Gipfel der Schande? Assad trifft Putin – und die Bild-Zeitung zeigt ihr wahres Gesicht!

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Der syrische „Diktator“, „Schlächter“, „Massenmörder“ und Wiedergänger „Hitlers“ – so bezeichnete man beim Springer-Blatt Bild den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in der Vergangenheit mit Vorliebe – hat heute im russischen Sotschi Wladimir Putin getroffen. Wenn es nach Bild geht: Eine Zusammenkunft der Oberschurken! Wie verzerrt diese Darstellung wirklich ist, und was das alles über den Zustand der transatlantischen Hofberichterstatter aussagt, hat COMPACT mal für Sie notiert…

Seit längerer Zeit ist das Thema Syrien-Krieg im Mainstream zur Nebensache geworden. Warum? Weil es schon seit Monaten (objektiv betrachtet) kaum noch etwas anderes zu berichten gäbe als Erfolgsmeldungen! Der syrische Präsident Assad hat offenbar nach wie vor die Mehrheit seiner Landsleute im Rücken, Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich als treuer Verbündeter im Kampf gegen den IS erwiesen, Erdogan schwenkt immer stärker auf russischen Kurs ein – und seit Trump im Weißen Haus sitzt, haben auch die Amis offenbar ihre (verdeckte) Terrorunterstützung zurückgefahren. Was genau die vermutete Evakuierung von IS-Soldaten aus umkämpftem Gebiet durch US-Truppen zu Bedeuten hat, über die COMPACT kürzlich berichtete? Sie werden es ahnen. Jedenfalls: Die positiven Entwicklungen zusammengenommen haben in den letzten Monaten dazu geführt, dass der sogenannte Islamische Staat stark zurückgedrängt, weite Teile des Landes befreit werden konnten. Mitunter hört man gar, dass die Erfolge so weitreichend sind, dass bereits Hunderttausende syrische Bürgerinnen und Bürger wieder in ihre Heimatstädte zurückkehren und den Wiederaufbau beginnen konnten. COMPACT berichtete.

In einem Video des Treffens bedankt sich Assad aufs Herzlichste bei Putin für „die Rettung des syrischen Staates“:

Warum hört man von diesen Dingen im Westen wenig bis gar nichts? Weil es den transatlantisch-globalistischen Kräften, die den IS zur planmäßigen Zerschlagung Syriens und zur Anzettelung eines Regime-Change nach dem Vorbild des „arabischen Frühlings“ benutzen wollten, gar nicht so gut in den Kram passt, dass dieser Plan nun fehlschlägt? Noch dazu, weil es ausgerechnet der Erzfeind des Westens – Wladimir Wladimirowitsch Putin – ist, der das Blutvergießen beendet und dafür weltweit geehrt wird? Oder liegt es vielleicht eher daran, dass mit der Befriedung des syrischen Schlachtfeldes ein Fluchtgrund entfallen und ein Rückführungsgrund für Zuwanderer entsteht? Asylkritiker haben die Zeichen der Zeit längst erkannt – nur die links-grünen Zwangsumvolker nehmen diese Entwicklungen nicht zur Kenntnis, und outen sich damit einmal mehr: Fluchtgrund entfallen? Na, und? Refugees trotzdem welcome!

Manch einer wird sogar sagen, dass die Terrorunterstützer und Geo-Strategen deshalb so sauer sind, weil die in Syrien versuchte Balkanisierung des Nahen Ostens, die ja auch in den geostrategischen Planspielen der radikalen Zionisten eine zentrale Rolle spielt, anscheinend nicht klappen wird. (Detaillierte Infos dazu finden Sie in meinem Artikel zum Thema in COMPACT-Spezial Nr. 10 Islam – Gefahr für Europa) Und wie immer, wenn sich ein mit viel Zeit, Geld und Manpower verfolgter Plan der supranationalen Machtelite nicht erfüllen will (Der Syrienkrieg läuft seit 2011!), lässt man die Kettenhunde des Mainstreams aus den Zwingern. Es sind diese Kriegshetzer und Wahrheitsverdreher, die schon vor Jahren den Syrienkonflikt überhaupt erst richtig anheizten, indem sie ihn nicht als von außen gesteuerten Umsturz, sondern als „Bürgerkrieg“ darstellten und im Sinne ihrer kriegsgeilen Auftraggeber immer wieder mit „False-Flag-Terror“ hausieren gingen. COMPACT berichtete.

Die folgenden Giftgas- und Fassbombenlügen taten ihr Übriges zum westlichen Schauermärchen hinzu. COMPACT berichtete hier und hier. In der Lügenpresse verdichtete sich so über Jahre immer stärker die Lesart, nach der Assad die Wurzel allen Übels sei und nur durch seinen Sturz der Frieden wiederhergestellt werden könne. Gefüttert wurde die Kriegspresse dabei von Ein-Mann-Propagandabüros wie der „Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ mit Sitz in London!

Das allerneueste Beispiel für diese widerliche Form von NATO-Journalismus bringt uns heute: Die Bild-Zeitung. Statt die objektiven Erfolge der Staatschefs Assad und Putin im Syrien-Konflikt zur Kenntnis zu nehmen, titelt man dort über deren Treffen: „Gipfel der Schande“. Von welcher Schande spricht der Autor hier eigentlich? Nicht von ungefähr hat der oder diejenige sich nicht namentlich zu seinem/ihrem Geschreibsel bekannt. Der Artikel ist anonym! (Qualitsjournalismus pur!)

