Das komplette Interview zu Peggy Knobloch, NSU und Sachsensumpf mit Wolfgang Eggert

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Der Fall der neunjährigen Peggy Knobloch, die am 7. Mai 2001 in Lichtenberg (Bayern) verschwand, macht in diesen Tagen wieder Schlagzeilen. Dort, wo Peggys Leiche gefunden wurde, will man jetzt auf Stofffetzen DNA-Spuren des mutmaßlichen NSU-Mitglieds Uwe Böhnhardt identifiziert haben. Der Stofffetzen könnte von einer Decke stammen. Dass Böhnhardts DNA erst im Jenaer Labor mit dem Stofffetzen in Kontakt gekommen sein könne (wo sowohl Peggys Skelett wie auch Böhnhardts Leiche analysiert wurden), ist laut Bayerischem Rundfunk jedoch ausgeschlossen. Jetzt beginnt das Spekulieren über den möglichen Bezug zwischen dem Knobloch-Mord und der NSU. Fragen kommen auf: Ob sich der NSU womöglich durch Kinderpornographie finanziert habe oder ob Böhnhardt gar Peggys Mörder sei.

Für COMPACT-Leser ist diese Verbindung allerdings nicht neu. Schon vor Monaten führte COMPACT ein mehrteiliges Interview mit dem Autor Wolfgang Eggert. Der verwies bereits auf einen derartigen Zusammenhang. Vor Kurzem hatten wir Auszüge aus dem Interview publiziert. Hier jetzt das gesamte Marathon-Interview, von Wolfgang Eggert aktualisert:

COMPACT: Ein Mädchen verschwindet und wird schließlich tot aufgefunden. Das klingt zunächst mal nach einem ganz normalen Verbrechen, wie es viele gibt. Wie kommt ausgerechnet ein politkonspirativer Autor dazu, sich damit zu befassen?

EGGERT: ´Ausgerechnet´ ist hier vielleicht das falsche Wort. Entführungen und Morde sind immer konspirativ, zum Vorteil des zunächst unbekannten Täters, zulasten eines Dritten, Spurenverwischungen und Irreführungen eingeschlossen. In der Mitte klafft dann ein schwarzes Loch mit vielen Fragen, die aufgeklärt werden wollen. Kriminalistik und Deep Politics gehören zusammen. Dass sich Investigativ-Autoren für beide Seiten gleichermaßen interessieren kommt nicht von ungefähr. Es ist ein sehr ähnliches Feld.

COMPACT: Aber ein Politologe untersucht nicht 5000 Privatkonspirationen pro Jahr.

EGGERT: Stimmt, er steigt nur dann ein, wenn der Fall politische Brisanz enthält. Wenn die Deep Politics selbst das Feld der Kriminalistik betreten, wie man das in der belgischen Entführungs-/Mordserie rund um Marc Dutroux hatte und wie es auch im Einzelschicksal Natascha Kampusch zu erkennen ist, wenn man nur tief genug gräbt. Der Fall Peggy weist vergleichbare forensische Spuren auf.

COMPACT: Was war für Sie der Punkt, in den Fall Peggy einzusteigen? Wo war der Moment, wo Sie gesagt haben, dass es sich zu „wühlen“ lohnt?

EGGERT: Der Punkt liegt bereits am Anfang des Falls. So wie er angefasst wurde. Es ist die polizeiliche Besetzung, die man herangezogen hat und die klar in den Bereich „Organisierte Kriminalität“ – also Menschenhandel, Drogen, Waffen, Rotlicht – weist. Da ist Mafia-Experte Wolfgang Geier, Chefermittler bei den damals so genannten Dönermorden, dortselbst Kopf der SOKO Bosporus, die seinerzeit nicht ohne Grund Spuren in der türkischen Unterwelt abklärte.

An der Seite des Kriminaldirektors finden wir im Fall Peggy Deutschlands „besten“ Profiler Alexander Horn, ein Mann für die „großen Fälle“. Weshalb der Münchner auch bei den Dönermorden Geier zur Seite stand. Wo es seinem Marktwert nach auch Sinn ergab. Im Fall eines verschwundenen Mädchens wirkt seine Besetzung dagegen überzogen – auf den ersten Blick.

Und da ist die Polizistin Anja Wittig, die zum Teil Undercover arbeitete, wiederum im Milieu Organisierte Banden-Kriminalität (OK). Auch sie taucht im Aufklärungsstab der Dönermordserie auf und wird 2001 von der thüringischen Polizei zur bayerischen “ SOKO Peggy“ delegiert. Im Jahr darauf gehört sie der thüringischen Sonderkommission „Goldfasan“ an, die mehrere Morde einer internationalen Bande untersuchen wird.

COMPACT: Länderübergreifende OK-Ermittler? Bei einem verschwundenen Mädchen aus der Provinz klingt das, naja, etwas „over the top“!

EGGERT: Moment, es kommt noch „besser“: Bei der Sonderkommission „Goldfasan“ lernt Peggy-Special-Agent Anja Wittig einen Kollegen kennen, der „beruflich“ mit echten und falschen Nazis aus dem NSU-Umfeld und mit V-Leuten zu tun hat und mit dem sie eine Lebensgemeinschaft eingeht: Mike Wenzel. Wenzels Vorgesetzter wird 2011 für das Wohnmobil in Eisenach zuständig sein, aus dem dann die Leichen der NSU-Uwes herausgezogen werden. Wenzels Nichte ist eine sehr bekannte Polizistin, die ihrerseits im OK-Milieu verdeckt ermittelt, mit Verbindungen zur extremen Rechten sowie wiederum zur Schlapphutszene: Michèle Kiesewetter, ein angebliches NSU-Opfer. Und eng befreundet mit der außerplanmäßigen Peggy-Ermittlerin Wittig. Ein Freund von Anja ist Medienberichten zufolge recht eng mit dem Betreiber jenes Szeneladens, aus dem die Ceska-Pistole kam, mit der der NSU neun Menschen ermordet haben soll.

COMPACT: Und diese Frau wurde von den Thüringern in den bayerischen Ermittlungsstab beordert?

EGGERT: … wo sie dann mit den NSU-Ermittlern Geier und Horn am vermeintlichen Allerweltsfall Peggy Knobloch arbeitete, richtig. Für diese, sagen wir „politische“, Besetzung scheint es nur eine naheliegende Erklärung zu geben. Nämlich die, dass die Behörden das Verschwinden des Mädchens ebenfalls und frühzeitig für ein Politikum hielten, das den Aufwand rechtfertigte. Das ´Warum´ kann ich Ihnen nachhaltig aufschlüsseln: Es geht um Indizien auf einen politisch potenten Kinderschänderring, soweit vorweg. Aber geben Sie mir etwas Zeit, ich will Sie langsam da ranführen. An das Wesentliche. Da gibt es zunächst einige tatzeitnahe Puzzlestücke, die schon für sich alleine interessant sind. Noch kein Politikum, aber bereits darauf hinweisend. Dinge, von denen die Medien kaum berichteten. Zum Beispiel die Sache mit dem Kinderausweis.

 

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C: Kinderausweis?

E: Ja, Peggy hatte einen. Soweit nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist aber, dass laut Hamburger Abendblatt Susanne Knobloch – die Mutter – erst fünf Tage vor Peggys Verschwinden bei der Gemeinde in Lichtenberg die Verlängerung des Kinderausweises beantragt hat, obwohl der noch rund ein Jahr Gültigkeit besaß. Das enge Zeitfenster fällt sofort auf. Was ebenfalls auffällt: Dieses rätselhafte Zusammentreffen wurde 6 Jahre unter der Decke gehalten. Erst 2007 berichtete das Abendblatt darüber, übrigens als einzige Zeitung.

Dann wuchs 7 Jahre Gras über diese Geschichte, bis sie dann 2014 neu aufkochte, diesmal heftiger: Die Staatsanwaltschaft Bayreuth, die den Fall neu aufrollte, ordnete im Rathaus von Peggys Heimatgemeinde Lichtenberg eine Durchsuchung an und ließ Akten des Einwohnermeldeamts sicherstellen.

C: Behörden gegen Behörden… Das hat man nun auch nicht alle Tage!

E: Ich persönlich habe eigentlich noch nie von so etwas gehört. Einen Hausdurchsuchungsbeschluss fürs Rathaus – inklusive Beschlagnahmungen dortselbst – so etwas verortet man eher nach Sizilien, zur Blütezeit der Mafia.

C: Worum ging es bei der Polizeiaktion?

E: Wieder um den am 2. Mai 2001 ausgestellten Kinderausweis des Mädchens – und um die Frage, wer ihn beantragt hatte. Das ist also ein neuer Sachverhalt. Während laut Hamburger Abendblatt 2007 die Mutter 5 Tage vor dem Verschwinden eine schlichte Verlängerung des alten Ausweises beantragte und erhielt, ging es nun, 2014, um einen komplett neu ausgestellten Pass, ebenfalls auf den 2. Mai datiert – bei dem man aber nicht wusste, wer den Antrag dazu gestellt hatte. Scheinbar fiel der Verdacht anteilig auf die lokalen Behörden, anscheinend wollten diese nicht mit den Untersuchungsbehörden kooperieren, sonst hätte es den Erzwingungseinsatz nicht gegeben. Den Grund für die mangelnde Kooperationsbereitschaft im Rathaus werden Sie vielleicht verstehen, wenn wir das Interview abgeschlossen haben.

Also, der 2014 neu aufgeworfene Punkt ist, wer den neuen Ausweis beantragt hat. Nicht nur die Ermittler wollen das wissen, diesmal interessiert sich auch die Presse dafür, und zwar flächendeckend. Die Journaille greift also zum Telefon – und läuft ins Leere. Lichtenbergs Bürgermeister Holger Knüppel geht bei dieser Frage auf Tauchstation. Erst ist er nicht erreichbar, dann will er die Anfrage schriftlich, nach mehrmaligem Nachfragen beruft er sich auf „datenschutzrechtliche Gründe“ und schweigt. Bei Oberstaatsanwalt Daniel Götz kommen die Lohnschreiber auch nicht weiter. Der will sich zu seiner ungewöhnlichen Staatsaktion „wegen des laufenden Verfahrens“ nicht äußern.
Während also hinter den behördlichen Kulissen die Fetzen fliegen, steht die mediale Beobachterschaft wie der Ochs vorm Berg und rätselt. Vorwürfe sowohl gegen die Eltern als auch gegen die Stadtverwaltung werden laut, die ersten Medien sprechen von Vertuschung. Um da wieder rauszukommen, muss nun jemand die Hosen runterlassen. Und das sind ausgerechnet die Ermittler, die ihre Pass-Aufklärung in Lichtenberg erzwungen haben: In einer Pressemitteilung der Oberfränkischen Polizei wird bekanntgegeben, dass sich die Polizei 2001 „vorsorglich“ einen Kinderausweis ausstellen ließ, weil man Hinweisen nachgegangen sei, dass Peggy in die Türkei verschleppt worden sein könnte. Hätte man Peggy tatsächlich gefunden, hätte es ohne Ausweis Schwierigkeiten bei der Ausreise gegeben.
Nun sollte bereits einem Blinden mit Krückstock auffallen, dass ein für Sucharbeiten „vorsorglich“ beantragter Ausweis hochverdächtig anmutet, wenn er bereits vor (!) dem Verschwinden des Betreffenden angefordert wird: Herbert Potzel, Chef der Bayreuther Staatsanwaltschaft, erklärte daher auch auf Anfrage: „Dieser Vorgang ist für mich nicht nachvollziehbar.“ Nicht nachvollziehbar ist zudem, warum die Ermittler, wenn sie selbst den Pass in Auftrag gegeben hatten, dann eine Durchsuchungsaktion durchführen mussten, bei dem es gerade darum ging, herauszufinden, wer dieser Antragsteller gewesen war.

C: Warum hätte sich die Polizei 2001 überhaupt einen neuen Pass fertigen lassen sollen? Gab es denn den Originalausweis nicht mehr, der noch ein Jahr gültig war und zudem laut erstem Pressebericht von der Mutter verlängert worden war? Den hätte man sich doch im Elternhaus einfach abholen können?!

E: Eben, das ist nun gleich der nächste interessante Punkt. Der Originalpass lief regulär noch bis April 2002, auch ohne Verlängerung. Aber er war nach dem Verschwinden des Kindes mysteriöserweise gleich mit weg. Die Frage ist: Wo war er?

Genau den gleichen Zusammenhang – verschwundener Pass – finden wir übrigens im Fall Kampusch, wo kritische Beobachter die kluge Frage stellten: Für was hat Natascha ihren Ausweis eigentlich ausgerechnet am Tag ihrer Entführung bei sich getragen? Kam sie in die Schule oder in ihr Verlies ohne Ausweiskontrolle nicht rein?
Aber bleiben wir bei Peggy: Auch hier verschwinden ein Kind und der dazugehörige Pass, der außerdem wenige Tage zuvor verlängert oder neu ausgestellt wurde. Die Medien zogen daraus den nächstliegenden Schluss, dass die Schülerin gezielt ins Ausland verschleppt worden sein könnte. Außenstehende taten das ebenfalls: Die Münchner Autorin Ina Jung, die ein Buch über den Fall geschrieben hat, hatte bereits 2007, nach dem ersten Zeitungsbericht im Lichtenberger Rathaus, wegen des Ausweises nachgefragt. Eine Mitarbeiterin sagte ihr damals nebulös, dass der „für Tschechien“ bestimmt bzw. „auf Tschechien“ ausgestellt gewesen sein soll. Dort wurde das Mädchen tatsächlich zeitnah zum Verschwinden von Zeugen gesehen. Wie auch in der Türkei, wo der neue Lebenspartner von Peggys Mutter herstammte. So musste sich der Verdacht der Ermittler nun in erster Linie gegen Peggys Eltern richten.

Die türkische Spur

C: Anfangsverdacht bei den Eltern?

E: Wegen der Ausweisgeschichte lag das nahe. Beziehungsweise musste das den Verdacht nur noch verstärken. Es ist ja so, dass bei den meisten nicht aufklärbaren Kindes-Vermisstenfällen ein Familienmitglied involviert ist. Das sind sogenannte und alles andere als seltene Entziehungsfälle. Dass in diese Richtung zumindest mitermittelt werden würde, war klar. Man hätte schon sehr gut begründen müssen, wenn man es nicht getan hätte.

C: Wie sahen die Aufklärungsarbeiten der Behörden aus?

E: Denkbar einfach: Man hat den türkischen Stiefvater abgehört.

C: Hat sich dabei etwas ergeben?

E: Und ob – wobei die Reaktion der Ermittler nicht minder interessant ist.
Nur Tage nach dem Verschwinden von Peggy fragte Erhan Ü. in einem von der Polizei überwachten Telefongespräch eine türkische Freundin: „Was würde mir passieren, wenn ich Peggys Schwester Jasmin in die Türkei entführe?“ Das Mädchen verschwand nie, aber wie wir wissen, Peggy – wo der Straftatbestand genau der gleiche ist. Die Frage muss daher bereits zu diesem frühen Zeitpunkt gar keine utopische Möglichkeitsform – was wäre, wenn – mehr darstellen. Im selben Zusammenhang, auch das geht aus Telefonmitschnitten hervor, erwägt Ü. eine Flucht in die Türkei. Aufklärung durch die Polizei? Fehlanzeige.

Dieselbe von mir benannte Frau erhält am 7.6.2001 eine SMS von Ü.s Mobiltelefon: „Hallo! Hab meine Mama so lange nicht mehr gesehen.“ Einige Medien schreiben, dass die Nachricht den umgekehrten Weg genommen habe, vom Handy der Frau aus an Ü. Die Polizei, die die erste Version zu präferieren scheint, schließt aus, dass Peggy hier ihre kleinen Finger im Spiel gehabt haben könnte. Ü., so ihre Interpretation, meine seine eigenen Eltern, die reisten Ende Mai 2001, also eine schlappe Woche nach der fraglichen SMS, für fünf Monate in die Türkei.
Als Fußnote noch interessant. Die türkische Frau, um die es hier geht und mit der Ü. ein Verhältnis zu haben scheint, wohnt in Pforzheim. Peggys Mutter besucht sie dortselbst im September. Und ausgerechnet Pforzheim ist nun damals neben Tschechien und der Türkei einer der drei Hotspots, wo Peggy von Zeugen „gesehen“ wird. Diese Zeugen werden von den Ermittlern ignoriert und im späteren Mord-Gerichtsverfahren nicht zugelassen.
Weiter: Am 1.1.2002 erhält Frau Knobloch von ihrem Lebensgefährten eine SMS mit dem Inhalt: „Gut werde ich nicht mehr. Ich werde handeln. Wenn das zum Laufen kommt, gibt’s kein Zurück mehr von mir. Brauchst keine Angst zu haben, ich mach mir die Hände bestimmt nicht dreckig. Schatzi Susanne – wie Du es haben willst – hätte nie gedacht, dass wir so weit kommen, was immer passiert, ich habe alles versucht, das zu verhindern. Du lässt mir keine andere Möglichkeit. Da musst Du auch mit die Konsequenzen tragen, sorry! Die wirst Du schon sehen, verlass Dich drauf, hast noch ein wenig Zeit. Überleg Dir’s ganz gut, solange es noch geht. Mit 50 000 DM kann man viel machen auf dieser scheiß Welt!“ 50.000 DM: Exakt so hoch war damals die Belohnung für das Auffinden Peggys. Einige Medien stellten diese Verbindung direkt her und mutmaßten, die Eltern müssten den Aufenthaltsort ihres Kindes kennen – die SMS wäre demnach ein Anstoß des Stiefvaters, das Geld einzusacken, indem die Ermittler in Richtung des Täters dirigiert würden. Implizit kann man dahinter aber auch die Alternative lesen, Peggy ins Ausland zu verschleppen, wenn nicht Schlimmeres. Auch diese SMS wurde vor Gericht nicht erörtert.

C: Klingt nach einer Kindesentziehung – das passiert gar nicht so selten, wie Sie selbst sagen. Aber durch beide Elternteile? Wie kann gleich die ganze Familie daran interessiert sein, ihre Tochter von der Bildfläche verschwinden zu lassen? Und warum sollten die Ermittler da „mitspielen“?

E: Dazu komme ich noch. Aber gut, bleiben wir bei den „Ermittlern“. Irgendwann kam dann der Moment, da die Polizeibehörden eine innerfamiliär begünstigte Verschleppung einfach nicht mehr ausrecherchiert lassen konnten. Dieser Zeitpunkt war spätestens gekommen, als ein V-Mann im tschechischen Geheimdienst Hinweise darauf lieferte, dass Peggy damals zumindest vorübergehend an den Bosporus verschleppt worden war – und dass Erhan Ü. in die Entführung verwickelt war. Hinweisgeber war Vladimir Veselak, Angehöriger der OK-Dienststelle Prag. Der hatte die Mitteilung durch einen bulgarischen V-Mann erhalten. Veselak erbat damals einen Unkostenvorschuss und einen Auftrag von den deutschen Behörden, um Näheres über Peggy zu erfahren bzw. sie aus der Türkei zu holen. Das wurde von den deutschen Behörden jedoch abgelehnt.

Es war übrigens nicht der einzige oder erste Hinweis in diese Richtung. Schon drei Wochen nach Peggys Verschwinden war bei der Kripo Hof eine ähnliche Mitteilung, diesmal direkt aus der Türkei, eingegangen – und wurde ignoriert. Die Meldungen verdichteten sich aber. Im Januar 2002 kam eine E-Mail aus Ankara, Peggy sei in der Türkei. Vom April stammte ein Akteneintrag der Kripo, wohlweislich mit dem Vermerk „Vertraulich – Nicht für die Gerichtsakte bestimmt“, Peggy halte sich, nach Kenntnis eines türkischen Lehrers und mehrerer gleichlautender Zeugenaussagen, seit längerer Zeit in der Türkei auf. Daraufhin erst bequemte sich der Ermittlerstab, selbst vor Ort nach dem Rechten zu sehen.

C: In der Türkei?

E: Ja, aber die Spritztour hatte eher Alibicharakter, ich sehe das wirklich nicht als Einziger so. Es lag mehr als ein Ortshinweis vor, insgesamt waren es vier. Die Zwei-Mann-Delegation reiste jedoch nur in einen, wobei der aufgrund mehrfach übersetzter Sprachübermittlungen keineswegs gesichert war und es in der Türkei im konkreten Fall – wie teils ja auch hier in Deutschland – mehr als einen Ort gleichen Namens gibt. Also gut, man nahm eine Einzeldestination. Und stellte sich dort gleich so amateurhaft und typisch deutsch – von oben herab – an, dass die Suche, wenn es denn überhaupt eine war, von Anfang an scheitern musste. Ein paar Tage später hatte sich das erledigt, die „Ermittler“ hakten nun die türkische Spur ab. Die hatte damit ihren Kosher-Stempel weg. Frei nach dem Motto: Wir waren da, hier braucht keiner mehr zu wühlen. Sowas hat ja auch was Beruhigendes. Stunden später, wirklich nur Stunden, am 4. Mai 2002, fliegen dann Peggys Mutter und ihr türkischer Partner, mit dem sie ihrer Darstellung zufolge in Dauerfehde liegt, „zum Urlauben“ in dessen Heimat. Vielleicht haben sich die beiden Duos am Flughafen von Izmir sogar noch abgeklatscht.

Die verdächtigen Verdächtigen

C: Von Mai 2001 bis Mai 2002 hat man also keinen einzigen heißen Verdächtigen im Fall Peggy?

