COMPACT Streit-Club #3: Abrechnung mit Wut-Flüchtling Aras Bacho

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_ Kommentar von Marc Dassen

Flüchtling, Journalist, Provokateur? Welche Rolle spielt der 18-Jährige Aras Bacho in der deutschen Medienlandschaft – und was sagt uns sein Auftreten über freche Flüchtlinge und die deutsche Willkommenskultur? Der dritte Teil des COMPACT Streit-Club (hier sind Teil I und Teil II) soll wie immer nur eins tun: kontroverse Meinungen zur Diskussion stellen – wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

Lieber Herr Bacho, oder darf ich Aras sagen?

Sie sind jetzt 19 Jahre alt, richtig? Seit etwa sechs Jahren befinden Sie sich in Deutschland, müssen also bereits bei den ersten Schüssen in Syrien die Koffer gepackt haben. Seit nunmehr über einem Jahr betätigen Sie sich hier als Journalist und Blogger, vor allem für die Mainstream-Postille Huffington Post. In Ihrer Personenbeschreibung auf der Webseite schreiben Sie: „Ich berichte über Wahrheiten.“ Sehr philosophisch.  Vor allem machen Sie ihrem Ärger über die geizigen, dummen und allzu fremdenfeindlichen Ureinwohner ihres Gastlandes ordentlich Luft. Zu zweifelhafter Beleibtheit in der linksliberalen Szene brachten Sie es zuerst mit ihren Kommentaren zur Kölner Silvesternacht 2015/2016. Hier ihre unendlich feinfühlige und überaus intelligente Aussage, die den Hunderten bestohlenen, begrapschten, vergewaltigten und sonstwie misshandelten Frauen sicher runter gehen wird wie Öl:

Für solche und vergleichbar dreiste Aussagen werden Sie gefeiert, ja sogar ab und an in Talkshows oder ähnliche Formate eingeladen. Was Sie nicht wissen: Sie sind zu jung, um sich überhaupt qualifiziert zu all diesen Dingen zu äußern – und die Medien, die Sie wie ein syrisches Zirkusäffchen durch jeden Reifen springen lassen, um die Deutschen zu provozieren, wissen das auch. Die sind nicht ihre Freunde Aras, glauben Sie mir das…

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Wenn selbst das Österreicher News-Portal OE24.at Sie als „Wut-Flüchtling“ bezeichnet, dann stützt das meine These, dass man Sie lediglich benutzt und vorführt. Welche Rolle Sie spielen, ist Ihnen selbst offenbar nichtklar: Es ist die Rolle des agent provocateurs, der das politisch-mediale Pulverfass in Deutschland entzünden, „Wutbürger“ provozieren und Deutsche piesacken soll. Mit anderen Worten: Sie spielen da ein ganz gefährliches Spiel, das Sie nicht verstehen und kein bisschen zu mehr Frieden und Verständigung in so schwierigen Zeiten beiträgt.

Anfang dieses Jahres sind Sie sogar richtig politisch aktiv geworden und in die SPD eingetreten. Hat Ihnen der Herr Schulz so gut gefallen? In jedem Fall ist die Partei für Sie eine gute Wahl, denn dort werden anti-deutsche Ausländer und Asylforderer jederzeit mit Kusshand begrüßt. XXL-Sozi Sigmar Gabriel bewies die formidable Haltung gegenüber solchen Deutschlandhassern, als er den derzeit in türkischer Haft schmorenden Journalisten Deniz Yücel, der sich lang und breit über das „Aussterben“ unseres Volkes gefreut hatte, als einen „deutschen Patrioten“ ehrte (COMPACT berichtete). Treffsicher wie immer.  Und Sie, Herr Bacho, scheinen – liest man ihre Texte – bei einem Herrn Yücel zur Schule gegangen zu sein.

