Nachdem Merz erst erklärte, dass die Deutschen mehr arbeiten müssen und sich auch noch Teile der CDU dann gegen Teilzeit ausgesprochen hat, kommt jetzt also der nächste Hammer. In COMPACT-Spezial „Die Altparteien – Wie sie uns belügen und betrügen“ legen wir offen, wie unverschämt Union und SPD gegen das eigene Volk regieren wollen. Hier mehr erfahren.

    Der Acht-Stunden-Tag steht vor dem Aus: Die CDU-geführte Bundesregierung will die tägliche Höchstarbeitszeit abschaffen und durch eine wöchentliche Obergrenze von 48 Stunden ersetzen. Aktuell beträgt die tägliche Höchstarbeitszeit 8 Stunden, in Ausnahmefällen sind auch 10 Stunden möglich, aber nur, wenn im Durchschnitt über 6 Monate maximal 8 Stunden pro Tag herauskommen. Dazu kommen noch 11 Stunden Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen und Pausenregelungen.

    Die geplante Änderung des Arbeitszeitgesetzes durch die schwarz-rote Koalition bedeutet einen echten Paradigmenwechsel. Die tägliche Grenze fällt weg oder wird massiv gelockert.
    Theoretisch könnten dann an einzelnen Tagen 12, 13 oder sogar 14 Stunden gearbeitet werden, solange die 11-stündige Mindestruhe zwischen den Tagen eingehalten wird, Pausenregelungen greifen und die 48-Stunden-Woche im Schnitt nicht überschritten wird.

    Freiheit oder Burnout?

    Nun könnte man argumentieren, dies schaffe echte Freiheit für Leistungsträger, die lieber vier harte Tage arbeiten und dann drei Tage frei haben wollen, also theoretisch perfekt für Handwerk, Gastronomie, Pflege oder Eltern, die flexible Blöcke brauchen. Und auch für diejenigen, die Flexibilität schätzen, könnte die Änderung vorteilhaft sein. Der Markt belohnt Leistung – nicht der Tarifvertrag – und beendet die Bevormundung des Arbeitnehmers durch den Staat.

    Bedeutet dieser Vorstoß also insgesamt mehr Freiheit und Eigenverantwortung für Arbeitnehmer oder winkt der Burnout? Vor letzterem warnen zumindest die Gewerkschaften. Endet hier der Arbeitsschutz?

    Nachteile kann dieser Vorstoß der CDU unabhängig vom Leistungsdruck auf jeden Fall mit sich bringen. In tarifschwachen oder prekären Jobs wird’s vermutlich nicht freiwillig nur „länger“, sondern „entweder du machst mit oder du fliegst“. Die Gewerkschaften haben hier ausnahmsweise nicht ganz unrecht: Ohne tägliche harte Grenze sinkt der Schutz vor Ausbeutung. Außerdem muss man mit weniger kalkulierbarer Freizeit rechnen, denn anstatt jeden Tag um 17 Uhr Feierabend haben, kann der feste Feierabend plötzlich wegfallen – schließlich hängt es von der Wochenarbeitszeit ab.

    Wo bleibt das Wirtschaftswachstum?

    Aber ganz abgesehen von der Debatte, ob sich die Änderung für den einzelnen Arbeitnehmer lohnt: Sowohl die Ampel, als auch die aktuelle CDU-SPD-Regierung haben wohl kaum zum wirtschaftlichen Wachstum beigetragen. Im Gegenteil.

    Die letzten drei Jahre war kein Konjunkturaufschwung in Sicht. 2023 und 2024 schrumpfte die Wirtschaft und die Rate von 2025 war wohl kaum erwähnenswert. Das soll sich im nächsten Jahr marginal ändern. Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche von der CDU stellte heute den Jahreswirtschaftsbericht vor, in dem 2026 ein Wachstum von 1,0 gegenüber 2025 prognostiziert wird. Für 2027 geht man von 1,3 Prozent aus.

    Und das fast ausschließlich getrieben durch schuldenfinanzierte Staatsinvestitionen, ein teurer, riskanter und alles andere als nachhaltiger Hebel. Reiche selbst nennt das Wachstum „nicht zufriedenstellend“.

    All die Scheindebatten über Arbeitszeiten, Krankheitstage oder „mehr Leistungsbereitschaft“ sind im besten Fall Symptombehandlung. Im Kern geht es um etwas anderes: Die Politik der letzten Jahre – inklusive der aktuellen schwarz-roten Koalition – hat die Schwäche verursacht und schiebt die Verantwortung jetzt aber elegant auf die arbeitende Bevölkerung ab. Als ob mangelnder Fleiß das Problem wäre, nicht jahrelange Fehlentscheidungen der Regierung.

    Die Altparteien wollen den Bürger schröpfen, bis nichts mehr geht. In COMPACT-Spezial „Die Altparteien – Wie sie uns belügen und betrügen“ zeigen wir Ihnen, wie es in diesem Land immer weiter bergab ging und wo jetzt die Stellschrauben anders gestellt werden müssen. Jetzt bestellen!

    Kommentare sind deaktiviert.