E: Doch, doch, da gibt es sogar einige. Die Eltern haben sich, wie gezeigt, durchaus verdächtig verhalten, aber an die geht man in letzter Konsequenz nicht ran. Dann haben wir noch andere Bewerber, im Nah-Umfeld der Eltern, die bleiben für diesen Fall aber ebenfalls ausgespart. Allerdings kommt im Spätfrühling Bewegung in die Sache. Die Ermittler beginnen, sich da auf „ihren Mann“ festzulegen: Ulvi Kulac, ein geistig Behinderter, der sich bereits in der Vergangenheit Kindern sexuell genähert hat, wenn auch eher exhibitionistisch. Er ist der ideale Kandidat…

C: …und er gesteht…

E: … in einer Rahmenhandlung, die selbst die angepasstesten Mainstreamzeitungen als Posse, als Skandal bezeichnen. Schauen wir uns das einmal genauer an: Am 2. Juli 2002 nehmen sich die Ermittler Ulvi Kulac vor. Wie von Dönermord-Profiler Horn entworfen, findet die Vernehmung in einem Bayreuther Polizeirevier statt, um dem „Verdächtigen“ den „Heimvorteil“ der Psychiatrie zu nehmen, wo er zu diesem Zeitpunkt schon untergebracht ist. Die Beamten gehen hoch motiviert in die Vernehmung; Soko-Leiter Wolfgang Geier – Untersuchungschef in der sogenannten NSU-Serie – hatte ihnen kurz zuvor gesagt, dass auf einem Overall Ulvis Blutspuren von Peggy gefunden wurden. Der Vorhalt ist frei erfunden – aber Kulac wird damit konfrontiert, als sei es eine Tatsache. Der Trick läuft ins Leere, Ulvi Kulac bestreitet weiter jede Schuld, er bleibt dabei, er habe das Mädchen nicht angefasst. Am Mittag wird das stundenlange Verhör ergebnislos beendet, Kulac soll zurück in die Psychiatrie gebracht werden, der Verteidiger verabschiedet sich. Und jetzt kommt´s: Kaum hat der Syndikus seinen Mandanten verlassen soll sich Ulvi entschlossen haben, „reinen Tisch“ zu machen. Die Vernehmer führen ihn wieder ins Verhörzimmer, wo der Behinderte nun „gesteht“. Inhalt: Er habe das Peggy am 3. Mai 2001 in seiner Wohnung missbraucht und sie am 7. Mai auf dem Heimweg abgepasst, um sich zu entschuldigen. Das Mädchen sei jedoch weggelaufen und habe damit gedroht, ihn zu verraten. Er habe sie dann verfolgt, eingeholt, niedergestoßen und ihr, da sie schrie, Mund und Nase zugehalten, bis sie erstickt sei. Das entspricht so sehr der Hypothese des Tathergangs, dass man sich fragt, ob die Beamten hellsichtig waren – oder ob sie einfach Kulac dazu brachten, den von ihnen vorgebrachten Ablauf zu unterzeichnen. Der Druck „zu liefern“ war ganz sicher da, sowohl von Seiten des bayerischen Innenministeriums auf die Ermittler, als nun auch von Seiten der Ermittler auf „ihren Mann“ – der sich hinterher beklagte, seitens der Staatsgewalt sogar körperlich angegangen worden zu sein.

C: Solche Übergriffe sollte man eigentlich auf den Verhörmitschnitten festmachen können.

E: Das ist der nächste Klops. Angeblich ging im Verhörzimmer, nachdem der Anwalt gegangen war, das Bandgerät kaputt, mit dem die Vernehmungen sonst protokolliert werden. Im Nebenzimmer soll es ein weiteres Tonband gegeben haben, das aber auch nicht verwendet wurde. Warum, das weiß keiner mehr – oder keiner kann es schlüssig erklären. So gibt es vom Geständnis nur ein Gedächtnisprotokoll eines einfachen Polizeihauptmeisters. Trotz der Tragweite des Geschehens fertigt er es auch erst am nächsten Morgen an. Dass Ulvi das, was dort geschrieben steht nun widerruft, nutzt ihm aber nichts.

C: Er wird verurteilt.

E: Richtig, er bekommt lebenslänglich. Nur wird dieses Urteil 10 Jahre später in einem Revisionsverfahren wieder aufgehoben. Dafür gab es massig Gründe, die schon mit dem Tathergang zu tun haben. Zum Beispiel fand man am angeblichen Vergewaltigungstatort, in Ulvis Zimmer, keinerlei Spuren, Fasern, Haare, Blut, etc. von Peggy. Auch der Ablauf der Ermordung war – so wie geschildert – rätselhaft, denn der Tatverdächtige soll das Mädchen fast einen Kilometer weit ihr hinterherrennend verfolgt haben, ohne dass diese dabei ihren Schulranzen wegwarf. Dann gab es keine Zeugen für diesen Vorgang. Und selbst der Nachweis, dass Ulvi an diesem Tag in der Nähe des Mädchens gewesen sein konnte, fällt katastrophal aus. Die Ermittler glaubten einer Zeugin, die sich erst ein Jahr später erinnerte, den Mann an Peggys Laufweg gesehen zu haben, was 65 Personen, die in der Zeit ebenfalls vor Ort waren, nicht bestätigen konnten. Das soll um 13:15 Uhr gewesen sein, einen Zeitpunkt, den die Behörden als „letzte Sichtung“ der Vermissten festschrieben. Aber selbst diese Angabe wackelt gehörig, da Peggy von Schulkameraden, Nachbarn und Passanten zwischen 15 und 19 Uhr noch mehrfach im Ort gesehen wurde – teilweise aus greifbarer Nähe. Das verurteilende Gericht hatte keinem von ihnen geglaubt. Dafür glaubte es einem vorbestraften V-Mann, den die Behörden auf den „Verdächtigen“ angesetzt hatten; um die als Deal in Aussicht gestellte Straffreiheit zu bekommen lieferte der dann auch „Ergebnisse“ – also Belastungsaussagen. Die aber gelogen waren, wie der Betreffende inzwischen auch vor der Justiz eingeräumt hat.

C: Die Zielstrebigkeit und Scheuklappigkeit der Ermittler und des Gerichts fällt auf. War das orchestriert?

E: Es ist schwer überprüfbar, wie stark der Einfluss der hohen Politik damals auf die Exekutive und die Justiz war, etwaiges Drängen inbegriffen. Von oben betrachtet hat es den Anschein, dass die Dinge so liefen, dass das zentral gesteuert wurde. Fakt ist: Mit oder ohne Leiche, man brauchte einen Täter, man wollte einen Täter, irgendwann sollte es nur dieser Täter sein – und man „holte“ ihn sich. Und das, obwohl man sehr gute Alternativen im Angebot hatte. Aber in dieses Wespennest wollte niemand reinstechen.

C: Was haben Sie da im Auge?

E: Kinderschänder. Nun werden Sie sagen, „So einen Vertreter hatten wir doch mit Ulvi am Start“, aber das ist nicht ganz richtig, der war kein Pädophiler im klassischen Sinn ist. Er passt mehr in die Rubrik des Exhibitionisten, zumal auf der Stufe eines Kindes, bar jeder Organisation. Es gab sie jedoch, diese planenden, erwachsenen Missbraucher, direkt im Umfeld der Familie. Die man durchaus als Spitze eines Eisberges sehen kann.

C: Bitte machen Sie den Personenkreis konkreter.

E: Gut, ich greife jetzt nur die Leute auf, von denen wir wissen, dass sie privaten Zugang zu Peggy hatten. Ich erspare uns daher die Pädophilie-Geschichte rund um den – versetzten – Lichtenberger Pfarrer… Wer die TV-Dokumentation über das Mädchen Noemie kennt, die die internationale Dimension des Falls Dutroux einfängt, bei dem kommen wirklich üble Bilder hoch… Aber wie gesagt, für den Moment wollen wir nicht ins absolute Extrem denken. Die kleinen Extreme reichen und auch die haben Namen.

C: Welche?

E: Ich will nur drei nennen. Drei von vermutlich mehr.
1. Jens B., der, wie die Medien damals geschrieben haben, „gelegentlich“ auf Peggy „aufpasste“, wenn ihre Mutter Susanne arbeiten war. B. gab für den Tattag an, er habe von 13:11 bis 22:41 Uhr vor seinem PC gesessen. Doch bei einer Untersuchung des PCs stellte sich heraus, dass von 13:18 bis 14:06 Uhr keinerlei Eingabe am PC erfolgte – genau in dem Zeitfenster, als Peggy heimkehrte. Von 15:12 bis 18:30 Uhr seien Audio-Dateien von CD auf PC überspielt worden, der Mann musste dafür gar nicht am Computer gesessen haben. Durch Überwachungsmaßnahmen wusste die Ermittlungsgruppe, dass B. Angst hatte, er könne ebenso pädophil veranlagt sein wie sein Halbbruder Holger E.
2. Holger E. stammt aus Halle an der Saale, dem Herkunftsort von Susanne Knobloch. Er wurde wegen sexuellen Missbrauchs seiner eigenen zweijährigen Tochter zu sechs Jahren Haft verurteilt. Seine Adresse fand sich in Peggys Schulheft, er war häufig bei seinem Halbbruder in Lichtenberg zu Gast, er besaß kinderpornografische Bilder, verkehrte regelmäßig im Haus der Knoblochs, gestand Übergriffe auf Peggy: In den Winterferien 2001 habe Peggy ihm ans Glied gefasst. Und in den Osterferien – nur knapp eine Woche vor Peggys Verschwinden – sei es zu „Kuscheln und Küssen“ mit dem Mädchen gekommen. Sein Alibi für den 7. Mai platzte, seine Aussage war schlicht und ergreifend gelogen. Warum machte das die Ermittler nicht stutzig? Die Oberstaatsanwaltschaft Bayreuth könne dazu keine Auskunft geben, weil sie den Fall erst 2012 übernommen habe, sagte Oberstaatsanwalt Herbert Potzel hierzu gegenüber dem Focus. Zuvor war der Landkreis Hof verantwortlich. Doch auch die dortige Staatsanwaltschaft will sich nicht äußern, sie sei „nicht mehr für den Fall zuständig“. Nach Ulvi K.s Geständnis wurde die Spur zu den Akten gelegt.
Der 3. Mitverdächtige, ich ziehe den Begriff „Unterverdächtiger“ vor, sie werden noch verstehen, was ich damit meine, ist Robert E., dessen Haus nur wenige Meter auf der anderen Straßenseite von der Wohnung der Knoblochs entfernt lag. Er hat sein Patenkind und seine Stiefenkeltochter missbraucht, wurde deswegen rechtskräftig verurteilt. Der Maurer und nebenberufliche Antiquitätenhändler kannte die Familie, hatte Umgang mit Peggy.

C: Dass sich ein schräg-krimineller Interessensverein rund um ein einziges Mädchen zusammenzieht, in einer so kleinen Gemeinde, quasi in einem Nest…

E: …ist auffällig, ja. Laut Wikipedia ist Lichtenberg einwohnermäßig eine der kleinsten Städte Deutschlands, schauen Sie sich die Luftbilder an, überschaubarer geht’s kaum mehr. Und nun bedenken Sie bitte noch Folgendes: Susanne Knobloch, die Mutter, galt im Ort als sehr schlecht vernetzt. Sie war Einzelgängerin, suchte kaum Kontakt, der aber leicht möglich gewesen wäre, wenn sie sich einem der lokalen Vereine angeschlossen hätte. Und ausgerechnet unter den wenigen, quasi handverlesenen Leuten, die sie an sich und die Familie ranließ, finden wir Pädophile. Männer, die rein papierseitig für den Tag des Verschwindens Mißbrauchskandidaten sind. Gleich drei Pädophiliekandidaten mit schlechter Alibisituation am selben Kind dran. Dazu oder darunter laut Behörden ein Mörder, der das Leben dieses Kindes beendet. Diese Zufälligkeit steuert geradezu der Wahrscheinlichkeit eines 6ers im Lotto entgegen! Noch 2015, das ist ja nun wirklich nicht lange her, hatte Profiler Axel Petermann im Fall Peggy festgestellt, dass ihr Umfeld sehr schwierig war und die Familie sehr genau beleuchtet werden muss.
Und jetzt das noch obenauf: Die Ermittler interessieren sich nicht für diesen Zusammenhang! Hallo?!? …

Die Spur zur Kinderpornografie

C: Sie erwähnen den Profiler Petermann als Zeugen dafür, dass in der Familie etwas faul gewesen sein könnte. Ist das der gleiche, der nach dem Auffinden des Skeletts jetzt wiederholt in den Medien war?
E: Ja, der Hochschuldozent für Kriminalistik, Axel Petermann, ein erfahrener Mann, 40 Jahre Kripoarbeit, Spezialist für ungeklärte Mordfälle, hat mehr als 1000 Fälle als Profiler bearbeitet. Er ist nicht direkt in den Fall Peggy eingebunden, unterliegt also nicht irgendwelchen Maulkörben oder Denk-Tabus und ist damit umso glaubwürdiger. Auch, weil er nach wie vor zu seiner Meinung steht. Erst vor ein paar Tagen, also nach der Auffindung des Leichnams, unterstrich er seinen Standpunkt – von der Bunten zum Fall Peggy befragt – noch einmal. Da sagt er: „Die Familie ist eigentlich ein Ort der Geborgenheit, eine Umgebung, in der man sich wohl fühlen soll, in der man Liebe erfahren soll. Aber gleichzeitig ist sie auch ein Ort der Gewalt. Deswegen ist es auch nicht selten, dass Gewalt in der Familie ausgelebt wird, sowohl vom Vater als auch von der Mutter oder von Geschwistern. Und dass es da auch zu Tötungen kommen kann.“

C: Gewalt? Haben Sie nicht eher Missbrauch im Auge?

E: Das eine muss das andere nicht ausschließen. Ich nenne Ihnen einen Zusammenhang. Der Spiegel schrieb im Februar 2006 mit Bezug auf polizeiliche Vermerke über mysteriöse Flecken auf einem T-Shirt, das Peggy kurz vor ihrem Verschwinden trug. Sie deuteten auf einen „intensiven Kontakt“ und gelangten laut Akten auf das Hemdchen „in angezogenem Zustand“. Das Nachrichtenmagazin nennt hier nicht den Namen des Verursachers, aus dem textlichen Zusammenhang geht aber klar hervor, dass es sich um Peggys Stiefvater handelte (was die Münchner Abendzeitung im Januar 2014 bestätigt). Als die Hamburger ihn befragten, versicherte er – festhalten – „nie mit diesen Erkenntnissen konfrontiert worden zu sein“. Die Staatsanwaltschaft Hof, ebenfalls angefragt, konnte „aus Termingründen“ keine Auskunft zu den Spuren geben. Anderen Quellen zufolge handelte es sich bei den fraglichen Spuren, die in hoher Zahl festgestellt wurden, um Urin. Wobei die Rückführung auf einen „intensiven Kontakt“ durch den Spiegel auch auf etwas Anderes schließen lassen kann. Dann gibt es noch die Kinderpornospuren.

C: Gibt es dahingehend mehr Mitteilungsbereitschaft bei der Justiz?

E: Nein, das handhabt man dort anscheinend nach der Standardformel „Gab‘s nicht, gibt‘s nicht, wird’s nicht geben“. Jeder Verdacht in diese Richtung, gerade wenn er sich mit dem Elternhaus verbindet, wird von den sogenannten Ermittlern tabuisiert. Die Familie erscheint nachgerade sakrosankt. 1:1 wie im Fall Kampusch, hinter dem ehemalige aber hochrangige Justiz- und Polizeivertreter immer wieder einen Kinderschänderring ausgemacht haben, ohne dass dies in irgendeiner Form Gehör fand. Und, wie im Fall Kampusch, gibt es nun wieder Zeugen, die kinderpornografische Dateien und Fotos von Peggy gesehen haben wollen.

C: Wer sind diese Zeugen?

E: Polizisten, Journalisten, Privatdetektive. Teilweise wird eine Kinderporno-Connection sogar von den Ermittlungsbehörden eingeräumt, dann aber sofort verharmlost. Holger E. zum Beispiel, einer der drei Pädophilen, die Zugang zu Peggy hatten, wurde mit einer CD voller kinderpornografischer Bilder ertappt. Zu sehen waren darauf auch Bilder von Peggy Knobloch. Die aber nie gezeigt wurden und so „müssen“ wir den sogenannten Ermittlern vertrauen, dass sie in dieser Datei harter und eindeutiger Darstellungen die Einzige war, die angezogen war. Selbst im Medienmainstream scheint man dies nicht zu glauben. Der Focus, der im Spätsommer 2013 über Peggys Bilder in E.s Kinderporno-Datei schreibt, lässt das „angezogen“ weg.

Steht das für sich allein? Nein. Irgendwann werden dem leiblichen Vater Mario Schwenk die Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten bei den amtlichen Nachforschungen zu viel – er schaltet einen privaten Ermittler ein. Der findet auf einschlägigen Internetseiten ein gutes Dutzend Schmuddel-Aufnahmen, die ein Mädchen zeigen, das eine frappierende Ähnlichkeit mit der verschwundenen Peggy aufweist.

Ein Kinderpornofoto wird auch dem Frankfurter Rechtsanwalt Michael Euler zugespielt, der das Wiederaufnahmeverfahren gegen Ulvi Kulac durchgesetzt hat. Anonym, mit entsprechendem Hinweis auf die Identität des Mädchens. Auf dem Bild sieht man eine geschminkte 10 bis 13-Jährige, nackt, mit gespreizten Beinen, fotografiert in einem Badezimmer. Die Ähnlichkeit mit Peggy ist verblüffend. Selbst eine kleine Narbe am Kinn „passt“, genau an dieser Stelle hatte sich Peggy einige Tage vor ihrem Verschwinden verletzt. Euler schickt die Aufnahme an die Presse und die Behörden in Bayreuth. Die machen einen Bildvergleich. „Nach einer ersten Bewertung gehen wir nicht davon aus, dass es Peggy ist“, sagt der Sprecher der Bayreuther Polizei. Auch Oberstaatsanwalt Ernst Schmalz ist sich „zu 90% sicher“ dass es nicht das vermisste Mädchen sei. Was ihn so sicher macht, bleibt ebenso unerwähnt wie rätselhaft. Nase, Augen, Brauen, Mund, Hals sowie alle Abstände untereinander erscheinen nämlich bei beiden Mädchen identisch.

C: Wenn die beiden Mädchen identisch sind, dann hieße das, dass Peggy nach ihrem Verschwinden noch lebte – und zwar gleich Jahre.

E: Ja. Und?

C: Das würde bedeuten, dass die Behörden die Unwahrheit sagen, wenn sie jetzt behaupten, dass Peggy geborgen wurde und sie dort, wo man sie fand, 15 Jahre gelegen habe.

E: Die Behörden haben in diesem Fall, wie gezeigt, häufig vertuscht und hochwahrscheinlich mit voller Absicht mehr als nur einmal gelogen, nicht nur aus ermittlungstaktischen Motiven heraus. Ich sehe ehrlich gesagt keinen Grund, warum sie sich jetzt auf einmal von diesen Grundsätzen verabschieden sollten. Ich werde zum Auffinden nachher noch einiges ausführen. Und ich komme gleich noch zu einem Punkt, der Sie verstehen lässt, warum die Behörden Interesse daran haben, diesen Fall so zu behandeln, wie sie es tun. In die Frage, wie lange Peggy noch gelebt habe, würde ich mich jetzt gar nicht allzu sehr vertiefen wollen. Ich habe das Badezimmerfoto in erster Linie auch nur ins Spiel gebracht, um zu demonstrieren, um einmal mehr zu demonstrieren, wie preußisch-scheuklappig die Ermittlungsbehörden diesen Fall durchmarschieren. Hätte Peggy eine Tätowierung und das Mädchen aus der Pornoserie hätte sie auch an der gleichen Stelle, die sogenannten Polizeiexperten würden vermutlich eine optische Täuschung in Rechnung stellen.

C: Die Bilder können kein Photoshop sein?

E: Hätten sie natürlich ebenfalls sagen können. Haben sie aber nicht – jedenfalls damals nicht, als man die Fotos intern „auswertete“. Womit die Authentizität der Aufnahmen, jede für sich allein, natürlich enorm gestärkt ist. Die Mainstreammedien haben das rechte Foto auch durchgehend für ihre Artikel genutzt. Was für ein weiteres Bild von Peggy von Bedeutung sein könnte, das – erweitern wir den Bildfokus – in Pädophilenkreisen durchaus als Anbieter- bzw. Katalogfoto wahrgenommen wird.

C: Anbieterfoto?

E: Das sind Fotos, auf denen Kinder in Pädophilenkreisen „angeboten“ werden. Die gibt es in eindeutiger, pornografischer Variante. Und in angedeuteter Form, sei es das Kind alleine oder – gerade in Partnerbörsen – zusammen mit einem Elternteil. Da die Pädophilenszene eher eine männliche Domäne ist, ist auf solchen Bildern meist die Mutter mit abgebildet. Bildunterschrift: „Mutter mit Kind sucht…“ Das Foto mit dem hochgeschobenen Shirt tauchte 2007 auf. Die Frau im Hintergrund wurde laut Abendzeitung vom 1.2.2007 von Familienangehörigen als Susanne Knobloch identifiziert. Vergleichbar „missverständliche“ Bilder gab es übrigens auch von der kleinen Natascha Kampusch, nackt mit Pelzstola, Peitsche, Reiterstiefeln – auf einem Schaukelpferd. Für Anbieter auf dem Pädomarkt ist das vorteilhafte an dieser augenzwinkernden Darstellungsform, dass solche Aufnahmen auch als Jux- oder Karnevalsbilder durchgehen können.

C: Auch das Bild mit dem hochgezogenen Shirt könnte ein Juxbild sein.

E: Könnte. Wenn es aber so in einem Partnerforum auftaucht, ist das kein Spaß mehr. Jetzt werden Sie sagen, bringen Sie mir den Beweis, dass es da drin war. Und da ich den nicht liefern kann, bleibt es ein „netter Schnappschuss in entspannter Atmosphäre“. Nur, bitte vergessen Sie die Bilder von Peggy in der polizeilich sichergestellten Kinderpornodatei nicht, die nie gezeigt wurden, das gute Dutzend an Aufnahmen des Detektivs, die nie gezeigt wurden, mehrere Fotos, die laut Fränkischer Tag vom Januar 2014, Peggy „in eindeutig pornografischer Pose zeigen“, die nie gezeigt wurden. Nicht einmal ausschnittweise, wie beim Mädchen im Bad. Wäre das alles harmlos oder schlecht gebauter Photoshop, dann wäre das in die Öffentlichkeit gekommen, schon um die sich ausbreitenden Gerüchte zu unterbinden. Der für Peggys Vater arbeitende Privatdetektiv geht davon aus, dass das Kind seines Klienten Opfer sexuellen Missbrauchs geworden ist. Rechtsanwalt Euler, kein Wald- und Wiesensyndikus, sondern auf Opferschutz, Jugend-, Internet- und Sexualstrafrecht spezialisiert, teilt diese Einschätzung, sieht „viele Indizien“ für einen frühen und regelmäßigen Missbrauch.

C: Beide sind Partei im Mandantenverhältnis der Gegenseite.

E: Profiler Petermann dagegen nicht. Außerdem ist es ja nicht so, dass diese Leute die Akten nicht gelesen hätten. Da stehen auch sehr persönliche Dinge drin, Hinweise von engen Freunden, Bekannten, Familienmitgliedern, die seit Sommer 2000 eine Verhaltensänderung bei Peggy festmachen: Sie schminkte sich und trug Miniröcke, zog sich zurück, zeigte sich weder vor ihrer Mutter noch vor ihrem Stiefvater in nacktem Zustand, schloss sich im Badezimmer ein, schreckte bei Telefonklingeln auf, kaute Nägel, versteckte ihre getragenen Unterhosen oder warf sie in den Müll, wollte wieder bei ihrer kleinen Schwester schlafen, nässte ein. Vieles ist typisch für eine Frühsexualisierung und darin liegend fortgesetzten Missbrauch, das kann Ihnen jeder Kinderpsychologe bestätigen. Vergleichen Sie das mit den dokumentierten Persönlichkeitsveränderungen bei Natascha Kampusch, vor ihrem Verschwinden, sie finden da ein ähnliches Bild – bis hin zum Einnässen.

