vier Jahren würde der ganze Freistaat dann so aussehen wie heute schon München – ein linksversiffter Sumpf mit notorischer Ausländergewalt, in dem „sexistische“ Werbeplakate verboten sind, aber der orientalische Sexist und Vergewaltiger „gut und gerne“ lebt…

Wie konnte es zum grünen Höhenflug kommen. Erste Thesen:

1) Die Grünen saugen die Konkursmasse der SPD auf. Nahles und Kühnert haben die Sozis so weit nach linksaußen geführt, dass die Grünen weniger extremistisch erscheinen. Zudem haben sie, rein optisch, ein sympathischeres Führungspersonal. Schreckschrauben wie Claudia Roth stehen mittlerweile in der zweiten Reihe. Außerdem ist die SPD viel zerstrittener, wie zuletzt die Affäre Maaßen gezeigt hat.

2) Die Grünen ziehen Unionswähler an, die Merkel stützen wollen und Angst haben, dass eine unionsinterne Revolte Merkel stürzen könnte. Obwohl die Revolte ein Sturm im Wasserglas bleiben wird – Fakt ist: Die Kanzlerin steht den Grünen ganz offensichtlich näher als ihrer eigenen Partei, da wählt man für ihren Flankenschutz besser gleich die Grünen.

3) Die Grünen ziehen diffuse Protestwähler an, die den Stillstand der Großen Koalition beklagen und etwas Stimmung in die Bude bringen wollen. Aus vielerlei Gründen landen diese Protestwähler in Bayern nicht bei der AfD – einige, aber nicht alle Gründe hat der dortige Landesverband selbst zu verantworten.

Jedenfalls wäre die grüne Machtübernahme in Bayern eine Katastrophe für den Freistaat. Nach Baden-Württemberg wäre eine weitere frühere traditionstreue Region sturmreif geschossen, ein weiterer starker Industriestandort käme unter die Kuratel von Industriefeinden.

In den letzten Wahlkampftagen wäre das Feuer also volles Rohr auf diese Deutschlandfeinde zu richten. Wer noch Munition sucht, wird in der COMPACT-Spezialausgabe „Nie wieder Grüne“ fündig.

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

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