75 Millionen Dollar kostete Melania Trumps Doku, die als Co-Produzentin und First Lady die Türen zum Weißen Haus öffnete. Im Gegensatz zur alten französischen Doku zeigt sie sich hier von ihrer eigenen Seite: glamourös, intim, kontrovers. Ab heute im Kino. Wie der amerikanische Präsident zu dem wurde, was er ist, erfahren Sie in COMPACT-Spezial „Trump: Sein Leben, seine Politik, sein großes Comeback“. Faszinierend. Hier mehr erfahren.
Die heutige Gattin Trumps wird 1970 als Melanija Knavs im slowenischen Novo mesto geboren, damals Teil von Jugoslawien. Sie ist ein echtes k.u.k. Gewächs: 1918, als das Herzogtum Krain von Österreich-Ungarn zum neuen Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen wechselt, wird ihr Großvater Jozef über Nacht dessen Staatsbürger. Später bringt er es zu einiger Berühmtheit, da er durch Zufall eine neue Gemüseart züchtet – die Raka-Zwiebel. Melanias Großmutter Antonia stammt aus dem steirischen Graz.
Der gemeinsame Sohn Waldemar, Melanias Vater, der sich später Viktor nennt, heiratet 1967 in Ljubljana die Slowenin Amalija Ulcnik. Obwohl der Autoverkäufer Mitglied der jugoslawischen KP ist, besteht er auf einer kirchlichen Trauung – ziemlich mutig. Seine Frau arbeitet als Schneiderin und weckt offenbar das Interesse ihrer Tochter für Mode. Melania wächst gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Schwester Ines in Sevnica auf, einer Kleinstadt im Südosten Sloweniens. Die Mädchen werden getauft – ein weiterer Tabubruch im Tito-Staat. Dass es noch einen Halbbruder aus der ersten Ehe ihres Vaters gibt, wird erst 2016 bekannt.

Schon mit 16 fängt Melania mit dem Modeln an, zwei Jahre später wird sie von einer Agentur in Mailand unter Vertrag genommen. Ihr Architekturstudium bricht sie ab. Um auch in Wien erfolgreich zu sein, deutscht sie ihren Nachnamen in Knauss ein. 1995 geht es über den Großen Teich, wo sie schnell Fuß fasst, ein echtes It-Girl wird und Ende 1998 ihren späteren Mann kennenlernt.
Eheringe für 1,5 Millionen Dollar
Im Januar 2005 läuten in der Episkopalkirche von Palm Beach die Hochzeitsglocken. Melania sieht umwerfend aus. Ihr weißes Brautkleid aus feinster Seide, eine Einzelanfertigung von Edel-Couturier Christian Dior, hat eine vier Meter lange Schleppe, der sechs Meter lange Schleier ist mit 1.500 Edelsteinen besetzt. Donald soll dafür 125.000 Dollar hingeblättert haben.

Foto: Everett Collection / Shutterstock.com
Auch bei den Eheringen lässt sich der Bräutigam nicht lumpen. Die hatte er in New York für 1,5 Millionen Dollar bestellt – zum Sonderpreis. Der Dealmaker handelt den Juwelier auf den halben Preis herunter. 2006 kommt Sohn Barron zur Welt. Melania bringt eigene Schmuckkollektionen und Kosmetiklinien auf den Markt, soll mit ihrem eigenen Business 50 Millionen Dollar verdient haben. Finanziell ist sie stets unabhängig und weiß sich zu präsentieren.
Im Jahr 2020 wurde bereits schon einmal eine Doku von der französische Journalistin und Filmemacherin Laurence Haïm über sie ausgestrahlt, die man immer noch bei Prime finden kann. Doch neben den unzähligen Dokus über ihren Ehemann, wirkt Melania Trumps einzige Doku marginal.
Ein Flop?
Das wird sich jetzt ändern. Heute, am 30. Januar, startet der Film auch in ausgewählten deutschen Lichtspielhäusern. Anders als bei der vorherigen Doku, ist Melania hier die Co-Produzentin, neben Regisseur Brett Ratner. Die Doku „Melania“ fokussiert sich auf die 20 Tage vor Trumps Inauguration und gibt exklusive Einblicke in das Leben im Weißen Haus.
Im Gegensatz zur ersten Doku, in der sie als mysteriöse und ambivalente Figur dargestellt wurde, wird sich die First Lady hier vermutlich mehr der selbst darstellen – zumal die Doku 75 Millionen Dollar kostete. Zu Beginn des vergangenen Jahres (Januar 2025) erwarb Jeff Bezos über Amazon und die MGM Studios für 40 Millionen US-Dollar die Rechte an dem Film.
In einigen Kinos soll der Film allerdings schon gefloppt haben. Das Vue-Kino in Islington (London) verkaufte für die 15:10-Uhr-Premiere am Freitag nur ein einziges Ticket – die 18-Uhr-Vorstellung kam auf zwei. Vue-Chef Tim Richards nannte die Zahlen „schwach“ und berichtete von vielen Protest-Mails gegen die Vorführung.
In Australien wird’s richtig peinlich: Im Sydneyer Hoyts Warringah Mall ging für die Freitags-Premiere keine Tickets weg. In Cronulla rettete wenigstens ein einsamer Kinogänger die Statistik mit genau einem verkauften Ticket.
in COMPACT-Spezial „Trump: Sein Leben, seine Politik, sein großes Comeback“ haben wir nicht nur den US-Präsidenten, sondern auch seine Gattin porträtiert. Das sollten Sie sich nicht entgegen lassen. Hier bestellen.