C: Wenn es diesen fortgesetzten Missbrauch gegeben hat, dann sollte es Zeugen dafür geben, die näher dran waren. Die mehr aussagen könnten.

E: Naja, erstens ist das ein wirkliches Tabuthema, sowas findet hinter verschlossenen Türen statt, nicht gerade auf dem Marktplatz. Und zweitens sind wir hier auf dem Land, da gelten andere Gesetze – eine Dorfgesellschaft schirmt sich meist nach außen ab. Das war in Lichtenberg auch bei der Pfarrergeschichte so. Natürlich haben die Leute hinter vorgehaltener Hand gesprochen, das tun sie heute auch, aber gegenüber Fremden, gerade Journalisten, da sagt man nichts. Für Leute, die wegziehen, gilt diese Omerta jedoch nicht mehr. Und gerade aus dem Kreis kommt nun entsprechende Information. Die Zeitung Fränkischer Tag zitiert Ende Januar 2014 auf der ersten Seite einen der Redaktion bekannten Zeugen. Ich kram den mal aus, dass wir das im O-Ton haben. Der Mann, heißt es dort, steht „in engem Kontakt zum Eigentümer des Hauses, in dem die Knoblochs eine 160-Quadratmeter-Wohnung bezogen hatten“ und „bezieht sich auch auf Aussagen von anderen Hausbewohnern jener Zeit, die Lichtenberg ebenfalls bereits verlassen haben. Diese hatten immer wieder davon gesprochen, dass sich in der Knobloch’schen Wohnung ´reger Verkehr im wahrsten Sinne des Wortes´ abgespielt habe. Der Begriff ´Privat-Bordell´ fällt, Peggy sei ´angeboten´ worden. Zu den ´Kunden´ hätten auch ´höher gestellte Personen aus der Region´ gehört. Polizei und Staatsanwaltschaft wüssten von seinen Beobachtungen, es gibt jedoch keine Stellungnahme dazu.“ Tage darauf fragt nordbayern.de unter der Überschrift „Wurde die kleine Peggy ´angeboten´?“ diesbezüglich bei den Behörden an. Oberstaatsanwalt Ernst Schmalz, Chef der Ermittlungen, antwortete: „Eine derartige Aussage ist uns nicht bekannt.“ Da muss man erstmal durchatmen, oder?

C: „Höher gestellte Personen“ in einem Bordell, in dem auch Minderjährige angeboten werden. Das klingt bekannt: Sachsensumpf…

E: …in dem die Organisierte Kriminalität mit Geheimdiensten hintendran hochgestellte Politiker, Richter, Staatsanwälte, Journalisten, Polizisten im Rotlichtmilieu bedient und ganz sicher auch gefilmt hat. Um sie am Kanthaken zu haben, erpressbar zu machen, aussteuern zu können. Dass diese „funktionieren“, dass sie die eine oder andere schmutzige Sache durchwinken, auf der kriminellen, halbseidenen oder politischen Ebene, die Übergänge sind da durchaus fließend.

Wer sich mit diesen Schweinereien mal auseinandersetzen will, braucht nur den Begriff „Sachsensumpf“ zu googeln. Naivere Geister, also 90% der Bevölkerung, werden da echte Überraschungen erleben und auch auf „höher gestellte Personen“ treffen, wie es der Zeuge im Fall Peggy ausdrückt.

https://www.youtube.com/watch?v=XcHt6ZALCuQ

Bei Marc Dutroux lief die Schiene 1:1 genauso, da hatte man auch einen Hauptdarsteller aus dem Bereich Organisierte Kriminalität kurzzeitig im Visier, bis der dann in einem Interview bekannt gab, er könne Bilder vorzeigen, wo belgische Vertreter des Establishments Minderjährige missbrauchen, niemand habe eine Chance gegen ihn, er könne den ganze Staat hochgehen lassen – und Bums, wurde er freigesprochen. In einem walisischen Kinderheim regelte der britische Inlandsgeheimdienst den jugendlichen Verkehr mit Politikern, wohlweislich, um diese hinterher in der Hand zu haben – der Fall Kincora. Der Vermisstenfall Natascha Kampusch zeigt die gleichen Spuren.

C: Das würde einiges vom Verlauf der Peggy-Ermittlungen erklären.

E: Ich muss Ihnen widersprechen: Das erklärt nicht „einiges“, das erklärt ALLES. Dieser Zusammenhang erklärt quasi alle Details, vor allem die bis heute rätselhaften. Es erklärt, warum bei der Polizei schon früh Leute eingebunden waren, die man im Nachhinein als OK-erfahren bezeichnen kann. Es erklärt, warum sich der bayerische Innenminister Beckstein in den Fall eingemischt hat. Es erklärt die Hausdurchsuchung bei den lokalen Behörden, nebst Vertuschung derselben. Es erklärt die Tabuisierung des Themas „Organisierter Missbrauch“ im Fall Peggy. Es erklärt das totale Heraushalten der Familie, trotz höchstverdächtiger forensischer Spuren – wie dem angesprochenen Hemd oder den Telefonaten –, die klar auf eine Verschleppungsabsicht hindeuten.

Sehen Sie sich nur an, mit welcher Vehemenz die sogenannten Ermittler – wie im Fall Kampusch – die Eltern von jedem Verdacht abschirmen. Am 6. Juli 2007 erging Strafanzeige gegen Susanne Knobloch bei der Staatsanwaltschaft Hof wegen uneidlicher Falschaussage im Prozess gegen Ulvi Kulac. Das Ermittlungsverfahren wurde mit Verfügung vom 10.8.2007 durch die Staatsanwaltschaft Hof eingestellt. Die Akteneinsicht zeigte hinterher, dass durch die Staatsanwaltschaft Hof keinerlei Ermittlungen gegen Frau Knobloch erfolgt waren. Eine Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg hatte dann zur Folge, dass per 4.11.2007 die Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Hof gegen Frau Knobloch wiederaufgenommen werden sollten. Ergebnis? Die Staatsanwaltschaft Hof nahm erneut keine Ermittlungen gegen Frau Knobloch auf, sie hat das Verfahren nach Eingang der schriftlichen Begründung des Anwaltes vom 14.4.2008 noch am gleichen Tag (!) eingestellt. Am 17.6.2008 wurden gegen die Einstellungsverfügung Beschwerde erhoben und um Akteneinsicht gebeten. Mit Schreiben des Generalstaatsanwaltes Bamberg vom 17.7.2008 wurde die Beschwerde zurückgewiesen. Ein Antrag auf gerichtliche Entscheidung (Klageerzwingungsverfahren) wurde mit Beschluss des Oberlandesgerichts Bamberg vom 14.10.2008 „als unzulässig verworfen“. Begründung: die Antragsschrift des – renommierten – Bayreuther Rechtsanwalts Ortwin Lowack habe Mängel aufgewiesen.

Eine Vernehmung gerade der Mutter wurde mit allen Mitteln verhindert. Stattdessen stürzte sich die Justiz mit allen Mitteln auf einen „perversen Einzelgänger“, der sich kaum wehren konnte. Im vergleichbaren Fall Kampusch konnte sich der dort in der Tat beteiligte Akteur gleich gar nicht mehr wehren, da er am Tag „als sich Natascha befreite“ ums Leben kam, unter rätselhaften Umständen, die momentan Gegenstand eines neuen Untersuchungsverfahrens sind – man ermittelt in Richtung Mord.

C: Das ist ein Horrorszenario!

E: Leider ein realistisches!

C: Gibt es weitere Leute, die sich mit dem Fall befasst haben, die das ähnlich sehen wie Sie?

E: Ich denke, einige ahnen und fürchten in dieselbe Richtung. Ich habe mit ein paar Leuten gesprochen, bei denen ich das herausgehört habe. Aber das sind eher punktuelle Empfindungen, verbunden mit entsprechend punktuellen Informationsständen zum Fall Peggy. Ich habe ein „Bekenntnis“ gesehen, das hier vollinhaltlich „matcht“, es stammt von Ina Jung, die sich über viele Jahre intensiv mit dem Verschwinden des Mädchens befasst hat. Von ihr stammt auch ein Buch zu dem Thema, das ich nicht im Detail kenne. Jung hat auch zwei Drehbücher für TV-Filme abgeliefert, in die sie Peggys Geschichte zusammen mit Erkenntnissen aus dem Sachsensumpfskandal eingearbeitet hat, wie man das in einem Schlüsselroman tut. Über ihren letzten Beitrag, „Jagdgesellschaft“, hat die Süddeutsche Zeitung Anfang dieses Jahres geschrieben. Ich zitiere: „Jagdgesellschaft erzählt von deutschen Kindern, die in sehr adretten deutschen Einfamilienhäusern leben, von dort aus in ähnliche Häuser gebracht werden, wo sie als Beilage zu Schampus, Koks und Kaviar serviert werden. Die beiden Mädchen Lucy und Vanessa werden aus scheinbar bürgerlichen Verhältnissen fremden Männern als Prostituierte vermietet: Mami schminkt sie, Vati fährt sie im Kofferraum des SUV zum Termin. Zusammengehalten werden die beiden Filme von der LKA-Beamtin Karin Wegemann, gespielt von Nadja Uhl, die in Teil eins mehrere Kinderschänder verhaften ließ, am Ende aber doch an einem System scheiterte, in dem sehr mächtige Menschen sich gegenseitig bei sehr gruseligen Dingen decken. Auch in ‚Jagdgesellschaft‘ sind es wieder Männer aus der guten Gesellschaft (in der man im Zweifel schon den entscheidenden Staatsanwalt oder Richter kennt), die sich kleine Mädchen liefern lassen, um an ihnen ihre Machtfantasien auszuleben. Und wie bei ‚Operation Zucker‘ ist die Botschaft der Macher: Diese Dinge gibt es wirklich. Sie passieren jeden Tag. So jedenfalls schreibt es ARD-Programmdirektor Volker Herres im Presseheft.“

Warum verschwand Peggy?

C: Sie nennen das Szenario ein realistisches.

E: Ich beziehe mich auf Dutzende frühere Fälle von Kindesmissbrauch, die von der Organisierten Kriminalität und von Geheimdiensten ausgingen, die alle sehr real sind.

C: Und im Fall Peggy?

E: …ist das gleiche Szenario realistisch. Die Ermittlungsarbeit, wenn man die überhaupt so nennen kann, im Grunde erscheint diese als eine einzige Frechheit, weist darauf hin, dass hier ebenfalls eine solche Verbindung vorliegt.

C: Die Eltern haben also ihre Tochter angeboten und getötet…

E: Ich behaupte weder das eine noch das andere. Ich zeige Ihnen nur beängstigende Indizien, welche die Ermittler ausblenden, aufreizend ausblenden. Und genau die ergeben, zusammengelegt, ein erschreckendes Bild.

C: …Dass die Eltern ihre Tochter angeboten und getötet haben.

E: Den Tötungsaspekt sehe ich schon mal überhaupt nicht, im Gegenteil, lassen Sie uns das für den Moment zurückstellen und später darüber sprechen. Das Anbieten dagegen, bitte nageln Sie mich jetzt nicht auf diesen Begriff fest, denn da gibt es Abstufungen, dieses „Anbieten“, „Geschehen lassen“ etc. kann man nach Lage der Dinge keineswegs ausschließen. Und so wie das genau von Seiten der Behörden getan wird, ist es jedenfalls hochverdächtig – weil wir damit wieder einmal direkt das Feld der Pädo-Netzwerke betreten, in denen Elitenvertreter agieren.

C: Gut, lassen wir das hypothetisch so stehen. Wenn aber die „Geschäfte“ so gut liefen, warum verschwindet das Mädchen auf einmal? Und warum wird sie dann schließlich doch noch gefunden? Mit Reisig abgedeckt wie von einem Amateur. Aus Ihrem Blickwinkel wäre da doch eher ein Salzsäurebad angeraten gewesen.

E: Zu Letzterem komme ich noch: Der Zeitpunkt des Auffindens sowie der Ort und die Art des Auffindens ergeben durchaus Sinn – das alles liegt geradezu maßgeschneidert im Anforderungsprofil, wenn hier ein Pädophilenring Regie führte, der Verbindungen hatte. Der Zeitpunkt des Verschwindens erscheint übrigens genauso logisch. Darüber können wir meinetwegen gleich jetzt schon reden.

C: Bitte!

E: Gut, betrachten Sie allein die soziale Situation des Mädchens. In Lichtenberg gab es eine Gaststätte „Zur goldenen Sonne“, wo sich immer wieder Kinder, auch Peggy, aufgehalten haben. Der Wirt berichtet, dass das Mädchen fast jeden Tag bei ihm im Lokal verkehrte. Auf seinem Wochenendgrundstück am See haben Beamte jede Menge Stofftiere aufgefunden und der Mann räumte ein, dass er die Kinder dort betreut habe. Das ist wieder ein Punkt, der die Ermittler interessieren sollte, aber wir wollen das jetzt mal zurückstellen. Eine 9-Jährige ist also Stammgast in einer Wirtschaft, wo sie Hausaufgaben macht, malt oder bastelt. Oft bis spät in den Abend, wie es am 25. Oktober 2003 in einem TV-Beitrag heißt. Wenn ein kleines Kind nicht mehr nach Hause will, so ist das bedenklich. Und sollte schon irgendwem aufgefallen sein. Ob der oder die Beobachter sich dann direkt an die Eltern wenden, ist natürlich ein anderer Punkt, wer fängt sich schon gern die Antwort „Was geht denn SIE das an?“ … Wenn sich also jemand Gedanken macht, dann ist für ihn der leibliche Vater, der ja nicht mehr das Sorgerecht hat, ein Ansprechpartner, den man als Nichtfamilienmitglied eher ins Vertrauen zieht. „Ich habe es nicht gesagt, aber schau‘ mal nach dem Rechten.“ Hat jeder irgendwann mal selbst gehört oder vielleicht sogar gesagt. Auch in kleineren Dingen. Wobei sich hier der Verdacht aufdrängt, dass mehr im Argen lag. Wir wissen, dass schon vor dem Verschwinden Peggys im Dorf über die Familie geredet wurde. Dass das irgendwann den leiblichen Vater erreichen würde, liegt auf der Hand. Er brauchte dafür nicht einmal einen Tipp von einem erwachsenen Ortsansässigen, schon ein paar Telefonate mit einer klagenden oder depressiven Tochter konnten da sehr erhellend wirken. Ist das Sorgerecht bei der Mutter, was es fast immer ist, kann der Vater nur an seine Exfrau appellieren. Oder er schaltet, wenn das nicht fruchtet, das Jugendamt ein. Genau das hat Mario S. nun gemacht. Ergebnis?

C: Na?

E: Raten Sie!

C: Keine Reaktion!

E: Richtig. Kann natürlich reine Nachlässigkeit gewesen sein, eine dieser vielen Nachlässigkeiten, Patzer und Zufälle, die sich im Fall Peggy zusammenballen. Wenn nun aber jemand sagt, dass die Familie schon damals abgeschirmt wurde, dann würde ich nicht widersprechen.

C: Wenn es eine Abschirmung gab, warum musste sie dann Ihrer Meinung nach trotzdem von der Bildfläche verschwinden?

E: Weil eine Komplettkontrolle eben nicht immer und vollständig funktioniert, selbst wenn hochgestellte Leute involviert sind oder man zu diesen Kontakt hat. Die polizeiliche Haussuchung im Lichtenberger Rathaus zeigt das. Die Medien berichteten, dass es da um den mysteriösen Kinderausweis ging, der 5 Tage vor Peggy Verschwinden beantragt wurde, aber die Aktion kann durchaus auch mit dem ignoranten Verhalten des Jugendamts zu tun gehabt haben. Was hier aber nicht entscheidend ist. Entscheidend ist, dass Mario S., mit „seinem“ Problem allein gelassen, beschloss, selbst nach dem Rechten zu sehen. Jeder Vater würde so handeln, wenn er merkt, dass mit dem Kind etwas aus der Bahn läuft. Und wenn das Kind sagt, dass es weg will – zu Papi. Was Peggy laut Aktenlage zuletzt mehr als nur einmal geäußert hat.

Da wir allen Grund zur Annahme haben, dass das Mädchen fortgesetztem Missbrauch unterlag, durch mehr als nur einen einzelnen Pädophilen, schlägt jetzt die Stunde, wo es für einige Leute brenzlig wird. Und zwar just an dem Tag, als Mario S. sich für Mai 2001 in Lichtenberg ankündigt, um seiner Tochter ein verspätetes Geburtstagsgeschenk persönlich vorbeizubringen. Er hatte sie jahrelang nicht mehr gesehen. Was, wenn sie sich ihm anvertraute? Und wenig kindgerechte Dinge erzählte? Das war die Frage. Tat sie es, dann war damit zu rechnen, dass der Vater vor Gericht ziehen und eine Kettenreaktion auslösen würde. Das ist der Hintergrund.

Zwei Woche vor diesem avisierten Treffen war Peggy dann von der Bildfläche verschwunden. Um nie wiederaufzutauchen. Jedenfalls nicht lebend.

Die tschechische Kinderprostitution

C: Die zeitliche Nähe des Verschwindens zum angekündigten Besuch des Vaters fällt wirklich auf.

E: So wie die zeitliche und örtliche Nähe eines Verbrechens auffällt, das personell direkt in den Fall Peggy hineinspielt.

Hier geht´s darum, dass am 17. März der 17-jährige Geroldsgrüner Hans-Joachim W. kurz nach Mitternacht auf seinem Motorrad heimtückisch von hinten erschossen wurde. Zehn Schüsse, 7 gingen vorbei, 3 trafen. Die Fahnder konnten damals in Zusammenarbeit mit der tschechischen Polizei nachweisen, dass mit der Tatwaffe auch schon Straftaten im Nachbarland begangen worden waren. Als Mörder wurde am Ende, 2004, W.s ehemaliger Freund Ivan L. aus Carlsgrün zu „lebenslänglich“ verurteilt. Der war anscheinend ein wirklich schwerer Junge, er wurde filmreif an Händen und Füßen gefesselt sowie von Beamten eines Sonderkommandos bewacht in den Gerichtssaal geführt, weil die Behörden eine Befreiungsaktion befürchteten. Als Hintergrund der Tat machte man Drogengeschäfte aus, Personen aus dem Umfeld des Täters und des Opfers unterhielten den Untersuchungsakten zufolge Kontakte zur tschechischen Rauschgiftszene. Da fällt einem gleich wieder ein, dass Peggy- und Dönermord-Ermittlerin Anja Wittig mit Michéle Kiesewetter privat befreundet war, die vor ihrem gewaltsamen Ende zusammen mit echten und staatsbezahlten Neonazis verdeckt das internationale Drogenmilieu „begleitete“ – rein investigativ, versteht sich.

Was für uns an diesem Punkt wirklich interessant ist: W. und L. kannten einige der im Fall Peggy agierende Personen, der Mörder hatte persönlichen Kontakt zur Familie Knobloch/Ü. Was wiederum eine Erklärung für die Peggy-Einbindung der OK-Ermittler Geier & Co. liefert.

C: Sind diese Verbindungen ausermittelt?

E: Nach außen hin nicht. Die Medien bringen da auch nichts. In Blogs fragt man sich, ob die Vereinstätigkeiten von Susanne Knobloch bei dem Nordhalbener Motorradclub „Schmieden-Brüder“ damit zu tun haben. Die Frage ist insofern gut gestellt, da Rockerklubs nicht selten im Drogen-, Rotlicht- und Menschenhandel unterwegs sind – die Hells Angels kamen damit im benachbarten Hof unter die Räder. Und wir erinnern uns, dass der Fall des aus dem Sattel geschossen W. mit Drogen in Verbindung gesetzt wurde. Passen würde es daher, aber die Fotos der Schmieden-Brüder, die Peggys Mutter im Vereinsheim zeigen, stammen erst von 2005 und 2006. Von daher halte ich eine Connection über diesen speziellen Rockerverein nicht für zwingend. Wir haben aber eine Verbindung des Rauschgiftpistoleros L. zum Fall Peggy, die erheblich direkter und zeitnäher ist.

C: Wovon sprechen Sie?

E: Von einer Sichtung Peggys, die in einen Zeitbereich fällt, der, obschon dutzendfach von Ortseinwohnern mit Augenzeugenberichten ausgefüllt, von den sogenannten Ermittlern geradezu mit Händen und Füßen tabuisiert wird: Die Zeit nach 14:00 Uhr, als Peggy angeblich bereits von Ulvi ermordet worden sein soll. Da hatten, gegen 15:00 Uhr, zwei Mitschüler – Sebastian Röder und Jakob Demel – Peggy in Lichtenberg in einen roten Mercedes einsteigen sehen, in dem noch ein etwa gleichaltriges dunkelhaariges Mädchen saß. Die beiden gaben ihre detaillierte und auch die Bekleidung der Vermissten exakt beschreibende Beobachtung am anderen Tag der Polizei zu Protokoll. Sie sagten, dass das Auto mit dem „Stern vorne“ kein deutsches Kennzeichen gehabt habe, sondern ein tschechisches. „Es ist zwar auch weiß und hat schwarze Zahlen. Aber die Zahlen und Buchstaben sind kleiner“, erzählte einer der Jungs dem Beamten, der zweifelte, ob die Kinder die Nummernschilder überhaupt einordnen konnten. Noch heute sind die beiden der festen Überzeugung, damals aus knapp 5 Metern Entfernung zugesehen zu haben, wie Peggy in den roten Wagen stieg. Derselbe Wagen soll dann nach Angaben einiger Medien, nicht aller, noch einmal am frühen Abend gesehen worden sein, wie er Peggy absetzte.

Als Ina Jung, die das Grundlagenwerk zu dem Fall verfasst hat, die beiden Zeugen ausfindig machte, unterstrichen die ihre Aussage und berichteten, dass man sie damals unter Druck gesetzt hatte: Die Ermittler vernahmen sie jeweils einzeln, ohne Eltern und, so die Schüler, nötigen sie, ihre ursprüngliche Aussage zurückzunehmen. Was dann auch geschah. Die Staatsanwaltschaft in Bayreuth widerspricht dem nicht und nennt das Buch sogar „eine gute Zusammenfassung der Aktenlage“.

C: Selbst, wenn L. das Umfeld von Peggy kannte, was hat das Auto mit ihm zu tun?

