Hasskommentare kommen ins Gedankenloch. Die Maas-Zuckerberg-Connection.

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„Hoheitliche Aufgabe des Staates ist es heute vor allem, Strukturen und Gesetze festzulegen. Die Frage, wie diese letztlich umgesetzt werden, ist keine Frage, mit der sich der Staat beschäftigen muss.“
Ehemaliger ARVATO-Chef und Bertelsmann Vorstandsvorsitzender Hartmut Ostrowski

Recht und Wahrheit sind untrennbar. Deshalb ist es ganz richtig, daß das Justizministerium sich zunehmend als Wahrheitsministerium versteht. Irgendwie.

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Aber doch nicht ganz, denn das dort vorbildhafte Miniwahr (engl. Minitrue, das Ministerium für Wahrheit in Owells 1984) beschäftigte noch eigene Mitarbeiter, um die Gedankenverbrechen zu tilgen und Unerwünschtes ins Gedankenloch zu befördern.
Aber wir sind im Jahre 32 nach Orwell und unser Justizminister Heiko Maas fährt lieber mit seinem Volk Fahrrad (nach oben buckeln, nach unten treten) und lagert ansonsten staatshoheitliche Aufgaben aus, indem er sie an globalistische Konzerne vergibt.

Beispielsweise Hasskommentare:
Hass ist ein Privileg des Systems. Es darf die Menschen hassen, die Menschen aber keinesfalls das System.
Bereits Ende September vergangenen Jahres hatte Kanzlerin Merkel das Thema zur Chefsache gemacht und Facebook-Chef Zuckerberg persönlich ins Gebet genommen. Ein Leck im Tischmikrophon machte daraufhin global die Runde, mit Ausnahme der Monopolmedien in der BR Deutschland (https://www.youtube.com/watch?v=BJq5rKCe2DI): Frau Merkel fordert Zuckerberg in aller Deutlichkeit auf, in der Umsetzung der Zensur voranzukommen.
Stichwort: Art. 65 GG: Frau Merkel hat als Bundeskanzlerin die Richtlinienkompetenz; aber sicherlich mußte sie Justizminister Maas nicht lange bitten, der schon kurz vorher ein Stelldichein mit Facebooktechnikern und -managern hatte, um das Anliegen des Wahrheitsministeriums anzutragen.
1984 - U.K. 1985

Gutenachtlektüre 1984 – U.K. 1985

Die Leute von Facebook werden ihm dann gesagt haben, daß er sich das Filtern von täglich zig-Millionen Kommentaren nicht so romantisch vorstellen darf, wie in seiner Gute Nacht Lektüre.

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Das ist eine Angelegenheit komplexer Algorithmen, die das Netz, insbesondere natürlich die großen Social-Media-Plattformen, durchforsten und nach Vorgaben automatisiert liquidieren oder dem Team von Spezialisten ‚melden‘: Alert! Suspect element!, wenn ein Kommentar nicht „paßt“.
Dafür braucht es überaus leistungsstarke Rechenzentren (http://blog.arvato.com/tag/rechenzentrum/) und willige Vollstrecker.
Vielleicht ist es bei einem Hausmädchentreffen in Gütersloh gewesen, vielleicht haben aber auch die Spezialisten von Facebook/NSA die richtigen Tipps gegeben: Das Rennen machte die Bertelsmann-Tochter Arvato. Auftraggeber: Facebook, auf besonderen Wunsch der Bundesregierung.
Über 100 willige Vollstrecker sollen übrigens für den blasierten Facebookjob rekrutiert worden sein (Reuters).
Die Facebookzensur in Deutschland liegt also ab sofort in der Hand eines Globalisten mit über 4.66 Mrd. € Umsatz und mehr als 70.000 Mitarbeitern, der wiederum hundertprozentige Tochter des größten Verlages der Welt ist: Des Bertelsmannverlages.
Technisch erfolgt die Zensur via Rechenzentren, deren wichtigstes für Arvato das Brandneue, ganz eigene in Gütersloh ist.
Dort hostet man u.a. aber auch Spiegel, Focus, die FAZ und stellt außerdem für O2 die IT-Infrastruktur zur Verfügung.
Gütersloh paßt: Da sitzt nicht nur das Mohn-Imperium. Gleich nebenan kann man sich dort zeigen lassen , wie man die/den Westen oder das viele dreckige Zensurgeld weiß waschen kann.
Man sitzt also an der Quelle: Der freien Meinungsäußerung und derer, die sie (aus)üben.
Lächerlich zu glauben, es ginge wirklich um „Hass“-Kommentare. Mindestens genauso lächerlich, wie die Mär‘ von der Totalüberwachung der gesamten globalen Tele- und Webkommunikation – vermittels hunderttausender „Keywords“ (Schlüsselwörter oder Inhalte, bei denen das Überwachungssystem vollautomatisch „Meldung macht“) -, um Terroristen aufzuspüren.
Die pyramidole Dreiecksbeziehung zwischen Bundesregierung, Facebook und Arvato zeigt einmal mehr die Richtung, die die Gloablisierer vorgeben wollen: Die Beurteilung, was Meinungsäußerung und -entfaltung ausmacht, obliegt nicht mehr wirklich rechtsstaatlichen Maximen, sondern dem, was übernationale Trusts draus machen.
Die Gefahren, die uns hieraus erwachsen, stellen das, was „Hasskommentare“ anrichten können, bei weitem in den Schatten.
Die verhetzendsten Kommentare kommen übrigens in der Regel von Agents Provocateurs des Systems. Es wird interessant sein zu beobachten, wie die Algorithmen damit umgehen.
Klammheimlich darf man sich schon darauf freuen, wie V-Leute und anderweitig bestallte Hetzer verzweifeln, weil ihr Mist gleich mitgelöscht wird. Aber auch da werden die Algorithmen sicherlich fleißig hinzulernen.
Hass ist eine Sache, die nur systemnahen Kräften zusteht.
Hier: Eine Demo der „Antifa“ gegen Systemkritiker:

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Über den Autor

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Arne Fischer, Jahrgang 1970, lebt in Hamburg und ist COMPACT-Online Redakteur. Er ist außerdem Ansprechpartner in allen technischen Belangen rund-um das COMPACT Internetportal. Alle Artikel des Autors

 

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