Auch am Samstag fanden weitere Gedenkveranstaltungen anlässlich der Bombardierung Dresdens statt. Erneut kam es zu linksextremen Krawallen, u.a. wurden Polizisten angegriffen. COMPACT liegt derweil ein offener Brief an die Tagesschau vor, der sich gegen die Tatsachenverdrehung im GEZ-Fernsehen ausspricht. Das zeigt, wie wichtig es ist, den Geschichtsfälschern entgegen zu treten: Mit COMPACT-Geschichte „Dresden 1945. Die Toten, die Täter und die Verharmloser“ treten wir den Lügen und der Hetze entgegen. Hier mehr erfahren.
Anlässlich des zentralen Trauergedenkzuges, den das Bündnis „Dresden-Gedenken“ jährlich organisiert, fanden sich am Samstag (14. Februar 2026) knapp 2000 Teilnehmer ein, die schweigend durch die Dresdner Alt- und Innenstadt zogen. Begleitet wurde die Versammlung von einem massiven Polizeiaufgebot, welches alle Mühe hatte, linksextreme Blockadeversuche zu stoppen. Mehrmals wurden Absperrungen angegriffen und durch die Antifa versucht, auf die Aufzugstrecke zu gelangen. Die Polizei musste Pfefferspray einsetzen, zahlreiche Strafanzeigen wurden erstattet.
Antifa-Anhänger versuchen in Dresden – erfolglos – eine Polizeiabsperrung zu überrennen. Foto: Schmidtkes Welt
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Nachdem es bereits am Vorabend zu linksextremen Ausschreitungen gekommen war, zeigte sich einmal mehr, wie Antifa-Anhänger ein Gedenken an die hunderttausenden Bombentoten mit den Füßen treten.
Offener Brief an die Tagesschau
Auch verschiedene Formate der Mainstream-Presse beteiligen sich regelmäßig daran, die Opfer der Terrorangriffe, die zu einem Zeitpunkt erfolgten, als der Krieg längst entschieden war und ausschließlich das Ziel verfolgten, die Moral der Bevölkerung durch höchstmöglichen Menschenschaden zu brechen, zu verleumden. COMPACT liegt der offene Brief einer Mathematik-Professorin (Name der Redaktion bekannt) aus dem Jahr 2017 vor, der seinerzeit an die Tagesschau gesandt wurde. An der Aktualität und dem geschichtlichen Inhalt hat sich bis heute nichts geändert, weshalb wir das Schriftstück dokumentieren. Hier ist der offene Brief im Wortlaut nachzulesen:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Schreiben vom 15.02.17 hatte ich um Angabe der Quelle für eine in der Tagesschau vom 13.02.17 vorgetragene Textpassage, betreffend das Gedenken an die Bombardierung Dresdens, gebeten. Ein Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin (die Unterschrift mit Zusatz „i. A.“ ist leider unleserlich)des ARD‐aktuell‐Publikumsservice hat mir freundlicherweise mit Schreiben vom 14.03.17 die Quelle www.dresden.de/media/pdf/infoblaetter/Historikerkommission_Dresden1945_Abschlussberic ht_V1_14a.pdf genannt. Für die Rückmeldung und die Auskunftserteilung danke ich an dieser Stelle.
Elbflorenz: Dresden galt als eine der schönsten deutschen Städte. Hier eine Luftaufnahme vom Oktober 1943. Foto: SLUB / Deutsche Fotothek
Nach mehrmaliger eingehender Prüfung und weiterer Recherche ist nun folgendes festzustellen:
Die in Rede stehende Tagesschau‐Meldung enthielt die Angabe einer Opferzahl sowie zwei Hinweise mit den Stichworten „Rüstungswerke“ und „Nazihochburg“. Es ging mir bei der Frage nach den Quellen weniger um die Zahlenangabe, vielmehr ging es um die zusätzlichen Hinweise. Die angegebene Quelle befasst sich aber hauptsächlich mit der Zahl der Toten der Bomben‐angriffe vom 13./14. Februar 1945, sie enthält keine Aussagen über „Rüstungswerke“ und „Nazihochburg“.