E: L. nutzte damals einen Wagen, der auf die Beschreibung passte. Schon rote Autos findet man vergleichsweise selten, dazu noch eins mit tschechischem Kennzeichen, das in Deutschland umherfährt. Natürlich liegt es da nahe, dass ihn die Polizei befragte, was laut Vernehmungsprotokoll der SOKO zwei Wochen nach Peggys Verschwinden auch passierte. L. gab dabei an, dass es sich bei dem fraglichen Untersatz um das Zweit-Fahrzeug seines Bruders aus Tschechien handele. Er habe es bekommen, weil die Staatsanwaltschaft Hof sein eigenes Auto beschlagnahmt habe, er sei mit dem Fahrzeug erstmalig am Vortag bei „seiner Bank in Lichtenberg“ gewesen zu sein. Ob sich der Vortag auf den Tag der Befragung oder den Tag von Peggys Verschwinden bezieht, wird nicht aufgeschlüsselt. „Erinnerungslücken“ hatte er auf die Frage der Ermittler, ob er am 7. Mai, also an dem Tag des Verschwindens von Peggy, in Lichtenberg war. Man ließ ihn seinerzeit damit wegkommen. Was ich erstaunlich finde. Hier hätte man tiefer graben können. Wenn L.s Hausbank in Lichtenberg war, dann hielt er sich öfter dort auf, zumindest bei der Bank, und es sollte ein Leichtes sein, dies anhand von Auszügen am Bankomat oder per Befragung von Angestellten zu prüfen – die Gerichtsakten scheinen aber anscheinend nicht, dass man das auch tat. Fragt sich, warum? Dann hätte der Mann angesichts seiner „Erinnerungslücken“ direkt befragt werden können, ob er Peggy kenne bzw. ob er das Mädchen in sein Auto zusteigen ließ – zumindest daran hätte er sich ja erinnern müssen. Die Frage kam aber nicht. Warum? Und zu guter Letzt wäre es ein Leichtes gewesen, den beiden Schulkameraden – die Peggy in das rote tschechische Auto steigen sahen – Fotos von L. und seinem Auto zu zeigen, was aber offenkundig nicht passierte. Wieder: Warum? Hat man die Vita des Bruders, von dem Lubas das Auto „geborgt“ hat, kritisch überprüft? Anscheinend wieder: nein. Dem Vernehmen nach handelte dieser Bruder nicht nur mit Antiquitäten, was ihn mit dem pädophilen Peggy-Nachbarn Robert E. verbindet, sondern er besaß auch noch ein Bordell in der Tschechei. Die Halterin eines Skoda, für welches das Kennzeichen des roten Autos ebenfalls genutzt wurde, soll eine Frau aus dem Milieu gewesen sein.

So vehement wie die Untersuchungsbehörden Kinderprostitution in diesem Fall außen vor halten, könnte genau dieser Berufshintergrund der springende Punkt sein, warum man hier nicht weiterfragte. Bzw., wenn man es tat, die Fragen und damit die Spur nicht öffentlich gemacht hat.

C: Wenn Sie Recht haben, geht der Bruder seiner Tätigkeit aber nicht in Oberfranken nach, sondern in der Tschechei…

E: … wo Peggy aber direkt nach ihrem Verschwinden auftauchte, jedenfalls sagen das Zeugen. Cathrin Schauer, Sozialarbeiterin beim Verein Karo, der sich gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern engagiert, erhielt wenige Tage nach Peggys Verschwinden die Mitteilung ihrer Kollegen aus Tschechien, Peggy sei dort in einem roten Mercedes beobachtet worden. Gleich mehrfach wurde sie damals in Cheb (Eger) gesehen. Die Stadt liegt nur 50 Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg entfernt. Und: Eger ist bekannt für Prostitution, auch für Kinderprostitution. Neunjährige, also Mädchen genau in Peggys Alter, wurden dort in Bordellen angeboten. Ein Zeuge behauptete Jahre später gegenüber dem Gericht, er habe Anfang 2004 die dann 12-jährige Peggy in einem Egerer Bordell gesehen. Bitte erinnern Sie sich an das Katalogfoto des 11-13-jährigen Mädchens, das Peggy wie aufs Haar gleicht! Zu einer anberaumten Einvernahme vor dem Landgericht Hof soll der Mann dann nicht mehr erschienen sein – angeblich habe man ihn auch nicht ausfindig machen können, da er ein „Nichtsesshafter“ gewesen sei.

C: Hat die Polizei die tschechische Spur weiterverfolgt?

E: Marginal, wenn man die Indizien in Betracht zieht, die hierauf hinwiesen. Auch wenn man bedenk,t, dass die Behörden seit Jahren sehr genau wussten, dass Peggys Herkunftsort in einem kinderprostitutionsgefährdeten Gebiet lag. Das OK-Referat im benachbarten Sachsen hatte damals eine eigene Ablage zum Fallkomplex „Abseits II“, der sich ausschließlich des „Organisierten sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen im deutsch-tschechischen Grenzgebiet“, also diesseits und jenseits der Grenze, annahm. Dieser Problemgürtel reichte vom südlichen Sachsen und Thüringen rüber nach Bayern, mit den Hotspots in der Tschechei.

Trotzdem gab es wohl am Ende von Peggys Ermittlern nicht mehr als ein Amtshilfeersuchen bei den tschechischen Kollegen. Der fortgesetzte – und in meinen Augen vorsätzliche – Blindflug der Ermittler zeigt sich auch in der mangelhaften Ausforschung des Opfer-Umfelds, das bei Kindsentführungen automatisch zumindest der Mitwisserschaft verdächtigt wird. Die genannte Cathrin Schauer, die laut eigenem Bekunden immer wieder erlebte, dass Minderjährige in Tschechien „verschwanden“, wobei die Ermittlungen dann stets im Sand verliefen, weist ausdrücklich darauf hin, dass in das kriminelle Kinderprostitutionsnetzwerk nicht selten Familienangehörige, Nachbarn oder Freunde eingebunden sind. Von Medienvertretern auf ebendieses Umfeld angesprochen, erwiderte ein Polizeisprecher: „Alle haben beste Alibis.“ Wie wackelig oder gar gleich erlogen einige dieser Alibis waren, wissen wir heute. Dagegen hatte Peggys leiblicher Vater, Mario Schwenk, der wie gesagt damals seine Tochter besuchen wollte, von Anfang an den Verdacht, dass seine Exfrau mehr wusste, als sie sagte und dass die Behörden erheblich weniger taten, als sie konnten. Er begab sich nach Eger und verteilte Suchplakate im Rotlichtmilieu.

C:·In welche Richtung ermittelte die Polizei denn damals?

E: In eher harmlose Richtungen, auf jeden Fall weg von mafiösen Strukturen. Zur Sprache gebracht wurde, dass Peggy ein Zufallsopfer eines ortsfremden Triebtäters sein könne, der von der A9 Nürnberg-Berlin die Abfahrt Berg/Bad Steben nahm. Außerdem interessierte man sich sehr früh für Ulvi, wo man sicher leichtes Spiel zu haben glaubte. Das zeigt ein Artikel der Süddeutschen Zeitung vom September 2011. O-Ton: „Manfred Bauer hat sich 2001 auch bei der Polizei gemeldet. Er schilderte, wie er ein Mädchen am Grenzübergang nach Cheb gesehen hat, am Sonntag nach dem Verschwinden Peggys. Das Mädchen saß in einem Auto mit zwei Männern, keiner der beiden sei phänotypisch als Vater des Mädchens in Frage gekommen. Bauer hat dann bei den Ermittlern angerufen, dort sei ihm gesagt worden: Das Foto von Peggy, aufgrund dessen er eine Ähnlichkeit mit dem Mädchen im Auto zu erkennen glaubte, sei kein gutes Porträtbild von Peggy gewesen. Außerdem habe man den Täter wohl schon gefasst: Ulvi. Das habe ihn schon irritiert, sagt der Betriebswirt Bauer: „Diese Gewissheit, den Richtigen schon festgenommen zu haben.“ Man hätte bei diesen „Spezialisten“ vermutlich eher den Grafen von Monte Christo in Verdacht genommen als einen Kinderschänderring. Aber das ist ja nichts Neues. In den Fällen Dutroux und Kampusch und 100 anderen vor- und nachher war das nicht anders. Immer, wenn Organisierte Kriminalität ins Spiel kommt, zusammen mit hochgestellten Personen, gerade beim Thema Kindersex, hat die Justiz einen Blackout.

C: Sie sprachen die Medien an.

E: Die wussten sicher mehr, als sie sagen konnten, komplett doof sind die Lohnschreiber ja nun auch nicht, auch wenn´s bei gewissen Themen nach außen hin so zu sein scheint. Alle großen Medien haben diese namenlosen „gut informierten Kreise“, von denen sie beliefert werden, oft stammen diese aus dem Dunstkreis der Geheimdienste, die wiederum die Kindersex-OK nicht selten zur Aussteuerung von Politik nutzen. Wo man also dieses gewisse Quäntchen an entscheidendem Mehrwissen hat. Ich denke aber, dass ein Dienst dieses Wissen nur dann an die Medien gibt, wenn sich die federführende Regierung gerade wirklich heftig mit einer anderen in den Haaren liegt. Der Konflikt Erdogan-Deutschland ist so ein Fall. Der türkische „Tiefe Staat“ operiert ja auch hierzulande, da geht es nicht nur um Drogen, sondern auch um Menschenhandel und Prostitution, auch Kinderprostitution. Ankara kann in einer bilateralen Konfliktlage, so wie wir sie gerade haben, Mittäter-Wissen über die deutschen Medien ausspielen. Ob letztere die Karte dann auch auf den Tisch legen, ist natürlich eine andere Frage, das muss sich jede Chefredaktion sauber überlegen, weil man damit riskiert, dass dann postwendend aus dem Bundeskanzleramt oder vom BND nicht mehr zugeliefert wird. Gut, wir könnten hier noch lange plaudern, diese Form der Nachrichtenentstehung lernen Sie nicht auf Journalistenschulen, das ist eine lange Geschichte. Und eben eine ewige Gratwanderung.

C: Sehen Sie diese Zuträgerschaft auch im Fall Peggy?

E: Real ausgelebt, eher nein, da wird in meinen Augen noch erfolgreich gedeckelt. Wenn wir aber eine wirkliche Aufdeckung im Fall Peggy erleben – und ich bin mir sicher, dass wir sie erleben werden, wenn sich die internationale Konfliktlage erhöht – dann wird sie von einem auswärtigen Dienst bestritten, der sich in der Thematik auskennt.

C: All das ohne Mitwisserschaft der Eltern?

Peggy hatte mit Pädophilen Kontakt, nicht nur räumlich, soviel ist sicher und bewiesen. Gab es hier eine Form von Organisation, einen „Ring“, in dem auch höherrangige Personen verkehrten, dann ergibt es einen Sinn, dass das Mädchen irgendwann einmal verschwinden musste. Und zwar dann, wenn der Ring vor einer Enttarnung stand. Verschwinden kann man durch Untertauchen, das heißt nicht notwendigerweise gleich Ermorden. Für dieses „harmlose Abräumen“ finden sich, wie gezeigt, Indizien, die auf die Eltern hindeuten. Denn sie können einen organisierten Missbrauch, selbst wenn sie daran nicht aktiv beteiligt waren, nur schwer übersehen haben.

C: Im Grunde sind das die Argumente der Ulvi-Verteidiger, um die sich eine regelrechte Bürgerinitiative aufgebaut hatte.

E: Richtig. Deren Arbeit erschöpfte sich ja nicht allein im Verteidigen dieses „Verdächtigen“, sondern sie stellten zugleich die Frage: „Wer war es dann? Wer kommt sonst noch als Täter in Frage?“ Und dabei hinterfragten sie auch die Rolle der Eltern.

C: Mit welchen Fakten?

E: Gut, ich habe bereits Einiges genannt, zum Teil wurden diese Vorwürfe auch von der Bürgerinitiative mitgetragen, vorgebracht. Es gibt andere Besonderheiten, Auffälligkeiten, die sich mit dem Tag verbinden, an dem Peggy verschwand, welche gerade die Mutter verdächtig erscheinen ließen. So soll 1. ihr Erscheinen bei der Arbeit an diesem Tag – also ihr Alibi – keineswegs gesichert sein. Eine Kollegin, die sie gesehen haben wollte, sagte, Frau Knobloch sei eine Stunde verspätet mit verheulten Augen erschienen – ausgerechnet an diesem Tag! Die Erklärung der Mutter hierfür war 2. widersprüchlich: Mal hieß es, sie habe am Vortag mit Peggy gemalt und die Farben hätten eine allergische Reaktion ausgelöst, dann sagte sie wieder, zu Hause habe sie Streit mit ihrem türkischen Partner gehabt. Dann, 3., erstellte die Mutter noch in der Nacht nach dem Verschwinden ein Fahndungsplakat mit dem Hinweis, ihre Tochter sei seit 14 Uhr vermisst. Stimmen nun aber die Aussagen der Eltern, dann waren beide den Tag über außer Haus und konnten daher gar nicht wissen, seit welcher Uhrzeit Peggy tatsächlich abgängig war. Wie gesagt beißt sich die Angabe 14 Uhr auch mit späteren Sichtungen des Mädchens durch Dritte. Sie bedient aber indirekt den Anforderungskatalog für einen Vorwurf gegen Ulvi, dem die Mutter zuarbeitete: Indem sie den Behinderten bei der Polizei ganz allgemein verdächtigte und im Speziellen über den Sohn einer engen Freundin einen belastenden und wohl auch falschen „Augenzeugenbericht“ mit zur Polizei trug. Und dann gibt es noch Vorwürfe aus der Familie, aus der sich einige sogar der Ulvi-Bürgerinitiative anschlossen.

C: Wer?

E: Die Großeltern väterlicherseits. Der Vater hat sich da wohl auch ein wenig engagiert. Er war ja bereits einen Tag nach Peggys Verschwinden eine Woche vor Ort, um beim Suchen zu helfen. Seine neue Frau, die dabei war, hat über ihre Eindrücke in einem Peggy-Forum berichtet. Nun muss man natürlich in Rechnung stellen, dass es da ihrerseits psychologisch ein Konkurrenzverhältnis gab, Ex-Partnerin vs. aktuelle, aber nach meinem Geschmack war das nicht ausschlaggebend für ihre Bewertung. Ich glaube ihr das Mitgefühl mit der Mutter, das dort überwiegend formuliert steht. Trotzdem finden sich dann Hinweise, die nachdenklich stimmen. Dass Peggys Mutter hübsch zurechtgemacht mehrfach ausgegangen sei. Das ist sowas wie ein „Bruch“ in der Logik, wenn die Mutter davon ausging, dass mit Peggy etwas Schlimmes passiert war.

Die neue Partnerin hält auch das Thema Kinderpornographie, wie sie schreibt, nicht für abwegig. Wir erfahren da auch, dass eingeschaltete Privatermittler gesagt hätten, sie könnten „nicht weiter ermitteln“, da sie sonst zu „viel gefährden“ würden. Peggy sei von ihrer Mutter „abhängig“ gewesen. Jetzt wörtliche Aussagen: „Susi hätte alles verlangen können. Natürlich würde sich die Bevölkerung freuen, aber die Leute, die dahinter stecken, werden nicht auf ihre Pensionen verzichten, nur weil herauskommt, was nicht darf. Ich an Peggys Stelle würde nicht zu einem Land zurückkehren wollen, wo ich missbraucht wurde.“ „Peggy musste damals verschwinden.“ „Wir werden immer noch oft angesprochen, was manche wissen, aber keiner sagt vor der Polizei aus, und ohne diese kommen wir nicht an den Hauptdrahtzieher.“

Die Mutter müsse mehr wissen. „Ich sage nicht, dass sie Peggy verschwinden lassen hat, nur dass sie weiß, was passiert ist oder weiß, warum.“ „Natürlich haben die Medien den Fall nicht beiseitegelegt – nur sie werden beeinflusst.“ Es gebe „Menschen in höheren Position, die uns ´baten´ aufzuhören, nach Peggy zu suchen und das Erlebte (zu vergessen) was bei den Suchen so passierte.“ Das alles ist recht deutlich formuliert, finde ich.

C: Wenn das stimmt, dann wird der Fall politisch, juristisch, polizeilich und medial wie der Sachsensumpf abgedeckt…

E: …was Sinn ergibt, weil er artverwandt erscheint, erinnern sie sich z.B. an die Zeugenaussage zu „hochgestellten Persönlichkeiten“, die im Hause Knobloch verkehrt haben sollen. Allein ermittlungsseitig ist der Fall in meinen Augen ein Skandal. Das Ausblenden des unmittelbaren Umfelds von Peggy von dieser Seite ist ebenso passend. Das Einschüchtern der Mitschüler, die Peggy in das tschechische Auto einsteigen sahen. Das In-Stellung-Bringen eines falschen Zeugen gegen Ulvi. Das anwaltlich unbegleitete Geständnis, bei dem das Tonband ausfiel. Das alles wiederum passt zu den Einflussnahmen durch CSU-Innenminister Beckstein. Die CSU-Lokalpolitikerin Ina Hager-Dietel wurde als Schöffin im Prozess gegen Ulvi Kulac ausgewählt. Sie saß im Hofer Stadtrat neben ihrem Fraktionskollegen und Bürgermeister von Hof, Eberhard Siller. Dieser wiederum war auch Vizechef der Staatsanwaltschaft Hof und somit auch Vorgesetzter des im Fall Peggy ermittelnden Staatsanwalts Heindl. Zudem hatte Siller selbst am Fall Peggy mitgewirkt.

C: Zum gegenwärtigen Stand: Peggy wurde gefunden. Und zwar tot, nicht lebend. Einiges von dem, was wir in diesem Interview gehört haben, deutet aber darauf hin, dass sie damals entführt wurde oder untertauchen musste, weil sie zu einer Belastung wurde.

E: Das eine schließt das andere ja nicht aus.

C: Die Polizei sagt, dass das Mädchen seit 15 Jahren an demselben Ort gelegen habe, wo man sie fand.

E: Eine kühne Behauptung. Wie will man die beweisen? Eben. Das geht nicht. Schon dieses Vorpreschen ist verdächtig, wieder einmal verdächtig. Warum verwendet sich die bayerische Polizei so sehr für eine Version, die völlig aus der Luft gegriffen ist? Tut sie das auf Drängen höherer Stellen, die bereits die Ermittlungs- und „Aufklärungsarbeit“ beeinflusst haben?

C: Was könnte hier konkret verdunkelt werden?

E: Im unmittelbaren Zeitfenster des Verschwindens alle Hinweise, dass Peggy lebend von der Bildfläche genommen und ins Ausland verbracht wurde. Im Sommer 2001.

C: Sie meinen also, dass sie kurz danach zu Tode gekommen und dann am Fundort verscharrt wurde?

E: Nicht einmal das. Die TV-Journalistin Ina Jung, die mit ihrem Buch „Der Fall Peggy“ für eine Neuaufnahme des Ulvi-Prozesses gesorgt hatte, hat in einem Interview mit dem BR am 5.7. gesagt, sie habe Zweifel, dass die gefundenen Knochen von Peggy stammten. Nur 4 Tage vor dem Knochenfund habe sie, jetzt wörtlich, „aus angeblich seriöser Quelle erfahren, dass Peggy in der Türkei sei, sich dort sehr wohl fühle würde und auch nach Hause nicht mehr zurückkehren wollte. Und 4 Tage später erfahre ich von diesen Knochenresten. Ich habe größte Zweifel daran gehabt – wieso sollten die jetzt plötzlich auftauchen? Wie kann man sicher sein, dass es ihre Knochen sind? Ich habe so viele Gutachten und Widersprüche in Gutachten zu diesem Fall gesehen und studiert, dass ich ganz große Zweifel hatte.“ Zitat Ende. Und weiter, über den heimatnahen Fundort und die Frage, warum man die Leiche damals nicht schon fand: „Wenn man mit Tornados mit Wärmebildkameras gesucht hat, dann hätte man sie auch entdecken können.“

C: Aber sie wurde gefunden und in einem staatlichen Labor anhand von DNA-Proben identifiziert.

E: Ich erinnere Sie gern nochmal an Jungs Aussage von den wiederholten Widersprüchen in Gutachten in diesem ganz besonderen Fall. Und ich verweise vor allem auf die Umstände, unter denen die Knochen gefunden wurden, WIE sie gefunden wurden. Dazu die Zeitfrage: Warum kam die Entdeckung gerade JETZT?

C: Weil ein Pilzsammler auf die Knochen stieß.

E: Erst jetzt? Das Areal soll ein durchaus beliebtes Pilzsuchgebiet sein. Gut, lassen wir mal außen vor, dass wir Anfang Juli gar keine Pilzsaison haben, das ist wieder so ein Widerspruch; aber im Herbst findet man gerade dort jede Menge Schwammerl – und dann dauert es geschlagene 15 Jahre, bis zum ersten Mal jemand ein halbes Skelett findet?

C: Naja, mitten im Wald kommt ja nicht alle Tage jemand vorbei.

E: Das war aber nicht mitten im Wald, die „Fundstelle“ liegt unweit eines gut ausgebauten, befahrbaren Weges, nur schlappe 100 Meter davon entfernt. Rodacherbrunn und Titschendorf sind in unmittelbarer Nähe. Da sind auf 15 Jahre gerechnet ganze Heerscharen von Pilzsammlern abseits der Wege herumgestreift. Darunter auch Wanderer, der Fundort liegt im Rennsteig-Gebiet, das touristisch erschlossen und gut besucht ist. Packen wir noch die Waldarbeiter oben drauf: In der Gegend gibt es viel Wald, dementsprechend wird auch viel Holz geschlagen und abtransportiert! Auf Googlemap kann man sehen, dass sich dort etliche Holzstapel befinden! Und Förster sind auch noch unterwegs. Dazu der ein oder andere Jäger mit seinem Spürhund. Und niemand hat was gefunden? So lange? Halte ich für ausgeschlossen.

C: Vielleicht wurden die Knochen erst in jüngerer Zeit von Wild freigelegt.

E: Nein, das passiert nur im ersten Jahr, mit Leichen, an denen noch was dran ist. Selbst WENN es so gewesen wäre, dann hätten die Knochen fast fünfzehn Jahre an der Oberfläche liegen müssen. Es hat diese Vergrabungsaktion aber gar nicht erst gegeben, der FOCUS schreibt mit Bezug auf Augenzeugen, dass das Skelett lediglich mit Reisig zugedeckt war. Womit sich die Frage stellt: Welcher Täter macht sich die Mühe, sein Opfer fünfzehn Kilometer vom bewohnten Ort fortzubringen, in dem offensichtlichen Bemühen, für ein langfristiges Verschwinden zu sorgen – und setzt dann nicht auf irgendeiner Lichtung unterm Vollmond den Grabspaten an? Was ist das für ein Versteckspiel, wo das zutiefst belastende Geheimnis mitsamt frischer Täter-DNA unweit eines belaufenen Weges endet, unter Zweigen? Sodass schon nach wenigen Tagen der Leichengeruch einem Spaziergänger auffallen müsste? Sodass ein Hund, der mit Herrchen dort entlang flaniert, schwanzwedelnd ins Unterholz schießt und partout nicht mehr rauszubringen ist?