Auch die Partei Die Linke gefällt Ihnen ganz gut, wenn man Ihre Tweets so liest. Welches Kriterium sie anlegen, ist wenig überraschend:

https://twitter.com/ArasBacho/status/895631368864006144

Und wer hätte das gedacht: Die Alternative für Deutschland, die gefällt Ihnen mal so gar nicht:

https://twitter.com/ArasBacho/status/895316035695296512

Wir wollen nun aber auch mal einen Blick auf Ihre „journalistische Arbeit werfen. Nehmen wir uns einfach mal fünf Beispiele heraus, die Ihre Arbeit gut illustrieren. Dankenswerter Weise haben Sie es Ihren Kritikern einfach gemacht, indem Sie Ihre Beiträge mit Vorliebe aussagekräftig betiteln – soll heißen: Ihre Forderungen an Deutsche beziehungsweise Ihre Kernaussage findet man oftmals schon in der Überschrift.

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Beispiel 1:

https://twitter.com/ArasBacho/status/890969022459674630

Bedarf dieser aktuellste Beitrag von Ihnen noch irgendeines Kommentars? Sie können sicher sein: Auf der COMPACT-Webseite weiß jeder Leser schon nach diesem Beispiel, was er von Ihnen zu halten hat.

Beispiel 2: „Liebe Bundesregierung, wenn ihr Flüchtlingshilfen behindert, werden Flüchtlinge ertrinken“

Nein, lieber Aras. Wenn Flüchtlinge sich von Schleuserbanden mit falschen Versprechungen (aus Berlin) in seeuntaugliche Schlauchboote setzen, dann werden sie möglicherweise ertrinken. Sie selbst haben (siehe oben) Ihre syrischen Landsleute dazu aufgerufen, nach Deutschland zu kommen. Einige werden es versuchen und dabei Ihr Leben riskieren – fällt Ihnen jetzt auf, wer für die Toten Verantwortung trägt? Es sind jene Menschen (vor allem die Oberschleuserin Merkel), die Sie angelockt haben. Ganz sicher ist, dass Ihre Aussage also absoluter Humbug ist. Genau so gut hätten Sie sagen können: Wenn Deutschland die Flüchtlinge nicht sofort aufnimmt, dann werden die Flüchtlinge einfach (wie die Lemminge) ins Meer laufen und ersaufen, und wir wären daran schuld.

Beispiel 3: „Wenn ihr Deutschen Flüchtinge wärt, dann hättet ihr unsere Lage verstanden“

Nein, lieber Aras. Es ist nicht so, dass man Flüchtling sein muss, um deren Lage zu verstehen. Und das Wort „verstehen“ benutzen Sie hier auch in einer unüblichen Weise. Was Sie eigentlich meinen: Wenn „Wir“ Deutschen euch Flüchtlinge „verstanden“ hätten, dann würden wir euch alle zweifellos sofort bei uns aufnehmen, euch durchfüttern und keinerlei kritische Fragen mehr stellen. Ist es nicht das, was Sie sagen wollten? Auch hier: Nein, Aras. Der Grund, warum in Deutschland kritisch über Flüchtlinge und Asyl diskutiert wird, ist: Die meisten von euch sind keine Flüchtlinge und in Deutschland nicht asylberechtigt. Verstehen Sie das oder muss ich weiter ausholen?

Beispiel 4: „Liebes Deutschland, hör auf uns Flüchtlinge abzuschieben“

Nein, lieber Aras, einfach nur Nein. Die Abschiebung geschieht niemals bei echten Flüchtlingen, denn die sind hier laut Gesetz zu schützen und daher auch (temporär) willkommen. Abgeschoben werden also nur Nicht-Flüchtlinge/Scheinasylanten/Scheinsyrer/Wirtschaftsflüchtlinge und ähnliche Gesellen. Capito?

