Oliver Janich enthüllt: Die Kirche verheimlicht es seit 2.000 Jahren. Doch im Neuen Testament wird unmissverständlich klar, dass Jesus seinen Jüngern etwas lehrte, das er der Öffentlichkeit nicht preisgab. In seinem Buch «Das offene Geheimnis» kommt Janich der größten Verschwörung seit Christi Zeiten auf die Spur. Hier mehr erfahren.
In Matthäus 13,11 heißt es: «Er antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse [mystēria] des Himmelreichs zu verstehen, jenen aber ist es nicht gegeben.» In vielen Bibelübersetzungen steht hier das Wort «Geheimnis», doch das griechische Wort mystēria ist klar definiert. «Thayer’s Greek-English Lexicon of the New Testament» (1889) definiert: mystēria: religiöse Geheimnisse, die nur den Eingeweihten anvertraut und von diesen nicht an gewöhnliche Sterbliche weitergegeben werden dürfen. «Strong’s Konkordanz» schreibt: ein Mysterium, ein Geheimnis, für das eine Initiation erforderlich ist.
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COMPACT unterstützenDas bedeutet: Jesus war der Gründer einer Mysterienschule. Doch selbst wenn man das nicht glaubt, ist klar, dass er den Jüngern etwas mitteilte, was er der Öffentlichkeit nur in Gleichnissen verkündete – Gleichnisse, die ich in meinem Buch «Das Offene Geheimnis» entschlüssele.
Interdimensionale Reisen
Was aber war dieses Geheimnis? Damit Sie meine Hypothese von Anfang an verstehen: Jesus lehrte, wie man einen Theta-Wellen-Zustand im Gehirn herbeiführt und damit die Zirbeldrüse aktiviert – symbolisiert von den Geheimgesellschaften durch das Allsehende Auge. Sie zeigen es uns überall, sogar auf dem Ein-Dollar-Schein. Nach ihrer eigenen Doktrin müssen sie uns alles zeigen.
Die heutige Wissenschaft spricht von mehreren Dimensionen – bis zu elf. Eines der Dinge, nach denen der Teilchenbeschleuniger LHC am CERN sucht, ist der Nachweis von extra Dimensionen. Ich schlage vor, dass der Theta-Wellen-Zustand es ermöglicht, Wesen in anderen Dimensionen zu kontaktieren. Einige Wissenschaftler sprechen bereits darüber. Sie sagen zum Beispiel, dass man über DMT echte Entitäten kontaktieren kann – und DMT erzeugt ebenfalls einen Theta-Wellen-Zustand. Einige dieser Wesen, so meine Vermutung, können sich mittels UFO/UAP zwischen verschiedenen Dimensionen bewegen. Und genau das finden wir in der Bibel.

Theta-Wellen lassen sich durch Fasten, Gebet/Meditation, Atemarbeit und Entheogene erzeugen. Entheogene sind psychoaktive Substanzen, meist aus Pflanzen oder Pilzen, die in religiösen, spirituellen oder rituellen Zusammenhängen verwendet werden, um mystische oder göttliche Erfahrungen hervorzurufen. Der Begriff wurde 1979 von Gelehrten wie Carl Ruck und Richard Evans Schultes geprägt und leitet sich von den altgriechischen Wörtern entheos («in Gott“ oder «inspiriert») und genesthai («werden lassen») ab – wörtlich «das Göttliche im Inneren erzeugen“.
Gelehrte wie Carl A. P. Ruck, R. Gordon Wasson, Albert Hofmann, Jerry Brown, Julie Brown und Brian C. Muraresku haben argumentiert, dass entheogene Substanzen – insbesondere ergotisiertes Bier oder Wein in den eleusinischen Mysterien und visuelle Hinweise auf psychoaktive Pilze in der christlichen Kunst – eine zentrale Rolle bei den visionären Erfahrungen der antiken griechischen Religion spielten und möglicherweise bis in das frühe Christentum fortbestanden, möglicherweise einschließlich einer psychedelischen Eucharistie.
Der Heilige Geist
Nun zum biblischen Text selbst. Eine der am meisten übersehenen Stellen ist Johannes 20,22: «Und als er das gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!» Das griechische Verb lautet ἐνεφύσησεν (enephysēsen) von ἐμφυσάω. Es bedeutet «anhauchen» oder «hineinblasen» . Es ist genau dasselbe Wort, das die Septuaginta in 1. Mose 2,7 verwendet, wo Gott Adam den Lebensodem einbläst. Jesus vollzieht bewusst einen symbolischen, gerichteten Atemakt auf (oder in) die Jünger – er überträgt den Heiligen Geist durch seinen eigenen Atem.