Wenn Sie auch dieses Szenario ausschließen wollen, dann bedenken Sie: Eine oberflächliche Ablage würde zu Wildfraß führen, wodurch sich innerhalb von 3 Monaten der Leichnam und mit ihm das Skelett in alle Himmelsrichtungen verteilte. In unserem Fall aber heißt es, dass der Torso von Kopf bis Becken erhalten war. Der dann wiederum immer noch fünfzehn Jahre unbeachtet dort gelegen hat, ohne dass ihn ein Pilzsammler, Waldarbeiter, Förster oder Jäger fand. Was nach dem 10. Jahr dann wieder Sinn ergibt, weil sich ab da eine dichte Laub- und Erdreichschicht über den Knochen gebildet hätte. Was es umso rätselhafter macht, denn diese Erdschicht war nach weiteren 5 Jahren plötzlich wieder fort, so als hätte jemand mit einem Ruck einen Bühnenvorhang aufgemacht. Können Sie mir all das bitte erklären?

C: Sie teilen Frau Jungs ersten Eindruck, dass die gefundenen Überreste gar nicht von Peggy stammen?

E: Nun, wie gezeigt, spricht alles dafür, dass die Knochen frisch abgelegt waren. Und zwar so, dass man sie finden MUSSTE. Ich denke, dass der Fund am Ende alles andere als ein Zufall war.

C:·Die Ermittler müssten das gemerkt haben. Das sind ja keine Amateure

E: Sie stellen sich aber so an, als ob sie welche wären. Bitte beachten sie in diesem Zusammenhang, dass die Behörden die Entdeckung sofort an die große Glocke hängten und umgehend mutmaßten, dass es sich um Peggy handele. Worauf gründete sich diese Mutmaßung? Man sagt, dass einige ihr zuzuordnenden Habseligkeiten in direkter Nähe gefunden wurden. Wenn das stimmen sollte, so ergibt es täterseitig keinen Sinn, das Opfer zu „verstecken“ und dann auffällige, nicht verrottbare Habseligkeiten, an denen am Ende noch seine Fingerabdrücke nachweisbar sein könnten, bei diesem zu belassen.

Was aber noch mehr auffällt, ist das mediale Vorpreschen selbst: Ermittlungsseitig wäre es wesentlich sinnvoller gewesen, den Knochenfund erst einmal geheim zu halten oder mit einer anderen Erklärung zu verbinden – so hätte man einen guten Ansatz gehabt, verbleibende Tatverdächtige aufs Glatteis zu führen, ihnen Fallen zu stellen. Diesen einmaligen Ermittlungsvorteil hat man scheinbar leichtfertig sausen lassen. Die Meldung, „Peggy ist gefunden“ schien demgegenüber Vorrang zu haben. Und dabei hatte man es offenkundig sehr eilig, die Identifizierung wirkt geradezu überstürzt. Das überregionale Medienportal infranken.de beklagte sich am 5. Juli über fortdauernde Ungereimtheiten in der Ermittlungsarbeit und schrieb: „Auch am Dienstag setzte sich das Chaos fort. Während es aus Oberfranken hieß, die DNA-Bestimmung des Skeletts dauere an, gaben Geraer Staatsanwälte bekannt, dass die Knochen von Peggy stammen.“ Alles deutet daraufhin, dass man schnell einen Deckel auf den Fall machen wollte. Aber warum?

C:·Sie werden eine Antwort darauf parat haben.

E: In der Tat – und sie hat mit dem Zeitfenster zu tun, in der die Knochen auftauchten. Die Frage lautet: Warum findet man „Peggy“ gerade jetzt? Und diese Frage verbindet sich automatisch mit dem Grundrätsel der ganzen Affäre, das da heißt: Warum verschwand sie damals?

Lassen Sie mich noch einmal rekapitulieren: Wir haben im Fall des 9jährigen Mädchens von Kinderpornofotos gehört, davon, dass die Kleine von wem auch immer „zugeführt“ wurde, davon, dass lokale und regionale Einflussträger daran beteiligt gewesen sein sollen. Wir wissen von sexuellen Übergriffen auf Peggy, die damit als Geheimnisträgerin für mehr als nur eine Person zur Gefahr wurde. Genau das ist der nächstliegende Hintergrund für ihr Verschwinden: Dass jemand von außen drauf und dran war, zu viel zu erfahren, um dann auszupacken und die Betreffenden, vielleicht war es in der Tat ein „Ring“, zu gefährden. Damals war dieser Gefahrenherd zweifelsohne der Vater, der sein Kind zum ersten Mal nach 6 Jahren wiedersehen wollte. Das Abtauchen scheint von Behörden gedeckt gewesen zu sein: Ich erinnere an den Kinderpass, der Tage vor dem Verschwinden ausgestellt wurde, ich erinnere an die Haussuchung in der Bürgermeisterei von Lichtenberg, ich erinnere an den Unwillen der Ermittler, der Türkeispur nachhaltig nachzugehen.

Und nun, 15 Jahre später, wiederholt sich das alles: Wie das Verschwinden erscheint nun das Wiederauftauchen von Peggy wie geplant. Wiederum wirkt der Vorgang in seinen Nachwirkungen wie gedeckt von den Behörden. Konsequenterweise sollten wir dann weiterfragen, ob nun nicht auch wieder der Grund des „Findens“ derselbe ist, der bereits für das Verschwinden des Mädchens ausschlaggebend war: Dass, wiegesagt, jemand von außen drauf und dran war, zu viel zu erfahren, um dann auszupacken und einflussreiche Personen zu gefährden.

C: Wer konnte Ihrer Meinung nach diesmal gefährlich werden?

E: Wie bereits erwähnt, die Bürgerinitiative, die sich um die Verteidigung des zunächst verdächtigten und verurteilten Ulvi gruppiert hat! Die „Gegenpartei“ im juristischen Verfahren des Falls Peggy. Gut, Gegenpartei ist hier nach dem Verständnis des Dudens nicht ganz der korrekte Begriff, aber er passt im moralischen, ich würde sogar sagen, im politischen Sinne. Deshalb, weil sich diese Gruppe von Engagierten nicht allein auf die Verteidigung ihres Schützlings beschränkte, sondern darüber hinaus zum Gegenangriff überging, um die Aufklärung des Falls zu erzwingen, gegen die Widerstände der politischen Vertreter, gegen Widerstände in der Justiz, gegen Widerstände der Ermittler, die den Fall am liebsten wieder zu den Akten gelegt hätten. Die Bürgerinitiative vermutete schon früh, dass Ulvi ein Bauernopfer in einem weit größeren Fall war, und biss sich fest, stieß pausenlos nach, auch nach der späten Rehabilitierung des Behinderten.

Ein Kernpunkt ihres Kampfes war die Herausgabe einer umfangreichen „Spurenakte“, die bislang in einem, ich nenne das mal so, „Giftschrank“ des Gerichts lagert, die kein Außenstehender gesehen hat, deren bloßes Bestehen in der Vergangenheit sogar zuweilen geleugnet wurde, die es aber tatsächlich gibt. Um die Herausgabe dieser Akte, aus der viel bis heute nicht Bekanntes hätte hervorgehen können, stritten die Verteidiger von Ulvi hartnäckig. Mitte/Ende Juni stand dann endlich die Entscheidung zur Freigabe an. Anfang Juli wurden die Knochen gefunden. Und nun, wo der vermeintliche Leichnam Peggys gefunden wurde, ist diese dicke Akte wegen der veränderten Fall-Lage wieder gesperrt und nicht zugänglich. Diese zeitliche Koinzidenz fällt natürlich sofort ins Auge.

Ebenso die Aussage von Frau Jung, dass sie erst 4 Tage vor dem „Überraschungsfund“ Nachricht aus der Türkei bekommen habe, wonach sich Peggy – nach wie vor – dort befände. Wer sich fragt, wie es nun zu dieser Benachrichtigung der engagierten Journalistin kam, sollte in Rechnung stellen, dass die Türkei seit der Armenien-Völkermord-Resolution des Bundestags vor einigen Wochen mit Deutschland in heftigem Clinch liegt. Ankara hatte mit ernsten Konsequenzen gedroht und Anfang Juni – nach Verabschiedung der Resolution – einen bis heute inhaltlich nicht veröffentlichten „Aktionsplan“ ausgearbeitet, mittels dessen die deutsche Politik unter Druck gesetzt werden sollte. Das Auffliegenlassen eines Kinderschänderrings mit politischer Verbindung – vergleichen Sie die Fälle Kincora, Casa Pia, Dutroux, wahrscheinlich auch Maddie und Kampusch – ist ganz sicher eine Karte, die im diplomatischen Nahkampf zwischen Staaten ausgespielt wird. Wenn man den „Hauptzeugen“ hat. Der aber dadurch wieder enorm gefährdet ist. Dieses Szenario möchte ich gar nicht zu Ende denken. Da würden Ihnen Ihre mainstreamigeren, obrigkeitsgläubigen Leser aussteigen, das wäre zu viel für die.

C: Dann lassen Sie uns ein Resümee ziehen: Wird sich der Fall Peggy noch aufklären?

E: Nicht von oben aus, nein, das glaube ich nicht. Ein korruptes System lässt keine Transparenz zu. Eine gewisse Chance liegt darin, dass sich ein gegnerischer Geheimdienst auf dem Höhepunkt nationalen Furors bequemt, etwas von seinem Wissen an die Öffentlichkeit zu bringen. Aber sowas passiert nicht so oft, von daher liegt die Hoffnung eher auf Einzelkämpfern, auf Insidern, die ihr Wissen irgendwann zu einem besseren Zweck nach außen tragen und dabei bereit sind, dafür berufliche Konsequenzen in Kauf zu nehmen. Edward Snowden ist so ein Beispiel.

C: Wobei Snowden ja mehr in den Bereich der Geheimdienstwelt fällt.

E: Es könnte sich erweisen, dass der Fall Peggy gar nicht weit davon entfernt ist. Die Organisierte Kriminalität – also Waffen, Drogen, Rotlicht – ist ja eng verwoben mit Geheimdiensten. Die sich, Sie mögen mir nicht glauben, aber es ist so, auch des Kindermissbrauchs bedienen, um Entscheidungsträger in Wirtschaft, Politik, Medien in die Hand zu bekommen. Organisierte Kriminalität, Lobbys und Geheimdienste bilden zusammen das, was man in der Türkei den „Tiefen Staat“ nennt, in dem beide Seiten kooperieren, Verbrecher mit Politik und Polizei. Sie bekommen so ein engmaschiges Netz aus Protektion und Erpressung, das gut funktioniert – dabei sehr tragfähig ist und hervorragend abgeschirmt, wie der belgische Fall Dutroux oder der Sachsensumpf gezeigt haben. Es gibt natürlich eine Vielzahl von kleineren Fällen, die ähnlich gestrickt sind und ebenfalls unaufgeklärt bleiben. Wenn sich nicht jemand findet, der bereit ist, einen dieser Augiasställe auszumisten. Beschimpft, verflucht, gefeuert…

C: Wer macht das schon, bei den Aussichten?

E: Eben. Von daher kann man solche klassischen Gestalten, die so handeln wie Snowden, mit der Lupe suchen. Aber es gibt sie trotzdem. Nehmen Sie diesen Artikel, der nur wenige Tage nach dem „Auffinden Peggys“ in der Bild-Zeitung erschienen ist:

http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/motorradclub/weiss-dieser-rocker-mehr-als-die-polizei-moechte-41717132.bild.html

Bitte lesen Sie ihn aufmerksam – und vergleichen Sie die gewonnenen Erkenntnisse mit den NSU-Morden. Oder eben dem Fall Peggy, wo ja auch sogenannte Ermittler des NSU-Falles mitgewirkt haben.

C: Ein Schlusssatz rundet unser Interview perfekt ab: „Ich will, dass die Wahrheit endlich ans Tageslicht kommt.” Fast romantisch.

E: Ja. Leider hat die Politik für Romantik nichts übrig.

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95 Kommentare

  1. Für einen weiteren Gedanken muß ich ein bischen ausholen um zu zeigen was möglich ist. In den 80 er gab es die staatliche Organisation Gladio. Die beauftragte damals Rechtsradikale damit, auf den Bahnhof in Bologna einen Anschlag zu verüben. 85 Tote und 200 verletzte. Ziel: Die Bürger in die Arme des Staates zu treiben und weitere Einschränkung ihrer Freiheitsrechte und Datenschutzrechte.
    Peggy war der Auftakt von 3 weitern Morden innerhalb kürzester Zeit. Das ging ca. 6 Monate täglich durch die Presse. Am Ende hatte Otto Schilly ohne auch nur einer einzigen Diskussion im Parlament und in der Öffentlichkeit seine GEN-DATENBANK angelegt. Und der eigentliche Skandal bei den "NSU Morden" ist die Tatsache, daß der Verfassungsschutz am Tag der Festnahme von der Zschäpe, Akten vernichtet hat.
    Vielleicht waren die beiden NSU-ler nur die Werkzeuge unseres Verfassungsschutztes, dem ich mittlerweile alles zutraue.

  2. Andreas Walter am

    Aber erstmal fett Propaganda gegen "Nazis" gemacht. Ohne stichhaltige Beweise, nur mit Vorurteilen. Wie auch schon bei anderen Geschichten. Du bist so kaputt, Antideutschland. Es ist eine Schande, dass es dich gibt.

    "Bei der Bergung der Mädchenleiche im Juli in einem Wald an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen war den Angaben zufolge die gleiche Tatortgruppe der Polizei im Einsatz wie bei der Bergung des toten Böhnhardt im November 2011 in einem Wohnmobil in Eisenach."

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/peggy-knobloch-und-uwe-boehnhardt-nsu-spur-moeglicherweise-ermittlungspanne-a-1118516.html

    Morgen heisst es dann wieder, ja ne, doch nicht, und dann noch ein paar mal hin und her, doch was in der Propaganda zählt ist was sich die Menschen als erstes gemerkt haben. Was sich in ihren Köpfen einbrennt. Nämlich das Gerücht, die Legende, die Falschbehauptung: Nazi gleich Kindermörder. Propaganda vom Übelsten, wie sie schon immer von Kommunisten betrieben wurde, nicht nur in Katyn.

    Neben weiteren Menschen der "Intelligenzija" haben die Kommunisten nämlich etwa die Hälfte der gesamten polnischen Militärführung umgebracht, und auch das Verbrechen von Katyn dann den "Nazis", also uns, den Deutschen untergeschoben.

    https://www.youtube.com/watch?v=CMMQqK1kQss

    • Andreas Walter am

      Hier die selbe Doku am Stück doch diesmal vollständig, leider aber im falschen Seitenverhältnis:

      https://www.youtube.com/watch?v=Cz3keutWNVs

  3. ERMITTLUNGSFEHLER

    Jetzt soll es doch ein Fehler der Polizei gewesen sein. (Sie haben wohl doch gemerkt das der Bogen überspannt wird). Die Erklärung dafür ist kaum besser. Angeblich soll beim Tatortsichern ein Meterstab benutzt worden sein der 2011 auch bei dem Tatort von Bönhard/Mundlos benutzt wurde. Was aber auch schon 5 Jahre her ist. Und wie kommt seine DNA an den Stab, Wie kam das Stoffstück an den Stab?!

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/fall-peggy-dna-spur-von-nsu-terrorist-boehnhardt-soll-panne-sein-14500225.html

    Jednefalls solte das zu Denken geben wenn zukünftig leute nur über DNA Spuren überführt werden.

    Zu den Pädonetzwerken gibt es was schrecklich Aktuelles. Der Investigativjournalist (Verschwörungstheoretiker) der zuletzt angeblich daran war einen Pädonetzwerk innerhalb der US Army aufzudecken, wurde ermordet.

  4. Man sollte vielleicht mal untersuchen, wie die Toten mit dem Lebensgefährten Erhan Ünal verbandelt waren.

  5. heidi heidegger am

    irgendein stinker weiter unten will dem Eggert lügen anhängen? dem sag‘ ich hiermit: die 2 spürnasen von d. wash. post i. d. früh70ern lagen zwischendurch 1mal objektiv(?) falsch. der verleger stauchte sie draufhin zamm und: ²FURTHER/weiter!..weitermachen, Eggert! + *LOVE*

    ²wer errät auf welchem bus dies einst stand, kriegt von heidi paar alte JE-büchlein, die ich doppelt hab‘. ätsch.

    • heidi heidegger am

      oh!* der stauchende Ben Bradlee war gar keine verlegerin d. wash. post, sondern:

      >>Von 1965 bis 1991 war er Chefredakteur der Washington Post. Als solcher war er auch für die Veröffentlichung der geheimen Pentagon-Papiere über den Vietnamkrieg verantwortlich (heimlich zugespielt durch den Pentagon-Analysten Daniel Ellsberg – was dann wiederum zu der Einrichtung der illegalen „Klempner“ des Weißen Hauses unter US-Präsident Nixon und später zum Watergate-Skandal führte).<< sagt wiki und heidi schämt sich. aber nur bissi, und dann: *weiidrr..KIGGERS(Stgt.)!* lol

  6. Zusammenfassend ist klar, unsere Judikative Exekutive Legislative und damit alle Regierungsverantwortlichen dieser GROKO haben ein Glaubwürdigkeitsproblem.

    Das ist schon alleine der Supergau und schlimmer geht es nimmer !

    Für diese Zweifel der Menschen einzig sollte diese ganze Regierung schon zurücktreten.

    Wenn die Menschen keinen Glauben mehr an den Rechtsstaat haben können, immer mehr Zweifel und Fragen aufkommen, dann hat der seinen demokratischen Auftrag längst verloren.

    "Das haben sie geschafft" !

    • armin_ulrich am

      "Zusammenfassend ist klar, unsere Judikative Exekutive Legislative und damit alle Regierungsverantwortlichen dieser GROKO haben ein Glaubwürdigkeitsproblem."
      Ja, weil diese Gewalten nicht getrennt sind. Wir haben es in Geschichte gelernt. Der Ausweg wäre zumindest eine Wahl einer einzelnen der drei Gewalten vom Volke aus.
      Alle zwei Jahre eine Wahl, jede Gewalt stellt sich alle 6 Jahre zur Wahl.

  7. Andreas Walter am

    Ganz hartes Brot. Kein Wunder, dass da (zum Glück) 99% der halbwegs normalen Bevölkerung aussteigen, dem nicht mehr folgen können, dass alles nicht wahr haben, sich nicht vorstellen können, vorstellen wollen. Denn so etwas verstört ja, erschüttert, beunruhigt und erzeugt tiefe Furcht und Misstrauen gegenüber der Umwelt.

    Das je mehr Macht und Geld eben im "Spiel" ist, um so härter, brutaler, irrsinniger die "Bandagen", die Methoden sind, mit denen gekämpft wird.

    Auch das die Themenkomplexe Missbrauch (als Kind), Machthunger, Macht und Machtmissbrauch (dann als Erwachsener) sehr eng miteinander verwoben, sozusagen psychische Komplementäre sind, ist bekannt.

    Missbrauchte missbrauchen, sagen darum die Psychosomatiker.

    Plus dann noch die Psychopathen, womöglich hochintelligent, die gar keine Emotionen und Gefühle haben.

    Und so geht das eben schon, seit dem es Menschen gibt.

    Deprimierend.

  8. Andreas Walter am

    Lese ich mir gleich durch. Bis dahin noch folgendes:

    Am 17.10.2016, also am Montag, erscheint dieser Artikel bei Contra (leider ohne Uhrzeit).

    https://www.contra-magazin.com/2016/10/deutsches-reich-justiz-und-politik-zunehmend-besorgt-ueber-reichsbuerger-bewegung/

    Möglicherweise als Reaktion auf den folgenden Artikel, auch am 17.10.2016 um 14:09 Uhr? Oder war es umgekehrt? Oder Zufall?

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/malta-masche-reichsbuerger-fordern-bundesregierung-heraus/14697416.html

    Nur zwei Tage später, bereits am Mittwoch sehr früh am morgen, passiert dann das hier:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/reichsbuerger-aus-georgensgmuend-die-krude-welt-des-wolfgang-p-a-1117421.html

    Auch Zufall? Und heute schon ist darum das Thema bereits in aller Munde. Weil angeblich ein Beamter durch seine Verletzungen beim Einsatz getötet, mehrere schwer und auch leicht verletzt wurden.

    False Flag? Unglaubliche Zufälle? Alles nur Theater, um deutsche ("rechte") Patrioten und angebliche "Nazis" in den Griff zu bekommen?

    Ich traue der "deutschen" Regierung, der "deutschen" Polizei und auch dem "deutschen" VS mittlerweile alles zu, selbst den "NSU".

  9. Andreas Walter am

    Und das fröhliche "Nazi"-Bashing aka deutsche Patrioten als "das Böse" verunglimpfen wie aber auch die Unterstellungen und Vorverurteilungen gehen immer schön munter weiter, in der Die Welt, doch daran stört sich komischerweise niemand vom Presserat (Tönen dafür aber um so lauter bei der Jungen Freiheit):

    https://www.welt.de/regionales/hamburg/article158894295/Hat-der-NSU-etwas-mit-dem-Fall-Hilal-Ercan-zu-tun.html

    An Deutschlands stelle aber würde ich auch mal andere durchaus mögliche Verbindungen überprüfen:

    https://deutsch.rt.com/international/42046-saudi-arabien-unter-grossabnehmern-is/

    http://www.focus.de/panorama/welt/ermittlungen-dauern-an-fluechtlingspaar-im-visier-wollten-sie-ihr-baby-auf-ebay-verkaufen_id_6068086.html

    Oder fürchten womöglich die Deutschen den Vorwurf des "Rassismus" noch mehr als die "Löwen" von Rotherham?

    https://www.welt.de/vermischtes/article131710087/Die-perverse-Kehrseite-des-Multikulti-Kults.html

    https://www.welt.de/vermischtes/article155191504/Muslimgangs-missbrauchen-weisse-englische-Maedchen.html

    Das könnte sich darum schon bald als fataler Fehler entpuppen, diese einseitige Sicht der Deutschen.

    • Andreas Walter am

      Der meisten Deutschen. Ich muss mich korrigieren. Denn zum Glück gibt es jeden Tag mehr Deutsche, die sich das alles nicht mehr gefallen lassen wollen. Mutige Menschen die dafür sogar in kauf nehmen, als das übelste beschimpft zu werden, womit man in Deutschland jemand beschimpfen kann. Oder sogar ihren Arbeitsplatz dadurch zu verlieren. Die also sogar ihre Existenz dafür bereit sind aufs Spiel zu setzen. Denn ein Globalist oder Kommunist heutzutage zu sein ist einfach, doch erst ein Patriot, vor allem aber ein deutscher Patriot zu sein, der seine Heimat trotz allem liebt und darum auch zu verteidigen, sie zu erhalten versucht, dass erfordert Mut, Grösse.

