Roderich Kiesewetter fordert Russlands «Stunde Null», eine bedingungslose Kapitulation wie die Deutschlands 1945, um das Land danach wohl auf Kleinstaaten aufzuteilen. Erich Vad, Ex-General und einst militärischer Berater von Angela Merkel, hält dagegen. Bei Markus Lanz fliegen die Fetzen! COMPACT würdigt Tino Chrupallas Kampf für den Frieden mit unserer neuen Silbermedaille. Für alle Patrioten. Hier mehr erfahren.
Roderich Kiesewetter kam gestern Abend mit schwerem Gepäck ins ZDF-Studio. Nur wenige Tage zuvor hatte der CDU-Verteidigungsexperte in einem Gastbeitrag beim Magazin Focus sein Manifest formuliert. Titel:
«Europa muss auf die Kapitulation Russlands hinarbeiten.»
Russland müsse eine Niederlage erleiden wie Nazideutschland 1945 und danach wohl auf Kleinstaaten aufgeteilt und in «zivilisierte, friedliche und freie Gesellschaften» zurückfinden: «Eine solche Kapitulation würde auch Russland selbst sowie den ethnischen Minderheiten und Angehörigen kolonisierter Völker in Russland eine Chance auf Selbstbestimmung und eine freiheitliche, friedliche Entwicklung eröffnen.»
Es war bereits 2024, als Kiesewetter forderte, den Krieg nach Russland zu tragen: «Russische Militäreinrichtungen und Hauptquartiere müssen zerstört werden. Wir müssen alles tun, dass die Ukraine in die Lage versetzt wird, nicht nur Ölraffinerien in Russland zu zerstören, sondern Ministerien, Kommandoposten, Gefechtsstände.»
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Ihm gegenüber saß Erich Vad. Der parteilose Brigadegeneral a.D. hat jahrzehntelang Militärstrategie studiert, über Clausewitz promoviert und Angela Merkel sieben Jahre lang im Bundeskanzleramt militärpolitisch beraten. Gestern Abend zog der Ex-General gegen die Kiesewetter-Rhetorik ins Feld.
Der Schlagabtausch
Lanz wollte es genau wissen: «Wenn Putin andeutet, dass er verhandeln will, warum sagt dann die Spitze der europäischen Politik so entschieden und so hart Nein?» Vad antwortete ohne Umschweife: «Ich würde dem Bundeskanzler raten, die Gesprächskanäle dringend wieder aufzunehmen (…).» Und weiter:
«(…) Die Amerikaner verhandeln seit anderthalb Jahren mit den Russen auf allen Kanälen und wir sind stolz darauf, dass wir mit den Russen nicht reden, obwohl wir ein Land in der Mitte Europas sind, was auch massiv betroffen ist.»
Vad erinnerte daran, dass unter allen Kanzlern auch unter Merkel heiße Drähte in den Kreml existierten. Er nannte es «unerträglich», dass Europa bei den Gesprächen mit Russland außen vor bleibe. Seine Warnung: «Wir werden, wenn wir so weitermachen, in einem Krieg mit Russland landen.»
Kiesewetter hielt dagegen. Das Leid der Menschen in der Ukraine und das internationale Recht dürften «nicht ausgespielt werden gegen irgendwelche Ausgleichslösungen». Lanz drängte auf Präzision: «Konkret! Wer soll da jetzt verhandeln?» Kiesewetter reagierte zunehmend gereizt: «Wir verhandeln nicht über die Ukraine! Die Ukraine muss gestärkt werden, dass Russland aus der Ukraine abzieht!» Als Drohnenexpertin Verena Jackson und Vad widersprachen, legte Kiesewetter nach: «Die Ukraine schützt uns gerade!» Vad konterte trocken:
«Herr Kiesewetter, Sie wären ein super ukrainischer Verteidigungsminister.»
Kiesewetter platzte endgültig der Kragen: «Das ist eine böse Unterstellung!» Vad mit ruhigem Ton: «Herr Kiesewetter, Sie machen mir Angst mit Ihrer Rhetorik, die einfach in einen Krieg treibt.»
Der Streit drehte sich anschließen um einen möglichen EU-Beitritt der Ukraine. Kurz vor der Sendung hatte Bundeskanzler Merz in einem Brief an die EU-Führung eine «assoziierte Mitgliedschaft» für die Ukraine gefordert. Kiesewetter ging bei Lanz noch weiter. Deutschland müsse alles dafür tun, dass die Ukraine eine «Chance auf Selbstbestimmung» habe und nicht «Teil dieses Russlands wird». Er sprach sich für einen schnellen EU-Beitritt der Ukraine aus. Vad widersprach scharf. Einen EU-Beitritt der Ukraine nannte er «hochgefährlich», damit hole man den Konflikt mit Russland direkt nach Europa. Das Eskalationspotenzial sei bereits jetzt hoch genug.
Einig bei falschen Ausgaben
Später wechselte der Moderator das Thema. Wie schaue man auf die aktuelle Aufrüstung der Bundeswehr? Vad mahnte:
«Die Drohnenkriegsführung hat den Krieg komplett verändert. Wir müssen umdenken, weil das Kriegsbild sich fundamental geändert hat.»
Kiesewetter stimmte zu: «Ich habe absolutes Unbehagen! Wir geben ungeheuer viel Geld für alte Systeme aus. Wir stecken sehr viel Geld in Panzertechnik, in Artillerie. Wir stecken sehr wenig Geld in Abwehr, Flugabwehr, aber auch in Drohnenabwehr.» Er forderte eine breite politische Debatte: «Unsere Bevölkerung hat den Anspruch, dass die Streitkräfte sich auf die neuen Bedrohungen einstellen.»