In der Antike galt der Atem (pneuma / ruach) als Träger des Geistes und der Lebenskraft. Indem Jesus seinen Atem bewusst auf die Jünger richtete, initiierte er sie in einen neuen geistlichen Zustand. Dieser Akt kann als die früheste christliche Form bewusster Atemarbeit verstanden werden: der gezielte Einsatz des Atems, um die göttliche Gegenwart im Empfänger zu übertragen und zu erwecken.
Was folgte, war der Empfang des Heiligen Geistes – eine unmittelbare Bewusstseinsveränderung und Ermächtigung. Die Stelle ist daher ein starker Beleg dafür, dass Jesus eine bewusste Atemtechnik einsetzte, um bei seinen Jüngern eine tiefgreifende spirituelle Erfahrung hervorzurufen.
Der beste Beleg für die Verwendung von Entheogenen neben der Kunst ist 1. Korinther 11. Dort erklärt Paulus den Jüngern, wie man das Abendmahl richtig einnimmt: «Wer also unwürdig von dem Brot isst oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig am Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von dem Brot und trinke aus dem Kelch. Denn wer isst und trinkt, ohne den Leib des Herrn zu bedenken, der isst und trinkt sich selbst zum Gericht. Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und nicht wenige sind entschlafen.»
In allen von mir geprüften deutschen Übersetzungen steht «entschlafen» oder «eingeschlafen». Das griechische Wort ist koimōntai. «Strong’s Konkordanz» erklärt: von keimai; einschlafen, d. h. schlummern; bildlich: sterben. «Einschlafen» ist also eine Metapher für «sterben» – genau wie an anderen Stellen des Neuen Testaments. Zum Beispiel hier, wo es eindeutig ist (1. Korinther 7,39): «Eine Frau ist gebunden, solange ihr Mann lebt; wenn aber der Mann gestorben [koimēthē] ist, ist sie frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will, nur in dem Herrn.» In einigen englischen Übersetzungen (NIV, NLT, ESV) wird es korrekt mit «gestorben» wiedergegeben: «Deshalb sind viele unter euch schwach und krank, und einige sind sogar gestorben.»
Der wundersame Pilz
Was für ein Wein ist das, der einen sofort tötet? Es kommt auf die Zutaten an. Am Ende ermahnt Paulus die Jünger, dass er ihnen genau zeigen werde, wie man es zubereitet, damit niemand daran stirbt (1. Korinther 11,33–34): «Darum, meine Brüder, wenn ihr zusammenkommt, um zu essen, so wartet aufeinander. 34 Wenn jemand hungrig ist, so esse er zu Hause, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Das Übrige will ich anordnen, sobald ich komme.»
Ich weiß nicht, ob andere Autoren schon darauf gekommen sind, aber vielleicht ist das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen wörtlicher zu nehmen, als es scheint. Matthäus 13: «Er aber sprach: Nein, damit ihr nicht zugleich mit dem Unkraut auch den Weizen ausreißt. Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte. Und zur Zeit der Ernte werde ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber sammelt in meine Scheune.»
Das griechische Wort für Unkraut (zizania) bezeichnet den Taumellolch (Lolium temulentum). Der Taumellolch ist häufig von dem endoparasitischen Pilz Neotyphodium coenophialum befallen, einem Verwandten des Mutterkornpilzes – genau dem Pilz, der nach Wasson u. a. in den eleusinischen Mysterien verwendet wurde! Das Gleichnis erscheint übrigens auch im Thomasevangelium.
Katakausai, das griechische Wort für «verbrennen», bedeutet laut «Strong’s Konkordanz»: völlig verbrennen, vollständig verzehren. Mit etwas Fantasie könnte man das auch so deuten, dass das Mutterkorn aufbewahrt werden sollte, um es später zu konsumieren. Im Thomasevangelium wird die entsprechende Stelle ebenfalls mit «verbrennen» übersetzt, doch das dort normalerweise verwendete koptische Wort für «brennen» ist ein anderes.
Dieser Beitrag gibt die Sicht des Autors wieder, nicht der Redaktion. Den zweiten Teil lesen Sie morgen an dieser Stelle.
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