      Der Rest sind nämlich nichts weiter als dämliche, unwissende beziehungsweise feige "Hamster":

      https://www.youtube.com/watch?v=vt32ajYtVjE

  10. "WOLFGANG EGGERT am 17. OKTOBER 2016 18:53
    nö, wir befinden uns hier auch lediglich in der kommentarfunktion, schon bemerkt? im journalistischen haben sie unter garantie nicht halb so viel drauf wie ich. und glauben sie mir, ich wünschte mir dass die "es wird schon alles nicht so schimm auf der welt sein" leute ihres schlages am ende recht behielten, ohne witz. selbst wenn die rosa brille eine braune fassung trägt."

    Wenn Journalismus wirre Märchen erfinden heißt, dann haben Sie wohl recht, aber es geht auch nicht um meine etwaigen journalistischen Fähigkeiten, sondern um ihre…Sie müssen wissen, ich bin nämlich kein Journalist und behaupte es auch nicht. 😉

    So, und jetzt lenken Sie nicht ab, sondern beantworten meine Frage.

    Sie schrieben:

    "ich stehe aber dazu, dass sie v-leute waren und solchen leuten darf man gleich ALLES gönnen."

    Und ich schrieb:

    "Was meinen Sie mit alles?
    Auch, dass man sie tötet, sie zu Mördern, Terroristen und schlussendlich zu Kindermördern erklärt?
    Das gönnen Sie anderen Menschen?
    Warum darf man denen "ALLES" (sic!) gönnen?
    Wissen Sie, was die drei konkret Schlimmes getan haben?
    Nicht? Ich auch nicht!"

    Wären Sie so gütig mir diese paar wenigen Fragen zu beantworten?
    Oder haben Sie das o. G. einfach nur so dahin gesagt?
    Wenn ja, ließe das tief blicken…….

  11. Es ist unglaublich was da jetzt zusammengeschustert wird. Die Mutter soll angeblich 11 Tage vor Peggys verschwinden einen "rechtsextremen Hassbrief" bekommen haben.
    Der Vater/Lebensgefährte war angeblich Türke und sie dem Islam zugewandt und trug sogar Kopftuch. Im Netz findet man keine Fotos von ihr mit Kopftuch.

    http://www.zeit.de/news/2016-10/17/kriminalitaet-anwaeltin-im-fall-peggy-mutter-war-dem-islam-zugewandt-17182605

    Es ist so billig und offensichtlich, es ist kaum zu glauben. Das ist Realsatire!

    • "Es ist so billig und offensichtlich, es ist kaum zu glauben. Das ist Realsatire!"

      Die jetzige Erweiterung um ´Peggy´ ist so absurd, dass ganz sicher das Gegenteil des Gewollten eintritt: Glaubwürdigkeitsverlust auf allen Ebenen. Selbst im hörigsten Mitmenschen läßt diese ´Erweiterung´ großen Zweifel an der Richtigkeit der Gesamtdarstellung `NSU` aufkommen.

  12. wolfgang eggert am

    Wichtige Infos zum Thema vertuschte Pädonetzwerke:
    https://www.youtube.com/watch?v=2J7gIuZ0K3Y
    https://www.youtube.com/watch?v=zFWICRTcok4

    Beide Dokumentationen entstanden 2002/2003 zur Zeit der schweren diplomatischen Verstimmungen zwischen den USA/GB auf der einen und kontinentaleuropäischen Nationen (vor allem Frankreich und Deutschland) auf der anderen Seite, bzgl. des Angriffskriegs gegen Irak. Wie auch gegenwärtig muss man das Zeitfenster von PolitskandalEnthüllungen immer im Hinterkopf behalten, denn das Establishment kontrolliert sich zu keinem geringen Anteil intern durch Mitwisserschaften, welche Geheimdienste "notfalls" auch auszupacken bereit sind.

    Der ehemalige Geheimdienstkoordinator der Regierung Kohl, Bernd Schmidbauer, spielte am 9./10.2.2003 – als die Neocons um Perle und Wolfowitz Paris und dem "Alten Europa" bereits unverholen mit kriegerischen Massnahmen drohten – gegenüber der Berliner Morgenpost/Die Welt auf diesen Wissensfluss an.
    O-Ton: Nach Recherchen dieser Zeitung hat auch der im August 1996 verhaftete belgische Kinderhändler Marc Dutroux, dem der Mord an mehreren Mädchen zur Last gelegt wird, zeitweise im Auftrag der Stasi gearbeitet. „Es gab in der Tat Hinweise, wonach sich solche Informationen in dem Stasi-Material wieder finden, das dem CIA zugespielt wurde. Der belgische Geheimdienst wäre gut beraten, diese Unterlagen gründlich auszuwerten“, sagt der ehemalige Geheimdienstkoordinator der Regierung Kohl, Bernd Schmidbauer (CDU). Die CIA hatte sich in den Wendezeiten Material über die Spionageabteilung der Hauptverwaltung Aufklärung des MfS sichern können. Wegen der Brisanz der darin enthaltenen Informationen auch über westeuropäische Politiker werden diese Unterlagen nach wie vor der Öffentlichkeit vorenthalten.

    Die ausführlichste Studie zum Thema "PädoNetzwerke" und Estabishment findet sich hier:
    https://isgp-studies.com/belgian-x-dossiers-of-the-dutroux-affair

    • Das ändert nichts daran das die aktuelle Geschichte total zusammengeschustert ist. (Siehe meinen Kommentar oben)
      In dem Brief soll auch sowas gestanden haben wie "das sie so ein arisches Kind nicht verdient
      hätte".
      http://www.n-tv.de/politik/Bericht-Neonazis-schrieben-Peggys-Mutter-article18868696.html
      Und dann sollen sie das "arische" Kind missbraucht und getötet haben um es vor der "Rassenschande" betreibenden Mutter zu Schützen?
      Ich kann mich auch nicht erinnern das jemals zuvor dieser Brief erwähnt wurde, noch das ihr damaliger Lebensgefährte Türke war oder sie Kopftuch trug und islamaffin war. Nur bei dem kleinsten Verdacht das die rechte Szene für das Verschwinden verantwortlich gewesen sein könnte, hätte sich die Gazette doch sofort drauf gestürzt und wochenlang über nichts anderes berichtet.

    • Tatsache ist, daß es zur Frage pädophile Kreise in der BRD (und dazu noch in hohen Politik- und Gesellschaftskreisen) bisher außer gewichtig anmutenden Hinweisen null echte Beweise gibt.

      Weder die Hinweiser Eichelburg noch Neonazi-Ittner konnten da was vorlegen, was ihre Vermutungen bzw. Verdächtigungen auch belegen würde.

      Und was der Eggert hier mitteilt, ist auch nur Gerede ohne Beweiskraft! Etwa Dutroux und die Stasi!! Wer bloß Vermutungen und Hinweise hat, sollte sich nicht den Gestus des Wissenden zulegen!!

  13. Alles wie gehabt. Es geht munter weiter!
    Bayrische Justiz als Erfüllungsgehilfe Erdogans?
    http://www.heise.de/tp/artikel/49/49724/1.html

    Dazu gibt es auch zwei sehr interessante Artikel von NSU Leaks!
    Die Ermordung von drei PKK-Aktivistinnen in Frankreich und die NSU-Morde – „Terrorbekämpfung“ in Europa im Auftrag des türkischen Geheimdienstes?
    http://arbeitskreis-n.su/blog/2016/09/04/die-ermordung-von-drei-pkk-aktivistinnen-in-frankreich-und-die-nsu-morde-terrorbekaempfung-in-europa-im-auftrag-des-tuerkischen-geheimdienstes/

    Warum musste die Döner-Mordserie beim NSU entsorgt werden?
    http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/09/21/warum-musste-die-doener-mordserie-beim-nsu-entsorgt-werden-2/

    Der faschistische türkische Staat hat seine Erfüllungsgehilfen in der deutschen Justiz und Politik?

    • Sollte keinen verwundern: 2003
      Bayerns Innenminister Beckstein zu Gast bei extremistischer Türkengruppe
      http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/a-278196.html

      Hier mit Bild. Im Hintergrund das Bild des Faschistenführers Alparslan Türkes.
      https://afa.home.xs4all.nl/comite/artikel/artikel88.html

      Wer oder was sind noch einmal Nazis und Faschisten?

  14. wenn ich diese und andere fälle mir ansehe, entstehen folgende eindrücke:

    1. entweder werden solche orte für verbrechen (nsu, peggy etc) ausgesucht, welche im örtlichen zuständigkeitsbereich gebriefter polizeistationen liegen.

    2. die beamten im bereich LKA und BKA sind überwiegend eine Mafia

    3. die bundesbeamten, die im gegensatz zu bka- und lka-beamten auf mich eher einen guten eindruck gemacht haben, kommen mit solchen dingen nicht in berührung und sind meist gute leute, jedoch nicht gut geführt.

    4. die gesamte polizei ist eine mafia-sekte, zu der a) per se kriminelle gehören. b) ihre naiven zöglinge d.h. junge und die mitläufer, die zwar mitbekommen, dass da massiv dinge schief laufen, aber aus Angst und aus Abhängigkeit schweigen.

    ein freund aus frühen kindheitstagen war einmal bei uns. er wies spuren sexuellen missbrauchs auf. sein vater war polizist.

    • Andreas Walter am

      5. Die Polizei sind auch nur Menschen und auch dort herrschen mittlerweile eben Verhältnisse wie bei der Bundeswehr.

      Ich denke, das es eine Mischung aus beidem ist. Aus Überschätzung und Fehleinschätzung der Bevölkerung, was die Möglichkeiten und den Alltag der Polizei betrifft, und dazu kommt dann eben auch noch menschliches Versagen einzelner Beamter in ganz unterschiedlicher Form. Dann noch die üblichen Probleme, die es mit und in Behörden gibt, und schon kann man sich das Ganze grob vorstellen.

      Das Leben, wir Menschen und die Welt sind eben nicht so perfekt, wie viele das gerne hätten, und darum gab es auch im Kommunismus Serienmörder, korrupte Beamte und Politiker, Mord und Totschlag, Bestechung und Veruntreuung, auch das Versagen der Justiz, Unrecht, Perverses, eben alles das, was es im "Westen" auch schon immer gab.

      Der einzige Weg da raus ist mehr Wohlstand für alle, und damit meine ich auch nicht die bescheidenen Verhältnisse im Kommunismus, sondern dass, was in den Industrieländern als Mittelstand gilt. 100% Psychopathen oder Gestörte frei wird man die Welt allerdings auch dann nicht bekommen, und damit muss man leben lernen.

      Mehr Armut aber, auch in Deutschland, beziehungsweise der Zuzug von Menschen aus armen Ländern wird darum die Situation hier garantiert nicht besser machen.

  15. bei diesem wie anderen fällen fällt mir auf, dass COMPACT wesentlich weiter gehen könnte. vieles bleibt unerwähnt, obwohl es relativ leicht recherchierbar ist:

    http://www.ulvi-kulac.de/prozess.html

  16. WOLFGANG EGGERT am 17. OKTOBER 2016 00:02
    "(…)ich stehe aber dazu, dass sie v-leute waren und solchen leuten darf man gleich ALLES gönnen."

    Was meinen Sie mit alles?
    Auch, dass man sie tötet, sie zu Mördern, Terroristen und schlussendlich zu Kindermördern erklärt?
    Das gönnen Sie anderen Menschen?
    Warum darf man denen "ALLES" (sic!) gönnen?
    Wissen Sie, was die drei konkret Schlimmes getan haben?
    Nicht? Ich auch nicht!
    Das, was Sie hier Veranstalten hat nichts mit Journalismus zu tun!

    • wolfgang eggert am

      nö, wir befinden uns hier auch lediglich in der kommentarfunktion, schon bemerkt? im journalistischen haben sie unter garantie nicht halb so viel drauf wie ich. und glauben sie mir, ich wünschte mir dass die "es wird schon alles nicht so schimm auf der welt sein" leute ihres schlages am ende recht behielten, ohne witz. selbst wenn die rosa brille eine braune fassung trägt.

    • @ SABLE

      Ich schließe mich Ihrem Vorwurf an, der Eggert geht einfach zu weit. Das hat mit gutem Journalismus nichts zu tun. Er diskreditiert gleich mal soeben seine eigenen, durchaus qualifizierten Fragen.

      @ Redaktion
      Scheckt mal Euren Newsletter, da sind wohl die Adressen für Eure Gegner zugänglich, und auf diesem Weg werdet Ihr gerade diffamiert.

      Beste Grüße

    • Andreas Walter am

      Ein interessanter Beitrag, der von 3sat auf dieser Seite:

      http://nsu-leaks.freeforums.net/thread/362/original-akten-vom-server-putinland

      http://nsu-leaks.freeforums.net/thread/362/original-akten-vom-server-putinland?page=2

      Richtig viel Material, was hier zusammengetragen, gesichtet und gesichert wurde.

      Mir graut bei der Vorstellung, wie viele Menschen womöglich zu unrecht die letzten 100 Jahre verurteilt worden sind und womöglich gesessen haben, manche sogar exekutiert wurden, bei derart schlampiger und politisch beeinflusster Polizeiarbeit selbst noch im 21. Jahrhundert. Erklärt natürlich auch noch andere Skandale, historische Ungereimtheiten und die geringen Aufklärungsquoten bei weniger "wichtigen" Themen (Einbruch, Diebstahl, mindere Gewaltdelikte, Vandalismus, usw.).

      Weil der Staat schlicht überfordert ist. Das ist wohl eine der Wahrheiten, welche die Bevölkerung verunsichern könnte, würden alle davon erfahren, sich darüber bewusst werden.

      Doch wie man dann noch fast 1 Million Menschen wahllos und ungeprüft einfach ins Land hereinlassen kann, dass verstehen dann wohl nur noch die "Herren der BRD oder sogar der Welt".

  17. Andreas Walter am

    Auf folgender Netzseite habe ich schon einige recht kluge Sachen gelesen zum Fall "NSU":

    http://friedensblick.de/22191/geraet-ehemaliger-freund-boehnhardts-jetzt-ins-visier-der-peggy-ermittlungen/

    Doch was, wenn nicht "die Nazis" die Kinderschänder waren (sind), sondern reiche, perverse Globalisten (übrigens aus aller Welt) und ebenso perverse, "kommunistische" Stasi-Typen, die nämlich in den Zeiten der Wende im wilden Osten richtig Kasse gemacht haben?

    Was, wenn es "Nazis" waren, die den Missbrauch an jungen, deutschen, minderjährigen Mädchen durch diese ******** verhindern wollten?

    Und was, wenn auch Muslime in dieses "Geschäft" verwickelt waren, so wie in Rotherham, England?

    Auch schon mal daran, schon mal so rum gedacht?

    Denn an wen hätten sich in dem Fall "die Nazis" wenden sollen, um diese Verbrechen zu stoppen, von denen sie womöglich Wind bekommen haben? An den VS, an die Polizei, an Politiker, Richter, Staatsanwälte? Wenn doch jede dieser Organisationen in Deutschland unterwandert ist, durch Antideutsche. Sowohl "Linke", wie auch "Rechte", wie auch Ausländische und auch "Selbstständige". Und jeder, an den man sich wendet kann immer auch ein Mitglied oder Nutznießer oder Erpresster eines solchen kriminellen Netzwerks sein kann.

    https://www.youtube.com/watch?v=SKsXtBhwKp0

    • Andreas Walter am

      Wäre es darum auch in diesem Fall besser wenn die Bevölkerung nicht alles erfährt?

      Warum?

      https://www.youtube.com/watch?v=_D8yGgy6Yo0

  18. Direkter Demokrat am

    NSU ist eine Erfindung der Medien und der Geheimdienste. Das wird im Fall der getöteten Polizistin Michele Kiesewetter sehr deutlich. Dort soll es nur so von Agenten gewimmelt haben. Wenn nun schon im Jahr 2001 in einem WDR Tatort "Bestien"das Foto von Uwe Mundlos zu sehen ist und später sogar beide Uwes im ZDF Krimi Küstenwache als Fahndungsfotos auftauchen, dann ist wohl klar, wie die DNA von Böhnhardt an die Kleidung von Peggy kam. Durch Manipulation! Und am Ende sind die Sündenböcke immer tot. Wie im Fall Ali David Sonboly oder aktuell der Fall Dschaber al-Bakr. Die Vermutung liegt nah, dass alle sogenannten islamischen Terroranschläge in Wirklichkeit false-flag Aktionen von Geheimdiensten sind, damit die Leute nach mehr Überwachung schreien. Aber diese Überwachung wird dann gegen sie gerichtet sein!

  19. für die AfD und Identitäre:

    wer so alles "beobachtet" und als "Gefährder" bezeichnet wird. Jürgen Roth recherchierte im Fall Sachsensumpf. Angeblich wurde er vom Verfassungsschutz beobachtet.

    Die Aktivitäten des sächsischen Verfassungsschutzes in Bezug auf Jürgen Roth interessieren auch Klaus Bartl (Die Linke), Vorsitzender des Untersuchungsausschusses. »Aus den bisherigen Erkenntnissen, die ich als Vorsitzender des Untersuchungsausschusses des Sächsischen Landtages zum sogenannten Sachsensumpf gewinnen konnte, ist es mir ohne Weiteres vorstellbar, dass in den Augen der sächsischen Präsidentschaft des Verfassungsschutzes als ›Gefährder‹ der freiheitlich-demokratischen Grundordnung eingestuft wird, wer kriminelle und korruptive Strukturen unter eventueller Beteiligung herausgehobener Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Behörden und Justiz aufklären will. Es ist ohnehin unerträglich, wie viele Journalisten und Publizisten, die die demokratische Kontrollfunktion der Medien noch hochhalten, sich dieserhalb in Sachsen Strafverfolgung und sonstiger Restriktionen ausgesetzt sehen. Ob Jürgen Roth vom hiesigen Verfassungsschutz beobachtet wird, wollen wir genau wissen.
    Ich werde die Vertreter unserer Fraktion in der Parlamentarischen Kontrollkommission bitten, durch entsprechende Anfragen für Aufklärung zu sorgen.«

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/zu-gefaehrlich-investigativer-publizist-juergen-r.html

    • Der tiefe Fall des Jürgen Roth – ich hatte mal die "Ehre", mit diesem Herrn auf Twitter zu schreiben. Diese zwei von mir erstellten Grafiken sprechen für sich:

      https://yadi.sk/i/mxjHCL7sx2K6y

      https://yadi.sk/i/NLi9rfgAx2KCf

      • Hallo Wahr-Sager, ich wollte mir sein letztes Buch kaufen, darin, wie in allen anderen, stehen aber so viele Lügen, dass ich es sein gelassen habe. Wer Lügner propagiert, will selbst Desinformation betreiben.

  20. frank hermes / großenehrich am

    jetzt ist auch noch ein "neonazi-schreiben" in schlechtestem deutsch aufgetaucht – angeblich knapp 10 tage nach erhalt, den eltern der armen peggy übergeben.

    das klingt so bescheuert zusammengebimst- ich schwörs: das ist definitiv gefaked.

    lenkt davon ab, dass dieser zinnober von bundesverbrechern betrieben wurde.

    wie gesagt: der belgische kinderporno-ring um dutroux hat extrem weite kreise gezogen und dann NICHTS – von jetzt auf gleich.. war das thema verschwunden…. politiker, mächtige aus wirtschaft und so weiter.. höchste kreise.

    diese nummer stinkt gewaltig!

    • frank hermes / großenehrich am

      nachtrag:

      wieso? weil sich so nichteinmal mehr ein absoluter vollidiot ausdrückt, so schwachsinnig direkt und deutlich .. ".. blah, blah.. so ein arisches kind.. " .

      WENN die kinder entführt haben sollten, um sie zu $ zu machen, dann macht ein solcher schwachsinniger brief NULL sinn.

      das würde kein entführer so tun. erinnert an "bomben auf die eigene bevölkerung" in syrien.. macht NULL sinn, da diese die regierung stützen müssen – wieso sollte man sie da bombardieren? das ist schwachsinnig!

      es stinkt zum himmel – und zwar nach inszenierung durch staatliche organe mit äußert alarmierender beteiligung an üblen verbrechen!

      • Die Antifa wird frohlocken, das ist sicher. Auf der Antifa-Plattform Ruhrbarone.de wurde im Juni 2015 ein Artikel veröffentlicht, lt. dem angeblich der Nationale Widerstand Dortmund per Mail eine Morddrohung verfasst hätte: http://www.ruhrbarone.de/dortmund-nwdo-bekennt-sich-zu-anschlag-auf-piraten-und-droht-der-presse/108975/

        Mal davon abgesehen, dass so eine Mail auch leicht gefälscht werden kann (Herr Elsässer weiß es mittlerweile auch), wird hier wieder mal ins Unermessliche aufgebauscht vor dem Hintergrund, dass LINKe Gewalt und Drohungen nicht nur verharmlost, sondern vielmehr ignoriert werden – schließlich kommt beides ja von der "richtigen" Seite…

  21. MitdenkenMachtSpass am

    Hier mal ein paar Infos für Mitdenker:

    A. Wittig war bei der korrekt arbeitenden Soko Peggy 1 tätig.

    Geier bei der Soko Peggy 2, die den unschuldigen Herrn Kulac zum Täter "gemacht" hat.

    In dem Tatort "Bestien", in dem die Fahndungsbilder von Mundlos und Böhnhard abgelichtet wurden, geht es um ein Mädchen, dass entführt und getötet wurde.

  22. Polizeipräsident: "OK, versuch’s nochmal bei XY Ungelöst, und wenn da auch nix bei rumkommt, dann schiebt’s der NSU unter. Und guck mal nach, ob da noch so’n paar alte ungelöste Fälle in den Schubladen liegen. Das sieht blöd aus, nach 20 Jahren. Ausserdem hat der Staatsanwalt bei mir angerufen. Die brauchen was handfestes für den NSU Prozess. Was da gegen Zschäpe an Beweismitteln vorliegt, ist unter aller Sau. Der will endlich den rauchenden Colt. Wenn da nix passiert, können wir der Tussi noch Haftentschädigung zahlen…Und dann baumelt da noch der Syrer am T-shirt in eurer Zelle, peinlich. Wir machen uns hier langsam zur Lachnummer. Ich brauche Resultate!"
    Könnte glatt so gelaufen sein.

  23. heidi heidegger am

    zum thema klaute ich was von nem irren wordpress-blog. also hier:

    >>Genosse Hirn, wir haben ein Problem.

    Es gibt nur Lösungen. Wir haben keine Probleme. Welche denn?

    Wir haben keine Beweise für keinen der Tatorte.

    Dann legt ihr eben was anderes hin. Merkt ja keiner.<<

    gut, gell!?