Ich betone nochmals: Die Opferzahl ist nicht das Entscheidende („Jeder Tote ist einer zu viel“). Dennoch weise ich darauf hin, dass die Ausarbeitung der Historikerkommission, auf die sich Ihre Redaktion beruft, nicht so interpretiert werden kann, dass es sich um die Ermittlung der tatsächlichen Opferzahl handelt. Die Kommission bedient sich statistischer Methoden und benennt diese auch (Hervorhebungen von mir):
‐ S. 45f: Der Untersuchungsansatz geht davon aus, dass die Zahl der Dresdner Luftkriegstoten in ihrer Größenordnung aus der Zahl der standesamtlich beurkundeten Todesfälle und der gerichtlich ergangenen Todeserklärungen ermittelt werden kann. [ … ] Die Durchsicht sollte jahrgangsweise soweit erfolgen bis die Zahl der registrierten Todesfälle für mehrere Jahre im einstelligen Bereich liegen würde. Eigene Anmerkung: Es wurde also ein Abbruchkriterium eingeführt, das auch anders hätte lauten können.
‐ S. 47: Der methodische Ansatz erfasst einige Personengruppen nicht [ … ]. [ … ] kann jedoch nur geschätzt werden.
‐ S. 48: Anschließend wurde eine Stichprobe von 4000 Eintragungen nach der festgelegten Methodik entnommen und untersucht. Davon waren 73 Eintragungen zwischenzeitlich aufgehoben; weitere 18 erwiesen sich aus unterschiedlichen Gründen als nicht auswertbar. Unter den verbleibenden 3998 Eintragungen konnten insgesamt 31 Todeserklärungen ermittelt werden, die sich auf Tote der Dresdner Luftangriffe im Februar 1945 beziehen. [ … ] Die Zahlen der ermittelten Einträge konnten anschließend auf die Grundgesamtheit aller im Standesamt Berlin I registrierten Todeserklärungen bezogen werden. Dabei ergibt sich eine Zahl von 10200 relevanten Einträgen. Eigene Anmerkung: Wie man auf die Zahl 3998 kommt (bei 4000 minus 73 minus 18) wird nicht erklärt. Die Hochrechnung von 31 auf 10200 ist ‐ bei einer Gesamtzahl von 1 356 242 Todeserklärungen (S. 46) ‐ ebenfalls nicht nachvollziehbar.
So wie Dresden sahen viele deutsche Städte 1945 aus. Foto: Bundesarchiv, Bild 183-Z0309-310 / G. Beyer / CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
‐ S. 49: Die Zahl jener Dresdner Luftkriegstoten, die weder standesamtlich beurkundet noch für tot erklärt worden waren, musste geschätzt werden. [ … ] wurde eine Maximalzahl von 2000 Personen angenommen.
‐ S. 58f: Unter den improvisierten Bedingungen der Arbeit auf beiden Friedhöfen insbesondere angesichts der ungeschulten Hilfskräfte – sind sicherlich Fehler bei der Registratur geschehen.
‐ S. 60: [ … ] schätzt die Fehler in der Registratur, die nicht ausgeschlossen werden können, auf maximal eine dreistellige Zahl. [ … ] versuchte die Kommission in ihren Untersuchungen zur Bevölkerungsbilanz der Stadt auch die Zahl der Flüchtlinge in Dresden im Februar 1945 zu ermitteln. Dies erwies sich als unmöglich: Es sind keine aussagekräftigen Unterlagen derjenigen Organisationen überliefert, die für den Transport und die Betreuung der Flüchtlinge in Dresden zuständig waren.