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Beispiel 5: „Es ist auch unsere Zukunft, wir Flüchtlinge sollten wählen dürfen“

Nein, lieber Aras, niemals. Es scheint mir doch, als hätten Sie das deutsche Wahlrecht grundsätzlich nicht verstanden. Dass Ausländer bei Kommunalwahlen bereits ein Stimmrecht haben, ist der übergroßen Toleranz mancher Partei zu verdanken, aber Menschen über das Schicksal unseres Landes entscheiden zu lassen, die per Definition („Flüchtling“) nur temporär hier leben, in den allermeisten Fällen weder die Sprache beherrschen, noch unsere Geschichte oder Kultur oder Rechtslage richtig einschätzen können, wäre schlicht und ergreifend unsinnig. Abgesehen davon: Was glauben Sie, lieber Aras, wieviele Ihrer Landsleute hier diesen Wunsch teilen? Nicht einmal die Deutschen haben noch Lust auf diesen Polit-Firlefanz. Was das anrichten würde, wenn Millionen Flüchtlinge wählen dürften: Sie würden Parteien wählen (SPD/Grüne/Linke), die die Abschaffung unseres Landes ebenso im Sinne haben wie Sie. Das würde Ihnen gefallen, oder?

Ihre Kritik an FPÖ-Politiker Heinz Christian Strache war ein weiterer Ihrer unüberlegten Fehltritte. Ein wenig mehr Bescheidenheit und Respekt vor der Lebenserfahrung Älterer stünde Ihnen gut zu Gesicht.

Kritik an Ihren Äußerungen kommt aber nicht nur von „Rächten“ oder anderen „Äxträmisten“, sondern auch von Ihren eigenen Landsleuten – oder in diesem Fall: Landsfrauen: Auf dem Blog Fisch und Fleisch hat Ihnen die syrische Jesidin Ronai Chaker einen ziemlich heißen Einlauf verpasst. Chaker wörtlich:

Lieber Aras, ich halte deine Blogs nicht nur für verständnislos, sondern auch für undankbar gegenüber der deutschen Bevölkerung, die sich sorgen um ihre eigene Identität macht. (…) Weder du noch ich oder unsere Vorfahren, Aras Bacho, gehören zu der Urbevölkerung (Indigenen) dieses Landes, die hier eine Kultur des Fortschritts aufgebaut haben. Dennoch können wir ein Teil dieser wunderbaren Kultur werden, wenn wir das wirklich wollen. (…) Bei dir, Aras, habe ich nicht das Gefühl, dass du ein Teil dieser fortschrittlichen Kultur sein willst, die Wert auf Weiterentwicklung legt. Im Gegenteil, du versuchst diese Urbevölkerung rechtzuleiten, zu dominieren und zu bevormunden.

Den ganzen Beitrag von Frau Chaker können Sie – ja, auch Sie, lieber Aras – hier lesen. Einen weiteren, ziemlich heftigen Knock-Out hat Ihnen vor einiger Zeit bereits der Bestseller-Autor und COMPACT-Unterstützer Akif Pirincci verabreicht. Sein Text ist sehr empfehlenswert und hier nachzulesen.

Ich hoffe sehr, lieber Aras, dass mit diesem kurzen Beitrag, den ich Ihnen auch per Twitter zukommen lassen werde, für Sie klargeworden ist: Manchmal ist es besser, nichts zu sagen. Und wenn man unbedingt reden muss, fordern muss, spotten muss, dann am besten nur über solche Menschen, die es verdienen. Die Deutschen, die Sie und viele Ihrer Landsleute aufgenommen und versorgt haben, verdienen ihren Hohn, Ihre Häme und ihre Dreistigkeit nicht. Guten Tag!

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Quellen und weiterführende Links:

http://www.huffingtonpost.de/aras-bacho/

https://www.freitag.de/autoren/aras-bacho

https://twitter.com/arasbacho?lang=de

 

Über den Autor

Marc Dassen

Marc Dassen wurde 1989 in Aachen geboren und hat Anfang 2015 sein Studium der Geschichte und Philosophie mit dem Bachelor-Grad abgeschlossen. Seither arbeitet er als Journalist für COMPACT-Magazin.

 

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