Crystal Beck: Ermittlungen eingestellt

41

Gegen Zahlung von 7.000 Euro hat die Berliner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Grünen-Politiker Volker Beck wegen Drogenbesitzes eingestellt.

Fördern Sie ehrlichen Journalismus in Zeiten der Lüge und unterstützen Sie das Nachrichtenmagazin COMPACT mit einem Abonnement der monatlichen Heftausgabe!

COMPACT Abo-2016-02

_von Katja Wolters

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte, sei das Verfahren wegen geringer Schuld gegen eine Zahlung von 7.000 Euro beendet worden. Bei Beck waren Anfang März 0,6 Gramm einer „betäubungsmittelverdächtigen Substanz“ gefunden worden. Wahrscheinlich handelte es sich dabei um die in der der Berliner Schwulenszene (wie auch in studentischen Kreisen und bei anderen Party-People) sehr beliebte synthetische Droge Crystal Meth. Beck hatte daraufhin seine Fraktionsämter niedergelegt, sein lukratives Bundestagsmandat jedoch nicht. Von einem Monatssalär kann er die Zahlung von 7.000 Euro übrigens locker begleichen.

„Falsch bleibt mein Verhalten trotzdem“, verlautete Beck in einem Statement. Zu dem Vorfall wolle er sich aber nach wie vor nicht konkret äußern: „Der Vorgang betrifft meine Privatsphäre. Ich werde daher dazu keine weiteren Angaben machen.“  Bei den Grünen Parteifreunden ist die Erleichterung über die Beck widerfahrene Gnade derweil erwartungsgemäß groß. „Die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Volker Beck ist eine gute Nachricht und ich freue mich für ihn“, sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt laut Spiegel Online. „Ich hoffe nun sehr darauf, ihn schnell wieder in der Fraktion begrüßen zu können“, erklärte Co-Fraktionschef Anton Hofreiter. Man werde mit ihm „über seine weitere Arbeit in der Fraktion beraten“, hieß es von beiden Fraktionschefs.

Dafür muss Beck aber erst einmal wieder auf die Beine kommen. Seit Auffliegen seines Drogenmissbrauchs ist der vormals religionspolitische Sprecher der Fraktion nämlich krank geschrieben. Der Schock sitzt wohl noch immer tief. Laut Beck rät sein Arzt ihm dazu, „allenfalls stundenweise die Arbeit wieder aufzunehmen“.

Über den Autor

Avatar

Katja Wolters ist bekennende Lipstick-Feministin, selbstbewusst und betont weiblich zugleich. Die zweifache Mutter und freie Journalistin lebte lange in England. Die Abwesenheit schärfte ihren Blick auf die Heimat. Denkverbote kennt sie nicht, Probleme nennt sie sofort beim Namen. Dafür lieben wir sie.

 

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln.

Empfehlen Sie diesen Artikel