  24. Das Schlimme ist für mich, daß man unter keinen, aber wirklich unter keinen Umständen auf das Recht im sog. Rechtsstaat vertrauen kann. Seit Jahren wird gegen Frau Tschäpe verhandelt, obwohl völlig klar zu sein scheint, daß sie an keinem Tatort gesehen wurde. Ist sie nun eine Mörderin oder nicht? Ja oder nein!?
    Die Uwes sind seit ca. 20 Jahren im Visier des Fernsehens (s. die ominöse Tatortsendung, bei der schon einer der Uwes viele Jahre vor den sog. NSU-Morden in der TV-Verbrecherkartei mit Foto und Klarnamen!!! zu sehen war!?) und komischerweise erst seit wenigen Jahren im Visier der Polizei (?).
    An keinem Tatort gibt es nach meiner Information die geringsten Spuren der Uwes, keiner hat sie gesehen. Dem Faß den Boden schlagen die Umstände aus, unter denen die "finale Aktion" in Eisenach abgelaufen sein soll!
    Ich fühle mich derart "verscheißert", ich kann keine Worte finden – und jetzt Peggy!? Kaltblütige Killer, die mit Akribie vorgegangen sind und denen bis heute keiner der 10 Morde, die sie begangen haben sollen, nachgewiesen werden konnte, sollen sich nun auch noch dilettantisch über ein kleines Mädchen hergemacht haben. Ist das am Ende der einzig übrig gebliebene Anklagepunkt, den man benötigte und möglicherweise organisierte, um die ganze Affäre nicht völlig der Stümperhaftigkeit preis zu geben? So scheint es jedenfalls.

  25. Das NSU Märchen wird in der Presse immer schlimmer. Alle ungeklärten Fälle werden dem angeblich sog. NSU in die Schuhe geschoben. Ist einfach und es gibt keine Gegenwehr. Der geistig Behinderte der wegen Mordfall Peggy im Gefängnis war konnte sich wenigstens über sein Anwalt wehren. Vorsicht Satire: Es wird vermutet das die Beiden Uwes 1968 ein Apple Smartphone im Mediamarkt geklaut haben und auch im Oktober 1980 in München beim Bombenaschlag beteiligt wahren…Gossenzeitungslogik und die Leser glauben es…

  26. Die ganze Geschichte ist so absurd, das geht auf keine Kuhhaut! Das Mädchen (Gott habe sie selig!) ist seit 15 Jahren spurlos verschwunden. Im Juli dieses Jahres findet man ihr Skelett – nicht vollständig und offenbar erst kürzlich am Fundort platziert. 3 Monate (!!!) später entdeckt man auf einmal an diesem einen Stofffetzen mit der DNA von Uwe Böhnhardt! Dieser ist ist allerdings schon 5 Jahre tot. Vermutlich ist er wieder auferstanden und hat Peggy’s Überreste in den Wald gelegt…. Merkt denn keiner, dass das totale Verarsche ist?? Liebes Compact-Magazin, Ihr, als Journalisten, solltet Euch mal anstrengen, die ganze Geschichte zu hinterfragen!

    • @Grete Rose: Das haben wir vor einigen Monaten in einer achtteiligen Interviewserie mit Wolfgnag Eggert getan. Eggert überarbeitet und aktualisiert jetzt den Text. Wir werden die Neufassung baldmöglichst freischalten.

  27. Andreas Walter am

    Falsch:

    ""Wir können sagen, wer Spuren hinterlassen hat – aber nicht wann oder warum", sagt der Leiter des Charité-Labors."

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/biochemie-wir-koennen-sagen-wer-spuren-hinterlassen-hat-aber-nicht-wann-oder-warum-1.3206010

    Ihr könnt eben nicht sagen, wer die Spuren hinterlassen hat, sondern nur, vom wem die DNA einer Spur ist. Die DNA und die Person sind jedoch nicht das Gleiche, sind zwei unterschiedliche Dinge, so wie ein Haar von mir nicht ich bin. Jeder, der einem anderen einen Schaden zufügen möchte kann ein Verbrechen begehen und DNA seines Feindes am Tatort ablegen. Oder einen korrupten Beamten zu so einer Handlung anstiften. Denn es gilt die Unschuldsvermutung, auch für die Presse, bis das Gegenteil durch ein Gericht bewiesen ist.

    Aus welchem Grund betreiben daher im Augenblick bestimmte Medien schon jetzt so eine massive Vorverurteilung? Ausgerechnet auch noch in so einem brisanten Fall? Oder gibt es etwas brisanteres in Deutschland als Nazis? Wisst ihr, was eine Obsession ist?

    "Ob·ses·si·o̱n
    Substantiv [die]PSYCH.
    eine zwanghafte Vorstellung oder Idee, die das Handeln eines Menschen [oder einer Gruppe, einer Nation oder der ganzen Welt] bestimmen kann." Quelle: Google

    Die Ergänzung in der zweiten eckigen Klammer stammt von mir.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Obsession

    Die Deutschen sind also psychisch krank, zumindest ein Teil von ihnen. Durch eine tiefe, traumatische, psychische Wunde aus der Vergangenheit, die aber immer wieder absichtlich aufgerissen wird, von manchen Menschen. Dadurch würden wir zu besseren Menschen, lautet die Begründung. Wenn ich mir Deutschland derzeit so anschaue kann ich das nicht unbedingt bestätigen. Mir scheint eher, das Gegenteil ist der Fall. Durch unsere Obsession reiten wir uns sogar noch immer tiefer rein, drohen wir die zu werden, die wir nie sein wollten. Weil all das "etwas wieder gut machen wollen" nichts bringt, wenn man sich dadurch die gleichen Probleme und Konflikte wieder schafft, nur diesmal mit anderen Menschen, an denen nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt schon mal gescheitert ist. Nur muss man dazu halt wissen, was damals wirklich los war, und wie das Ganze dann eskaliert ist.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Konferenz_von_Évian

    • heidi heidegger am

      achwas. Ossessione (’42) ist von Visconti. neorealismo und so, weissu!?..

      *Der Spielfilm wird allgemein als erstes Werk des italienischen Neorealismus betrachtet.*

      • Andreas Walter am

        Ne, weiß ich nicht (Frauenfilm von einem Schwulen), doch von Visconti oder den Neorealisten stammt der Ausdruck nicht, sondern vom lateinischen Wort obsessio (sessio, Sitz, sitzen). Be-sitzen, be-sessen, in Be-sitz nehmen, be-setzen, vom Nehmen und Genommen werden (wollen), und darum geht es ja auch im Film.

        https://tantraliteratur.com/2014/06/23/vom-nehmen-und-genommenwerden/

  28. Andreas Walter am

    Allein, dass die deutschen Lizenzmedien sich nicht auch mal fragen, was denn das bitte für (V-)Leute und ihre Auftraggeber sind, die die "rechte" Szene überhaupt erst aufgebaut haben. Das ist doch dann alles gar nicht echt, sondern ein Potemkinsches Dorf, eine vom Staat bewusst inszenierte Gefahr, die so nie real da war (ausser die vor so einem Staat selbst). Das ist doch dann bewusste Manipulation, Täuschung, Irreleitung des Volkes und der Medien. Sind auch die Morde dann überhaupt echt, fragt man sich verstört irgendwann einmal sogar, und wenn ja, welche? Was wird uns dann noch alles verheimlicht, vorgemacht oder womöglich falsch dargestellt? Sind dann auch die Mörder die tatsächlichen Mörder, wie es auch die Presse darstellt?

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article158774774/Die-sonderbaren-Paedophilie-Verbindungen-des-NSU.html

    Warum stellen sich die Medien aufgrund dieser Tatsache dann aber nicht auch mal die Frage, in wie weit bei so etwas nicht auch immer die Polizei und Kriminalpolizei mit verwickelt sein kann, oder zumindest einzelne Beamte. Was ist das darum bloss immer für eine Staatstreue und blindes Vertrauen, welches die Deutschen ständig damit offenbaren. Oder ist es Furcht? Vor dem Staat, vor den Behörden? Auch das wäre ja fatal, wenn das weit verbreitet wäre, bis sogar hinein in die Medien. Gerade da darf das eben nicht so sein. Genau dazu dient ja auch die Meinungsfreiheit, das Recht, alles zu hinterfragen. Der Wahrheitsfindung.

    Dabei kennt doch auch jeder deutsche Journalist und auch Politiker sicherlich mehrere Spielfilme oder auch Krimis, wie aber auch wahre Geschichten, in denen es um korrupte Polizei oder Polizisten und ihre Machenschaften geht, zumindest aber welche oder auch solche darin vorkommen. Solche, die es eben nicht so genau mit der Wahrheit nehmen, oder schlicht bestechlich oder psychisch gestört sind. Das ist ja keine Utopie, sondern gibt es ja leider auch in der realen Welt, und muss darum bei jeder Ermittlung und auch Spekulation seitens der Presse immer in Betracht gezogen werden. Es sei denn, man ist selbst korrupt, und sei es nur politisch oder der lieben Karriere wegen, und nimmt es deshalb auch nicht so genau mit der Wahrheit. Über solche Geschichtsforscher möchte ich deshalb hier heute gar nicht erst anfangen zu schreiben, doch auch da: Deutsche Nibelungentreue, und sei es auch nur mit Hagen. Was soll bitte aber aus so einem Land werden, in dem mehr als die Hälfte der Bevölkerung entweder dem Kommunismus oder dem Kapital treu ist, oder eben anderen Nationen? Ein Niemandsland, eine unpersönliche Transitzone, wie man sie von jedem internationalen Flughafen kennt.

    Soll das etwa aus Deutschland werden? Eine einzige, grosse, beliebige Transitzone? Dann doch lieber Patriot sein und für den Erhalt der Heimat kämpfen, egal was andere dann über einen sagen oder eben falsch denken, weil sie sich haben täuschen lassen, getäuscht wurden, und darum eben noch in Täuschland leben.

    • DerSchnitter_Maxx am

      Es dient (immer) nur einem Zweck: Alles "(R)Echte" und "Nationale" in ein schlechtes Licht zu setzen – und als etwas absolut Böses zu kennzeichnen. So wird jeder Versuch von Widerstand, in diese (dunkle) Ecke gedrängt, um es im Keim zu ersticken – Dient also (nur) zur totalen Schwächung und Unterdrückung einer, unerwünschten, nationalen oder national angehauchten, Opposition ! Das ist das Fundament dieses Systems – und es hat eben nur so zu laufen … und weiter zu funktionieren … dafür sind alle Mittel freigegeben und zugelassen (wie ehemals die Stasi in der Täterete oder in irgendeinem anderen Rumpf- o. Unrechtsstaat). Der Schein heiligt jedes Mittel !!!

      • Andreas Walter am

        Schon klar. Die Kapitalisten teilen letztendlich nur mit den "Kommunisten" in den oberen Etagen und den Militärs. Bluten tun immer nur die/alle Völker der Erde, im bildhaften wie aber auch im echten Sinn. Die Armen richtig (als Kanonenfutter), der Mittelstand mit seinem Geld. Dank Aktien und Beteiligungen wird ausserdem jeder automatisch immer mehr zum Komplizen, je mehr er davon hat. Darum heisst es in solchen Kreisen auch, "über Geld [Eigentum] spricht man nicht" (deswegen auch das Bankgeheimnis), "das hat man". Nur blöd, wenn man weder Kommunist noch Kapitalist sein, aus dem vorgegebenen Angebot nicht wählen möchte. Weil man andere Vorstellungen über das richtige miteinander hat, und sei es auch nur ein friedliches nebeneinander, was man aber erstmal allen möglich machen muss. Das bedeutet aber viel Arbeit und auch Risiko. Dort die Märkte der Zukunft zu erschaffen, wo jetzt noch alle "dumm" (ungebildet) und darum bettelarm, schmutzig und verlaust sind. Dort aber muss das Kapital und die Intelligenz hin, nicht die zu uns. Nicht die Reichen müssen daher ärmer werden, sondern die Armen müssen Reicher werden. Einen Gewinn sollen dann nur noch die (raus)bekommen, die dort ihr Kapital direkt investieren. Eben dort, wo es noch gebraucht wird, zum Aufbau von allem was eben fehlt. Eine Art Haavara-Abkommen aller Industrieländer mit der ganzen Dritten Welt. Nach einem Punktesystem, je nachdem, wie reich oder arm ein Land eben ist. Doch dazu müssen die armen Länder eben auch Garantien liefern, Sicherheiten stellen, oder sich sogar ganz Eingemeinden lassen. Freiwilliger, moderner "Kolonialismus" sozusagen. Oder eben weiter verhungern. Oder Krieg führen, rumziehen, erobern, plündern, vergewaltigen, brandschatzen, so wie es schon immer war.

        Gibt halt nicht so viele Möglichkeiten, die die Welt nicht schon kennen würde oder bereits probiert hätte, durch hätte. Allerdings kann man fast alles auch noch mal wiederholen, so oft man eben mag. Nur eben nicht mit Atomwaffen. Zumindest nicht zu viele.

        http://www.nytimes.com/video/us/100000004306826/nuclear-winter.html

  29. Florian Heilig, ein ermordeter Zeuge, sagte sinngemäß zu seinen Eltern, daß allerhöchste Kreise dieses Staates in diesen Sumpf involviert sind… Sie könnten es sich nicht vorstellen… – Deshalb ist es besonders wichtig, aufzuklären, weil Tote sich nicht mehr wehren können, ob als Zeuge oder vermeintlicher Täter.

    https://www.youtube.com/watch?v=hD0IqvfSWW4

  30. wolfgang eggert am

    es gibt keinen grund die beiden uwes und frau zschäpe in schtz zu nehmen. das waren nazischauspieler, wie ungezählte andere radkalisierte rechte. nazischauspieler, die die dieste zu infiltrationsszwecken in die "szene" schicken oder für schmutzige geschäfte (z.b.drogen), für die man lieber jemanden vorschiebt, den man jederzeit "verbrennen" kann. DAS, genau DAS war die vita des sogenannten nsu, der allein im sumpf des tiefen staats und der geheimdienste agierte. ob einer dieser geheimdienste, die sich grad streiten wie die kesselflicker, den beweisfetzen ins untersuchungslabor getragen hat, steht dahin.

    • @WOLFGANG EGGERT

      Ich u.v.a. nehmen drei Menschen in Schutz, die getötet bzw. weggeknastet werden, für Verbrechen, die sie nicht begangen haben.
      Sie sind unschuldig bis das Gegenteil bewiesen ist!
      Was sie genau getan haben, worin sie verstrickt waren, wissen wir nicht.
      Man kann nur mutmaßen.
      Dass die DNA dort hin geschafft wurde bzw. ggf. erst im Labor hinzugefügt wurde, sollte jeden, aber auch wirklich jeden, klar sein.
      Wo ist bewiesen, dass die drei in die Szene infiltriert wurden?
      Es sind unzählige V-Leute in der rechten Szene, dazu noch TKÜ und offen zugängliche Quellen, warum sollte man als V-Leute einsetzen?

      Dass die drei mit OK zu tun gehabt haben, ist möglich, aber nicht bewiesen.

      "DAS, genau DAS war die vita des sogenannten nsu(…)"

      Beweise???

      Lesen Sie mal das geleakte Aktenmaterial. Nur so als Tipp.

      • wolfgang eggert am

        ich habe nie behauptet, daß die truppe für die dönermorde zuständig war. ich habe vielmehr das genaue gegenteil gesagt und geschrieben. ich stehe aber dazu, dass sie v-leute waren und solchen leuten darf man gleich ALLES gönnen.

        stellen sie mal die – ohne zweifel aus gegnerdiensten gespeisten – berichte untereinander, wann der verfassungsschutz die drei unter welch durchsichtigen umständen entwischen liess, wann er ihnen sogar geld zukommen liess. das waren berichte in unserer transatlanischen presstitution, die unsere liebe regierung von vorn bis hinten abgestritten hat. nur mal so als tipp.

      • wolfgang eggert am

        ich hab das trio nichtmals beim kiesewetter-mord auf der rechnung. das war eine reine geldwäschenummer damals, ohne die uwes. aber sehn sie sich mal an welche nazi-v-leute da damals alles am ort rumgelaufen sind. und nichtmals DIE dürften geschossen haben. aber die nazischiene ist halt immer die einfachste für die dienste. das war ja auch in bologna so, wo selbst ganser drauf reinfällt, wahrscheinlich absichtlich, um seinen anti-nato-spin leichter setzen zu "dürfen". bologna war carlos. so wie beim oktoberfest die stasi die bombe scharf gemacht haben dürfte, die hatten ja ihre v-leute in der wsg hoffmann.

      • Andreas Walter am

        Gute Antwort. Doch auch der Presserat schreitet "seltsamerweise" nicht ein. Daran erkennt man doch bereits, was das Ganze tatsächlich ist. Eine Schmutzkampagne und Propagandaaktion ausschließlich gegen deutsche Patrioten. Zudem, weil "zufällig" gerade jetzt, eine gelungene Ablenkung vom Fall Jaber al-Bakr (auch Sachsen). Woher wissen wir eigentlich, dass die "Dönermorde" nicht auch etwas mit muslimischen Terroristen zu tun hat? Oder mit Waffenhandel im grossen Stiel, Import-Export und so? Denn was wissen wir denn überhaupt, wenn wir von morgens bis abends immer nur belogen werden, von Politik und Presse, und das seit bereits 70 Jahren?

        Darüber ärgere ich mich in der Tat, wie Globalisten und Kommunisten seit Jahrzehnten Deutschland fi*** und missbrauchen, diese perversen, volks- und menschenverachtenden, geld- und machtgeilen **********.

        https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=COugbW5icss

        Warum vermutet eigentlich keiner, dass auch die beiden "unbekannten" Herren des "FBI" dahinter stecken könnten, hinter all den Morden? Oder was weiß womöglich auch "unser" Herr Innenminister, dank Geheimdienst "VS", weshalb er heute so ein hochrangiges Mitglied, so ein hohes Tier in der Regierung ist? Ging ja damals auch um sehr sehr viele Immobilien, und um sehr viel Geld, beim Ausverkauf, beim verramschen der DDR an Kapitalisten und ehemalige "Genossen". Um Milliarden an Grund und Boden, an "herrenlosem" Volksvermögen. Wer und warum kam damals dann eigentlich in den Genuss, sich hier günstig und für kleines Geld richtig fett einzukaufen? Womöglich der, der die jüngsten Mädchen in seiner Gewalt hatte? Oder darüber dann eben auch die Politiker und Richter, die entsprechenden Entscheider? Werden auch Sie womöglich erpresst, Herr Innenminister, weshalb Sie schon damals nichts getan haben, nicht eingeschritten sind, in Sachsen? Oder eben weil Wissen Macht ist?

        https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=XcHt6ZALCuQ

        Genauso lief das nämlich auch in Russland, als manche dadurch dann zu sogar milliardenschweren Oligarchen wurden. Eine gewisse Ähnlichkeit drängt sich da einem förmlich auf, wenn auch wahrscheinlich in etwas kleineren Dimension. Ausser eben bei den Perversionen. Da geht es meist um die gleichen Bestialitäten und Monstrositäten. Egal wo. Erschütternd.

    • Eggert, Du hast keine Ahnung und betreibst in Deinem schlechten Deutsch Desinformation. Du bist unglaubwürdig.

  31. Ist doch alles klar, Uwe am

    Was für die USA 9/11 ist, das ist für Deutschland der Fall NSU. Da gründet nämlich scheinbar der Verfassungsschutz eine rechtsradikale Terrorzelle mit 2 Uwes und einem Tschapperl (Tschäpe). Diese Leute werden ständig beobachtet und können keinen unkontrollierten Schritt mehr machen. Dann erschießt man diese Uwes und jetzt kann man ihnen alle ungeklärten Morde anhängen. In Deutschland gibt’s ja die Dönermorde, die ja entweder von Rivalen oder von der Türkenmafia ausgeführt wurden. In solchen Kreisen kann man ja schwer ermitteln, denn Türken plaudern nichts aus. Und den Türkenanwälten kommen ja auch diese angeblichen Rechtsradikalen gerade recht. Auch der Mord an einer Polizistin und jetzt noch das Mädchen Peggy kann man den Uwes anhängen. Ich kann mir vorstellen, dass es noch mehr ungeklärte Morde gibt, die man den Uwes anhängen könnte, denn deren DNA hat man ja. Man sollte auch einmal die beiden Uwes durch ein PSI-Medium befragen, was die sagen, da ja auch sehr viele Zeugen verstorben sind, die etwas sagen wollten. Ich glaube, der NSU-Fall ist ein riesiger Skandal wie 9/11!
    Nur gibt das natürlich keiner zu, denn keiner will ja als nächster sterben!

    • Es ist geradezu fahrlässig zu behaupten, der Verfassungsschutz alleine hätte das Trio an der Leine gehabt. Es sind eben noch ganz andere Behörden beteiligt, wie beispielsweise auch die Polizei. Einfach mal NSU Leaks lesen. Allerdings braucht man dafür Zeit, bei der Fülle an geballter Information. Auch die beiden zu NSU Leaks gehörenden Seiten >Bücherleser-Blog< und >1980 Oktoberfest blog< sind wichtig, um die Kontinuität und Hintergründe des Terrors in der BRD zu begreifen. Und sicher haben unsere "Freunde und Partner" in der NATO und im Nahen Osten auch ein sehr großes Interesse daran, was in in Deutschland so passiert. Vielleicht beschreibt ja der Geheimagent Werner Mauss die dahinter stehenden Strukturen zu Recht als einen Geheimbund, "der für den Weltfrieden aktiv sei".
      http://www.sueddeutsche.de/politik/ex-agent-vor-gericht-vorwurf-steuerhinterziehung-werner-mauss-verweist-auf-geheimbund-1.3179456-2

  32. Die von der BRD zu verantwortende Paulchen-Panther-Organisation ‚NSU‘ tritt v.a. dann in Erscheinung,
    wenn es um die Durchsetzung Europäischer ‚Stabilitäts’mechanismen geht oder weiterer Monopolisierungen,
    d.h. wenn noch mehr Zweifel am BRD-(US-) Wirtschafts- oder Justizsystem aufkommen.
    Dann packt man wieder eine neue (oder alte) Monstergeschichte aus …
    Und während also in der BRD weiter ein (Selbst)Mord nach dem anderen geschieht,
    laufen in den GEZ-Medien Schwarz-Weiß-Filmchen im Dauermodus von der Nacht der langen Messer oder von Hitlers Stellvertretern, Frauen oder Hunden.

  33. Konfuzius meint.:

    Seid mir bitte nicht böse, aber ich finde der Artikel trifft es nicht. Das ist mir etwas zu weit hergeholt alles.

    Auf die wichtige Sache aber geht er nicht ein, die passende Situation nach dem Skandal mit dem Selbstmord des Jaber Al-Bakr und dem Ablenkungsmanöver. Auch fehlt mir die Kritik an der Hetze, ja Hetze, der konformen Presse zur Sache.

    Ich meine, das passt ja geradezu wie die Faust auf`s Auge zur Situation, das die bösen Rechten AfDler usw., in ein und die selbe Schulade bugsiert werden sollen. Das ist offensichtlich.

