Das ist der nächste Paukenschlag im Epstein-Skandal: Eine CDU-Politikerin aus Baden-Württemberg, die bei der morgigen Landtagswahl auf dem Stimmzettel steht, hat den Epstein-Vertrauten Dr. Henry Jarecki auf dessen Privatinsel besucht. Wie kommt die Frau dorthin und welche Verbindungen gibt es noch? In unserer März-Ausgabe mit dem Titelthema „Das System Epstein“ decken wir den Epstein-Sumpf auf. Hier mehr erfahren.
Nicole Huber ist Kandidatin der CDU in Heidelberg möchte für die Merz-Partei in den Landtag gewählt werden. Auf ihrer Internetseite beschreibt die 52-Jährige ihren persönlichen Werdegang, möchte sich „für unsere Demokratie“ einsetzen – was sie dabei jedoch auslässt, ihre Verwicklung in die Epstein-Affäre. Wie jüngst von der Rhein-Neckar-Zeitung enthüllt wurde, ließ sich die Frau 2016, Huber war damals bei der Stadtverwaltung Stadtdirektorin und Leiterin des Oberbürgermeister-Referats, von dem zwielichtigen Investor Dr. Henry Jarecki auf dessen Privatinsel einladen. Was dort geschah? Bisher unbekannt, angeblich hätte die Politikerin eine Dienstreise nach New York angetreten und anschließend einen privaten Urlaub zur Jarecki-Insel unternommen.
Besonders brisant: Der Investor Dr. Henry Jarecki st eng mit der Stadt Heidelberg verbunden. Jarecki wurde 1933 in Stettin geboren, musste 1939 mit seiner jüdischen Familie vor den Nationalsozialisten nach Großbritannien fliehen und emigrierte 1941 in die Vereinigten Staaten. In Michigan studierte er Medizin, bevor er 1951 nach Deutschland zurückkehrte und sechs Jahre später an der Universität Heidelberg seinen Abschluss machte. Danach zog der Arzt wieder in die USA, um zunächst als Psychiater zu praktizieren und ab 1969 auch unternehmerisch tätig zu werden.
Die Verbindung zwischen Jarecki und der Stadt am Neckar besteht bis heute. Als Mäzen ist er an mehreren Projekten in Heidelberg beteiligt, investierte beispielsweise über die nach seinem Vater benannte Max-Jarecki-Stiftung mehr als 250 Millionen Euro für den Campus Bahnstadt, zu dem die Projekte SkyLabs, SkyAngel und SkyOne zählen. Ein Urlaub von Huber, die als damalige rechte Hand des Heidelberger Oberbürgermeisters fungierte, auf Jareckis privater Insel, hätte von dieser mutmaßlich gegenüber der Stadtverwaltung angezeigt werden müssen, wenn es sich dabei – und das legt die Konstellation nahe – um einen geldwerten Vorteil für eine hohe Verwaltungsmitarbeiterin gehandelt hat, deren Gönner in enger Geschäftsbeziehung zur Stadt Heidelberg stand.
Bundesverdienstkreuz für Jarecki
Das ist nicht die einzige Auffälligkeit: Im Jahr 2016, als Huber ihre US-Reise antrat, erhielt der Deutsch-Amerikaner in der Hochschulstadt das Bundesverdienstkreuz, unter anderem für seine Verdienste um den Wissenschaftsstandort. Zudem ist er Ehrensenator der Uni Heidelberg. Darüber hinaus hat er über seine Stiftung auch Kinder- und Jugendeinrichtungen wie den Spielplatz Im Eichgärtlein in Kirchheim oder die sogenannte Kinderbaustelle im Emmertsgrund unterstützt.
Nun hat Jareckis Gönner-Image jedoch erhebliche Kratzer bekommen. In den Ende Januar veröffentlichten Epstein-Files sind nämlich unter anderem Bilder aufgetaucht, die Jarecki zusammen mit dem Sexualstraftäter auf dessen berüchtigter Privatinsel Little Saint James zeigen. Das Eiland, das zu den Amerikanischen Jungferninseln gehört, steht im Zentrum zahlreicher Missbrauchs- und Vergewaltigungsvorwürfe im Zusammenhang mit dem Fall Epstein.
Selbst nachdem der Investmentbanker 2008 wegen Anstiftung einer Minderjährigen zur Prostitution schuldig gesprochen wurde, blieb der Kontakt bestehen, wie die Akten zeigen. Epstein und Jarecki schrieben einander über 450 Mails. In einem Schreiben vom 14. Juni 2010 teilte Epstein dem Heidelberg-Mäzen mit: „If there is anything I can do, you can count on me.“ Auf Deutsch: „Wenn ich dir irgendwie behilflich sein kann, kannst du auf mich zählen.“ Jarecki antwortete: „Thanks. I know.“ – „Danke, das weiß ich.“
Psycho-Arzt für Epstein-Opfer?
Besonders brisant ist allerdings, dass eine Frau, die angab, Opfer Epsteins geworden zu sein, am 3. Juni 2024 eine Klage gegen den Psychiater einreichte, in der sie ihn der Vergewaltigung und des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung beschuldigte. In den Prozessakten wird Jarecki als der als der „go-to doctor“ von Epstein beschrieben – also als Arzt, an den sich der Schurke hauptsächlich vertrauensvoll wandte.
Demnach soll Epstein seine sexuell missbrauchten Opfer zu Jarecki geschickt haben, wenn diese depressiv wurden. Das kam Epstein natürlich sehr gelegen, denn die von dem Seelenklempner beschafften Informationen konnte der Sextäter wiederum nutzen, um die Mädchen und jungen Frauen zu erpressen. Möglicherweise zog das Epstein-Opfer die Zivilklage gegen Jarecki im April 2025 zurück. Jedenfalls hatte die Frau auch den Arzt beschuldigt, sie über Monate in New York festgehalten und fast täglich vergewaltigt zu haben.
Welche Rolle spielt die CDU-Politikerin?
Die neuesten Enthüllungen, kurz vor der Landtagswahl, werfen eine zentrale Frage auf: Welche Rolle im Epstein-Netz spielt(e) die CDU-Politikerin Nicole Huber, die möglicherweise in Kürze als gewählte Volksvertreterin an der baden-württembergischen Landesregierung mitwirkt?
Aufklärung tut not! Darum kümmern wir uns in der druckfrischen März-Ausgabe von COMPACT mit dem Titelthema „Das System Epstein“. Wir durchleuchten den Sumpf – und nennen die Täter und Hintermänner beim Namen. Schonungslos und ohne Tabus! Hier bestellen.