‐ S. 61: Aus den erfassten personenbezogenen Informationen lässt sich jedoch die Zahl der getöteten Flüchtlinge nicht exakt ermitteln: Ihr Anteil unter den unbekannten Toten ist nicht feststellbar [ … ]. In einem statistisch gesicherten Auswertungsverfahren konnte [ … ] in Verbindung gebracht werden.
‐ S. 63 Die quantitativen Unsicherheiten bewegen sich in diesem Kontext nach Einschätzung der Kommission allenfalls im dreistelligen Bereich.
Wer aus diesen Untersuchungsergebnissen einen Tatsachenbericht macht, hat Sinn und Zweck statistischer Verfahren nicht verstanden. Es geht dabei letzten Endes um Aussagen mit vorgegebenen Wahrscheinlichkeiten und nicht um Gewissheiten.
Es hätte also journalistischer Redlichkeit entsprochen, wenn die Meldung in der Tagesschau zumindest den Zusatz „nach Schätzungen einer Historikerkommission aus dem Jahr 2009“ enthalten hätte.
Nun zu den beiden Hinweisen auf „Rüstungswerke“ und „Nazihochburg“, zu denen mir keine konkreten Quellen genannt werden konnten.
Sollen etwa mit diesen Stichworten die Bombenangriffe gerechtfertigt werden?
Damit setzen Sie sich doch dem Vorwurf aus, billige Propaganda zu betreiben.
Die nun von der Stadt zerstörte Inschrift auf dem Dresdner Altmarkt für die Bombenopfer auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2010. Foto: By LogoX, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Warum Ihrer Redaktion dieser Vorwurf gemacht werden kann, will ich im Folgenden näher ausführen. Zum Glück gibt es hierzu Dokumente der britischen Luftwaffe, welche die Ziele des sogenannten „moral bombing“ erklären. Es ging dabei – kurz gesagt ‐ nicht um Rüstungswerke (die sowieso nicht in der dicht bebauten Dresdner Altstadt ansässig waren) und überhaupt nicht um Nazihochburgen. Vielmehr heißt es in einer an den Oberkommandierenden des Bomber Command der RAF (Royal Air Force) gerichteten „Area Bombing Directive“:
It has been decided that the primary objective of your operations should be focused on the moraleof the enemy civil population …
Und in einer weiteren Anweisung heißt es:
I suppose it is clear that the aiming points will be the built up areas, and not, für instance, the dockyards or aircraft factories … (siehe u. a. www.nationalarchives.gov.uk/)
Eine gute Zusammenfassung hierzu findet sich im Artikel www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/ : „[ …] diese Industrie war nachweislich am 13. Februar 1945 nicht das Ziel. Im Gegenteil erweisen die archivierten Akten der RAF eindeutig, dass die Innenstadt des historischen Dresdens zerstört werden sollte – wo es, anders als in den Außenbezirken, nun überhaupt keine Industrie gab. [ … ] Aber das war nicht anders als in Würzburg, Pforzheim oder – beim letzten Großangriff Mitte April 1945 – in Potsdam.“
Kranzniederlegung auf dem Dresdner Heidefriedhof 2013. | Foto: COMPACT/Archiv
Wenn es nun also wirklich nicht um „Rüstungswerke“ und schon gar nicht um eine „Nazihochburg“ ging, dann könnten Sie (d. h. Ihre Redaktion) einwenden, dass es sich um eine Vergeltung für die Bomben auf Coventry handelte. Doch dazu muss man wissen, dass die Bombardierung Coventrys (das tatsächlich „Rüstungsstadt“ mit dem Zentrum der britischen Flugzeugmotorenindustrie war) erst Mitte November 1940 erfolgte – also erst über ein Jahr nach den ersten britischen Luftangriffen auf deutsche Ziele. Denn bereits einen Tag nach der Kriegserklärung Großbritanniens an Deutschland begannen die Briten mit Bombenabwürfen auf Deutschland:
4.9.39 britischer Luftangriff auf Wilhelmshaven und auf Brunsbüttel
5.9.39 britische Bomben auf Altendeich bei Wilhelmshaven
29.9.39 Sprengbombe bei Vechta
3.12.39 Sprengbomben auf Helgoland
12.12.39 Sprengbomben auf Borkum
14.12.39 Sprengbomben auf Sylt
18.12.39 Sprengbomben auf Borkum, Juist, Amrum
… Und dies sind nur einige Beispiele.