    Da aber kommt der Artikel leider nicht auf den Punkt und das gefällt mir nicht, weil es wesentlich ist.

    Es ist auch merklich festzustellen, das seit dieser Anschuldigung der NSU, seit diesen Medienmeldungen zum Fall Peggy, ein Kurs gegen die AfD gefahren wird um sie auf gleiche Ebene zu stellen. Lasst das nicht zu Leute, das ist Absicht und absolut Absurd !

    In vielen Foren gibt es seit Tagen gezielt Dislikes, da wundert man sich wo die auf einmal herkommen und gerade zur gleichen Zeit wie die Pressemeldungen. Sicher ist da die "Karawane" mit viel Steuergeld beauftragt.
    Gleichzeitig fordert Kauder in allen Netzwerken die Kontrolle jeder Meinung. Was letztlich auch ein Beweis ist.

    Das hat System und es ist alles andere als die demokratische Grundmeinung der Bevölkerung, da geht es mit geballter Staatsmacht gegen alle Kritiker der konformen Politik.

    Das aber dürfen wir als Demokraten niemals zulassen !

  34. Demnächst: Uwe Böhnhardt war Jack the Ripper. Man hat DNA-Spuren an den Tatorten gefunden, die eine Verbindung unzweifelhaft erscheinen lassen. Die Tat war mittels einer technisch ausgeklügelten Zeitmaschine möglich,

    • Brockenteufel am

      Man hat ja auch angeblich Spuren von Bönhardt am WTC 2001 und dem FLugzeugabsturz der MH 317 gefunden! LOL Aber, daß Spuren von ihm schon au dem Mars gefunden sein sollen, halte ich für ein Gerücht! :D- Satire off!

  35. Volker Spielmann am

    Der Fatalist und seine Mitstreiter unternehmen ein großes Werk

    Während bei bei den Parteiengecken und der Lizenzpresse noch eitel Sonnenschein wegen des Autobahnuntergrundes zu herrschen scheinen, haben sich im Zwischennetz ein Mensch, der sich Fatalist nennt, und seine Mitstreiter an ein großes Werk gemacht: Durch die Veröffentlichung der geheimen Ermittlungsakten, die ihnen wohl einige Eulenspiegel zugespielt haben, wollen sie die Räuberpistole vom Autobahnuntergrund zu Fall bringen und die Verwicklung des Parteienschutzes in die Geschichte beweisen. Gelingt ihnen dies, so stehen die Parteiengecken wie begossene Pudel da. Dem Volk würde dann nämlich bewußt, daß sich der Parteienschutz terroristische Haustiere hält und gerne auch mal selbst schwere Straftaten verübt und diese den Gegnern der Parteiengecken in die Schuhe schiebt. Bislang war dies nämlich nur den Eingeweihten vom Celler Loch oder den Waffenlieferungen an die marxistischen Mordschergen von der königlich-englischen Luftwaffe bekannt. Man darf also gespannt sein, ob das Werk gelingt.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  36. DerSchnitter_Maxx am

    "Die Neigung kommt vor dem Motiv. Das Motiv ist nur der Wegbereiter der Neigung – und aus des Menschen Neigung, entwickelt sich … der Menschheit verderben."(DerSchnitter_Maxx)

  37. Einziger Schönhetsfehler: Den NSU gab es nicht. Als die zwei Uwes starben, bzw. ermordet wurden, wussten sie nicht, dass es einen NSU gibt.
    Ausserdem: Behörden halten es wohl für möglich, dass die DNA von Uwe Böhnhardt im Laufe der Ermittlungsarbeiten mit dem Fundmaterial aus dem Fall Peggy in Berührung kam. Im Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum in Jena wurden sowohl die Skelettteile von Peggy als auch die Leiche von Uwe Böhnhardt untersucht.
    Sie SZ von gestern, leider erlauben die Regeln das Verlinken nicht.

  38. Einziger Schönhetisfehler: Den NSU gab es nicht. Als die zwei Uwes starben, bzw. ermordet wurden, wussten sie nicht, daß es einen NSU gibt. Ausserdem: Laut SZ: "Es ist nicht auszuschließen, dass die DNA von Uwe Böhnhardt im Laufe der Ermittlungsarbeiten mit dem Fundmaterial aus dem Fall Peggy in Berührung kam."
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/kriminalfall-uwe-boehnhardts-dna-bei-peggys-skelett-gesichert-1.3205181
    (gestern gespeichert, wenn sie das auf heute geändert haben, dann spricht es für sich. )

  39. Hier wird die angebliche NSU benutzt als Art Entsorgungseinrichtung für ungeklärte Morde und Verbrechen?Die letzte lebende des Trios sitzt seit 3,5 Jahren in U-Haft, aber nachgewiesen konnte ihr nichts werden. Wie peinlich ist das alles, um es mal milde auszudrücken.

    • Andreas Walter am

      Echt, ist das jetzt auch schon wieder 3,5 Jahre her? Doch jetzt wo Sie es sagen, es ist tatsächlich so.

      Das muss man sich mal vorstellen.

      "Laut einer Sprecherin des Oberlandesgerichts München kostet ein[!] Verhandlungstag im NSU-Prozess nach Schätzungen 150.000 Euro.[8]" Quelle: Wikipedia, NSU-Prozess, 15.10.2016

      Im Zweifel also für die Angeklagte, und 1,5 Millionen Euro Entschädigung für jedes Haftjahr.

      Oder was ist die Freiheit Wert? Auch "Verhandlungssache"? Wie alles im Kapitalismus?

      Dann fordere ich eben 15 Millionen Euro für jeder Jahr zu Unrecht in U-Haft, bei einem Prozess, der den Steuerzahler bereits 200 Millionen gekostet hat, in diesem Verbrecherstaat.

      Was kosten dann wohl erst alle die Prozesse zusammen, die wir jetzt dank unkontrollierter Masseneinwanderung durch "Kulturbereicherer" und "Fachkräfte" haben? Gescheiterter Staat.

      • Zschäpe sitzt jetzt über fünf Jahre im Gefängnis wegen Mitwisserschaft.

        Vor ein paar Tagen haben sich die Müllmedien darüber beschwert,
        dass ihre jüngste Aussage völlig inhaltsleer und unergiebig gewesen sei.

        Also wird sie weiter unter Druck gesetzt oder noch weitere fünf Jahre sitzen,
        während andere Mitwisser der Angriffskriege im Nahen Osten uns was von Demokratie und freiheitlich demokratischen Grundwerten vorschwabulieren.

      • Andreas Walter am

        Danke für die Berichtigung.

        In U-Haft sitzt sie tatsächlich sogar schon seit November 2011, also seit 5 Jahren.

        Eine reiner Schauprozess, wie alle, die mit dem grossen "Täuschen" Thema zu tun haben. Denn sie verlaufen alle nach ähnlichen Mustern. Viel mir auch gestern wieder auf, als ich mir den Fall Ulvi mal genauer angesehen habe. Ich kenne nämlich auch noch zwei weitere, und in den beiden Fällen waren es alte Männer mit Altersdemenz, die auf die gleiche Art und Weise über den Tisch gezogen wurden. Kurt Gerstein war übrigens auch so ein ähnlicher Fall. Schlimm nur, das die alle aufeinander aufbauen.

        Täuschland steht eben auf einem sehr morschen Fundament, was darum ständig nachstabilisiert werden muss.

    • Andreas Walter am

      Oder auch das hier. Bin ich eben erst darüber gestolpert. Im Kommentar direkt über dem Ihren.

      Aus der Süd"deutschen":

      "Der geistig zurückgebliebene Ulvi K., Sohn eines Gastwirts, hatte den Mord an Peggy im Jahr 2001 gestanden. Drei Jahre später wurde er in einem Indizienprozess vor dem Landgericht Hof zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Später widerrief Ulvi K. sein Geständnis, auch ein Sachverständiger korrigierte sein Gutachten.

      Im Wiederaufnahmeverfahren forderten Staatsanwaltschaft und Verteidigung einen Freispruch. 2014 wurde er freigesprochen."

      Der damals also noch junge Mann, 1977 geboren, hat dann sogar 10 Jahre zu Unrecht gesessen, nur um mal zu zeigen, wie kompetent die Polizei, Kriminalpolizei und auch die Gerichte tatsächlich sind. Selbst bei einem Kindesmord. Auch damit bestätigt sich alles, was ich schon lange, schon seit Jahrzehnten auch von der Justiz halte. Oder auch von "unserem" Justizminister. Das ganze Geschwätz von einem Rechtsstaat, von Recht und Ordnung kann ich darum schon lange nicht mehr hören, denn auch das ist eine Illusion, ein frommer Wunsch, der aber mit der Wirklichkeit zu oft nichts zu tun hat. Da nützt es auch nichts wenn man mir immer wieder gerne versichert, dass es in anderen Ländern doch noch viel schlimmer ist. Das muss man mir jedoch nicht sagen, dass weiß ich, doch diese Länder sind für mich nicht der Massstab, ebenso wenig wie die Scharia.

      Wie man’s besser macht? In dem man als erstes damit anfängt, nicht mehr so vielen Verbrechern in diesem Land ungeprüft Unterschlupf zu gewähren, und als zweites auch den Verbrechern das Handwerk legt, die Deutschland nur ausbeuten und für ihre Zwecke missbrauchen, gegen das Wohl des Volkes. Denn sonst unterscheidet sich Deutschland schon bald nicht mehr von den Ländern, in denen es "noch viel schlimmer ist".

      Wie soll das denn alles so weitergehen, wenn jetzt schon alle am Rad drehen. Sind sich unsere Politiker eigentlich bewusst darüber, was sie gerade anrichten? Das wird ganz Europa zerreissen, in den Abgrund stürzen, nicht nur Deutschland, oder die EU.

  40. Andreas Walter am

    Das ist die Büchse der Pandora. The edge. Dort wo schlimmer geht’s nimmer. Die Welt, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, geben sollte. Psychologische Erklärungen mag es dafür geben, gibt es, doch auch eine Rechtfertigung? Das Raubtier, die Bestie im Mensch selbst ist das und damit ein steter Begleiter auf der Erde seit dem es Leben gibt. Grausam wurde er(es) aber erst mit dem zunehmenden Bewusstsein des Menschen.

    Ich glaube nicht, das Tiere Lust beim Töten empfinden, doch die Art wie Katzen mit ihren Opfern spielen hat mich auch schon immer verwundert. Beim Menschen jedoch erst entartet das völlig, kann aufgrund seines Verstandes und seiner Intelligenz das in geradezu unbeschreiblichem Horror ausufern. Opfer von Missbrauch und Gewalt, von Unterdrückung und Machtmissbrauch entwickeln dadurch aber eben eine Neigung, selbst zu Tätern zu werden, psychologisch und emotional zum Zweck des Ausgleichs, der Kompensation (eine Art sich das wieder holen zu wollen, was einem genommen wurde).

    Darum ist auch klar, warum das auch immer etwas mit den Themenbereichen Gewalt und Sexualität, aber eben auch Betäubungs- beziehungsweise Rauschmitteln zu tun hat, oder Glücks-spiel. Es geht dabei immer um die Befriedigung von ge-lüsten, und leider aber auch von Macht- und Kontrollge-lüsten, Hab-gier, Wol-lust.

    In einem bestimmten Mass, manche mehr, manche weniger, ist darum jeder Mensch davon betroffen, doch es gibt eben auch noch die Randbereiche der Gaußschen Glockenkurve, und dort wird’s dann bizarr, pervers, abartig, lebens- und gesundheitsbedrohlich, gesellschaftlich darum nicht mehr tolerabel.

    Allerdings stelle man sich nur einmal den Wert vor, den solche Psychopathen für jedes Militär, die Politik und die Geheimdienste haben um zu verstehen, warum davon so viele frei rumlaufen, anstatt therapiert zu werden. Gerade in einer Hochkultur, in einer zivilisierten Gesellschaft sind ja "Assassinen" nicht mehr unbedingt die Regel, sondern eher die Ausnahme. Belgien besitzt in Sachen Grausamkeit und Perversion übrigens auch eine lange Tradition, denke ich dabei an Leopold der II. zurück (Kongogräuel, aus Macht- und Hab-gier). Solche Dinge zu verstehen, warum es sie gibt und wie sie entstehen, bedeutet jedoch nicht, dass man mit ihnen auch einverstanden ist. Doch leider sind es eben sehr mächtige "Werkzeuge", auf die darum keiner der die Macht will verzichten wird. Darum sehe ich auch wenig Hoffnung am Grund der Büchse, dass es jemals eine Welt geben wird, in der solche Dinge nicht mehr vorkommen, nicht mehr passieren. Doch es gibt Eine, egal wie fern sie auch noch liegen mag und uns heute utopisch, unmöglich vorkommt. Wenn es der ganzen Welt nämlich gut ginge, dann wären solche Dinge viel seltner. Wenn alle Menschen heil wären, sich manche Dinge eben einfach selbst verbieten würden, auch wenn sie in ihrer Reichweite oder im Bereich des Möglichen, ihrer Möglichkeiten und Macht liegen. Doch auch das betrifft eben nur einen Teil der Täter, andere sind nicht einmal Herr ihrer selbst. Manche sind eben definitiv im Kopf falsch verdrahtet, was jedoch mit einer heilen Kindheit wahrscheinlich auch nicht passieren würde. Darum die Hoffnung.

  41. Ex-SPD-Mitglied am

    Um den Marc Dutroux herum gab es laut ZDF 27 Tote Zeugen.

    Um den NSU herum sterben auch Zeugen wie die Fliegen.

    Die ARD bericht: Thomas de Maizière – Sachsensumpf – Vertuschung von Kinderschändung im Kanzleramt

    https://www.youtube.com/watch?v=XcHt6ZALCuQ

    Der Fisch stinkt immer vom Kopf!

    • frank hermes / großenehrich am

      wenn ich daran denke, wird mir extrem schlecht..

      die ganze welt ist so pervers verlogen, es ist nicht auszuhalten, so langsam macht mich das körperlich krank.

  42. Das Beachtlichte dabei ist doch, daß sich eine DNA-Spur auf einem winzigen Stoffetzen, der 15! Jahre lang im Wald lag, Wind und Wetter ausgesetzt war, erhalten haben soll ….

    Das können die eigendlich ihrer Oma erzählen.
    Da erhebt sich doch langsam der Verdacht, daß da in einem Bereich von weniger interligenten (selbsternannten) Rechten, die eher verspätete Fans des 3.Reiches sind, unter Anleitung von irgendwelchen V – Leuten, die wohl auch nicht der Fähigsten einer, eine Gang bildete, der man alle möglichen ungeklärten – aber irgendwie politisch heißen – Kapitalverbrechen unterschieben konnte.
    Besonders praktisch ist es dabei, "den Rechten" Kindesmißbrauch und – handel nachweisen zu können, wenn gleichzeitig Rechte "Todestrafe für Kinderschänder" fordern. Das kann man dann einstampfen – nach dem Motto: Das machen die ja selber!

    • Andreas Walter am

      Ja, diese Auffälligkeit ist auch seltsam. Dass man "zufällig" jetzt genau in die Kerbe hineinschlagen will. Denn aus irgendeinem Grund habe ich das Gefühl, das "Linke" und "Rechte", also Menschen im allgemeinen auch wenn unterschiedlicher Meinung, gerade mit dem Thema Kindesmissbrauch auch sehr unterschiedlich umgehen.

      Für die Einen (eher "rechts", wollen Grenzen setzen) ist es ein Tabu, ein absolutes no go, und die Andern (eher "links", wollen Grenzen aufheben) würden es gerne legal machen, sehen darin keinen Missbrauch, solange keine "Gewalt" im Spiel ist (weil Manipulation und Ver-führung nicht als Gewalt gilt, gesehen wird, worüber man natürlich streiten kann).

      "Links" ist darum eher expansiv (Ausatmen), "rechts" dagegen eher kontraktiv (Einatmen).

      Alles Sein aber braucht natürlich beides, immer abwechselnd. Sonst stirbt man , so oder so.

    • Ja das die DNA auf dem Stoffetzen 15 Jahre lang drauf hält ist nahezu unmöglich. Ich frage mich auch wie man "zufällig" darauf kommt die mit der von Böhnhard zu vergleichen.

  43. frank hermes / großenehrich am

    bei allem respekt: bei den verwobenheiten des geheimdienstes und der tatsache, dass die diesen nsu mit sicherheit – glaub das ist sogar recht offenbar – finanziert haben, habe ich den starken verdacht, dass diese ganze kacke hier gefaked ist und lediglich vom geheimdienst ablenken soll.

    ist es nicht ein leichtes, einen stofffetzen irgendwo zu platzieren, wenn die richtigen leute zusammenarbeiten???

    den finden die erst jetzt?

    ich bin gewiss kein notorischer verschwörungsseher.. aber: DAS STINKT DOCH GEWALTIG ZUM HIMMEL !!!

    da ich mittlerweile von verschiedenen perversen vorkommnissen weiß, bei denen mehrere rädchen hand in hand arbeiten (golf zusammen spielen o.ä.) und ungescholtene bürger nebst ihrer kinder in teufels küche bringen.. ich rede von seilschaften, der schulleiter, vater des täters kennt die polizei , die kennt den richter, der kennt einen guten psychiater, der (er)kennt psychische krankheiten und schwupps ist der sohn des einflussreichen schulleiters, der ein kleines mädchen – was passiert ist, weiß ich nicht – soweit terrorisiert hat, dass es selbstmordgefährdet ist … aus dem schneider und fein raus…

    das ist nur einer der fälle, die mir bekannt sind…

    mir kommt dieser zusammenhang hier EXTREM SPANISCH vor.. um ehrlich zu sein!

  44. "Der tiefe Staat?"

    Ooh Mann wir sind sowas von am Ar…, wenn auch nur irgendwas an der Geschichte von
    Herrn Eggert dran ist, werden wir von korrupten, und zu allem bereiten Marionetten
    regiert, welche sich ein Sch…dreck um das Wohl der Menschen in diesem Land kümmern.

    Dass die NSU-Geschichte von Anfang an diesen üblen Geruch der Verwicklung vom
    Geheimdienst hatte ist eh klar, aber wenn man jetzt soetwas lesen muss (eng befreundet
    mit Kiesewetter, und ein Freund von ihr ist eng befreundet mit dem Betreiber des
    Ladens aus dem die Pistole kam), dann kann’s einem den Magen umdrehen…..

    "Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."
    Andre Gide
    Danke COMPACT.

  45. so sehr ich Ihre Arbeit auch schätze, aber was soll das?
    Da wird ein ungelöster Kriminalfall auf die Müllhalde NSU abgegkippt und Sie nehmen das als Anlass eine tatsächliche Verbindung herbei zu halluzinieren.
    Es gibt Verbindungen zw. verschiedenen staatl. Stellen, OK, Wirtschaftsleuten, Politik usw., dort gibt es leider auch organisierten Kindesmissbrauch (z.B. um Leute erpressbar zu machen), aber aus diesem offensichtlichen Schwindel (nach 15 Jahren noch eine DNA an nem Stück Decke finden, die draußen lag-hallo?) eine Verbindung NSU Komplex/Fall Peggy ist schon wirklich unterstes Niveau.
    Hier wird jemand (Uwe Böhnhardt), der höchstwahrscheinlich von den Killern dieses Regimes getötet wurde, posthum noch als eventueller Kindermörder hingestellt, und anstatt ihre Stimme zu erheben und dagegen zu halten oder zumindest äußerst kritisch zu bewerten, kommt so ein Sermon von Ihnen.

    Bitte denken Sie darüber nach. Ich hoffe, dass Sie meinen Kommentar trotz der kritischen Worte veröffentlichen.

  46. heidi heidegger am

    sorry, ERLAUBTE kriminalistische list. tjaja..waswolltichnoch?ahja:

    sonderermittler Eggert (rufname WO(LGA)23-auf dem dach des 1200er/6Volt VWkäfer-): Sie haben alle heidi-freigaben. eigensicherung beachten!

    • wolfgang eggert am

      dieser post dürfte dem einen oder anderen entschlüsselungsfreudigen truther eine schlaflose nacht bereitet haben! ich stelle das mal richtig: in münchen lautet mein rufname wolfi, in berlin wolle. es ist nicht auszuschliesen, daß mich putin wolga nennen würde, aber wir hatten noch nicht das vergnügen.

      • heidi heidegger am

        aha! noch nicht probegesessen auf Präsident Putins schoß? das kannst du mir nicht vazoin, lieber Wolfie (mit *e*: aus dem Tex Avery-blitzwolf, pardon, rural wolf-video) lol

        ja also der Jürgen und der sehr nette chef vom online-symposion hier oder beide, machen die arme heidi mal wieder unmöglich (kostet meine 3 großneffen wieder! ein JE-büchlein (weniger) unter’m julbaum. tja..). ja weil ich vazoite im ersten! *erlaubte kriminalistische list*-posting wilde gschichten darüber, wie die polizei (bekanntermaasen die ermittlungsbehörde der StA), den bürger bissi auf’s kreuz legen darf (der staatsanwalt erlaubt’s). das ganze war aber evtl. etwas wirr..okay. deshalb landete das posting evtl. im giftschrank/mülleimer oder ich selbst baute mist (war auf dienstreise bei meiner erbtante: anderer rechner und so..) mit dem goilen gravatar evtl. und sandte es nicht "richtig" ab, quién sabe?

        jedenfalls: lieber Wolfgang "Wolga" Eggert, die launigen *zwischennamen* sind seit ner weile mein ämm fetisch, quasi. nicht böse sein. ja die alten 6Volt-lima+batterie-polizeikäfer im geizigen württemberg hatten z.b. DO(RA)17 auf dem käfer-rücken, damit der heli dös erkennt, glaub‘ ich. und ein‘ schwarzen bakelit-telefonhörer über’m metallenen! handschuhfach-statt haltegriff!- *lmao*

        aber ich muß nun schluß machen..da klopfen 2 herren an der gläsernen eingangstür *schluck*

        zackundweg+grüßle

  47. Na gut, letztlich sind das alles auch nur mehr oder wenig gut begründete Spekulationen. Das einzige, was man mit Sicherheit sagen kann, dass nach 15 Jahren von (schon ohnehin geringen) DNA-Spuren auf einem Stofffetzen auf feuchtem Waldboden nichts mehr übrig bleibt.
    Schon nach wenigen Monaten ist die DNA bei ungünstiger Lagerung (ungekühlt, feucht, unsteril, ungünstige pH-Werte) dermaßen fragmentiert, dass man damit kaum noch etwas anfangen kann. Auf feuchtem Waldboden nach 15 Jahren ist von DNA in kleinen Hautschuppen, Speicheltröpfchen o.ä. durch chemischen Zerfall und mikrobielle Zersetzungsprozesse nichts mehr da. Die Ermittlungsbehörden, wie es immer so schön heißt, gehen ganz offenbar von kollektiver Verblödung aus.

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