„Einvernehmlicher Sexualkontakt?“: So wird die 13-jährige Lisa verhöhnt! (plus Update)

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Update: Nach Informationen von heute (29.1.) gab es in der fraglichen Nacht keine Vergewaltigung, Lisa übernachtete angeblich bei einem deutschen Freund. Die Polizei ermittelt aber weiter gegen zwei Türken, die die Minderjährige davor sexuell missbraucht haben sollen.

Deutschrussisches Mädchen geschändet, zwei Türken tatverdächtig. Wie deutsche Medien mit einem Sexualopfer umspringen, wenn Migranten verdächtig sind… Interview mit dem Opferanwalt Alexej Danckwardt.

Deutsche Medien verbreiten, die 13-jährige Deutschrussin Lisa aus Berlin habe einen „einvernehmlichen Sexualkontakt“ gehabt – dabei war sie von 11. auf 12. Januar 30 Stunden verschwunden und tauchte mit schweren Hämatomen erst am nächsten Tag wieder auf… Russen und Russlanddeutsche haben am vergangenen Samstag in über 30 Städten demonstriert, allein in Berlin kamen 2.000 Menschen zusammen. In der Berichterstattung zum Beispiel gestern in der Tagesschau wurde erneut gesagt, es habe „keine Vergewaltigung und keine Entführung“ gegeben… Verschwiegen wurde, dass die Justiz mittlerweile wegen sexuellen Missbrauchs gegen zwei Tatverdächtige ermittelt, und zwar gegen zwei Türken, einer mit deutschem Pass. Gegen diese Lügen kämpft Anwalt Alexej Danckwardt, den Lisas Familie beauftragt hat. Besonders skandalös: Wegen seines mutigen Engagements soll er jetzt aus der Stadtratsfraktion der Leipziger Linkspartei ausgeschlossen werden. Kollegen eines russischen Radioportals haben Danckwardt interviewt (1), COMPACT hat das Gespräch in voller Länge transkribiert.

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Herr Danckwardt, was hat sich denn seit dem Wochenende an neuen Erkenntnissen für Sie ergeben?

Danckwardt: Also zunächst einmal, was mir wichtig ist zu betonen, meine Hoffnung, dass nachdem sich der Staatsanwalt eingeschaltet hat und die ungeschickte Öffentlichkeitsarbeit der Polizei nach meiner Auffassung beendet hat, indem er klarstellte, dass es sehr wohl ein Verbrechen gibt, dessen Opfer Lisa geworden ist. Ich hatte da gehofft, dass die mediale Hetze gegen die Familie aufhört. Das ist leider nicht der Fall, diese mediale Hetze geht weiter. Ich werde heute versuchen mit dem Staatsanwalt zu reden, damit er sich in einer Pressekonferenz oder mit einer nochmaligen Pressemitteilung klar und deutlich gegen die Art und Weise ausspricht, mit der Lisa in der Öffentlichkeit behandelt wird.

Können Sie das nochmal konkretisieren? Das ist vielleicht nicht jedem unserer Hörer klar: Wie wird denn gegen Sie gehetzt?

Danckwardt: In den Zeitungen, den Zeitschriften wird weiter der Eindruck erweckt, als sei überhaupt kein Verbrechen vorgefallen. Dabei geht der „Streit“ ja nur darum ob es ein sexueller Missbrauch in Tateinheit mit Körperverletzung ist, oder ob das eine Vergewaltigung ist.
Es geht  um juristische Nuancen. Es hat bezüglich des Schweregrades und bezüglich der damit verbundenen strafrechtlichen Sanktionen keinerlei größere Unterschiede zwischen diesen Tatbeständen, aber die Strategie der Polizei in der Öffentlichkeitsarbeit bis jetzt war ja durch diesen Satz: „Es gab weder eine Vergewaltigung noch eine Entführung“ den Eindruck zu erwecken, als hätte es überhaupt nichts gegeben. Diese Strategie hat gefruchtet. Es ist quasi bei allen, insbesondere auch Printmedien, so angekommen, als sei Lisa überhaupt kein Tatopfer, sondern eine Lügnerin, die etwas erfunden hat. Und obwohl sich der Staatsanwalt mittlerweile geäußert hat, dass Lisa sehr wohl das Opfer einer Straftat ist, dauert diese mediale Hetzte an, und zwar in der Form, dass entweder auf diese alten Aussagen der Polizei abgestellt wird, oder in der Form, dass das Problem sexueller Missbrauch heruntergespielt wird. Mit völlig geschmacklosen Aussagen, die ich mir als Anwalt vor Gericht auf keinen Fall erlauben würde: Bezüglich eines Tatopfers  wird so getan, als hätte Lisa das selbst gewollt usw.  Also so was habe ich ehrlich gesagt noch nie erlebt, betreffend des Opfers eines sexuellen Kindesmissbrauchs.

