Jette Nietzard löst den nächsten Eklat aus. Die frühere Chefin der Grünen Jugend machte sich am Silvesterabend öffentlich über Schwerverletzte lustig, während in den Notaufnahmen um Hände und Finger gekämpft wurde. Was als provokanter Einwurf gedacht war, erwies sich als moralischer Kurzschluss. Die komplette Chronik der Jette-Skandale: Von Böller-Spott über ACAB-Pulli bis zu Gedankenspielen über bewaffneten Widerstand, gibt es nur in COMPACT: Der Brandstifter. Wie Netanjahu die Welt anzündet. Wie eine Jung-Grüne mit Provokationen Karriere machte. Lesen sie hier.
Was haben Feuerwerksverletzungen und eine Wiedereinführung der Wehrpflicht miteinander zu tun? Die Antwort ist eindeutig: gar nichts. Nietzard sieht das offenbar anders. Sie schrieb auf der Plattform X:
„Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, müssen zumindest keinen Wehrdienst leisten.“
Ein Satz, der trifft wie ein Schlag ins Gesicht, nicht nur die Betroffenen, sondern all jene, die Politik noch nicht vollständig als Bühne kalkulierter Entmenschlichung begreifen wollen.
Spott statt Argumente
Es ist kein Einzelfall. Bereits zum vergangenen Jahreswechsel hatte Nietzard mit einer ähnlichen Zuspitzung für Aufsehen gesorgt. Damals schrieb sie: „Männer, die beim Böllern ihre Hand verlieren, können zumindest keine Frauen mehr schlagen.“ Der Beitrag verschwand später, eine Entschuldigung folgte.
An ehrlicher Einsicht mangelte offenkundig. Auch diesmal folgte auf den Tweet eine Flut feuriger Reaktionen. „Finger weg vom Alkohol!“ gehörte noch zu den gemäßigten Kommentaren. Vielen galt Nietzards Ton als gezielte Verhöhnung körperlich Versehrter, als bewusste Instrumentalisierung von Leid für politische Effekte.
Doch dabei blieb es nicht. Wenige Stunden später schob Nietzard nach: „Heute über Kids mit Schreckschusswaffe aufregen, um sie dann ab morgen zu zwingen, eine echte zu bedienen.“ Zwar ist eine kritische Haltung zur Wehrpflicht ist in der gegenwärtigen Lage durchaus legitim. Der gezogene Vergleich jedoch läuft ins Leere. Die sicherheitspolitische Diskussion über Dienstpflichten hat mit Silvesterkrawallen und Böllerunfällen nichts gemein.
Provokation als Karriereprinzip
In dieser Rolle teilt die Jung-Grüne seit Jahren aus, gegen politische Gegner, gegen Männer, gegen staatliche Institutionen. Auch die Polizei geriet wiederholt ins Visier. Bundesweite Aufmerksamkeit erregte ein Instagram-Selfie, das Nietzard im Mai veröffentlichte.

COMPACT schrieb dazu: „Darauf sieht man sie fröhlich lachend auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz im Bundestag. Doch der Teufel liegt im Detail, denn die 26-Jährige trägt eine Kappe mit der Aufschrift Eat the Rich – und einen Pulli mit dem Schriftzug A.C.A.B. Das Kürzel steht für All Cops Are Bastards, womit quasi zum Ausdruck gebracht wird, dass man sämtliche Polizisten für Hurensöhne hält.“
Auch in Interviews und Podcasts äußerte sich Nietzard zum möglichen Widerstand gegen eine AfD-Regierung, mit Formulierungen, die zumindest die Frage nach bewaffnetem Widerstand streiften.
COMPACT sieht in ihr daher „ein Paradebeispiel für einen neuen Trend, der vor allem im linken Spektrum en vogue geworden ist: Politikerinnen, die zugleich Influencerinnen sind. Und nein, das ist kein Kotau vor der Genderei – es sind fast ausschließlich Frauen, die sich in dieser Doppelrolle präsentieren“.
Nietzard stieg zu einer der bekanntesten Figuren der Grünen Jugend auf, führte den Verband bis Oktober gemeinsam mit Jakob Blasel und studierte parallel Sozial- und Erziehungswissenschaften in Berlin. Über TikTok verschaffte sie sich mit kurzen, zugespitzten Videos früh Reichweite und Aufmerksamkeit. Heute arbeitet Nietzard im Bundestagsbüro der Grünen-Abgeordneten Lena Gumnior.
Die komplette Skandal-Chronik gibt es in COMPACT: Der Brandstifter. Wie Netanjahu die Welt anzündet. Politik der Provokation. Hier mehr erfahren.