Wo also ist hier die Schande? Laut Bild soll der russische Präsident vor Medienvertretern erklärt haben, dass es noch ein langer Weg sei, „bevor wir den kompletten Sieg über die Terroristen erreichen“. Nun müsse man sich daran machen, „politische Prozesse“ einzuleiten. Schändlich? Skandalös? Für die Springer-Journaille offenbar schon, denn bei Bild heißt es gleich im Anschluss: „Eine zynische Aussage, denn erst Ende letzter Woche stimmte Russland im UN-Sicherheitsrat per Veto gegen eine Verlängerung der Untersuchungen zum Einsatz von Chemiewaffen in Syrien.“

Kommt es Ihnen, lieber Leser, auch in letzter Zeit so vor, als wenn Journalisten Wörter verwenden, deren Bedeutung ihnen fremd ist? Welchen Sinn hat etwa in diesem Satz das Wörtchen „zynisch“? Was hat das Veto Russlands gegen die Untersuchungen mit den Aussagen über den Fortgang des Syrien-Konflikts zu tun? Unterschwellig versucht Bild seinen Lesern hier weiszumachen, dass es bei diesen Aussagen einen Widerspruch gäbe, der nur mit dem Zynismus des bösen Kreml-Chefs erklärt werden könne.

Die Wahrheit sieht natürlich wie immer anders aus: Tatsächlich gibt es einen triftigen Grund, warum sich Russland bei der UN gegen eine Verlängerung (!) der Giftgas-Untersuchungen ausgesprochen hat. Der Grund ist folgender: Die von den Vereinten Nationen und ihren Experten geführten Analysen konnten bisher zu keinem Ergebnis kommen, weil die Wahrscheinlichkeit, dass Assad sein eigenes Volk mit Giftgas attackiert hat, gegen Null geht. Stattdessen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass nicht näher genannte „Rebellengruppen“ diese Angriffe ausführten – und zwar genau mit dem Ziel, eine internationale Koalition gegen Assad aufzubringen. Chemiewaffen wurden bereits mehrfach in den Händen der Islamo-Terroristen entdeckt.

Noch dazu kommt: Zwischen Juli und August 2014 wurden nach ersten (ebenso haltlosen!) Vorwürfen von Giftgaseinsätzen gegen Zivilisten die gesamten Chemiewaffenbestände des Landes zunächst unter internationale Kontrolle gestellt und dann vernichtet! Dass danach noch derartige Waffen vorhanden waren, geschweige denn eingesetzt werden konnten – und das, ohne eindeutige (!) Beweise dafür zu finden, ist und bleibt für jeden klar denkenden Menschen ein Märchen…

…allerdings nicht für Bild-Journalisten. Die sind in solchen Dingen ebenso fakten- wie schmerzfrei. Dass noch im September israelische Jagdgeschwader (natürlich ohne UN-Mandat) Bomben auf syrische „Chemiewaffenfabriken“ geworfen haben sollen, glaube nach dieser Faktenlage wer will. Besonders glaubwürdig sind solche Behauptungen, wie sie unter anderem die Süddeutsche Zeitung verbreitete, weil die USA den Israelis erklärt haben sollen, wo diese Fabriken liegen. Zurück zum Bild-Artikel: Wo war da jetzt genau die Schande? Ja, wo eigentlich? Dass der Artikel noch darauf hinweist, dass Russland seit über zwei Jahren erfolgreich Luftschläge gegen den IS führt, wird neutral vorgebracht – weil es daran ja nun auch beim besten Willen nichts auszusetzen gibt! Dass tatsächlich große Fortschritte auf militärischer und politischer Ebene gemacht wurden, kann man bei Bild ebenfalls nicht leugnen, zeigt allerdings nicht den Hauch von Freude über diese Entwicklung. Wie so oft bei Bild: Das aussagekräftigste an dem Artikel – hier geht’s zu dem Schundbericht – ist mal wieder die Überschrift. Traurig.

COMPACT jedenfalls hat seit Jahren sachlich und fair über den Brandherd Syrien berichtet – siehe hier und hier – und dabei keinen Zweifel gelassen: Gott sei Dank haben sich Assad und Putin nicht spalten und gegeneinander hetzen lassen. Sollte Syrien eines nicht allzu fernen Tages wieder vollkommen befreit und befriedet sein, dann wird dies als die Leistung des wohl besonnensten Staatsmannes unserer Tage in die Geschichte eingehen. Dass Assad persönlich seine Landsleute bereits vor einiger Zeit zur Heimreise ermunterte, weil er jede helfende Hand beim Wiederaufbau des Landes gebrauchen kann, versteht sich von selbst. Und dann wird auch Europa bald endlich neu über die Themen Asyl- und Flüchtlinge nachdenken können – und möglicherweise aktiv Aufbauhilfe im Nahen Osten leisten – ein Engagement, das sich für alle Seiten bezahlt machen würde. Glück auf!

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Über den Autor

Marc Dassen

Marc Dassen wurde 1989 in Aachen geboren und hat Anfang 2015 sein Studium der Geschichte und Philosophie mit dem Bachelor-Grad abgeschlossen. Seither arbeitet er als Journalist für COMPACT-Magazin.

 

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