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Wird Lisa denn vor der Öffentlichkeit auch insofern geschützt, dass Sie die Medienberichte nicht mitbekommt?

Danckwardt: Ja, davon gehe ich aus. Natürlich, die Eltern teilen ihr das mit. Sie hat im Moment  auch das Verbot, sich in sozialen Medien zu äußern. Es gab noch einen weiteren Vorfall. Ihr Facebook-Account wurde sogar gehackt und dort wurden alte Fotos gepostet mit der Aussage, das Mädchen lacht jetzt usw. Es sind die widerlichsten Sachen, die die Familie im Moment ertragen muss.

Haben Sie da schon Strafanzeige gestellt oder überlegen Sie das noch?

Danckwardt: Ich bin noch dabei, das zu untersuchen. Im Übrigen, mit gehackt ist in diesem Fall gemeint, dass einfach ein Screenshot manipuliert wurde.

Wo ist denn Lisa eigentlich? Es gab ja Gerüchte, dass sie in Russland ist bzw. irgendwie außer Landes gebracht wurde, um sie zu schützen. Können Sie da was Erhellendes dazu sagen?

Danckwart: Nein, die Lisa ist immer noch in Deutschland. Zum genauen Aufenthaltsort möchte ich keine Angaben machen.

Letzte Frage, Ihre persönliche Arbeit als Rechtsanwalt, wie geht es jetzt weiter, in den nächsten Tagen, in den nächsten Wochen?

Dankwardt: Also wie gesagt, Akteneinsicht nehmen, wobei es in den Händen des Staatsanwalts liegt, wie schnell er mir die Akteneinsicht gewährt. Danach auf dieser Grundlage über die weiteren Schritte entscheiden. Leider besteht meine Aufgabe im Moment in der wirklich atypischen Tätigkeit gegen insbesondere Hetzer in sozialen Medien, die die Familie, welche eine rechtschaffene Arbeiterfamilie ist, die es in Deutschland durch eigene Arbeit zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht hat, zum Teil als Nazis zu diffamieren. Also ich habe z.B. aus den Reihen der Linkspartei, in der ich selber Mitglied bin, den Vorwurf bekommen, dass ich Nazis verteidige und deswegen selber einer sei. Gegen diese Diffamierungen, gegen diese strafbaren Verleumdungen vorzugehen, indem Strafanzeigen erstattet werden, das ist nun leider auch eine meiner Aufgaben.
Ich warne alle, die jetzt gegen die Familie solche Anschuldigungen äußern, wir werden jede Anschuldigung individuell verfolgen, von der wir Kenntnis erlangen. Es sind definitiv keine Nazis, es ist eine rechtschaffene Arbeiterfamilie, die sich bisher kaum mit Politik beschäftigt hat, sondern tatsächlich sich um die Erziehung der Kinder gekümmert hat. Beide Eltern waren bislang berufstätig. Die Mutter musste ihre Arbeit jetzt aufgeben, um sich um Lisa zu kümmern und ihre politischen Ansichten sind eher links zu verorten. Wenn die Mutter einmal einen politisch unkorrekten Post geteilt hat, hat das meines Erachtens überhaupt nichts zu bedeuten.

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Sie selber haben gerade schon angedeutet, Sie selber haben auch erste Konsequenzen zu verantworten möglicherweise?

Danckwardt: Ja. Es steht im Raum, dass ich morgen aus der Fraktion die Linke im Stadtrat von Leipzig ausgeschlossen werde.

Warum?

Danckwardt: Es gibt verschiedene Vorwürfe gegen mich. Unter anderem habe ich Frau Merkel deutlich kritisiert, wobei mir dieser Post auch komplett verdreht ausgelegt wird. Ich habe mich ausdrücklich gegen einen Maidan in Deutschland ausgesprochen und die Hoffnung ausgesprochen, dass die CDU Merkel zum Rücktritt bewegt, also auf einem friedlichen und rechtsstaatlichen Wege.
Das wird mir etwas anders ausgelegt, aber der wahre Hintergrund ist meines Erachtens, dass ich die Verteidigung von Lisa übernommen habe. Seitdem habe ich richtige Shitstorms zu erdulden.

Aber das macht Sie umso stärker in der Überzeugung das Richtige zu tun, oder wie ist Ihr Berufsethos an der Stelle?

Danckwardt: Ich bin absolut der Überzeugung das Richtige zu tun, sowohl von meinem Berufsethos, aber auch politisch, denn Nichts wäre fataler, als wenn die NPD auf dem Leid dieser Familie ihr braunes Süppchen kochen könnte.

(1) Quelle: Sputnik-News (https://soundcloud.com/sputnik-de/alexej-danckwarth-anwalt-des-madchens-aus-berlin)

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Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

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