Es gibt hierzu ein Zitat eines Staatssekretärs im britischen Luftfahrtministerium mit Namen James M. Spaight: „Wir begannen Ziele in Deutschland zu bombardieren, ehe die Deutschen das in England taten.“
Und wenn Sie nun denken, dies sei nur angelesenes Wissen, so kann ich Ihnen auch ganz persönliche, außerhalb jeden Zweifels stehende Bezugspunkte nennen:
Am 2. und 3. September 1940 fielen britische Bomben auf meinen Heimatort (siehe Anschrift), eine württembergische Kleinstadt mit damals ca. 3000 Einwohnern, garantiert ohne Rüstungsbetriebe und garantiert keine Nazihochburg, alles vor „Coventry“. Einer meiner Nachbarn (inzwischen 90 Jahre alt) wurde damals Waise.
Wenn nun als letzter Gegeneinwand kommt, die Deutschen hätten im Ersten Weltkrieg mit Bombenabwürfen begonnen, dann ist auch das nachweislich falsch. Der Vordenker des strategischen Bombenkriegs war ein Italiener mit Namen Giulio Douhet, und es waren Italiener, die 1911 im Krieg um Libyen erstmals Bomben auf „lebende Ziele“ (Orte bei Tripolis) abwarfen. Douhet war Zeitgenosse von Hugh Trenchard, der nun auf britischer Seite die nach ihm benannte Doktrin zur Luftkriegsführung entwarf: „Im Mai 1918 erhielt General, später RAF‐Marshall, Hugh Trenchard den Befehl, unabhängige Luftstreitkräfte aufzustellen, um Deutschland mit Bomben anzugreifen […].“ 2) In den 20er‐Jahren des letzten Jahrhunderts wurden dann britische Bomben in verschiedenen Kolonialkriegen u. a. auf Orte in Indien und im Irak abgeworfen.
Teilnehmer des Dresden-Gedenkens 2025, im Hintergrund linksextreme Gegendemonstranten. Foto: privat
Ich musste nun ein wenig ausholen, um aufzeigen zu können, wie irreführend Ihre Tagesschau‐ Meldungen vom 13. Februar waren. Sie schreiben zwar (im Brief vom 14.03.17): „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns nicht an Spekulationen beteiligen, sondern an die offiziell belegten Zahlen halten.“ Dies ist aber leider eine völlig unnötige Bitte – denn Sie haben sich ganz offenbar an Spekulationen beteiligt, und das nicht nur bei dieser erwähnten Zahl …
Fazit: Im vorliegenden Fall wäre es durchaus möglich gewesen, auf eine exakte Zahlenangabe zu verzichten und statt „ … war Standort von Rüstungswerken und galt als Nazihochburg“ zu sagen: „ … war Zufluchtsort von Flüchtlingen und galt als Kunstmetropole“.
Abschließend zitiere ich Tuvia Tenenbom. einen in Tel Aviv geborenen amerikanischen Autor. In einem SPIEGEL‐Interview äußerte er sich über den Journalismus in Deutschland:
„Journalisten berichten nicht mehr, was geschieht, sondern was wir denken sollen.“
Und an anderer Stelle führte er aus: „Da ich eine Politkolumne für ´Zeit online´ schreibe, bin ich selbst Teil der deutschen Medien und weiß, wie sie funktionieren. Die meisten deutschen Journalisten, die ich kennengelernt habe, halten den Journalismus für ein Instrument der´Volkspädagogik´, bei dem Tatsachen viel weniger zählen als das ´richtige Denken´.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.